Für die Altersgruppe der Sechs- bis Elfjährigen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 3473, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Montag mitteilte. Das sind mehr als 500 weniger als noch vor einer Woche, der Wert bleibt aber immer noch rund doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung.
Auch andere Kinder im Schulalter sind weiter überdurchschnittlich von Corona betroffen - doch auch hier gingen die Zahlen zuletzt merklich zurück: Bei den 12- bis 15-Jährigen sank die Sieben-Tage-Inzidenz ebenfalls um rund 500 auf jetzt 2839. Bei der Gruppe der 16- bis 19-Jährigen ging der Wert um gut 200 auf jetzt 2676 zurück.
Corona in Bayern: So sind die Inzidenzen in den verschiedenen Altersgruppen
Eher leichtere Rückgänge zu verzeichnen gab es auch in den Altersgruppen 0 bis 5 Jahre auf jetzt 1572 und in der Gruppe der 20- bis 34-Jährigen auf jetzt 2168. Bei den 35- bis 59-Jährigen ging die Sieben-Tage-Inzidenz auf 1729 zurück. Eher stabile beziehungsweise leicht steigende Werte waren zuletzt bei den 60- bis 79-Jährigen (jetzt 753) und den Menschen über 80 (jetzt 702) zu verzeichnen.
Vergangene Woche hatte das LGL für alle Altersgruppen ab 20 steigende Inzidenzen gemeldet. Da es dort - anders als bei Kindergarten- und Schulkindern - keine verpflichtenden regelmäßigen Tests gibt, ist hier allerdings noch mit einer höheren Dunkelziffer zu rechnen.

Insgesamt meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen (Stand: 3.20 Uhr) einen Wert von 1696 Neuinfektionen pro 100.000 binnen einer Woche für den Freistaat - quasi genauso viele wie am Sonntag. Im Wochenvergleich ist die Inzidenz im Freistaat dagegen gesunken:
Zum Beginn der vergangenen Woche hatte das RKI für Bayern einen Wert von 1789,2 gemeldet. Auch die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen eines Tages sank demnach im Wochenvergleich von knapp 21.000 auf rund 18.800.
Trotz gesunkener Inzidenz in Bayern: Freistaat liegt weiter deutlich über Bundesdurchschnitt
Dennoch lag der Freistaat am Montag bei der Corona-Inzidenz weiter deutlich über dem bundesweiten Schnitt von 1238,2. Nur für Sachsen-Anhalt wies das RKI einen höheren Wert aus (1841,5). Die Zahl der Toten in Bayern im Zusammenhang mit dem Coronavirus seit Beginn der Pandemie stieg um 2 auf 21.315.
Experten gehen derzeit von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird - diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein. (Lesen Sie auch:
Auf den Intensivstationen ging die Zahl der Corona-Patienten in den vergangenen Tagen zurück: Das Divi-Intensivregister meldete am Montag (Stand 7.05 Uhr) 371 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat - eine Woche zuvor waren es noch 401. Aktuell mussten von ihnen 158 invasiv beatmet werden - vor einer Woche waren es noch 180. (Lesen Sie auch: Alle wichtigen Nachrichten zur Corona-Lage im Allgäu und in der Welt)