Allgäuhalle

Allgäuhalle Kempten: Verein „Kulturquartier“ drückt aufs Tempo

Allein für Flohmärkte sei die Allgäuhalle zu schade, findet der Verein Kulturquartier Allgäu. Den Mitgliedern schwebt zunächst eine abgespeckte Nutzung für Veranstaltungen vor.

Allein für Flohmärkte sei die Allgäuhalle zu schade, findet der Verein Kulturquartier Allgäu. Den Mitgliedern schwebt zunächst eine abgespeckte Nutzung für Veranstaltungen vor.

Bild: Ralf Lienert

Allein für Flohmärkte sei die Allgäuhalle zu schade, findet der Verein Kulturquartier Allgäu. Den Mitgliedern schwebt zunächst eine abgespeckte Nutzung für Veranstaltungen vor.

Bild: Ralf Lienert

Provisorischer Start in der Kemptener Allgäuhalle soll laut dem Verein "Kulturquartier Allgäuhalle" (KQA) kostengünstig möglich sein. Kunstszene sucht Räume.
11.05.2022 | Stand: 14:37 Uhr

Die Tage der Viehauktionen in der Allgäuhalle sind gezählt. Der Verein Kulturquartier Allgäu (KQA) wünscht sich zügig eine Nutzung für kleinere Veranstaltungen und Probenräume. Eine Zwischenlösung schlagen jetzt die Mitglieder vor: „Schnell umsetzbar und ohne Kosten.“

Mit dem anstehenden Wegzug der Allgäuer Herdebuchgesellschaft stehe das rund 11.000 Quadratmeter umfassende Areal mit Allgäu- und Kälberhalle für eine neue Nutzung offen, schreibt Vorsitzender Stephan A. Schmidt in einer Pressemitteilung. Bisher hat dazu die Stadt als Eigentümerin keine Entscheidungen getroffen. Wie berichtet, gibt es neben dem Kulturquartier-Verein auch andere Interessenten für das Areal. Außer den monatlichen Flohmärkten gibt es vorerst aber keine Termine auf dem Gelände.

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Gleichzeitig leide die Kulturszene unter fehlenden Flächen für Proben und Auftritte. Damit die Allgäuhalle nicht brach liegt, haben die 150 Vereinsmitglieder ein Startkonzept entwickelt: „Wir könnten von einem Tag auf den anderen loslegen, und es kostet keinen Cent für irgendwelche Ein- und Umbauten“, versichert Schmidt.

Die Stadt müsse lediglich die bestehende Gaststätte der Allgäuhalle vermieten, die dann als Kleinkunstbühne und Jazzclub bespielt würde. Ein wöchentliches Programm könne man in kurzer Zeit auf die Beine stellen. Bestuhlt wäre Platz für 80 Zuschauer, heißt es vom KQA. Auch ein Betreiber für die Gastronomie stehe parat.

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Den behindertengerechten Umbau einer der Toiletten samt Wickelraum hat Schmidt vorab auf der Wunschliste. Dies könne aber der Verein auch selbst stemmen. Die Gaststätte als solche solle ohnehin weiter ihre lange Geschichte bewahren: Schließlich sei sie eines der letzten ursprünglichen Lokale in der Stadt. Für mögliche größere Veranstaltungen denkt Schmidt daran, die Hallenflächen vereinzelt anzumieten. Weitere Schritte könnten später folgen. „Sollte sich die Stadt irgendwann für eine andere Nutzung entscheiden, könnten wir innerhalb von wenigen Wochen spurlos wieder ausziehen.“

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„Uns ist bewusst, dass durch die Pandemie und nun auch den Ukraine-Krieg die kommunale Finanzsituation für die nächsten Jahre unsicher bleibt“, sagt Jazzfrühling-Planer Andreas Schütz. Auch der KQA passe sein Konzept an. Bühnen, Proberäume, Ateliers, KT-Gedenkstätte und Skatehalle blieben freilich in den Hinterköpfen.

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