Erkundungsbergwerk in Niedersachsen

«Ab heute gibt es keine Hintertür mehr": Salzstock Gorleben wird endgültig stillgelegt

«Das Kapitel Endlager Gorleben wird ab dem heutigen Tag geschlossen», so Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth.

«Das Kapitel Endlager Gorleben wird ab dem heutigen Tag geschlossen», so Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth.

Bild: Philipp Schulze, dpa (Archivbild)

«Das Kapitel Endlager Gorleben wird ab dem heutigen Tag geschlossen», so Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth.

Bild: Philipp Schulze, dpa (Archivbild)

Das Berkwerk Gorleben in Niedersachsen steht vor dem Aus. 2020 wurde es als Atomendlager-Standort ausgeschlossen. Nun wird es unwiderruflich stillgelegt.
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dpa
17.09.2021 | Stand: 13:08 Uhr

Das Erkundungsbergwerk Gorleben wird endgültig stillgelegt, nachdem der Standort bereits vor einem Jahr als Standort für ein Atomendlager ausgeschlossen wurde. Das Bundesumweltministerium gab am Freitag bekannt, die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) mit der Stilllegung des Bergwerks zu beauftragen. "Das Kapitel Endlager Gorleben wird ab dem heutigen Tag geschlossen", sagte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth in Gorleben. Niedersachsen Umweltminister Olaf Lies (SPD) sagte: "Ab heute gibt es keine Hintertür mehr." Das Thema Endlager Gorleben sei endgültig beendet.

Gorleben weist geologische Mängel auf

Im Herbst 2020 hatte die BGE mitgeteilt, dass große Teile Deutschlands für ein Atomendlager nach geologischen Kriterien grundsätzlich geeignet sind - der lange heftig umkämpfte Salzstock Gorleben aber ist nicht darunter. Als Grund wurden geologische Mängel genannt. Nach der Entscheidung sollte geprüft werden, wie weiter mit dem Bergwerk verfahren werden kann. (Lesen Sie auch: Aiwanger zur Suche von Atommüll-Endlagern: "Soße geht wieder von vorne los")