Gendergerechte Sprache an Hochschulen

Söder lässt Gender-Sprachleitfäden an Unis überprüfen

Ministerpräsident Markus Söder möchte nicht, dass Studenten schlechtere Bewertungen bekommen wenn sie nicht gendern.

Ministerpräsident Markus Söder möchte nicht, dass Studenten schlechtere Bewertungen bekommen wenn sie nicht gendern.

Bild: Uli Deck, dpa (Symbolbild)

Ministerpräsident Markus Söder möchte nicht, dass Studenten schlechtere Bewertungen bekommen wenn sie nicht gendern.

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Markus Söder lässt die Leitfäden der Hochschulen zur gendergerechten Sprache überprüfen. Diese sollten maximal eine Empfehlung darstellen und kein Gesetz.
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dpa
15.09.2021 | Stand: 18:39 Uhr

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder lässt die Leitfäden der Hochschulen zur sprachlichen Gleichbehandlung der Geschlechter überprüfen. "Es kann nicht sein, dass Studenten möglicherweise eine schlechtere Bewertung bekommen, nur weil sie keine Gendersternchen verwenden", sagte der CSU-Vorsitzende der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwoch). Zwar sollten alle darauf achten, Sensibilität und Respekt in der Sprache zu zeigen. "Es geht aber nicht, dass Sprache am Ende verordnet wird. Es kann nicht sein, dass wir eine Art Gendergesetz oder Genderstrafzettel bekommen."

Gendergerechte Sprache an Hochschulen: "Leitfäden sollen allenfalls Empfehlungen enthalten"

Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) sagte dem Radiosender Antenne Bayern: "Die Leitfäden dürfen allenfalls Empfehlungen enthalten. Einen verbindlichen Charakter will ich definitiv nicht." Er habe die bayerischen Hochschulen aufgefordert, ihre Leitfäden daraufhin zu überprüfen.

An etlichen Hochschulen in Deutschland sind Leitfäden zur gendergerechten Sprache seit vielen Jahren etabliert. So sollen Frauen und Männer gleichermaßen angesprochen und Frauen sprachlich sichtbar gemacht werden.

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