Verkehr in Kempten

212 Senioren geben den Führerschein ab und nehmen den Bus

In der Führerscheinstelle haben sich seit Juli 2020 über 200 Senioren von ihrer Fahrerlaubnis getrennt. Sie durften dafür ein jahr lang kostenlos die Busse im Stadtgebiet nutzen.

In der Führerscheinstelle haben sich seit Juli 2020 über 200 Senioren von ihrer Fahrerlaubnis getrennt. Sie durften dafür ein jahr lang kostenlos die Busse im Stadtgebiet nutzen.

Bild: Matthias Becker

In der Führerscheinstelle haben sich seit Juli 2020 über 200 Senioren von ihrer Fahrerlaubnis getrennt. Sie durften dafür ein jahr lang kostenlos die Busse im Stadtgebiet nutzen.

Bild: Matthias Becker

Anreiz mit kostenlosem Jahresabo hat in der Altersgruppe der Über-70-Jährigen bei einigen gewirkt. Verlängert wird die Aktion allerdings nicht mehr.
11.10.2021 | Stand: 15:00 Uhr

Sich freiwillig vom Führerschein zu trennen, ist für viele Senioren ein Einschnitt. Mit einem kostenlosen Jahres-Abo für den Nahverkehr haben die Stadt und der Verkehrsverbund Mona einen Anreiz gesetzt. Und der hat bei einigen in der Altersgruppe der Über-70-Jährigen gezogen. 212 Autofahrer haben ihre Führerscheine eingetauscht.

Ein Viertel der Teilnehmer bleibt dem Abo treu

Verkehrsmanager Stefan Sommerfeld stellte diese Zahl im Ausschuss für Mobilität vor. Von Juli bis Ende 2020 verabschiedeten sich demnach 162 Senioren von ihrer Fahrerlaubnis. 50 zusätzliche Vorgänge registrierte die Führerscheinstelle bis Juli 2021. Zwischen 20 und 25 Prozent der Umsteiger hätten sich auch für ein bezahltes Folge-Abo nach dem kostenlosen Jahr entschieden.

Fast 95.000 Euro für die Gratis-Abos

Höhere Zahlen hätte Stadtrat Josef Mayr (CSU) erwartet. Er vermutete, dass unter den Teilnehmern etliche ohnehin kein Auto mehr gesteuert hätten. Ein Fortsetzung erschien ihm wegen der Kosten eher zweifelhaft.

Tatsächlich haben die Gratis-Abos die Beteiligten der Aktion fast 95.000 Euro gekostet. „Es ging vor allem darum, das Thema ins Blickfeld zu rücken“, sagte Oberbürgermeister Thomas Kiechle. An eine Verlängerung sei nicht gedacht.

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