Viele Fälle in Bayern

Polizei warnt: Unbekannte lockern wieder Radmuttern an Autos

In Bayern und dem Allgäu registriert die Polizei in diesem Jahr ungewöhnlich viele Vorfälle von gelockerten Radmuttern an Autos. Kein Spaß und kein Kavaliersdelikt, es besteht Lebensgefahr für Autofahrer.

In Bayern und dem Allgäu registriert die Polizei in diesem Jahr ungewöhnlich viele Vorfälle von gelockerten Radmuttern an Autos. Kein Spaß und kein Kavaliersdelikt, es besteht Lebensgefahr für Autofahrer.

Bild: Peter Steffen/dpa (Symbolbild)

In Bayern und dem Allgäu registriert die Polizei in diesem Jahr ungewöhnlich viele Vorfälle von gelockerten Radmuttern an Autos. Kein Spaß und kein Kavaliersdelikt, es besteht Lebensgefahr für Autofahrer.

Bild: Peter Steffen/dpa (Symbolbild)

Die Polizei in Bayern warnt Autofahrer vor gelockerten Radmuttern. Rund 70 Vorfälle gebe es seit Anfang 2020 in Nordschwaben. Auch das Allgäu ist betroffen.

In Bayern und dem Allgäu registriert die Polizei in diesem Jahr ungewöhnlich viele Vorfälle von gelockerten Radmuttern an Autos. Kein Spaß und kein Kavaliersdelikt, es besteht Lebensgefahr für Autofahrer.
dpa
04.08.2020 | Stand: 07:45 Uhr

Ein vibrierendes Lenkrad oder klackende Geräusche: In Bayern haben ungewöhnlich viele Autofahrer in letzter Zeit gelockerte Radmuttern an ihren Autos bemerkt. Das kann zu gefährlichen Unfällen führen.

In den vergangenen Monaten seien ungewöhnlich viele Fälle in Nordschwaben aufgetreten, besonders in den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen, teilte Polizeisprecher Michael Jakob auf Anfrage mit. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Radmuttern in den meisten Fällen vorsätzlich manipuliert wurden. "Wir haben es hier mit keinem Spaß- oder Kavaliersdelikt zu tun", betonte Jakob.

In Donauwörth (Landkreis Donau-Ries) hatte ein noch unbekannter Täter vergangene Woche die Radmuttern am Auto eines 18-Jährigen gelockert. Dem Fahrer fiel erst während der Fahrt auf, dass sein Auto vibrierte. Auch bei einem Auto in Rain wurden Mitte Juli vier Radmuttern gelockert. Der 52-jährige Fahrer habe während der Fahrt verdächtige Geräusche bemerkt, wie die Polizei mitteilte. 

Auch im Allgäu gibt es immer wieder gefährliche Entdeckungen: In den ersten sechs Monaten des Jahres ermittelte die Polizei in der Region schon in 22 Fällen wegen lockerer Radmuttern an Autos.

Sogar an Fahrschul-Autos

In Oberleichtersbach (Landkreis Bad Kissingen) löste vergangene Woche ein noch unbekannter Täter die Radmuttern an einem Fahrschulauto. In Hof in Oberfranken begann das Auto eines 27-Jährigen während der Fahrt zu wackeln. Auch hier waren gelockerte Radmuttern der Grund. Die Polizei ermittelt in allen Fällen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

>> Lesen Sie hier: Unbekannter lockert Radmuttern an geparktem Wagen in Türkheim <<

Laut dem Psychologen Engelbert Fuchtmann von der Hochschule München gibt es verschiedene mögliche Hintergründe und Motive für solche Taten. Auslöser könnten unter anderem sogenannte Wutimpulse aufgrund von Frustration sein. Aber auch Langeweile oder Imponiergehabe vor Freunden könnten zu solchen Taten führen. 

Die Polizei in Nordschwaben mahnte Autofahrer am vergangenen Freitag zur Vorsicht: "Verkehrsteilnehmer sollten grundsätzlich vor jeder Fahrt einmal um ihr Fahrzeug herumgehen und dieses auf Beschädigungen und lockere Radmuttern untersuchen." Wenn während der Fahrt ungewohnte, klackende Geräusche auftreten oder die Lenkung eingeschränkt ist, sollten Autofahrer sofort anhalten.

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