Polizei-Grenzkontrolle

50.000 Euro Justizschulden: Polizei fasst Gesuchten

Die Rosenheimer Bundespolizei hat bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn einen mehrfach gesuchten Mann gefasst.

Die Rosenheimer Bundespolizei hat bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn einen mehrfach gesuchten Mann gefasst.

Bild: Ulrich Wagner (Symbolbild)

Die Rosenheimer Bundespolizei hat bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn einen mehrfach gesuchten Mann gefasst.

Bild: Ulrich Wagner (Symbolbild)

Die Rosenheimer Bundespolizei hat einen Schuldner erwischt. Nun muss er für über ein Jahr in Haft - dabei wird es aber wohl nicht bleiben.
Die Rosenheimer Bundespolizei hat bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn einen mehrfach gesuchten Mann gefasst.
dpa
23.02.2021 | Stand: 15:16 Uhr

Die Rosenheimer Bundespolizei hat bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn einen mehrfach gesuchten Mann gefasst. Er hat laut Polizei Justizschulden von insgesamt 50.000 Euro. Der Verhaftete muss voraussichtlich für über ein Jahr ins Gefängnis. Er wurde am Dienstag (23. Februar) in eine Haftanstalt gebracht. Zudem muss sich der Mann mit einem weiteren Tatvorwurf auseinandersetzen.

Mann wegen mehrerer Delikte gesucht

In der Grenzkontrollstelle nahe Kiefersfelden kontrollierten die Beamten die Insassen eines Wagens mit italienischer Zulassung. Bei der Überprüfung ihrer Personalien stellte sich heraus, dass gegen einen der Männer gleich drei Haftbefehle der Staatsanwaltschaft München vorlagen. Der kosovarische Staatsangehörige war 2019 wegen Insolvenzverschleppung zu einer Geldstrafe in Höhe von 12.000 Euro verurteilt worden. Ferner sollen 38.000 Euro als Wertersatz eingezogen werden. Bei seiner Festnahme an der Grenze konnte er den geforderten Gesamtbetrag in Höhe von 50.000 Euro nicht bezahlen. Ersatzweise hatte das Gericht einen 300-tägigen Freiheitsentzug vorgesehen.

Schuldner hat sich ins Ausland abgesetzt

Außerdem hat der 37-Jährige aufgrund einer Verurteilung wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eine Haftstrafe von drei Monaten zu verbüßen. Statt seine Justizschulden zu begleichen beziehungsweise den Gefängnisaufenthalt anzutreten, hatte er sich in der Vergangenheit offenbar ins Ausland abgesetzt (Lesen Sie auch: Urteil im Mordprozess ohne Leichen gefallen).

Nach seiner Festnahme an der A93 brachten die Rosenheimer Bundespolizisten den Kosovaren auf richterliche Anordnung hin in ein Münchner Gefängnis. Dort muss er den beiden Urteilen entsprechend wohl vorerst 13 Monate hinter Gitter verbringen. Bei dieser Haftdauer wird es aber vermutlich nicht bleiben: Der Mann wurde außerdem noch mit einem Untersuchungshaftbefehl der Münchner Justiz gesucht. Demnach steht er im dringenden Tatverdacht 2019 ebenfalls ohne Führerschein gefahren zu sein.