Sporttag in der Allgäu-Halle in Sonthofen

Handballer treffen Schmetterlinge: Mega-Sport-Samstag in Sonthofen

Wucht und Spielfreude: Am Samstag kommt es in der Sonthofer Allgäu-Sporthalle zum „Doppel-Whopper“. Ab 15.30 Uhr erwarten die Handballer des TSV um Cemal Gündogdu (links) Ottobeuren. Ab 19.30 Uhr spielen die Allgäu-Strom Volleys mit Janina Landerer (links) und Nora Harner gegen 3. Liga-Spitzenreiter Dresden.

Wucht und Spielfreude: Am Samstag kommt es in der Sonthofer Allgäu-Sporthalle zum „Doppel-Whopper“. Ab 15.30 Uhr erwarten die Handballer des TSV um Cemal Gündogdu (links) Ottobeuren. Ab 19.30 Uhr spielen die Allgäu-Strom Volleys mit Janina Landerer (links) und Nora Harner gegen 3. Liga-Spitzenreiter Dresden.

Bild: Günter Jansen

Wucht und Spielfreude: Am Samstag kommt es in der Sonthofer Allgäu-Sporthalle zum „Doppel-Whopper“. Ab 15.30 Uhr erwarten die Handballer des TSV um Cemal Gündogdu (links) Ottobeuren. Ab 19.30 Uhr spielen die Allgäu-Strom Volleys mit Janina Landerer (links) und Nora Harner gegen 3. Liga-Spitzenreiter Dresden.

Bild: Günter Jansen

In der Sonthofer Allgäu-Halle geht's am Samstag rund: Die Handballer fordern Ottobeuren, die Volleys Dresden zum Saisonfinale. Das Programm wird bunt.
08.04.2022 | Stand: 19:03 Uhr

Der Kontrast könnte kaum größer sein. Die Teams könnten kaum unterschiedlicher, die Lage kaum gegensätzlicher sein. Und trotzdem machen sie am Samstag „gemeinsame Sache“. Die Allgäu-Sporthalle Sonthofen wirft sich in Schale für den „Super-Samstag“ zum Saisonabschluss. Ab 15.30 Uhr empfangen die Handballer des TSV Sonthofen den TSV Ottobeuren II zum letzten Spiel der Hauptrunde. Nach dem kurzen Umbau auf dem Parkett fordern die Allgäu-Strom Volleys Sonthofen im Anschluss ab 19.30 Uhr den Spitzenreiter Dresden zum Saisonfinale in der 3. Liga. Vor dem „Doppel-Whopper“ wagen wir die Spieltagsvorschau der anderen Art, vergleichen die Teams, das Personal und Wichtigkeit des Spiels – und erklären alles Wissenswerte zum Rahmenprogramm, Einlass und Eintrittspreisen.

Abstiegsangst und Niemandsland

Dass es im Schlussspurt der Hallen-Saison für beide Teams vermeintlich um nichts mehr geht, haben die Handballer jüngst widerlegt. Im äußerst hitzigen Derby gegen Kempten-Kottern (29:33) ging es zur Sache – es hagelte 13 Zeitstrafen. Vor dem letzten Spiel sind die Karten für die alles entscheidende Abstiegsrunde zwar bereits gelegt. Doch ein intensives Derby werde es laut Rückraumspieler Laurenz Lakotta auch am Samstag geben: „Zwischen Ottobeuren und uns knistert es immer“, sagt der Routinier. „Es macht immer Spaß, weil es rundgeht.“

Der Spaß steht bei den Volleys dieser Tage auch im Vordergrund. Um nicht mehr als um Platz fünf geht es für die „Schmetterlinge“ um das Trainergespann Veronika Kettenbach und Vanessa Müller im Duell mit Spitzenreiter Dresden – aber auch nicht um weniger. „Wir haben darauf geachtet, dass die Mädels nach der langen Saison auch mal den Kopf freibekommen“, sagt Müller. „Nach sechs Monaten kommen allmählich auch ein paar Wehwehchen auf, das normal.“

