Wohnen in Jengen

Gemeinde Jengen will seniorengerechts Quartierskonzept starten

Um den Bedürfnissen von Senioren gerecht zu werden, spricht sich der Jengener Gemeinderat für ein Quartierskonzept aus.

Um den Bedürfnissen von Senioren gerecht zu werden, spricht sich der Jengener Gemeinderat für ein Quartierskonzept aus.

Bild: Stephan Scheuer, dpa (Symbolbild)

Um den Bedürfnissen von Senioren gerecht zu werden, spricht sich der Jengener Gemeinderat für ein Quartierskonzept aus.

Bild: Stephan Scheuer, dpa (Symbolbild)

Jengens Bevölkerung altert. Damit Bewohner lange selbstbestimmt im Ort wohnen können, sieht der Gemeinderat Bedarf für ein seniorengerechtes Quartierskonzept.
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Von rapl
25.01.2023 | Stand: 17:39 Uhr

Die Bevölkerung in Jengen wird älter. Das zeigen Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik. Demnach steige der Anteil der über 65-Jährigen bis 2033 um knapp 70 Prozent – von 450 auf 680. Die Altersgruppe zwischen 19 und 65 schrumpft hingegen um zehn Prozent. Um den Bedürfnissen der betagten Bewohnerinnen und Bewohnern künftig gerecht zu werden, sprach sich der Gemeinderat in seiner ersten Sitzung des Jahres für ein seniorengerechtes Quartierskonzept aus.

Waal und Buchloe haben Quartiersmanagement schon auf den Weg gebracht

Seit geraumer Zeit besteht diesbezüglich ein fachlicher Austausch mit dem Ostallgäuer Landratsamt. Im Landkreis gibt es bereits Erfahrung von laufenden Konzepten im Markt Irsee und in der VG Biessenhofen. Buchloe, Waal und weitere Gemeinde befassen sich ebenfalls gerade mit dem Quartiersmanagement. In der Gemeinderatssitzung stellte Irmgard Haberberger, die Seniorenbeauftragte des Landkreises, nähere Details vor.

In einem Eckpunktepapier hat das bayerische Sozialministerium folgende Bausteine des Quartiersmanagements gelistet: Wohnen und Grundversorgung, ortsnahe Unterstützung und Pflege, Beratung und soziale Netzwerke. Ein seniorengerechtes Konzept soll auf die bestehenden Ressourcen und Rahmenbedingungen vor Ort – etwa Infrastruktur und Beratungsangebote – abgestimmt sein. Es lebt vom Zusammenspiel unterschiedlicher Akteure, der aktiven Beteiligung der Kommune und der Bürgerinnen und Bürger. Das Quartierskonzept entwickelt sich kontinuierlich weiter und wächst. Dabei sollen auch kleinteilige und nachhaltige Wohn- und Versorgungsformen unterstützt werden. Ziel ist, so formuliert es das bayerische Familienministerium, ein partnerschaftliches Miteinander im Gemeinwesen. Ausschlaggebend sei, dass ein Quartierskonzept an konkreten Bedürfnissen vor Ort ansetzen muss. Dazu werde erst der Ist-Zustand analysiert: Welche Angebote gibt es in Jengen für Seniorinnen und Senioren? Welche fehlen für ein selbstbestimmtes Wohnen im Alter? Die Ergebnisse bilden die Grundlage für das Konzept.

Gemeinderat Jengen sieht im Ort Bedarf für seniorengerechtes Konzept

Das Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales wird während der vierjährigen Einführungsphase das Quartierskonzept mit maximal 80.000 Euro fördern. Der Jengener Gemeinderat sieht den Bedarf für ein seniorengerechtes Quartiersmanagement. Daher wurde Bürgermeister Ralf Neuner beauftragt, ein seniorengerechtes Konzept zu erstellen und den Ratsmitgliedern vorzustellen. Fachliche Unterstützung bekomme er dabei von der Koordinationsstelle Wohnen im Alter und den Seniorenbeauftragten des Landkreises, Irmgard Haberberger, und Gemeinde, Stephanie Ledwa. Die benötigten Haushaltsmittel sind vorbehaltlich der Entscheidung des Gemeinderates im Haushaltsplan 2023 einzustellen.

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