Drogen per Post verschickt

Urteil in Prozess gegen mutmaßliche Darknet-Drogenhändler erwartet

Im sogenannten Darknet werden Waren wie Drogen, Waffen und Bilder von Kindermissbrauch anonym angeboten. Ein Trio aus Schwaben soll das Darknet für seinen Drogenhandel genutzt haben.

Im sogenannten Darknet werden Waren wie Drogen, Waffen und Bilder von Kindermissbrauch anonym angeboten. Ein Trio aus Schwaben soll das Darknet für seinen Drogenhandel genutzt haben.

Bild: Nicolas Armer, dpa (Symbolbild)

Im sogenannten Darknet werden Waren wie Drogen, Waffen und Bilder von Kindermissbrauch anonym angeboten. Ein Trio aus Schwaben soll das Darknet für seinen Drogenhandel genutzt haben.

Bild: Nicolas Armer, dpa (Symbolbild)

Wegen Drogenhandels im Darknet muss sich ein Trio aus Schwaben vor dem Landgericht Memmingen verantworten. Sie sollen Drogen per Post verschickt haben.
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dpa
20.05.2021 | Stand: 08:40 Uhr

Im Prozess gegen ein Trio aus Schwaben wegen Drogenhandels im Darknet wird am Landgericht Memmingen am Donnerstag (8.30 Uhr) ein Urteil erwartet. Den zwei Männern und einer Frau wird vorgeworfen, mehr als 50 Kilogramm Cannabisprodukte per Post an Abnehmer aus dem Darknet verschickt zu haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll das Trio bei mehr als 8.700 Drogen-Verkäufen rund 740.000 Euro verdient haben.

Männer äußerten sich nicht während Ermittlungen

Die zwei angeklagten Männer haben die Taten nach Angaben eines Gerichtssprechers gestanden. Für diesen Fall habe die Kammer den Männern eine Haftstrafe von sechs bis sechseinhalb Jahren zugesagt. Während der Ermittlungen hatten sich die Männer zunächst zu den Vorwürfen nicht geäußert. Die angeklagte Frau kann im Rahmen der Verständigung mit einer Bewährungsstrafe rechnen.

Drogenbriefe in Neu-Ulm losgeschickt

Die Beschuldigten kommen aus Baden-Württemberg. Es handelt sich um einen 42-Jährigen aus Blaustein (Alb-Donau-Kreis) und dessen 34 Jahre alte Ehefrau. Der dritte Verdächtige ist ein 32-Jähriger aus Trochtelfingen (Landkreis Reutlingen). Da die Drogenbriefe unter anderem in Neu-Ulm über Briefkästen losgeschickt wurden, wurden die drei in Bayern angeklagt.

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