Wiggensbach

1,2 Millionen Euro für neue Straßen

Infrastruktur Nächstes Jahr könnten Arbeiten zwischen Riedlingen und Trunzen beginnen
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Von mor
18.09.2019 | Stand: 16:20 Uhr

Rund 1,2 Millionen Euro werden wohl die weiteren Straßensanierungen in Wiggensbach kosten. Gedacht ist dabei an die Straßenabschnitte Kürnacher Straße 100 bis Artho 3 (694 000 Euro) und Riedlingen bis Trunzen 511 000 Euro). 50 Prozent könnte die Gemeinde über das Förderprogramm „Dem ländlichen Charakter angepasste Infrastrukturprojekte“ abrechnen. Unter dem Vorbehalt, dass die Zuschüsse genehmigt werden, stimmte der Gemeinderat während seiner jüngsten Sitzung für die Sanierung. Dreimal gab es bereits Geld aus dem europäischen Fördertopf.

Bürgermeister Thomas Eigstler hatte zuvor noch den Zeitplan erläutert, falls die Genehmigung erfolgt. Bis Januar 2020 rechnet er mit einer Förderzusage. „Dann könnten wir Ende Januar den Abschnitt Riedlingen-Trunzen ausschreiben“, sagte der Bürgermeister. Der Ausbau würde im Laufe des Jahres folgen. Die Ausschreibung für den Bereich Artho wäre dann im Oktober an der Reihe, der Ausbau im Jahr 2021. Und: Alle Grundstücksfragen seien bereits in gutem Einvernehmen geklärt worden.

Gemeinderat Michael Speith (SPD-Grüne) sprach sich gegen die Sanierung aus. Er meinte, die bisherigen Straßenbreiten seien ausreichend, zumal die Strecken ohnehin wenig befahren würden. Das Geld könne man besser anlegen. „Wir brauchen das, nur weil ein anderer die Hälfte zahlt?“ Auch kritisierte er die damit einhergehende Flächenversiegelung und stimmte schlussendlich gegen das Vorhaben.

Leonhard Notz (Freie Wähler) widersprach Speith: „Die Fahrzeuge werden immer breiter, Müllautos, landwirtschaftliche Fahrzeuge. Was nützen uns die drei Meter Breite, wenn die Straße an den Seiten wegbricht!“ Dagmar Peter (CSU) argumentierte mit dem Gegenverkehr oder Spaziergängern und Radlern. Es könne nicht sein, dass diese in die Wiese ausweichen müssen. Hanne Jörg (CSU) gab zu bedenken, dass auch der Linienbus unterwegs sei. „Auf einer öffentlichen Straße sollte ein Begegnungsverkehr möglich sein, ohne dass ein Pkw beispielsweise 300 Meter rückwärtsfahren muss“, sagte Eigstler.

In diesem Zusammenhang wies der Bürgermeister erneut darauf hin, dass der Schulbus jetzt auch nach Westenried fahre. Zwölf bis 15 Schüler würden dort täglich ein- und aussteigen.

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