Sicherheitswacht Immenstadt

Maskenmüde in Immenstadt? Manchmal fehlt der Schutz an Mund und Nase

Nich alle wollen einen Mund- und Nasenschutz im Gesicht tragen.

Nich alle wollen einen Mund- und Nasenschutz im Gesicht tragen.

Bild: Robert Michael/dpa

Nich alle wollen einen Mund- und Nasenschutz im Gesicht tragen.

Bild: Robert Michael/dpa

Der Sicherheitswacht im Städtle fällt bei Patrouillen einiges auf. Wegen fehlender Masken gab es bisher im gesamten Oberallgäu nur 15 Anzeigen. Das kann sich ändern.
05.09.2020 | Stand: 19:00 Uhr

Sie schieben Wache in Immenstadt, die Ehrenamtlichen der Sicherheitswacht. Von Beginn an, also seit 2018, sind auch Andrea Haag (Burgberg) und Roland Reimold (Sonthofen) dabei. Sie mögen ihren Dienst, weil sie das Gefühl haben, manchem Sicherheit zu geben, wenn sie tagsüber durch die Stadt patrouillieren. Wenn sie von Passanten angesprochen werden, dann sei das meist positiv. Aber in letzter Zeit fällt ihnen eine gewisse Müdigkeit auf beim Maskentragen am Samstagvormittag auf dem Marienplatz. Oder liegt es an der Unwissenheit mancher Besucher?

Seit 12. Mai besteht die Pflicht wegen der Corona-Pandemie einen Mund-Nasenschutz auch auf Wochenmärkten zu tragen. Das gilt ebenso für den Marienplatz in Immenstadt, wo der Wochenmarkt Samstagvormittag stattfindet. Insbesondere Touristen aber wüssten das oft nicht, sagt Andrea Haag. Ein freundlicher Hinweis führe dann zum Erfolg und zur Einsicht. Bislang zumindest.

Weil der Wochenmarkt auf dem Marienplatz mitten im Ort ist, sei manchem Passanten gar nicht bewusst, dass er sich am Samstagvormittag auf einer Verkaufsfläche befindet, sagt Axel Fuchs dazu, der Leiter der Polizeiinspektion Immenstadt. Dann gebe es einen freundlichen Hinweis. Anzeigen deswegen gab es noch nicht. Das könnte sich aber ändern, wenn insgesamt die „Motivation, einen Mund-Nasenschutz zu tragen bei gleichzeitig steigenden Infektionszahlen nachlässt“, sagt Fuchs.

„Maskenverweigerer“ gebe es im Zuständigkeitsbereich der Polizei Immenstadt „bisher nur vereinzelt“, sagt Fuchs. Angezeigt wurde dort noch niemand. Im gesamten Oberallgäu sind deswegen bislang 15 Verstöße beim Landratsamt aktenkundig.