Allgäu Airport Memmingen

Fliegende Intensivstation landet erstmals in Memmingen

Erstmals in Memmingen gelandet: Ein Airbus A310 der Bundeswehr. Wen die fliegende Intensivstation transportiert hat.

Erstmals in Memmingen gelandet: Ein Airbus A310 der Bundeswehr. Wen die fliegende Intensivstation transportiert hat.

Bild: Tom Engel

Erstmals in Memmingen gelandet: Ein Airbus A310 der Bundeswehr. Wen die fliegende Intensivstation transportiert hat.

Bild: Tom Engel

Am Allgäu Airport ist am Dienstagabend die größte Maschine, die jemals Memmingen angesteuert hat, angekommen. Wen das Kranken-Flugzeug transportiert hat.
16.10.2020 | Stand: 16:31 Uhr

Am Flughafen Memmingen wurde am Dienstagabend eine Premiere gefeiert: Erstmals landete ein Airbus A310 der Bundeswehr auf dem schwäbischen Verkehrsflughafen.

An Bord des Airbus befanden sich acht schwer verletzte ukrainische Soldaten, die zur weiteren Behandlung ins Bundeswehrkrankenhaus nach Ulm gebracht wurden. Die „August Euler“ ist mit einer Spannweite von fast 44 Metern und einer Länge von über 46 Metern sowie einem Maximalgewicht von 157 Tonnen das größte Flugzeug, das bisher in Memmingen gelandet ist.

Flugzeug nach modernsten Standards der Intensivmedizin ausgestattet

Der Airbus A310 MedEvac gilt als fliegende Intensivstation und ist nach modernsten Standards der Intensivmedizin ausgestattet. Er kann neben sechs Intensivpatienten weitere 38 Menschen liegend transportieren und gilt in der Bundeswehr als wichtiges Glied einer weltweiten Rettungskette zur Versorgung und Evakuierung verletzter oder kranker Soldaten, in der auch das Bundeswehrkrankenhaus in Ulm eine wichtige Rolle spielt (Zum Allgäu-Airport-Winterflugplan 2020 hier).

Wenige Stunden später landete mit dem Airbus A400M, dem neuen Transportflugzeug der Bundeswehr, eine weitere zur Intensivstation umgebaute Maschine in Memmingen. Sie kam aus Lissabon und hatte ebenfalls künftige Patienten des Bundeswehrkrankenhauses in Ulm an Bord (Lesen Sie auch: Ryanair streicht Winterflugplan weiter zusammen: Wie die Lage am Allgäu Airport ist).

Für Allgäu Airport Bereichsleiter Aviation Marcel Schütz unterstreicht der Einsatz der Bundeswehr, die die verletzten Soldaten in einem gesicherten Konvoi vom Flugplatz nach Ulm brachte, dessen Bedeutung. „Auch in Zeiten des Lockdowns“, so Schütz, „hatten wir immer für Rettungs- und Hilfsflüge geöffnet und konnten so wichtige Beiträge zur Versorgung leisten.“

Bundeswehrkrankenhaus, Polizei und Militär nutzen Allgäu Airport

Gerade das Bundeswehrkrankenhaus in Ulm nutze den Flughafen regelmäßig für medizinisch bedingte Flüge. Aber auch andere Organisationen, die Polizei sowie das Militär griffen auf den allgäu Airport zurück. „Wir werden“, so Schütz, „auch in schwierigen Zeiten weiter das Unsere tun.“ (Lesen Sie auch: Allgäu Airport bei Flughafen-Ranking auf Platz 25 - Das sagt der Airport-Chef dazu.)

Als Anfang April auch in Memmingen der zivile Flugverkehr weitgehend ruhte, wurde der Flughafen trotzdem in Betrieb gehalten. Regelmäßige Linienflüge, Hilfs- und Rettungsflüge und Organtransporte fanden weiterhin statt.