Weiler-Simmerberg

Helfer vor Ort haben im Westallgäu außergewöhnlich viele Einsätze

Die Helfer vor Ort waren auch beim Unfall in Scheffau-Neuhaus im Einsatz.

Die Helfer vor Ort waren auch beim Unfall in Scheffau-Neuhaus im Einsatz.

Bild: Peter Mittermeier

Die Helfer vor Ort waren auch beim Unfall in Scheffau-Neuhaus im Einsatz.

Bild: Peter Mittermeier

Sechs Reanimationen binnen weniger Wochen: Die Ehrenamtlichen haben im Westallgäu viel Arbeit. Wie der stellvertretende Leiter Jürgen Embacher die Lage einschätzt.

17.08.2020 | Stand: 12:29 Uhr

Die Helfer vor Ort in Weiler blicken auf intensive und arbeitsreiche Wochen und Monate zurück: 76 mal sind sie in diesem Jahr bisher bis Mitte August alarmiert worden, allein 18 Mal im Juli. „Außergewöhnlich“, sagt der stellvertretende Leiter der HvO, Jürgen Embacher, über diese Zahl.

Die Helfer vor Ort kommen immer dann zum Einsatz, wenn die ehrenamtlichen Helfer den Ort eines Notfalls schneller erreichen können als der Rettungsdienst oder aber, wenn das nächste Rettungsfahrzeug noch im Einsatz ist.

Die Helfer vor Ort übernehmen die Erstversorgung

Die Ehrenamtlichen übernehmen die Versorgung des Patienten, bis der Rettungsdienst eintrifft, führen lebenserhaltende Sofortmaßnahmen wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung durch und betreuen die Patienten. Dabei steht jedem Helfer vor Ort eine komplette Notfallausrüstung zur Verfügung. In den meisten Fällen sind die Helfer innerhalb von zwei bis fünf Minuten am Einsatzort und damit im Schnitt fünf bis 15 Minuten vor dem Rettungsdienst. Das Team setzt sich aus Mitgliedern der BRK-Bereitschaft und der Wasserwacht Weiler zusammen.

18 Einsätze im vergangenen Monat

Besonders der vergangene Monat war laut Embacher arbeitsreich. Unter den 18 Einsätzen war beispielsweise ein Frontalzusammenstoß zweier Pkw in der Mooskurve nahe Oberstaufen, der Sturz eines Motorradfahrers in ein Tobel im Rohrach und insgesamt sechs Reanimationen. In dem Zusammenhang appelliert das Team der HvO an jedermann, keine Scheu davor zu haben, mit einer Reanimation zu beginnen. „Auch wenn die Helfer oder Helferinnen schnell vor Ort sind, zählt bei einem Kreislaufstillstand jede Sekunde, um das Leben des Menschen zu retten“ (Embacher).

Die HvO würdigen in dem Zusammenhang auch die Spender und den „Förderverein Helfer vor Ort Weiler“. Nur durch ihre Unterstützung sei die Arbeit möglich.