Großer Einsatz der Bergwacht: 72-Jähriger fällt in zwei Meter tiefen Graben

In diesen Graben ist der Wanderer gefallen, nachdem er auf einer Schneebrücke einbrach.

In diesen Graben ist der Wanderer gefallen, nachdem er auf einer Schneebrücke einbrach.

Bild: Hannes Raps/Bergwacht Oberstdort

In diesen Graben ist der Wanderer gefallen, nachdem er auf einer Schneebrücke einbrach.

Bild: Hannes Raps/Bergwacht Oberstdort

Ein Wanderer ist bei Oberstdorf in den Bergen auf einem Schneefeld eingebrochen und in einen Graben gefallen. Ein großes Problem bei der Rettung: das Gewitter.

29.07.2020 | Stand: 17:22 Uhr

Spektakulärer Bergunfall am Dienstagabend in den Oberstdorfer Bergen: Auf dem Weg zwischen Enzian- und Rappenseehütte ist ein 72 Jahre alter Wanderer auf einem Schneefeld abgerutscht. Im unteren Teil brach dann eine Schneebrücke und der aus Berlin stammende Wanderer fiel zwei Meter tief in einen wasserführenden Graben. Der Mann erlitt laut Bergwacht schwere Verletzungen am Oberschenkel. Acht Bergretter waren vier Stunden lang im Einsatz.

Die Bergwacht konnte dem Mann wegen des Gewitters zunächst nicht helfen

Zeugen des Absturzes hatten die Bergwacht alarmiert, wegen des aufziehenden Gewitters war ein Hubschraubereinsatz aber zunächst nicht möglich. Deshalb machten sich Bergretter zu Fuß auf den Weg zum Unfallort. Zeitgleich konnte ein im Vorarlberger Nenzing stationierter Hubschrauber eine Gewitterpause nutzen, um zur Einsatzstelle zu fliegen.

Die Bergretter mussten sich wegen des Gewitters zu Fuß auf den Weg machen.
Die Bergretter mussten sich wegen des Gewitters zu Fuß auf den Weg machen.
Bild: Hannes Raps/Bergwacht Oberstdorf

Die Bergung aus dem Loch im Schneefeld habe sich schwierig gestaltet, berichtete Markus Hölzl von der Oberstdorfer Bergwacht. Der verletzte Wanderer wurde per Helikopter ins Krankenhaus gebracht.

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