Bauverfahren

Schafft der Bauausschuss in Schwangau einen Präzedenzfall?

Der Bauausschuss in Schwangau hat sich mit Bauvoranfragen beschäftigt.

Der Bauausschuss in Schwangau hat sich mit Bauvoranfragen beschäftigt.

Bild: Benedikt Siegert (Archivfoto)

Der Bauausschuss in Schwangau hat sich mit Bauvoranfragen beschäftigt.

Bild: Benedikt Siegert (Archivfoto)

In Schwangau hat sich das Gremium mit Bauvoranfragen befasst. Dabei musste das Gremium wegen der geplanten Größen auch Außnahmen beschließen.
07.11.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Schwangau Der Bauausschuss in Schwangau hat sich während seiner Sitzung mit zwei Bauvoranfragen auseinandergesetzt. In beiden Fällen überschritten die Anfragen die Baugrenze des Bebauungsplanes – einmal stimmte der Ausschuss dafür, einmal dagegen.

„Die Überschreitungen sind schon viel“, sagte Gisela Lederer (Freie Dorfgemeinschaft Schwangau), nachdem das Vorhaben eines Neubaus im Staufenweg vorgestellt wurde. Michael Weisenbach (CSU) stimmte Lederer zu, man dürfe keinen Präzedenzfall für andere Bauvorhaben schaffen. Der Antragsteller wollte erreichen, dass die Gemeinde eine Abweichung vom Bebauungsplan zulässt. Der Ausschuss stimmte einstimmig dagegen.

Bürgermeister weist auf Widerspruch hin

Anders entschied sich das Gremium bei einem Neubau einer Garage für landwirtschaftliche Geräte und drei Pferdeboxen in Unterdorf. Die Baulinie werde dort um etwa drei Meter überschritten, hieß es während der Sitzung. Deshalb sei eine Befreiung vom Bebauungsplan notwendig. Bis auf drei Gegenstimmen stimmte der Ausschuss für die Befreiung. Bürgermeister Stefan Rinke (CSU) wies auf den Widerspruch gegenüber der vorherigen Anfrage hin. Daraufhin meldete sich Weisenbach zu Wort. Rinke verzichtete allerdings auf den Redebeitrag: Der Beschluss sei gefasst und das Gremium habe abgestimmt.