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Urteil

Trick bringt Steuerberater im Oberallgäu vor Gericht

Brennholz

Das Arbeiten mit privaten Motorsägen kann in holzverarbeitenden Betrieben ähnlich vergütet werden, wie in anderen Branchen die Kilometergeldabrechnung bei Fahrten mit dem Privatauto. Weil diese Regelung missbraucht wurde, stand jetzt in Sonthofen ein Steuerberater vor Gericht.

Bild: Ulrich Weigel

Das Arbeiten mit privaten Motorsägen kann in holzverarbeitenden Betrieben ähnlich vergütet werden, wie in anderen Branchen die Kilometergeldabrechnung bei Fahrten mit dem Privatauto. Weil diese Regelung missbraucht wurde, stand jetzt in Sonthofen ein Steuerberater vor Gericht.

Bild: Ulrich Weigel

Amtsrichterin spricht Oberallgäuer frei. Es bleibt offen, ob er Unternehmern empfohlen hat, Löhne mit "Motorsägenstunden" falsch abzurechnen.

13.06.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Ein Oberallgäuer Steuerberater vor Gericht. Ihm wurde vorgeworfen, unerlaubt getrickst und damit einem Forstunternehmer zu mehr Einnahmen verholfen zu haben. Der Forstunternehmer war für das falsche Abrechnen 2019 verurteilt worden. Er soll sich so in zehn Jahren Steuern und Sozialabgaben in Millionenhöhe gespart haben. Der Steuerberater aber wurde nach einer vierstündigen Verhandlung vor dem Schöffengericht in Sonthofen freigesprochen – aus Mangel an Beweisen. Weder Anstiftung noch Beihilfe konnten ihm nachgewiesen werden. Also in dubio pro reo – im Zweifel für den Angeklagten. Der Staatsanwalt ließ offen, ob er Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen wird.

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