Neue 2Gplus-Regel

„Das ist wie ein erneuter Lockdown“

Coronavirus - 2G-plus-Regel in Niedersachsen

In der Gastronomie soll künftig flächendeckend die 2G-Plus-Regel gelten.

Bild: Sina Schuldt, dpa (Symbolbild)

In der Gastronomie soll künftig flächendeckend die 2G-Plus-Regel gelten.

Bild: Sina Schuldt, dpa (Symbolbild)

Wer essen gehen will, muss demnächst wohl geimpft oder genesen sowie negativ getestet sein. Der Sprecher der Oberallgäuer Gastronomie ist darüber entsetzt.
07.01.2022 | Stand: 19:27 Uhr

Wer in einem Restaurant essen gehen möchte, muss demnächst wohl nicht nur geimpft oder genesen sein, sondern zusätzlich einen negativen Corona-Test vorzeigen. Ausgenommen davon sind nur jene, die bereits eine Booster-Impfung erhalten haben. Im Allgäu trifft das auf weniger als 40 Prozent der Bevölkerung zu. Bund und Länder haben die 2G-Plus-Regel für die Gastronomie am Freitag beschlossen. Ob Bayern bei dieser mitzieht, ließ Ministerpräsident Söder am Abend jedoch noch offen. Für Armin Hollweck, Oberallgäuer Kreisvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, ist die Entscheidung der Bund-Länder-Konferenz nicht nachvollziehbar.

Haben Sie mit der neuen Regeln gerechnet?

Hollweck: Uns hat das eiskalt erwischt, obwohl natürlich viel darüber spekuliert wurde. Wenn das wirklich so kommt ist das ein fatales Signal für die Hotellerie und Gastronomie und wie ein erneuter Lockdown.

Gastronom: "2Gplus wirkt sich extrem negativ aufs Geschäft aus"

Wie sehen die Konsequenzen aus?

Hollweck: Die Erfahrung aus anderen Bundesländern zeigt, dass sich 2G-Plus extrem negativ auf das Geschäft auswirkt. Und wer draufzahlt, der öffnet im Zweifel gar nicht – entweder vorübergehend, oder nie mehr. Wir fordern, dass die Hilfen massiv verstärkt werden. Wir brauchen eine Existenzsicherung für die Branche. Ich kann nicht nachvollziehen, warum es schon wieder nur die Gastronomie treffen soll.

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Akzeptieren Sie den Beschluss?

Hollweck: Vorerst wird uns nichts anderes übrig bleiben. Wir überlegen aber dagegen zu klagen.

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