Eichhörnchen im Fitness-Studio und mehr

Flüchtende Schweine, tobende Eichhörnchen: Allgäuer Polizei rückt zu tierischen Einsätzen aus

Stehengeblieben! Im Sommer spazierten zehn Schumpen durch Kempten, Polizisten trieben sie in einem Vorgarten in einem Wohngebiet zusammen. Von dort wurden sie später abgeholt.

Stehengeblieben! Im Sommer spazierten zehn Schumpen durch Kempten, Polizisten trieben sie in einem Vorgarten in einem Wohngebiet zusammen. Von dort wurden sie später abgeholt.

Bild: Ralf Lienert (Archivbild)

Stehengeblieben! Im Sommer spazierten zehn Schumpen durch Kempten, Polizisten trieben sie in einem Vorgarten in einem Wohngebiet zusammen. Von dort wurden sie später abgeholt.

Bild: Ralf Lienert (Archivbild)

Immer wieder ereignen sich im Allgäu tierische Vorfälle, bei denen oft sogar die Polizei gefragt ist. Von ausgebüxten Rindern bis hin zu tobenden Eichhörnchen.
12.11.2020 | Stand: 11:30 Uhr

Tierisch was los ist im Allgäu regelmäßig, nicht selten muss dann sogar die Polizei ausrücken. Wie im Sommer in Kempten, als eine ganze Herde Jungrinder entlaufen ist. Die zehn Schumpen spazierten von ihrer Weide im Westen der Stadt zum Café am Stadtweiher. Schließlich konnten sie in einem Vorgarten in einem Wohngebiet dingfest gemacht werden.

Ausgebüxtes Schwein in Buxheim mit Lasso gefangen

Wenige Wochen zuvor hatten Beamte in Buxheim (Unterallgäu) ein ausgebüxtes Schwein mit einem Lasso eingefangen. Sie stellten das 100-Kilo-Tier in der unteren Hauptstraße und verfrachteten es in einen Pferdetransporter.

Dieses 100-Kilo-Schwein fingen Polizeibeamte mit einem Lasso ein.
Dieses 100-Kilo-Schwein fingen Polizeibeamte mit einem Lasso ein.
Bild: Polizei (Archivbild)

Im Januar dieses Jahres war die A 7 bei Dietmannsried (Oberallgäu) zwei Stunden lang gesperrt, weil dort ein Hund unterwegs war. Das Tier rannte eine Strecke von mehreren hundert Metern hin und her, sprang immer wieder über die Mittelschutzplanke und versteckte sich zwischendurch im Gebüsch. Zahlreiche Polizisten versuchten, den Hund einzufangen, schließlich schlüpfte er unter einem Wildzaun hindurch und verschwand.

Die Beamten zur Hilfe riefen auch die Angestellten eines Fitness-Studios weil sich ein Eichhörnchen verstiegen hatte. Es tobte wild durch den Trainingsraum, bevor es schließlich ins Treppenhaus gelotst werden konnte. Immer wieder muss auch die Feuerwehr eingreifen.

Nüsschen abtrainieren: Ein Eichhörnchen wie dieses verirrte sich in ein Fitness-Studio.
Nüsschen abtrainieren: Ein Eichhörnchen wie dieses verirrte sich in ein Fitness-Studio.
Bild: Angela Merk (Archivbild)

Als eine Kuh in Oberstdorf über einen Zaun sprang und in einem Swimmingpool landete, bargen die Einsatzkräfte das Tier mit einem Tragegurt und einer Drehleiter.

Anfang November büxte zudem Falke "Apollo" aus und konnte schließlich im Allgäu aufgegriffen werden. Und das ausgerechnet von einer Falknerin! Kurioser könnte das Ende im Tierdrama um Apollo wohl nicht sein. Auch die Geschichte um eine flüchtende Ziege in Kaufbeuren nahm ein glückliches Ende.

Bei exotischen Reptilien werden Fachleute geholt

„Einsätze mit Tieren kommen immer wieder vor“, sagt Polizeisprecher Julian Klima. Ein Teil der Ausbildung sei das aber nicht. Ausrücken muss die zuständige Streife. „Wenn zufällig Beamte im Dienst sind, die Erfahrung mit dem jeweiligen Tier haben, helfen sie natürlich, sofern das örtlich und zeitlich sinnvoll ist.“ Geht es um exotische Reptilien, werden Fachleute dazu geholt. Und wenn ein großes Tier geborgen oder ein Zaun gebaut werden muss, hilft die Feuerwehr. Gerade auf dem Land gebe es dort viele Mitglieder, die sich gut mit Tieren auskennen.

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