Maschinenbau

Neues Montagekonzept soll Pfrontener DMG-Mori-Standort stärken

Digital und automatisiert: Die Fließmontage in der neuen „Monoblock Excellence Factory“ bei Deckel Maho in Pfronten mit 34 fahrerlosen Transportmaschinen steigert die Produktivität um 30 Prozent.

Digital und automatisiert: Die Fließmontage in der neuen „Monoblock Excellence Factory“ bei Deckel Maho in Pfronten mit 34 fahrerlosen Transportmaschinen steigert die Produktivität um 30 Prozent.

Bild: DMG Mori

Digital und automatisiert: Die Fließmontage in der neuen „Monoblock Excellence Factory“ bei Deckel Maho in Pfronten mit 34 fahrerlosen Transportmaschinen steigert die Produktivität um 30 Prozent.

Bild: DMG Mori

Fahrerloses Transportsystem steigert Produktivität von DMG Mori am Standort Pfronten. Was sich der Konzern davon erhofft und was Kunden erwarten können.
Digital und automatisiert: Die Fließmontage in der neuen „Monoblock Excellence Factory“ bei Deckel Maho in Pfronten mit 34 fahrerlosen Transportmaschinen steigert die Produktivität um 30 Prozent.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
24.09.2020 | Stand: 12:15 Uhr

Mit einem neuen Montagekonzept will der Maschinenbaukonzern DMG Mori seinen Standort Deckel Maho Pfronten stärken. Im neuen, 4000 Quadratmeter großen Produktionsbereich „Monoblock Excellence Factory“ produziert DMG Mori ab sofort bis zu 1000 Werkzeugmaschinen pro Jahr, teilt das Unternehmen mit.

Herzstück der Taktmontage ist ein fahrerloses AGV (Automated Guided Vehicles)-Transportsystem. Die autonomen Maschinen bewegen sich mit einer kontinuierlichen Geschwindigkeit von 45 Millimeter pro Minute autonom durch den Montageprozess. In 34 Takten entsteht so der komplette Modellmix der Monoblock Fünf-Achs-Bearbeitungszentren.

Steigerung der Produktionskapazitäten um 30 Prozent

Die Produktionskapazitäten steigen damit um 30 Prozent, sodass am Standort nun jährlich 1000 kundenspezifische Lösungen der Werkzeugmaschinen-Baureihe gefertigt werden können. Die Kostenersparnis der effizienteren Produktion will DMG MORI an seine Kunden weitergeben.

Bei jedem Montageschritt werden die Mitarbeiter durch digitale Informationen, Bilder und Videos über eine hierfür eigens entwickelte Tulip-App unterstützt. Die Software des US-Start-ups ermöglicht Nutzern ohne Programmierkenntnisse, schnell und intuitiv eigene Applikationen zu erstellen. Interaktive Checklisten und Prüfpläne dokumentieren darüber hinaus den gesamten Montageprozess in Echtzeit für durchgängig höchste Qualitätsstandards.

Innovation als Weg aus der Krise

„Investitionen in Innovationen sind der einzige Weg aus der Krise. Wir automatisieren und digitalisieren deshalb auch unsere interne Wertschöpfungskette“, sagt Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender der DMG Mori AG. „Unsere neue Monoblick Excellence Factory in Pfronten zeigt bereits heute, wie die Produktion von morgen aussieht“, ergänzt Michael Horn, Mitglied des DMG-Mori-Vorstands. „Wir richten unsere Standorte unter Verwendung moderner Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen konsequent auf die Fertigung der Zukunft aus.“ Am Standort Pfronten arbeiten derzeit 1570 Mitarbeiter, davon 125 Auszubildende für DMG Mori.