Zwei Jahre Bauzeit

Neuer Hotel-Tempel in Hohenschwangau entsteht

Und los: In Hohenschwangau ensteht an dieser Stelle ein Vier-Sterne-Superior-Resort-Hotelensemble.

Und los: In Hohenschwangau ensteht an dieser Stelle ein Vier-Sterne-Superior-Resort-Hotelensemble.

Bild: Katharina Müller

Und los: In Hohenschwangau ensteht an dieser Stelle ein Vier-Sterne-Superior-Resort-Hotelensemble.

Bild: Katharina Müller

Die Arbeiten für das Projekt des Wittelsbacher Ausgleichsfonds in Hohenschwangau haben begonnen. Anfang 2019 soll das Vier-Sterne-Superior-Resort eröffnet werden.
##alternative##
Von Katharina Müller
09.12.2016 | Stand: 15:58 Uhr

Hinter dem Bauzaun in Hohenschwangau tut sich seit einiger Zeit etwas. Mit schwerem Gerät sind Arbeiter dabei, Erde für das vom Wittelsbacher Ausgleichsfonds (WAF) geplante Hotelprojekt auszuheben. Auch wurde der Souvenirladen Galeria Lisl bereits rückgebaut, sagt der Vorsitzende der WAF-Geschäftsführung, Michael Kuemmerle, im Gespräch mit unserer Zeitung. Bisher laufe alles nach Plan. Wenn das so bleibt, sei die Eröffnung für Anfang 2019 geplant. Wie berichtet, vereint der WAF die Traditionshäuser Alpenrose, Jägerhaus und Schlosshotel Lisl mit Neubauten zu einem Hotelensemble.

Betrieben wird das Vier-Sterne-Superior-Resort von der Althoff-Gruppe unter der Marke Ameron. „Das war unser Wunschpartner“, sagt Kuemmerle. Das Unternehmen betreibe einige individuelle Hotels im In- und Ausland und habe ein großes Gespür für die lokale Situation in Hohenschwangau.

35 Zimmer, ein Tagungs- sowie ein Spa- und Wellnessbereich

Mit dem Hotelensemble, in dem 135 Zimmer, ein Tagungs- sowie ein Spa- und Wellnessbereich entstehen, wolle der WAF die Attraktivität Hohenschwangaus weiter verbessern und neue Gästegruppen ansprechen, sagt Kuemmerle. Das Resort sei sowohl auf Individualreisende wie Paare und Familien als auch internationale, hochwertige Gruppenreisen, Tagungen sowie aktive und sportive Gäste ausgerichtet. „Für den Wittelsbacher Ausgleichsfonds, aber auch das Hause Wittelsbach, ist Hohenschwangau ein historisch sehr bedeutsamer Ort“, sagt Kuemmerle. Deshalb wolle man den Standort dauerhaft und langfristig mitgestalten.

Um einen möglichst reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten zu ermöglichen und gleichzeitig den Tourismusbetrieb nicht zu behindern, wurde im Vorfeld die Neuschwanstein-Straße verlegt, so dass der Bus- und Kutschenverkehr nicht eingeschränkt sein werde, sagt Kuemmerle. Auch sei der Zugang zu den Schlössern und zum Museum der Bayerischen Könige jederzeit möglich. Für die „großen Arbeiten“, wie derzeit etwa den Aushub des Bodens, werde verstärkt die Nebensaison genutzt. „Es gibt einen sehr detaillierten Baulogistikplan“, sagt Kuemmerle. Die einzelnen Aufträge werden außerdem bevorzugt an lokale Unternehmen vergeben, fügt er hinzu.

Auch für Tagestouristen und Spaziergänger

Das fertige Ensemble, das im Inneren eine Art Hofsitutaion habe, sei später nicht nur für Hotelgäste zugänglich, sondern lade auch Tagestouristen und Spaziergänger zum Verweilen ein, sagt Kuemmerle.

Für Entlastung der angespannten Parkplatzsituation in Hohenschwangau wird im Zuge des Hotelbaus nicht gesorgt. Der WAF baut keine Tiefgarage, wie es sich der Schwangauer Gemeinderat gewünscht hätte. Die über 100 Stellplätze für das Hotel weist der WAF auf dem Alpseeparkplatz nach. Kuemmerle versicherte aber, dass man bereit sei, sich an Lösungen für das Problem zu beteiligen. Es müsse ein langfristiges Konzept her.