Trans-Alp der Buchloer Gymnasiasten

Buchloer Gymnasiasten fahren eine Woche mit dem Fahrrad über die Alpen: So lief es

Trans-Alp Gymnasium Buchloe

Meist bei schönem Wetter war die Gruppe des Buchloer Gymnasiums in den Alpen unterwegs. Größere Zwischenfälle gab es keine. Nur ein Rucksack ging kaputt.

Bild: Marc Michels

Meist bei schönem Wetter war die Gruppe des Buchloer Gymnasiums in den Alpen unterwegs. Größere Zwischenfälle gab es keine. Nur ein Rucksack ging kaputt.

Bild: Marc Michels

14 Elftklässler des Gymnasiums in Buchloe radeln erfolgreich von Füssen bis an den Gardasee. Der Gruppenleiter berichtet von Strapazen und kleinen Stürzen.
22.07.2021 | Stand: 12:11 Uhr

„Das war das Highlight des ganzen Schuljahres.“ Marc Michels, Mathe- und Sportlehrer am Buchloer Gymnasium, hat mit 14 Schülerinnen und Schülern der elften Jahrgangsstufe (Q11) und zwei weiteren Lehrkräften eine einwöchige Fahrradtour über die Alpen – von Füssen bis nach Riva del Garda in Italien am Nordufer des Gardasees – gemacht. Über das gesamte Schuljahr haben sie den Trans-Alp gemeinsam in einem Projekt-Seminar geplant. Die gute Vorbereitung zahlte sich aus: Ohne große Zwischenfälle kam die Gruppe ans Ziel.

Start war am Sonntag, 11. Juli in Füssen. Die Länge der täglich zurückgelegten Etappen war recht unterschiedlich – immer den zu absolvierenden Höhenmetern angepasst. „Am zweiten Tag waren es über 30 Grad, da kamen wir alle sehr ins Schwitzen“, berichtet Michels. Zumal auch 1460 Höhenmeter bewältigt werden mussten. Doch am härtesten sei der dritte Tag gewesen: „Der war komplett verregnet, das Wetter war ekelhaft. Da kamen wir psychisch teilweise schon an unsere Grenzen.“

Alle haben schnell verstanden, als Gruppe zu arbeiten

Schön sei gewesen, wie die Gruppe als Team gearbeitet habe, sagt Michels. In jeder Gruppe gebe es Stärkere und Schwächere. „Die Stärkeren haben die Routenplanung übernommen oder auch den etwas Schwächeren mal den Rucksack abgenommen.“ Alle hätten relativ schnell verstanden, dass das Ziel nur gemeinsam zu erreichen ist. „Ich muss die Gruppe loben“, sagt Michels.

14 Schülerinnen und Schüler und drei Lehrkräfte waren beim Trans-Alp dabei. Dafür haben sie im Unterricht sogar ein eigenes Trikot gestaltet, welches sie unterwegs getragen haben.
14 Schülerinnen und Schüler und drei Lehrkräfte waren beim Trans-Alp dabei. Dafür haben sie im Unterricht sogar ein eigenes Trikot gestaltet, welches sie unterwegs getragen haben.
Bild: Marc Michels

Größere Zwischenfälle habe es keine gegeben. „Wir hatten keinen einzigen Platten, das hat mich schon verwundert“, berichtet Michels. Zu ein paar Stürzen sei es zwar schon gekommen – „aber glücklicherweise nur mit kleineren Blessuren“. Auch ein Rucksack sei kaputt gegangen. „Zum Glück waren wir da aber schon in Bozen, sodass sich der Schüler direkt einen neuen kaufen konnte.“ Ausgezahlt habe sich neben der guten Planung auch das Training. Alle Teilnehmer mussten vorab jeweils 1000 Kilometer radeln. „Klar gibt es auch ein paar, die sowieso fit sind, aber für zwei Drittel der Gruppe war das Training wichtig“, sagt Michels.

Hoffen auf weitere Touren durch die Alpen

Er hofft nun, dass das nicht der erste und letzte Trans-Alp des Buchloer Gymnasiums war. „Die Schüler haben viele wertvolle Erfahrungen sammeln können – nicht nur radfahrtechnisch.“ Er sei vorher schon etwas nervös gewesen, gesteht Michels. Doch das habe sich schnell gelegt, als er gesehen habe, dass die Gruppe so gut zusammenarbeite – man habe gemerkt, dass die Schüler eben schon fast erwachsen sind. „Ich glaube, selbst wenn es kein Schuljahr unter Corona-Bedingungen gewesen wäre, wäre es trotzdem das Highlight gewesen.“

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