Demografiefestes Bayern

Fit für den Wandel: Auch in Oberbayern steigt das Durchschnittsalter stetig. So bereiten sich Gemeinden vor

Der Demografische Wandel bringt auch in Bayern Herausforderungen mit sich. Damit er gut gelingt, nehmen die Gemeinden Fuchstal, Apfeldorf und Unterdießen am Pilotprojekt "Demokrafiefeste Kommune" Teil.

Der Demografische Wandel bringt auch in Bayern Herausforderungen mit sich. Damit er gut gelingt, nehmen die Gemeinden Fuchstal, Apfeldorf und Unterdießen am Pilotprojekt "Demokrafiefeste Kommune" Teil.

Bild: Sebastian Kahnert, dpa

Der Demografische Wandel bringt auch in Bayern Herausforderungen mit sich. Damit er gut gelingt, nehmen die Gemeinden Fuchstal, Apfeldorf und Unterdießen am Pilotprojekt "Demokrafiefeste Kommune" Teil.

Bild: Sebastian Kahnert, dpa

Die Gemeinden Fuchstal, Apfeldorf und Unterdießen sind Teil des Projekts "Demografiefeste Kommune". Sie wollen sich auf eine neue Altersstruktur einstellen.
17.10.2021 | Stand: 12:05 Uhr

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Bayern wird immer höher. Das stellt Kommunen ebenso vor Herausforderungen wie teils starke Abwanderung oder Zuzug.

Bayerns Finanzminister Albert Füracker will gegensteuern und hat 1,2 Millionen Euro an Fördermitteln für das Pilotprojekt „Demokrafiefeste Kommune“ bereitgestellt. Davon profitiert je eine Gemeinde pro Regierungsbezirk. Im Fall von Oberbayern ist es der Zusammenschluss von Apfeldorf, Fuchstal und Unterdießen, die den Zuschlag erhalten haben.

Fuchstal, Apfeldort und Unterdießen sind "Gewinner des demografischen Wandels"

Das Ministerium begründet die Auswahl so: „Der Zusammenschluss der drei oberbayerischen Gemeinden Apfeldorf, Unterdießen und Fuchstal gehört zu den Gewinnern des demografischen Wandels. Für sie gilt: Wachstum meistern, Neu- und Altbürger zusammenbringen und Identität in den Gemeinden bewahren. Der starke Verbund steht exemplarisch für viele Gemeinden im Umfeld der bayerischen Metropolregionen.“ Die drei Kommunen erhalten bis zu 114 000 Euro, teilt das Ministerium mit. Das Pilotprojekt läuft vier Jahre und Projekte werden zu 90 Prozent gefördert.

Der Dorfkern in Apfeldorf soll neu gestaltet werden

Apfeldorfs Bürgermeister Gerhard Schmid freut sich, dass seine Gemeinde dabei ist. „Wir spüren den Zuzugsdruck aus München und haben im Gegensatz zu Fuchstal auch kein Angebot, damit die Menschen auch im hohen Alter im Ort bleiben können. Es geht auch um die Frage, wie wir uns aufstellen müssen. Das gilt auch für die Auslastung von Kindergarten und Schule.“ Das Projekt sei ein Baustein, dessen Erkenntnisse in andere Projekte, wie das Integrierte Städtebaulichen Entwicklungskonzept, einfließen könnten. Mit Mitteln aus ISEK soll der Dorfkern neu gestaltet werden. Schmid glaubt, dass die Erfahrungen Apfeldorfs auch Grundlage für andere Gemeinden in vergleichbarer Situation sein könnten.

"Fuchstal bei Kindern und Senioren gut aufgestellt"

Zurückhaltender zum Projekt „Demografiefeste Kommune“ äußerte sich Fuchstals Bürgermeister Erwin Karg auf Nachfrage unserer Zeitung. „Ich denke, wir sind sowohl bei den Kindern als auch bei den Senioren vergleichsweise gut aufgestellt.“ Wie berichtet, soll ein Seniorenheim mit 90 Plätzen errichtet werden. „Wir müssen uns jetzt erst einmal Gedanken machen, wofür wir das Geld verwenden“, sagt Erwin Karg auf Nachfrage.

"Projekt ist eine gute Chance, Unterdießen voranzubringen"

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Wie ein Denklinger Bürgermeister in Fuchstal wird

Unterdießens Bürgermeister Alexander Enthofer sieht in dem Pilotprojekt des Freistaats ebenfalls eine gute Chance, seine Gemeinde voranzubringen. „Wir können Fachleute engagieren, die Konzepte erarbeiten.“ Er denke da beispielsweise an Angebote für die Jugend und das Thema Barrierefreiheit für Ältere im öffentlichen Raum. In den Konzepten werde wohl auch das geplante Dorfgemeinschaftshaus eine Rolle spielen, so Unterdießens Bürgermeister.

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