Vom Verlobten getötet

Mordfall Maria Baumer wird nicht neu aufgerollt

Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Ein 36-Jähriger muss lebenslang in Haft.

Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Ein 36-Jähriger muss lebenslang in Haft.

Bild: Uli Deck, picture alliance, dpa

Der Bundesgerichtshof hat entschieden: Ein 36-Jähriger muss lebenslang in Haft.

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Vor über neun Jahren wurde Maria Baumer als vermisst gemeldet. Warum das 2020 gefällte Urteil erst seit kurzem rechtskräftig ist.
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dpa
09.06.2021 | Stand: 14:17 Uhr

Der Mordfall Maria Baumer wird vor Gericht nicht noch einmal aufgerollt. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe habe eine von der Verteidigung des Verlobten der Frau eingelegte Revision als unbegründet abgelehnt, sagte ein Sprecher des Landgerichts Regensburg am Mittwoch. Damit sei das Urteil vom 6. Oktober 2020 rechtskräftig. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Der Verlobte war in einem Aufsehen erregenden Indizienprozess wegen des Mordes an der 26 Jahre alten Frau zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Zudem stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest und folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Verlobter vergiftete Maria Baumer mit Medikamenten

Baumer war im Mai 2012 von ihrem Verlobten als vermisst gemeldet worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der heute 36-Jährige die Frau mit Medikamenten vergiftete, um für eine neue Beziehung frei zu sein. Die Tote vergrub er im Wald und erzählte den Angehörigen, die Frau sei verschwunden. Im Herbst 2013 fanden Pilzsammler ihre Leiche. Im Laufe des Prozesses gab der Mann zu, die Leiche verscharrt zu haben. Die Schuld am Tod der Frau wies er von sich.

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