Eishockey

ESV Buchloe nimmt Revanche

Spannend bis zum Schluss blieb das Heimspiel des ESV Buchloe (vorne mit der Nummer 6: Robert Wittmann) und dem EHC Königsbrunn.

Spannend bis zum Schluss blieb das Heimspiel des ESV Buchloe (vorne mit der Nummer 6: Robert Wittmann) und dem EHC Königsbrunn.

Bild: Michael Lindemann

Spannend bis zum Schluss blieb das Heimspiel des ESV Buchloe (vorne mit der Nummer 6: Robert Wittmann) und dem EHC Königsbrunn.

Bild: Michael Lindemann

Pirates gewinnen Vorbereitungs-Heimspiel gegen EHC Königsbrunn mit 5:4 in der Verlängerung. Die Buchloer kommen erst im letzten Drittel so richtig in Fahrt.
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Von Christoph Salger
21.09.2021 | Stand: 05:00 Uhr

Der ESV Buchloe hat das zweite Heimspiel der Vorbereitung gegen den EHC Königsbrunn mit 5:4 (1:1, 1:2, 2:1) nach Verlängerung gewonnen und sich so für die 3:6-Niederlage zwei Tage zuvor revanchiert. Nach zwei eher durchwachsenen Dritteln war dafür vor allem ein beeindruckender Schlussabschnitt verantwortlich, in dem der starke Peter Brückner, der schon beim „Hinspiel“ zweimal erfolgreich war, mit einem Doppelpack großen Anteil am zweiten Sieg im zweiten Heimspiel hatte. In den ersten 40 Minuten taten sich die Buchloer gegen kompakt auftretende Gäste aber lange schwer. Das Auftaktdrittel war noch recht ausgeglichen, wobei die Buchloer eigentlich einen Traumstart erwischten. Michal Petrak brachte seine Mannen nämlich schon nach 24 Sekunden mit 1:0 in Front. Doch die Königsbrunner zeigten sich davon nicht wirklich geschockt und kamen immer wieder schnell durch die neutrale Zone ins ESV-Drittel. Der Ausgleich nach zehn Minuten durch einen verdeckten Schuss von Alexander Stehler war somit absolut verdient.

Probleme mit der Stadionbeleuchtung

Im Mitteldrittel hatten beide Teams dann mit Problemen mit der Beleuchtung im Stadion zu kämpfen, die immer wieder an einigen Stellen ausfiel. Doch die Gäste schienen sich auch daran nicht zu stören. Immer mehr drückten sie nun dem Spiel ihren Stempel auf und stellten die Buchloer Abwehr zunehmend vor Probleme. Ein platzierter Schuss von Jakub Bitomsky zum 1:2 (26.) war eine fast schon logische Folge. Und die Piraten konnten sich bei Schlussmann Johannes Wiedemann bedanken, dass es gleich darauf nicht erneut im ESV-Kasten klingelte, als er sensationell gegen Nicolas Baur parierte (27.). Gerade als die Buchloer sich zumindest wieder etwas vom Druck des EHC befreien konnten und sich durch Lukas Brückner per Alleingang und Alexander Krafczyk aus guter Schussposition die ersten guten Möglichkeiten erarbeiteten, erhöhten die Pinguine durch Maximilian Arnawa auf 1:3 (35.). Wichtig aus Piraten-Sicht war aber, dass noch vor der Pause der Anschluss gelang. Alexander Krafczyk setzte im Powerplay einen wuchtigen Schuss genau in den Torwinkel (39.).

Deutliche Leistungssteigerung

Im letzten Drittel zeigten die Hausherren dann – bei nun wieder vollständig funktionierendem Licht – aber eine deutliche Leistungssteigerung. Von Beginn an war jetzt der Wille zu spüren, das Spiel noch zu drehen. Und schnell wurden die Buchloer dafür belohnt. Gerade als eine EHC-Strafzeit vorbei war, stand Neuzugang Peter Brückner am langen Eck goldrichtig und traf zum 3:3-Ausgleich (43.). Um ein Haar wäre die Partie nur eine Minute später komplett gekippt, als ein mustergültiger Konter über Petrak und den auffälligen Peter Brückner fast erneut erfolgreich war. Doch irgendwie verhinderte der gut aufgelegte Königsbrunner Torwart noch das 4:3. Dies fiel nach 52 Minuten schließlich doch, als Alexander Krafczyk energisch in Richtung Tor marschierte, anfangs noch an Torhüter Dominic Guran scheiterte, aber Peter Brückner entscheidend nachsetzte und den Puck zur Buchloer Führung über die Linie drückte. Allerdings brachte eine Unachtsamkeit in eigener Überzahl die Gäste nochmals zurück. Den Unterzahl-Alleingang vollendete abermals Bitomsky eiskalt (57.). So musste nach dem Remis nach 60 Minuten die Verlängerung über den Sieger entscheiden, der durch das entscheidende Tor von John Boger nach 62 Minuten ESV Buchloe hieß.