Bundestagswahl in Buchloe

Briefwahl zum Bundestag boomt

Die Stimmzettel für die Bundestagswahl am 26. September sind gedruckt und im Buchloer Rathaus eingetroffen. Karin Beck, Verwaltungsfachangestellte im Sozialamt, packt die Briefwahlunterlagen in Kuverts.

Die Stimmzettel für die Bundestagswahl am 26. September sind gedruckt und im Buchloer Rathaus eingetroffen. Karin Beck, Verwaltungsfachangestellte im Sozialamt, packt die Briefwahlunterlagen in Kuverts.

Bild: Claudia Goetting

Die Stimmzettel für die Bundestagswahl am 26. September sind gedruckt und im Buchloer Rathaus eingetroffen. Karin Beck, Verwaltungsfachangestellte im Sozialamt, packt die Briefwahlunterlagen in Kuverts.

Bild: Claudia Goetting

Nun beginnt die heiße Phase vor der Bundestagswahl am 26. September. Doch Corona beeinflusst die Vorbereitungen in der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe.
23.08.2021 | Stand: 08:52 Uhr

In fünf Wochen entscheidet sich, wer in der nächsten Legislaturperiode im Bundestag sitzt – und vor allem auch, wie es nach der Ära Merkel weitergeht. Am 26. September findet die Bundestagswahl statt. Die Vorbereitungen laufen bereits. Demnächst erhalten die Bürgerinnen und Bürger ihre Wahlbenachrichtigungskarten.

26 Parteien und elf Direktkandidaten – das ist die Auswahl, die die Bürgerinnen und Bürger - auch Jugendliche - diesmal haben, um mit ihren jeweils zwei Stimmen über die Zusammensetzung des Parlaments in Berlin zu bestimmen.

Über 250.000 Menschen im Wahlkreis

Das Landratsamt Ostallgäu ist die federführende Behörde im großen Wahlkreis 257 Ostallgäu, der den Landkreis Ostallgäu, die kreisfreien Städte Kaufbeuren und Memmingen sowie 33 Gemeinden im Unterallgäu mit insgesamt 252.000 Wahlberechtigten umfasst. Kreiswahlleiter Ralf Kinkel geht davon aus, dass der seit Jahren anhaltende Trend zur Briefwahl anhält.

Briefwahl auch durch Corona im Trend

In Kaufbeuren gab bei der Bundestagswahl 2017 bereits fast jeder vierte Wahlberechtigte seine Stimme nicht im Wahllokal ab. Einen weiteren Schub bringe die Corona-Pandemie, da viele Menschen möglicherweise der kontaktlosen Stimmabgabe im Wohnzimmer den Vorzug geben, sagt Kinkel. Kommt es tatsächlich so, müssen sich die Städte und Gemeinden im Wahlkreis auf mehr Arbeit und Kosten gefasst machen.

Die Verwaltungsgemeinschaft Buchloe, in der etwa 15.000 Menschen zur Wahl aufgerufen sind, hat ihre Wahlvorbereitungen an die Lage angepasst. Um den Publikumsverkehr in den Rathäusern zu entzerren, bestehen neben dem klassischen persönlichen Antrag auf Briefwahlunterlagen auch mehrere Wege, dies kontaktlos zu erledigen, erklärt stellvertretender Geschäftsstellenleiter Florian Seelos. Bereits jetzt ist ein formloser Antrag schriftlich mit Unterschrift oder per E-Mail (wahlen@buchloe.de) möglich. Die Angabe von Vor- und Nachnamen sowie Geburtsdatum und Anschrift ist dafür ausreichend.

Jeder kann Briefwahl-Unterlagen anfordern

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Nach Erhalt der Wahlbenachrichtigung – spätestens bis 5. September – ist der Antrag auch über den aufgedruckten QR-Code oder über die Homepage der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe möglich (Internetwahlschein). Die Wahlbenachrichtigungskarten werden in Buchloe und Umgebung von sogenannten Amtsboten und Unterstützern ausgetragen. Anträge auf Briefwahlunterlagen sind online bis Dienstag, 21. September, oder im Rathaus Buchloe bis Freitag, 24. September, bis 18 Uhr möglich. Während früher ein triftiger Grund für die Briefwahl notwendig war, also etwa Urlaub oder Krankheit, kann heute jeder Wahlberechtigte die Unterlagen beantragen.

Stimmzettel in Schwarz und Blau

Die heiße Phase vor der Bundestagswahl hat in den Kommunen damit begonnen. Diese Woche sind die Unterlagen für die Stimmabgabe ausgeliefert worden. Darunter die in den Farben Schwarz (für die Stimme bei den Wahlkreisabgeordneten) und Blau (für die Landesliste) bedruckten Stimmzettel für die Wahlberechtigten: 109.000 im Ostallgäu und 31.500 in Kaufbeuren. In der kommenden Woche verschicken die Gemeindeverwaltungen die ersten Wahlbenachrichtigungen an die Bürger.

Wahlhelfer sind genügend da

Ein Mangel an Wahlhelfern zeichnet sich derzeit übrigens nicht ab. Den ehrenamtlichen Dienst absolvieren etwa in Kaufbeuren fast nur Mitarbeiter der Stadtverwaltung, knapp über 300 an der Zahl. „Besondere Probleme wurden uns seitens der Gemeinden nicht geschildert“, berichtet auch Kreiswahlleiter Ralf Kinkel – wenngleich es nicht immer einfach sei, ausscheidende langjährige Wahlhelfer zu ersetzen. Viele Kommunen setzen auf eigene Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes.

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