Corona-Kritik

Djokovic zu umstrittener Adria Tour: "Würde es wieder tun"

Novak Djokovic zählt zu den besten Tennisspielern der Welt. Durch seinen sorglosen Umgang mit dem Coronavirus bei der Adria Tour steht der Serbe in der Kritik.

Novak Djokovic zählt zu den besten Tennisspielern der Welt. Durch seinen sorglosen Umgang mit dem Coronavirus bei der Adria Tour steht der Serbe in der Kritik.

Bild: Bai Xuefei/dpa

Novak Djokovic zählt zu den besten Tennisspielern der Welt. Durch seinen sorglosen Umgang mit dem Coronavirus bei der Adria Tour steht der Serbe in der Kritik.

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Bei der Adria Tour haben sich mehrere Top-Tennisspieler nicht an die Corona-Abstandsregeln gehalten und wurden dafür kritisiert. Novak Djokovic widerspricht.
Novak Djokovic zählt zu den besten Tennisspielern der Welt. Durch seinen sorglosen Umgang mit dem Coronavirus bei der Adria Tour steht der Serbe in der Kritik.
dpa
20.08.2020 | Stand: 15:43 Uhr

Kurz vor dem Neustart der Tennis-Tour bei den Herren hat der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic seine umstrittene Adria Tour noch einmal verteidigt. "Wir haben versucht, etwas mit der richtigen Intention zu machen", sagte Djokovic in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview der "New York Times". Natürlich hätte man einige Dinge anders machen können, räumte der 33 Jahre alte Serbe ein. Aber: "Wenn ich die Gelegenheit hätte, die Adria Tour noch einmal zu machen, würde ich es wieder tun."

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Top-Tennisspieler hielten sich nicht an Corona-Abstandsregeln

Bei der Showkampfserie in Serbien und Kroatien im Juni hatten Djokovic und andere Topspieler wie Alexander Zverev oder Dominic Thiem für ihren sorglosen Umgang mit dem Coronavirus viel Kritik geerntet. Die Spieler hatten sich nicht an Abstandsregeln gehalten und zudem abends in einem Club in Belgrad gefeiert. Djokovic war wie seine Frau danach positiv auf Covid-19 getestet worden und hatte sich danach für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben. Auch andere Spieler und Trainer waren betroffen.

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Djokovic fühlt sich nicht schuldig

Djokovic sagte, die Tour sei in Zusammenarbeit mit den nationalen Regierungen und Tennis-Verbänden organisiert worden. Zum Zeitpunkt der Planung seien die Zahlen der Corona-Fälle in beiden Ländern sehr niedrig gewesen. Er könne aber verstehen, dass die Bilder in anderen Teilen der Welt für Unverständnis gesorgt hätten. Allerdings fühle er sich nicht schuldig. "Ich denke nicht, dass ich etwas schlechtes getan habe, um ehrlich zu sein", sagte Djokovic.

Der Serbe, der in diesem Jahr noch kein Match auf der Tour verloren und im Januar die Australian Open in Melbourne gewonnen hat, nimmt von diesem Samstag an am nach New York verlegten Masters-Event von Cincinnati teil. Danach stehen in Flushing Meadows die US Open an.

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