Bergdrama

Am höchsten Berg Nordamerikas: 35-Jähriger aus Tirol stürzt in Alaska in den Tod

Ein 35-Jähriger aus Tirol stürzte am Denali (früher Mount McKinley) in den Tod.

Ein 35-Jähriger aus Tirol stürzte am Denali (früher Mount McKinley) in den Tod.

Bild: DANITA DELIMONT STOCK via www.im

Ein 35-Jähriger aus Tirol stürzte am Denali (früher Mount McKinley) in den Tod.

Bild: DANITA DELIMONT STOCK via www.im

Ein 35-jähriger Alpinist aus dem Tiroler Oberland ist in Alaska tödlich abgestürzt. Der Mann wollte den Denali, früher Mount Mc Kinley genannt, besteigen.
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Von Allgäuer Zeitung
09.05.2022 | Stand: 12:16 Uhr

Der Tiroler Alpinist ist vermutlich bereits vergangene Woche tödlich verunglückt. Das berichtete die Kronen-Zeitung . Die Leiche war am Freitag unterhalb des Denali-Passes entdeckt worden, so die Behörden gegenüber dem amerikanischen Nachrichtensender CNN. Der Tiroler war allein und der erste registrierte Kletterer in dieser Saison, der versuchte, den 6190 Meter hohen Gipfel zu erklimmen. Er ist der höchste Nordamerikas.

Der Bergsteiger sei „wahrscheinlich auf der steilen Traverse zwischen dem Denali-Pass auf 18.200 Fuß und dem 17.200 Fuß hohen Plateau gestürzt, einem notorisch tückischen Abschnitt der West Buttress Route“, erklärte die Nationalparkverwaltung in einer Pressemitteilung. Die auf rund 5500 Meter entdeckte Leiche wurde noch nicht geborgen. Die Behörden wollen die Bergung einer spezialisierten Ranger-Patrouille überlassen.

Der Denali hieß von 1917 bis 2015 offiziell Mount McKinley. Seine Name erinnerte viele Jahrzehnte an damaligen Präsidentschaftskandidaten William McKinley, der dann auch zum 25. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt und kurz nach seiner Wiederwahl im Jahr 1901 ermordet wurde. Unter Barack Obama wurde der Berg umbenannt: „Denali“ ist ein Wort aus der athapaskischen Sprache des nordamerikanischen Indianerstammes Koyukon, das „der Große“ oder „der Hohe“ bedeutet.

Wanderer stirbt in Stams: Retter finden Mann in einer Rinne

Ein tödlicher Bergunfall hatte sich am Donnerstag in den Tiroler Bergen ereignet: Ein 57-jähriger Österreicher starb im Gemeindegebiet von Stams im Bereich Hauland beim Sturz in eine Felsrinne. Der Mann war am Vormittag zu einer Wanderung aufgebrochen und beabsichtigte, am Nachmittag wieder zurück zu kehren. Da er bis 17.30 Uhr noch nicht eingetroffen war, alarmierte seine Schwester die Tiroler Polizei.

Nach den ersten Erhebungen musste ein Unfall befürchtet werden, weshalb eine Handypeilung veranlasst wurde, die den Suchbereich eingrenzte. In der Folge wurde über die Leitstelle Tirol die Alarmierung der Bergrettung Rietz, Feuerwehr Stams, Feuerwehr Landeck für den Drohneneinsatz, Polizeihubschrauber Libelle und Hundestaffeln für den Sucheinsatz durchgeführt.

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Gegen 19.30 Uhr konnte der Abgängige von einer Suchmannschaft tot aufgefunden werden. Er war im steilen Waldgelände über einen Felsabsatz in eine Rinne gestürzt und hatte sich dabei tödliche Kopfverletzungen zugezogen. Der Leichnam wurde nach der Bergung mit dem Polizeihubschrauber ins Tal geflogen. Weitere Details zum Unfallhergang wurden zunächst nicht bekannt.

Tirol: Weiter Rätsel um Identität von verwester Leiche in einem Bergzelt

Weiter Rätsel gibt unterdessen in Tirol eine verweste männliche Leiche auf, die Wanderer in einem Zelt im Bereich der Martinswand gefunden hatten. Medienberichten zufolge könnte es sich bei dem Toten um einen jungen Mann aus den Niederlanden handeln. Die Polizei ist über diese Spekulationen allerdings verärgert. Die Gründe dafür lesen Sie hier.

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