Fußball-Legende

Nach Tod von Diego Maradona gibt es weiter schwere Vorwürfe gegen seine Ärzte und Pfleger

Der legendäre argentinische Fußballer Diego Maradona starb im November 2020 im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt.

Der legendäre argentinische Fußballer Diego Maradona starb im November 2020 im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt.

Bild: Meazza Sambucetti, dpa (Archiv)

Der legendäre argentinische Fußballer Diego Maradona starb im November 2020 im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt.

Bild: Meazza Sambucetti, dpa (Archiv)

Gut fünf Monate nach dem Tod von Diego Maradona hat eine Expertenkommission schwere Vorwürfe gegen Ärzte und Pfleger der argentinischen Fußball-Legende erhoben.
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dpa
01.05.2021 | Stand: 10:09 Uhr

"Das Verhalten des medizinischen Teams von Diego Armando Maradona war unzureichend, mangelhaft und rücksichtslos. Der Patient wurde seinem Schicksal überlassen", zitierte die Zeitung "La Nación" am Freitag aus einem Bericht der Ärztekommission über die letzten Tage des Stars. Zwar lasse sich nicht mit Sicherheit sagen, dass er bei einer besseren medizinischen Betreuung nicht gestorben wäre, aber zumindest hätte er eine bessere Überlebenschance gehabt, hieß es in dem Report weiter.

Maradona war am 25. November 2020 im Alter von nur 60 Jahren in einer privaten Wohnanlage nördlich von Buenos Aires an einem Herzinfarkt gestorben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mindestens sieben Mitglieder des medizinischen Teams wegen fahrlässiger Tötung. Unter den Verdächtigen sind Maradonas Leibarzt Leopoldo Luque, seine Psychiaterin Agustina Cosachov und mehrere Pflegekräfte.

Diego Maradona: Komplikationen, Mängel und Unregelmäßigkeiten vor seinem Tod

Maradona war zwei Wochen vor seinem Tod aus dem Krankenhaus entlassen worden, wo er sich einer Gehirnoperation unterzogen hatte. Offenbar lehnte er die ständige Betreuung durch Pflegekräfte in dem gemieteten Haus ab. Allerdings kam es während der Reha-Phase auch immer wieder zu Komplikationen, wie aus in örtlichen Medien veröffentlichten Chatprotokollen der Pfleger hervorgeht (Lesen Sie auch: Reaktionen zum Tod von Fußball-Ikone Diego Maradona)

"Die pflegerische Versorgung war von Mängeln und Unregelmäßigkeiten geprägt", hieß es nun im Bericht der Experten. "Maradona wurde durch das ärztliche, pflegerische und therapeutische Personal nicht korrekt kontrolliert und unterstützt, weder in der Zeit noch in der Form, wie es den Regeln der guten Praxis entspricht. Es gibt keinen Hinweis auf eine psychologische Betreuung zu Hause."

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