Kempten

Mehrere hundert Menschen bei Demo gegen Corona-Einschränkungen in Kempten

Eine genehmigte Versammlung, bei der gut 20 Menschen am Samstagvormittag in Kempten für die Einhaltung der Grundrechte und eine Aufhebung der strikten Corona-Beschränkungen demonstierten, uferte aus. Die Polizei schritt aber nicht ein.

Bild: Ralf Lienert

Eine genehmigte Versammlung, bei der gut 20 Menschen am Samstagvormittag in Kempten für die Einhaltung der Grundrechte und eine Aufhebung der strikten Corona-Beschränkungen demonstierten, uferte aus. Die Polizei schritt aber nicht ein.

Bild: Ralf Lienert

Es sollten 20 Teilnehmer werden, letztlich waren rund 300 vor Ort: Eine Demo gegen die Corona-Einschränkungen am Samstagmittag in Kempten wurde deutlich größer als geplant.

27.04.2020 | Stand: 22:31 Uhr

Eine genehmigte Versammlung, bei der gut 20 Menschen am Samstagvormittag in Kempten für die Einhaltung der Grundrechte und eine Aufhebung der strikten Corona-Beschränkungen demonstierten, uferte aus.

Rund um eine abgegrenztes Versammlungsgelände vor der Kemptener Residenz versammelten sich etwa 300 Personen, ohne im Geringsten auf den vorgeschriebenen Abstand zu achten. Polizisten und Mitarbeiter des Kemptener Ordnungsamtes beobachteten das Geschehen, schritten aber bis zum Ende der Versammlung nicht ein.

Auf Durchsagen der Polizei über Megafon mit der Aufforderung, 1,50 Meter Abstand zu halten, reagierten Anwesende mit dem Skandieren des Satzes: „Wir sind das Volk.“ Der Einsatzleiter der Polizei sagte: „Das, was hier abläuft ist zwar nicht in Ordnung. Es geht aber um eine Abwägung.“ Da es sich beim Verhalten der Personen um eine Ordnungswidrigkeit und nicht um eine Straftat handle, rechtfertige das Geschehen keine massiven Polizeieinsatz, bei dem möglicherweise Zwang angewendet werden müsste.

 

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Rund 300 Menschen bei Demo in Kempten gegen Corona-Einschränkungen

Die Stadt Kempten hatte am Freitag die Versammlung ausdrücklich mit der Auflage genehmigt, dass sich nicht mehr als 20 Personen treffen. Der Leiter des OB-Büros hatte auf Anfrage erklärt, dass die Stadt das Anliegen der Versammlungsteilnehmer verstehe, für die Grundrechte einzutreten. Sofern sich allerdings mehr Personen als genehmigt treffen, gehe man davon aus, dass die Polizei die Versammlung auflöse.