In beiden Lagern fehlt ein Trio

Dabei fehlen „nur“ drei Spieler. Und das bei beiden Teams. „Wir alle haben Bock auf ein großes Finale, aber der Körper sagt langsam etwas anderes“, sagt Müller. Neben der im Herbst am Kreuzband verletzten Spielertrainerin fehlt auch die emotionale Anführerin Veronika Kettenbach krankheitsbedingt – die 30-Jährige wird aber beim Finale auf der Bank coachen. Emma Gröbl fehlt mit gebrochenem rechten Zeigefinger nach wie vor. Dafür wird aber zumindest eine ehemalige Zweitliga-Zuspielerin, Annika Zeller oder Nadja Roth, aushelfen.

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Volleyball-Euphorie in Sonthofen

Handball-Trainer Sven Heldt kann auf denselben Kader wie im Duell mit Kempten zurückgreifen. Fabian Hofmann (Arm) und Gerhard Jehle (Knieblessur) fehlen ebenso wie Redzo Karic (Schulter). Die Langzeitverletzten Schlober und Fröhlich sind ohnehin raus.

„Und ob es kribbelt“

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Die Volleys spielen gegen die Talentschmiede Dresden, den designierten Meister, das Überteam der 3. Liga. „Es ist immer besonders für alle Fans, die Mannschaft im letzten Spiel zu sehen“, sagt Vanessa Müller. Und Kettenbach ergänzt: „Wir sind im Grunde von allen Pflichten befreit und alles ist drin. Wir wollen für alle einen möglichst schönen Abschluss feiern“, sagt die Zweitliga-Meisterin von 2017. „Unser Team hat es verdient, sich vor vielen Leuten zu präsentieren. Gerade die jungen Mädels nach dieser schwierigen Saison. Es soll noch einmal ein gigantisches Gefühl geben.“

Für die Handballer, das macht Lakotta deutlich, geht es auch im letzten Hauptrundenspiel um das Prestige. „Und ob es kribbelt. Wir haben gegen Ottobeuren im Hinspiel auf den Deckel bekommen. Da wollen wir in unserer Halle zeigen, dass wir auf Augenhöhe sind.“

Play-downs gegen Sommerpause

Denn mit dem Ende dieser Hauptrunde stehen die Play-downs für Sonthofens Handballer an. Der TSV wird frühestens ab dem 23./24. April, vermutlich aber ab dem ersten Mai-Wochenende um die sportliche Existenz in der Bezirksoberliga kämpfen. In der Abstiegsrunde treten mit dem TSV, Biessenhofen und Waltenhofen die vier Letzten aus der Ost-Staffel (vermutlich Pullach, Herrsching, Fürstenfeldbruck und Gilching) an. Es stehen noch einmal acht Spiele an, ehe Ende Juni (!) die Absteiger feststehen werden.

Ein solches Mammutprogramm haben die Volleys nicht vor sich. Dresden ist Endstation. Danach geht es in eine zweiwöchige Pause, ehe eine interne Feier die Saison ausklingen lässt. Ende Mai startet das Team im Fitnessstudio.

Abschiede und eine große Party

Für Zuschauer gelten keine Zulassungsbeschränkungen mehr für den Eintritt in die Allgäu-Halle – beide Abteilungen des TSV setzen sich aber dafür ein, dass weiterhin Vorsicht geboten ist. Zu den Tickets: Es gibt Kombi-Karten für sechs Euro, mit denen Fans Zutritt zu beiden Spielen haben. Einzeltickets kosten drei (Handball), bzw. fünf Euro (Volleys). Und das dürfte sich für Fans lohnen.

„Wir freuen uns, dass wir nach zwei Jahren einen Abschluss feiern können, der einigermaßen im normalen Rahmen laufen kann“, sagt Volleys-Geschäftsführer Christian Feger. „Und wir haben uns einiges überlegt.“ In einer Satzpause wird es aus dem Umfeld der Volleys zu zwei Verabschiedungen kommen, nach dem Spiel nimmt die Clubführung Stellung zur Zukunft des Kaders. Im Anschluss soll eine Feier in der Halle die Saison abschließen – alle Fans sind dazu eingeladen.