Bestellgrenzen beim Corona-Impfstoff

Söder wirft Spahn «desaströse Kommunikation» vor

Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, sorgte jüngst mit dem Begriff der "Rationalisierung" in Zusammenhang mit einem Corona-Impfstoff für Unmut.

Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, sorgte jüngst mit dem Begriff der "Rationalisierung" in Zusammenhang mit einem Corona-Impfstoff für Unmut.

Bild: Michael Kappeler, dpa (Archiv)

Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, sorgte jüngst mit dem Begriff der "Rationalisierung" in Zusammenhang mit einem Corona-Impfstoff für Unmut.

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Wegen einer "äußerst unglücklichen Formulierung" bezüglich eines Impfstoffes steht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in der Kritik. Die Hintergründe.
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dpa
22.11.2021 | Stand: 14:19 Uhr

CSU-Chef Markus Söder (CSU) hat dem geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der Frage der Impfstoff-Bereithaltung eine "desaströse Kommunikation" vorgeworfen. "Was ich schade finde und sehr unglücklich, ist die Kommunikation des Bundesgesundheitsministers", sagte Söder am Montag nach einer Sitzung des CSU-Vorstands in München.

Es sei gut und wichtig, Impfstoff auch an andere Teile der Welt zu geben. Jedoch sei es in der gegenwärtigen Situation in Deutschland auch sinnvoll, Impfstoff im Inland bereitzuhalten.

Bayerns Ministerpräsident Söder kritisiert Spahns "Rationalisierung"

Söder machte deutlich, dass er den Impfstoff von Moderna für gleich gut mit dem von Biontech/Pfizer halte. Jedoch sei die Wahl des Wortes "Rationalisierung" im Zusammenhang mit Impfstoff nicht zielführend gewesen, wenn es um die Schaffung von Sicherheit unter den Bürgern gehe.

Auch der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt, hatte Spahn zuvor kritisiert. "Die äußerst unglückliche Formulierung führt zu unnötiger Verunsicherung in der Bevölkerung."

Impfstoff von Biontech/Pfizer: Ministerium unter Spahn kündigt Begrenzungen bei Bestellmengen an

Das Bundesgesundheitsministerium hatte in einem Schreiben an die Länder für die nächsten Wochen Begrenzungen bei Bestellmengen für den Impfstoff von Biontech/Pfizer angekündigt, damit das Präparat von Moderna bei den Auffrischungsimpfungen vermehrt zum Einsatz kommt.

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Andernfalls drohten eingelagerte Moderna-Dosen ab Mitte des ersten Quartals 2022 zu verfallen, was vermieden werden müsse. Praxen sollen demnach vorerst maximal 30 Dosen Biontech pro Woche bestellen können, Impfzentren und mobile Impfteams 1020 Dosen. Für Bestellungen von Moderna soll es keine Höchstgrenzen geben. (Lesen Sie auch: Börsenexperte: Was Corona mit unserem Ersparten macht)

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