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„Wir erwarten, dass sich der Täter stellt“

So erlebte die Familie des verstorbenen Ercan den Brandanschlag in Kempten vor über 30 Jahren

Bei einem Brandanschlag auf ein Mehrfamilienhaus vor über 30 Jahren in Kempten kam der fünfjährige Ercan ums Leben. Seine Familie erinnert sich.

Bei einem Brandanschlag auf ein Mehrfamilienhaus vor über 30 Jahren in Kempten kam der fünfjährige Ercan ums Leben. Seine Familie erinnert sich.

Bild: Polizeipräsidium Schwaben Süd/West / Montage: AZ (Archivbild)

Bei einem Brandanschlag auf ein Mehrfamilienhaus vor über 30 Jahren in Kempten kam der fünfjährige Ercan ums Leben. Seine Familie erinnert sich.

Bild: Polizeipräsidium Schwaben Süd/West / Montage: AZ (Archivbild)

1990 starb der fünfjährige Ercan in Kempten. Seine Familie beschäftigt seitdem die Frage nach dem Warum. Wie sie die Nacht des Brandanschlags erlebt haben.
21.01.2022 | Stand: 20:15 Uhr

Der 17. November 1990 war eine kalte Winternacht in Kempten. Schnee lag auf den Straßen. Gegen ein Uhr wurde Gizem D. aus dem Schlaf gerissen. Schreie hallten durch den Hausgang, vor ihrer Wohnung in der Füssener Straße loderten Flammen, versperrten ihr den Fluchtweg. Sie weckte ihre Kinder und sprang in Verzweiflung aus dem zweiten Stock. Die anderen Hausbewohner kamen mit dem Leben davon, doch der fünfjährige Ercan schaffte es nicht mehr. Er starb an einer Rauchvergiftung. Seine Familie setzte nun 10.000 Euro Belohnung für Hinweise auf die Brandstiftung aus: „Wir erwarten, dass sich der Täter stellt.“

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