ESV Buchloe

Einen Traum realisieren - ESV auf Kurs

Eishockey Kempten Buchloe

Eishockey Kempten Buchloe

Bild: Ralf Lienert

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Der ESV Buchloe hat sich souverän für die Aufstiegsrunde zur Bayernliga qualifiziert. Verstärkung ist auch schon da
01.05.2022 | Stand: 17:47 Uhr

Der ESV Buchloe hat die Hauptrunde in der Landesliga als Zweiter abgeschlossen und damit die Qualifikation zur Bayernliga erreicht. Dabei zeigte das junge Team von Neu-Trainer Christopher Lerchner ansprechende Leistungen und kassierte nur zwei knappe Niederlagen – beide gegen den Gruppenprimus Ulm/Neu-Ulm. Vor der Aufstiegsrunde hat sich der ESV zudem noch einmal verstärkt. Wir haben uns mit Erstem Vorsitzenden Axel Flöring, und Zweitem Vorsitzenden Florian Warkus über die Ziele der Piraten, den Neuzugang und den Baufortschritt am Eisstadion unterhalten.

Der ESV Buchloe hat als Zweiter die Aufstiegsrunde erreicht. Sind sie damit zufrieden?

Das Erreichen der Aufstiegsrunde war unser Zwischenziel für diese Saison. Das haben wir als Zweiter unserer Landesligagruppe recht souverän geschafft. Wenn wir Aufsteigen wollen, war das allerdings erst die Kür, die Pflicht kommt jetzt.

Ist die Art und Weise – mit neuem Trainer, jungen Spielern und Lokalmatadoren – so, wie sie sich das vor der Saison vorgestellt haben?

Die Mannschaft ist ja nach dem Gewinn der bayerischen Landesligameisterschaft in der Vorsaison weitgehend zusammen geblieben und nur auf wenigen Positionen ergänzt worden. Mit Christopher Lerchner haben wir einen neuen, überaus engagierten Trainer, der die Mannschaft, in der er ja selbst noch im vergangenen Jahr gespielt hat, sehr gut kennt und von dieser akzeptiert wird. Er hat es bisher geschafft, das eine Jahr, das vor allem unsere jungen Spieler an Mehr-Erfahrung mitbringen, in stabilere und bessere Leistungen auf dem Eis umzusetzen.

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Der Topscorer macht den Anfang: Michal Petrak hält dem ESV Buchloe die Treue

Vor der Saison ließen sie offen, ob sie sich verstärken – nun haben sie einen neuen Spieler geholt. War der Bedarf so groß?

Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir uns nochmals verstärken wollen, wenn wir aufgrund der in der Vorrunde gezeigten Leistungen eine echte Chance sehen, um den Aufstieg in die Bayernliga mitzukämpfen. Wenn es auch sehr schwer werden wird – das haben vor allem die Top-Leistungen des ESV in den Spielen gegen die Mitfavoriten aus Ulm und Kempten gezeigt – ist diese Chance real. Insofern wollen wir mit der Verstärkung die Mannschaft unterstützen, dieses große Ziel gemeinsam zu erreichen.

Was erwarten sie von dem Neuzugang?

Michal Petrak ist ein sehr erfahrener Spieler. Drei Merkmale stechen aus seiner Eishockey-Vita heraus, die ihn für unsere Mannschaft zu einer äußerst wertvollen Ergänzung machen werden. Er hat Spielpraxis und in dieser Saison für seinen bisherigen Verein bereits 27 Spiele in der Oberliga Süd absolviert. In den vergangen vier Spielzeiten hat er stets zu den punktbesten Spielern in der Oberliga Süd oder der Bayernliga gehört, er weiß also, wo das Tor steht. Und, für uns auch ein ganz wesentlicher Aspekt, Michal hat während seiner gesamten Karriere stets eine hohe Loyalität gegenüber den Vereinen bewiesen, für die er gespielt hat.

Wie haben sie den Spieler nach Buchloe lotsen können – sportlich und finanziell?

Michal möchte Eishockey spielen. Aufgrund der sportlich schwierigen Situation seines bisherigen Vereins und der in der Oberliga Süd bestehenden Kontingentierung für ausländische Spieler war das nicht mehr sicher gewährleistet. Insofern war er für uns ansprechbar und wir konnten ihn mit unseren Vorstellungen von seiner Rolle bei uns im Team sowie unseren ambitionierten sportlichen Zielen überzeugen. Dank des Engagements einiger Buchloer Eishockeyfreunde können wir ihn auch für seinen Aufwand entschädigen, ohne die Vereinskasse zu belasten.

Apropos Finanzen: Die Kostenmehrung für den Stadion-Um- und Neubau schlug kürzlich im Stadtrat hohe Wellen. Gibt es dazu etwas Neues?

Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung des Jahres 2019 mit großer Mehrheit beschlossen, die Sanierungsmaßnahmen am Eisstadion auf Basis der aktualisierten Kostenschätzung planmäßig fortzuführen. Insofern laufen die Arbeiten zwischen der Stadt als Bauherr und den eingebunden Firmen auf Hochtouren weiter. Bei einer kürzlichen Stadionbegehung wurde unter Einbindung eines Vereinsvertreters der aktuelle Planungsstand der Bayerischen Baubehörde, die das geförderte Projekt stellvertretend für den Bund betreut, vorgestellt. Als Betreiber des Eisstadions freuen wir uns beim ESV über diese Entwicklung natürlich sehr.

Im Sommer soll der Umbau gemacht werden. Nun ist spielerische Verstärkung da. Was ist also das Ziel in der Aufstiegsrunde? Wäre das sanierte Stadion nicht ein schönes Auditorium für die Bayernliga?

Sie haben in der Silvesterausgabe derBuchloer Zeitungim Allgäuer Sportteil als Traumschlagzeile für 2020 formuliert, dass der ESV Buchloe nach dem Aufstieg in die Bayernliga in einem generalsanierten Stadion spielt. Schöner träumen können wir auch nicht und wir werden alles uns Mögliche tun, um unseren Anteil zur Realisierung dieses Traumes beizutragen.

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