Kempten/Oberallgäu

Falls Corona Arztpraxen lahmlegt

Corona  Fieberambulanz

Eine „Fieberambulanz“ wird derzeit in der Big Box aufgebaut.

Bild: Foto: Lienert

Eine „Fieberambulanz“ wird derzeit in der Big Box aufgebaut.

Bild: Foto: Lienert

In der Big Box sollen im Notfall Patienten versorgt werden

Von bu
06.04.2020 | Stand: 15:30 Uhr

Wenn das Corona-Virus zu viele Haus- und Facharztpraxen lahmlegt, können Patienten mit Infektion künftig im Eingangsfoyer der Big Box Allgäu behandelt werden. Denn dort lässt Dr. Lutz Menthel, der Versorgungsarzt der Stadt Kempten, aktuell eine „Fieberambulanz“ einrichten(wir berichteten). Vier Weitere sollen im Oberallgäu entstehen.

Wie viele Praxen ausfallen müssen, bis man auf die „Fieberambulanz“ zurückgreift, ist Menthel zufolge nicht festgelegt. Falls dieses Szenario eintritt, wird in solchen Stationen immer nur ein einzelner Patient behandelt. Sollte es nötig werden, müsse man das Personal aufstocken, um so mehr Menschen zu versorgen. Was an der „Fieberambulanz“ besonders ist: Jeder niedergelassene Arzt kann laut Menthel dort behandeln – beispielsweise auch Kardiologen, Neurologen oder Gynäkologen.

Die Anordnung zu dieser „Reservepraxis“ kam von der Bayerischen Staatsregierung. Versorgungsärzte im ganzen Freistaat setzen dies nun um. Vier zusätzliche „Fieberambulanzen“ sollen im Oberallgäu entstehen. Um die Erkrankten sinnvoll einer Station zuzuweisen, wird Menthel eng mit Dr. Karim Moussa, dem Oberallgäuer Versorgungsarzt, zusammenarbeiten. Menthel hebt hervor, dass es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme handelt: „Unsere größte Hoffnung ist, dass wir die Fieberambulanz vorbereiten und nie brauchen.“