Steigende Infektionszahlen

Corona-Hotspots: RKI und Bundeswehr sollen Experten schicken

Kanzlerin Merkel (CDU) und Bürgermeister von Großstädten vereinbaren den Einsatz von Bundeswehr Experten in Corona-Hotspots.

Kanzlerin Merkel (CDU) und Bürgermeister von Großstädten vereinbaren den Einsatz von Bundeswehr Experten in Corona-Hotspots.

Bild: Robert Michael, dpa (Symbolbild)

Kanzlerin Merkel (CDU) und Bürgermeister von Großstädten vereinbaren den Einsatz von Bundeswehr Experten in Corona-Hotspots.

Bild: Robert Michael, dpa (Symbolbild)

Großstädte verzeichnen gerade besonders hohe Corona-Zahlen. Zukünftig soll notfalls die Bundeswehr unterstützen. Zudem drohen neue Beschränkungen.
Kanzlerin Merkel (CDU) und Bürgermeister von Großstädten vereinbaren den Einsatz von Bundeswehr Experten in Corona-Hotspots.
dpa
09.10.2020 | Stand: 15:45 Uhr

Die Bundeswehr und das Robert Koch-Institut sollen künftig Experten in Corona-Hotspots schicken. Das gilt laut einer am Freitag getroffenen Vereinbarung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Bürgermeistern von Großstädten, wenn in sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert wurden.

Mundschutz-Pflicht kann auch im öffentlichem Raum notwendig werden

Spätestens wenn der Wert auf 50 Infektionen steigt, sollen die Städte umfangreichere Beschränkungen einführen. Dazu gehört etwa die Erweiterungen der Mundschutz-Pflicht auf den öffentlichen Raum, wenn dort der nötige Abstand nicht eingehalten werden kann. Genannt werden auch Sperrstunden und Alkoholbeschränkungen für Gastronomiebetriebe sowie weitergehende Beschränkungen der Teilnehmerzahlen von Veranstaltungen und private Feiern.

Die Metropolen sollen ihre Ordnungsämter so entlasten, dass sie die Beschränkungen kontrollieren können.

Steigende Infektionszahlen: Polizei soll ebenfalls helfen können

Bund und Länder sollen kurzfristig darüber beraten, wie auch Bundespolizei und Länderpolizeien helfen können. Kommt der Anstieg der Infektionszahlen nicht spätestens nach zehn Tagen zum Stillstand, seien weitere Beschränkungsschritte unvermeidlich.

Merkel hatte sich angesichts stark gestiegener Corona-Infektionszahlen mit den Verantwortlichen der elf größten deutschen Städte getroffen. An der Videokonferenz nahmen die Oberbürgermeister und Bürgermeister von Berlin, Hamburg, Bremen, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Leipzig und Stuttgart teil.