Er spielte Handy Candy Crush

Grünen-Chefin Baerbock: Ramelow beschädigt Vertrauen in die Politik

Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) wird von Grünen-Chefin Annalena Baerbock kritisiert.

Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) wird von Grünen-Chefin Annalena Baerbock kritisiert.

Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Bodo Schackow

Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) wird von Grünen-Chefin Annalena Baerbock kritisiert.

Bild: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Bodo Schackow

Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat dem thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) vorgeworfen, das Vertrauen in die Politik zu beschädigen.
Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) wird von Grünen-Chefin Annalena Baerbock kritisiert.
dpa
25.01.2021 | Stand: 15:48 Uhr

Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat dem thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) vorgeworfen, mit seinen Äußerungen zum Ablauf der Corona-Krisensitzungen von Bund und Ländern das Vertrauen in die Politik zu beschädigen.

Ramelow hatte gesagt, dass er während der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) auf seinem Handy Candy Crush spiele. Was so eine Äußerungen angesichts der dramatischen Situation vieler Menschen alles kaputt machen könne, sei "einfach wahnsinnig heftig", sagte Baerbock. "Deswegen kann ich nur hoffen, dass das ein Scherz war. Oder wenn es keiner war, erklärt es dann vielleicht auch, warum manche Beschlüsse auf so einer MPK einfach mit der Realität nichts zu tun haben."

Ramelow hatte am Wochenende in der Talk-App Clubhouse unter anderem gesagt: Wenn man wisse, dass eine Ministerpräsidentenkonferenz zurzeit um die zehn Stunden dauere und viel Leerzeit beinhalte, "dann gebe ich gerne zu, dass der eine Sudoku spielt, der andere strickt oder häkelt oder sonst was macht - und ich eben Candy Crush spiele".

Baerbock betonte, dass die Politik sich immer wieder vor Augen führen müsse, welche Verantwortung sie in der Pandemie trage, "und wie wahnsinnig wichtig es ist, dass das Vertrauen in politische gemeinsame Entscheidungen auch weiterhin bestehen kann". Damit müsse man sehr sorgsam umgehen.