Corona-Krise

Bayern will zweite Biontech-Impfdosen nicht mehr zurücklegen

In Bayern wurden bis Donnerstagmorgen 171.785 Menschen gegen das Corona-Virus geimpft. Die Zahl soll rasch erhöht werden.

In Bayern wurden bis Donnerstagmorgen 171.785 Menschen gegen das Corona-Virus geimpft. Die Zahl soll rasch erhöht werden.

Bild: picture alliance/dpa/dpa-Pool | Kay Nietfeld

In Bayern wurden bis Donnerstagmorgen 171.785 Menschen gegen das Corona-Virus geimpft. Die Zahl soll rasch erhöht werden.

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Bayern ändert sein Vorgehen, um bei der Corona-Impfung schneller vorwärts zu kommen.
In Bayern wurden bis Donnerstagmorgen 171.785 Menschen gegen das Corona-Virus geimpft. Die Zahl soll rasch erhöht werden.
dpa
14.01.2021 | Stand: 12:22 Uhr

Künftig soll beim Biontech-Impfstoff - bis auf eine gewisse Reserve - nicht mehr für jeden Erstgeimpften die Dosis für die nötige zweite Impfung zurückgelegt werden. "Das Ziel ist, möglichst schnell möglichst viel zu impfen, und da wollen wir alle Chancen nutzen", sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur - zuvor hatte die "Abendzeitung" darüber berichtet. Inzwischen wurden nach Worten Holetscheks - Stand Donnerstagmorgen - 171.785 Menschen in Bayern geimpft.

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Holetschek begründete die Kursänderung damit, dass sowohl nach Auskunft des Herstellers als auch nach Auskunft des Bundes die Biontech-Lieferungen planbar und zuverlässig kämen. Deshalb habe man abgewogen und sich in der Corona-Krise dafür entschieden, möglichst schnell möglichst viele Menschen zu impfen und bis auf eine Reserve keine Impfdosen mehr zurückzuhalten. Das Risiko ist laut Holetschek überschaubar.

Das neue Vorgehen betrifft allerdings nur den Biontech-, nicht den neueren Moderna-Impfstoff. Davon gebe es derzeit noch sehr viel weniger Dosen, hier müsse man erst die weitere Entwicklung abwarten.

Holetschek sagte der "Abendzeitung", auch bei Biontech sei es anfangs wichtig gewesen, die zweiten Impfdosen zurückzulegen und "auf Nummer sicher zu gehen". "Denn es ist ganz entscheidend, dass jeder die notwendigen zwei Impfungen bekommt, damit der volle Schutz gewährleistet werden kann", betonte der Gesundheitsminister.

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