Corona-Fall im Oberallgäu

Kind mit Corona infiziert, Kita muss schließen: Wer wird wann getestet?

Eine Kita im Oberallgäu muss schließen. Ein Kind ist mit dem Coronavirus infiziert.

Eine Kita im Oberallgäu muss schließen. Ein Kind ist mit dem Coronavirus infiziert.

Bild: Monika Skolimowska/dpa (Symbolfoto)

Eine Kita im Oberallgäu muss schließen. Ein Kind ist mit dem Coronavirus infiziert.

Bild: Monika Skolimowska/dpa (Symbolfoto)

Nach einem Corona-Fall schließt eine Kita im Oberallgäu, mehrere Kinder und Erzieherinnen müssen in Quarantäne. Wie geht es weiter?

12.06.2020 | Stand: 18:23 Uhr

Im südlichen Oberallgäu musste eine Kita schließen, nachdem ein Kind positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Diese Testung steht wohl im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Krankheit in einem Flüchtlingsheim im südlichen Oberallgäu: Dort hatte Ende Mai ein an Covid-19-Erkrankter aus Karlsruhe seine Freunde in einem Flüchtlingsheim besucht und fünf Erwachsene und drei Kinder angesteckt. Das nun getestete Mädchen und seine Mutter leben ebenfalls in einem Flüchtlingsheim.

Zum Ablauf teilt die Pressestelle des Landratsamts Oberallgäu mit, dass am Freitag 5. Juni, bei der Mutter des Mädchens ein Abstrich auf Covid 19 gemacht wurde, später auch bei ihrem Kind. Die Ergebnisse waren positiv, beide sind seit Freitag in Quarantäne. 

"Kinder heimgeschickt" 

Nach dem positiven Ergebnis bei Mutter und Kind, seien am Monntag, 8. Juni, weitere Kinder der Unterkunft und deren Eltern getestet worden. Die Behörde habe noch am gleichen Tag den Träger des Kindergartens über die Erkrankung des Kindes und seiner Mutter informiert. Der zuständige Kindergartenverwalter sagt, er sei am Dienstamorgen informiert worden und habe sofort reagiert. "Die Kinder wurden alle heimgeschickt." Die  Einrichtung  bleibt wohl für 14 Tage geschlossen. „Das positiv getestete Mädchen ist zuletzt am Donnerstag, 4. Juni, in der Kita gewesen“, teilt das Landratsamt Oberallgäu mit.

Alle zwölf Kinder, die mit dem Mädchen in der Kita zusammen waren, und sechs Betreuerinnen, wurden laut Behörde am Mittwoch, 10. Juni getestet. Ein Ergebnis steht noch aus. Sie seien aber schon seit Dienstag in Quarantäne und sollen zum Ende der Quarantänezeit, nach zehn Tagen, noch einmal getestet werden.

Auf die Frage, ob denn nun alle Eltern der Kindergartenkinder und deren Geschwister vorsorglich einen Abstrich auf Covid 19 bekommen, heißt es aus der Pressestelle: „Eltern und Geschwister werden nicht getestet, weil das medizinisch keinen Sinn macht vor einem positiven Befund einer Kontaktperson ersten Grades“. Mit Kontaktperson ersten Grades sind die getesteten Kindergartenkinder und auch die Betreuerinnen gemeint.