Skifoan im Allgäu

Oft auf der Piste - und deshalb schlauer?

Winter macht schlau

D‘r Balthes: „Seit se g‘hört hom, dass Schifare schlau macht, gond dia Hundsbuaba numma in d‘Schual ...“

Bild: Manfred Küchle

D‘r Balthes: „Seit se g‘hört hom, dass Schifare schlau macht, gond dia Hundsbuaba numma in d‘Schual ...“

Bild: Manfred Küchle

Skifahren macht (meistens zumindest...) Spaß. Laut einer Studie, die der Seilbahnverband vorgestellt hat, soll es jetzt auch beim Lernen helfen. Wie? Das erfährst Du auf allgaeu.life
24.11.2016 | Stand: 10:38 Uhr

„Skifahren“, sagt der Hirnforscher, Sportwissenschaftler und Gymnasiallehrer Frieder Beck, ist „Doping fürs Gehirn“. Kinder und Jugendliche, die sich regelmäßig körperlich bewegen, hätten es beim Lernen einfacher. Die Seilbahnbranche hört das gerne.

Entsprechend richtete der Branchenverband gestern ein Signal in Richtung Lehrer, Eltern und Kultusministerium: Viele Skigebiete würden bereits jetzt komplette Angebote für Schulskiwochen anbieten und diese noch verbessern, sagt Peter Schöttl. Er ist nicht nur Geschäftsführer der Nebelhornbahn in Oberstdorf, sondern auch Präsident des Verbandes Deutscher Seilbahnen.

Zu den Komplettpaketen für Schulskitage gehörten neben Ausrüstungsverleih und dem Kontakt zu Skischulen auch preisgünstige Unterkünfte für Schulklassen. Die generelle Bereitschaft von Schulen zum Abhalten von Skifreizeiten habe in den vergangenen Jahren abgenommen, bedauert VDS-Pressesprecher Hannes Rechenauer.

Eltern, die mit ihren Kindern auf die Piste wollen, sollten sich den 18. Dezember (Vierter Advent) vormerken. Denn dann findet wieder der bundesweite Kinder-Freifahr-
tag des VDS statt. Kinder in Begleitung eines Elternteils fahren an diesem Sonntag frei. Die meisten Allgäuer Bergbahnen machen übrigens mit.

Auf einer Pressekonferenz des Verbandes Deutscher Seilbahnen hieß es gestern, die Branche sehe mit Optimismus der kommenden Wintersaison entgegen. Der vergangene Winter 2015/16 sei insbesondere für einige kleinere Unternehmen schwierig gewesen, sagte VDS-Präsident Schöttl. In Neubauten und Modernisierungen hätten die deutschen Seilbahnunternehmen in diesem Jahr 40 Millionen Euro investiert.

Viel Geld fließt ins Allgäu

Ein Schwerpunkt der Investitionen war das Allgäu, wo am Nebelhorn sechs Millionen Euro in den Bau der neuen Gipfel-Gastronomie flossen. Am Fellhorn wurden fünf Millionen Euro in eine neue Gipfel-Bahn investiert, die den letzten Schlepplift in dem Skigebiet ersetzt. Die neue Sechser-Sesselbahn hat Hauben und eine Sitzheizung.

Auch am Hochschelpen bei Balderschwang wurde nach 41 Jahren ein alter Schlepplift abgebaut und durch eine neue Sechser-Sesselbahn ersetzt. Fünf Millionen Euro hat man dort investiert.
Anders als bei den Bergbahnen in Österreich sei für die meisten Seilbahnen in Deutschland die Sommersaison genauso wichtig wie die Wintersaison, sagte VDS-Präsident Schöttl.

Im Schnitt befördern die Seilbahnen im Sommer 4,4 Millionen Gäste, im Winterhalbjahr 4,8 Millionen Skifahrer.