Das beschäftigt Waal

Gespräche zwischen Landkreis und Haus von der Leyen - Waaler Seniorenheim soll via Nahwärmenetz versorgt werden

Das Waaler Seniorenheim soll an das Wärmekonzept der Holzwerke Waal angebunden werden.

Das Waaler Seniorenheim soll an das Wärmekonzept der Holzwerke Waal angebunden werden.

Bild: Mathias Wild (Archivbild)

Das Waaler Seniorenheim soll an das Wärmekonzept der Holzwerke Waal angebunden werden.

Bild: Mathias Wild (Archivbild)

Wärmekonzept auch für Waaler Privathaushalte? Studie soll Machbarkeit zeigen. Beide Singoldbrücken in der Marktgemeinde sind marode und müssen saniert werden.
14.05.2022 | Stand: 05:02 Uhr

Der Gemeinderat Waal hat in seiner jüngsten Sitzung über ein Nahwärmekonzept diskutiert.

Anlass war die Sanierung des Senioren- und Pflegeheims. Hier gebe es bereits Gespräche zwischen Landkreis und dem fürstlichen Haus von der Leyen über eine Anbindung an das bestehende Wärmekonzept der Holzwerke Waal. Sowohl die Trocknung im Holzwerk als auch das Schloss werden über das eigene Blockheizkraftwerk (BHKW) mit Wärme versorgt. Eine Leitung von den Holzwerken zum Schloss wurde schon vor einigen Jahren verlegt.

Sanierung des Waaler Seniorenheim als Ausgangspunkt

Ingenieur Thomas Knecht aus Wildpoldsried stellte das Konzept vor. Da im Zuge des Umbaus und der Renovierung des Seniorenheims ohnehin neue Leitungen für eine Wärmeversorgung aus dem Holzwerk verlegt werden müssten, könnten zusätzliche Haushalte an die Wärmeversorgung angeschlossen werden. Zunächst kämen zwar nur Anwohner im direkten Umfeld der neuen Leitungen in Betracht, langfristig könnte das Nahwärmenetz aber über den Ortskern hinaus erweitert werden.

Bürgermeister Robert Protschka war der Meinung, dass von einem Nahwärmekonzept alle profitierten. Sobald eine Machbarkeitsstudie vorliegt, soll eine Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger folgen und das Interesse der Anlieger abgefragt werden.

Für mehr Verkehrssicherheit in Waal

Bei der Sanierung der Buchloer Straße in Waal strebt die Gemeinde eine Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fußgänger und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen an. Dazu soll die Straßenführung verschoben werden, um Platz für einen breiten Fußgängerüberweg zu schaffen. Des Weiteren sind im Einmündungs- und Querungsbereich der Buchloer Straße, Singoldstraße und Ritter-von-Herkomer-Straße barrierefreie Übergänge vorgesehen. Im Bereich der Wassertretanlage und der Bushaltestelle wird ebenfalls eine sichere Querungshilfe gebaut.

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Die Kosten werden derzeit auf 405.000 Euro kalkuliert. Die Gemeinde rechnet mit Förderungen der Regierung von Schwaben und des Landkreises. Der Marktgemeinderat befürwortete es, die Planungen weiterzuführen und Förderanträge zu stellen.

Wie geht es in Waal mit den Singoldbrücken weiter?

Eben erst hatte man sich über den Neubau einer Singoldbrücke im Bereich der Ritter-von-Herkomer-Straße geeinigt, da zeigten neue Untersuchung in der Emmenhausener Straße erhebliche Baumängel an einer Brücke über die Singold. Diese wurde zuletzt 2016 geprüft. Bereits damals seien leichte Schäden aufgefallen, jedoch noch keine Baumaßnahmen beschlossen worden.

Anhand von Bildern dokumentierte Protschka, in welch schlechtem Zustand die Brücke selbst und die Begrenzungsmauer bereits sind. Sobald der Prüfbericht schriftlich vorliegt, werde man im ersten Schritt eine Gewichtsbeschränkung für die Brücke anordnen. Absicherungsmaßnahmen müssten ebenfalls rasch erfolgen. So soll die Brücke bis zur Sanierung nur noch in Schrittgeschwindigkeit von jeweils nur einem Fahrzeug gleichzeitig befahren werden dürfen.

Vorsichtsmaßnahme: ab sofort nur noch Schrittgeschwindigkeit

Die Brücke wird für den Schwerlastverkehr gesperrt. Für die Busse des ÖPNV und landwirtschaftliche Fahrzeuge soll es zunächst keine Einschränkungen geben, sagte Protschka.

In welcher Reihenfolge die Waaler Brücken nun saniert werden, ist wieder ganz offen. „Da müssen wir unsere Planungen noch mal neu überdenken“, sagte Bürgermeister Protschka.

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