Betrüger geben sich für DHL aus

Nun auch Paketdienst-Betrug per Mail – Fall aus Sulzberg

Eine Betrugs-Mail rief eine Kundin der DHL dazu auf, Lieferkosten vorab zu bezahlen. Die Frau erkannte die Nachricht als "Fake".

Eine Betrugs-Mail rief eine Kundin der DHL dazu auf, Lieferkosten vorab zu bezahlen. Die Frau erkannte die Nachricht als "Fake".

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Eine Betrugs-Mail rief eine Kundin der DHL dazu auf, Lieferkosten vorab zu bezahlen. Die Frau erkannte die Nachricht als "Fake".

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolbild)

Betrüger fordern per E-Mail Geld für eine noch ausstehende Paketlieferung. Eine Frau aus Sulzberg wird stutzig, obwohl die Nachricht "täuschend echt" wirkt.
16.04.2021 | Stand: 16:09 Uhr

„Lieferung erfolgt nach Bezahlung“ – diese E-Mail tauchte im Postfach von Beate Hämmerle aus Sulzberg auf, scheinbar von der DHL gesendet. Die Leserin der Allgäuer Zeitung war sofort stutzig. In den vergangenen Wochen habe sie mehrere Betrugs-SMS mit ähnlichem Inhalt erhalten. „Ich dachte sofort, dass es eine Fake-Nachricht sein muss, weil Geld gefordert wurde“, sagt sie. Lesen Sie auch: Paket erhalten? Vorsicht vor dieser SMS!

Frau aus Sulzberg erhält Betrugs-Mail: Paketzusteller fordert scheinbar zur Überweisung auf

Klaus-Dieter Nawrath von der Pressestelle Süd der DHL bestätigt auf Anfrage unserer Redaktion, dass die Mail nicht von dem Paketzusteller abgesendet wurde. „Wir fordern Kunden in der Online-Sendungsverfolgung nicht dazu auf, Geld nachzuzahlen“, sagt er. Wie Nawrath rät auch Dominic Geißler, Pressesprecher der Polizei Schwaben Süd/West, deshalb von vorschnellen Überweisungen ab.

Diese Mail erreichte Beate Hämmerle aus Sulzberg. Sie beschrieb den Inhalt als "täuschend echt", doch die DHL war nicht der Absender.
Diese Mail erreichte Beate Hämmerle aus Sulzberg. Sie beschrieb den Inhalt als "täuschend echt", doch die DHL war nicht der Absender.
Bild: Beate Hämmerle

Besser sei es, erst gar nicht auf den Link zu klicken und stattdessen beim angegebenen Absender anzurufen. Bei Hausbanken und andere Paketzustellern habe es ebenfalls Fälle sogenannter Fishing-Mails gegeben. „Klären Sie zum Beispiel mit dem Kundenzentrum persönlich ab, dass es sich um keinen Betrug handelt“, sagt Geißler.

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