Das ewige Problem

Weichenstörung seit Jahren Alltag bei der Münchner S-Bahn

Dass die Münchner S-Bahnen regelmäßig Verspätung haben, ist nichts Neues. Vor allem  die Weichenstörungen stehen wöchentlich auf dem Programm.

Dass die Münchner S-Bahnen regelmäßig Verspätung haben, ist nichts Neues. Vor allem die Weichenstörungen stehen wöchentlich auf dem Programm.

Bild: Peter Kneffel, dpa (Archivbild)

Dass die Münchner S-Bahnen regelmäßig Verspätung haben, ist nichts Neues. Vor allem die Weichenstörungen stehen wöchentlich auf dem Programm.

Bild: Peter Kneffel, dpa (Archivbild)

Tagein, tagaus, irgendwann erwischt sie wohl jeden Fahrgast der Münchner S-Bahn: die Weichenstörung. Und das obwohl die Weichen seit 2011 erneuert werden.
Dass die Münchner S-Bahnen regelmäßig Verspätung haben, ist nichts Neues. Vor allem  die Weichenstörungen stehen wöchentlich auf dem Programm.
dpa
20.11.2020 | Stand: 07:12 Uhr

Bei der Münchner S-Bahn gibt es seit 2010 jede Woche durchschnittlich vier Weichenstörungen - durchschnittlich 196 im Jahr. Das teilte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) auf eine parlamentarische Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Markus Rinderspacher mit. Die Anfrage liegt der dpa vor, die Bild-Zeitung hatte zuvor darüber berichtet.

328 Weichen sind durchschnittlich 18 Jahre alt

Das Netz der S-Bahn München umfasst nach Angaben der Deutschen Bahn 328 Weichen, mit einem Durchschnittsalter von 18 Jahren. Die durchschnittliche Betriebsdauer liege bei 20 bis 35 Jahren, je nach Weichentyp und Belastung. Die Stammstrecke zwischen Ostbahnhof und Donnersbergerbrücke passierten 964 Züge täglich.

Mehr in die Schieneninfrastruktur investieren

Seit 2011 seien bereits 122 Weichen erneuert worden, bis 2025 würden weitere 38 Weichen erneuert, für 8,7 Millionen Euro. Ein neues Diagnose-System mit Sensoren erkenne Verschleiß nun früher: Die Anzahl der Weichenstörungen sei dadurch um 10 Prozent gesunken, teilte die Ministerin mit.

Rinderspacher forderte: "Es wird bei der Münchner S-Bahn auch diesen Winter Störungen geben. Wir müssen noch mehr in die Schieneninfrastruktur investieren."

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