Bayerischer Landwirtschaftsminister

Vom Bauernhof ins Kabinett: Josef Miller feiert 75. Geburtstag

Josef Miller aus Memmingen war zehn Jahre lang bayerischer Landwirtschaftsminister. Am Dienstag feiert er seinen 75. Geburtstag.

Josef Miller aus Memmingen war zehn Jahre lang bayerischer Landwirtschaftsminister. Am Dienstag feiert er seinen 75. Geburtstag.

Bild: Ralf Lienert

Josef Miller aus Memmingen war zehn Jahre lang bayerischer Landwirtschaftsminister. Am Dienstag feiert er seinen 75. Geburtstag.

Bild: Ralf Lienert

Josef Miller feiert 75. Geburtstag. Der Memminger war zehn Jahre lang bayerischer Landwirtschaftsminister. "Politik war mein Leben", sagt er.
12.07.2022 | Stand: 10:55 Uhr

Seine Leidenschaft lässt ihn bis heute nicht los: „Ich bin immer noch sehr interessiert, lese viel und bin noch bei zahlreichen Gesprächen dabei. Politik war schließlich mein Leben“, sagt Josef Miller. Der Memminger, der mehr als zehn Jahre lang an der Spitze des bayerischen Landwirtschaftsministeriums stand, feiert am Dienstag seinen 75. Geburtstag.

Ein Rückblick auf die Karriere des CSU-Politikers kommt ohne die BSE-Krise nicht aus. Die Rinderkrankheit erschütterte die Landwirtschaft und es gab große Befürchtungen, dass der Fleischkonsum dauerhaft einbrechen werde.

Damals, im Jahr 2000, wurde auch die Frage nach der politischen Verantwortung gestellt. Minister in Bund und Land mussten abtreten, „und auch ich hatte mit meinem Amt schon abgeschlossen“, erzählte Josef Miller einmal. Doch der zweifache Familienvater überstand die Krise und blieb noch weitere acht Jahre Minister.

Josef Miller wird 75 Jahre alt: Bayerischer Landwirtschaftsminister aus Memmingen

Ausdauer und Beharrlichkeit ziehen sich wie ein roter Faden durch das Leben des Bauernsohns. Nach seinem Volksschul-Abschluss machte er auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur und brachte es bis zum studierten Agrarwissenschaftler. Er ging in die Politik und wurde 1986 in den Landtag gewählt – 27 Jahre saß er im Maximilianeum. Schon bald wurde Miller zum Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium berufen, musste dieses Amt aber ein paar Jahre später wieder abgeben. Doch der Memminger zog sich nicht in den Schmollwinkel zurück, arbeitete unverdrossen weiter – und kehrte schließlich als Chef in das Ministerium zurück.

Als Josef Miller im Jahr 2008 die erste Reihe der bayerischen Landespolitik wieder verließ, sprach er in seiner Bilanz von „intakten Landschaften und vitalen ländlichen Räumen“. Auch Kritiker seiner Arbeit, die sich beispielsweise mehr Visionen gewünscht hätten, attestierten dem CSU-Politiker, mit vollem Einsatz für die Interessen der Landwirte gekämpft zu haben. Inzwischen ist Miller auch Ehrenbürger seiner Heimatstadt Memmingen.

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