Jubiläum in Denklingen

Die 60. Denklinger Klamottenkiste ist eine besondere - mit Hygienekonzept und Abstand

klamottenkiste

In den vergangenen Jahren war bei der Klamottenkiste in Denklingen immer viel los. Am Samstag findet der Basar zum 60. Mal statt.

Bild: Archivfotos: Horber

In den vergangenen Jahren war bei der Klamottenkiste in Denklingen immer viel los. Am Samstag findet der Basar zum 60. Mal statt.

Bild: Archivfotos: Horber

Seit über 30 Jahren gibt es in der Denklinger Turnhalle einen Basar mit Kleidung, Spielsachen und Sportartikeln. Nach der Corona-Pause geht man heuer neue Wege.
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Von Margit Messelhäuser
06.11.2021 | Stand: 05:17 Uhr

Ein kleines Jubiläum feiert die Klamottenkiste Denklingen am Samstag, 6. November: Zum 60. Mal findet der Kleidermarkt statt. „Eigentlich hätten wir das ja schon früher feiern wollen“, sagt Christine Horber vom Organisationsteam.

Aber Corona hatte es nicht zugelassen. Nun aber will man die Veranstaltung durchziehen, wenn auch unter geänderten Vorzeichen. Zudem muss kurzfristig für den Besuch die 3G-plus-Regel eingeführt werden.

Corona-Konzept in Denklingen: Bei der Klamottenkiste gilt "3G-plus"

Schon seit gut zehn Jahren ist Christine Horber im Organisationsteam der Klamottenkiste Denklingen dabei. Eigentlich hat sich da eine gewisse Routine eingespielt. „Aber diesmal sind wir alle gespannt, wie es läuft“, sagt sie. Träger der Veranstaltung ist schon seit Langem der Verein Sonnenschein. „Nach eineinhalb Jahren Pandemie wurde es Zeit, dass endlich wieder was geht“, so die Vorsitzende Katrin Haseitl.

Noch gibt es aber viele Einschränkungen und darauf hat das Organisationsteam reagiert. „Wir bieten diesmal nur Kleidung der Größen 50 bis 176 an“, sagt Christine Horber. Früher habe man auch Kleidung für Erwachsene im Angebot gehabt, darauf verzichte man. „Dadurch können wir in der Halle zwischen den Tischen für mehr Abstand sorgen.“

Erwachsene gehen heuer wegen Corona leer aus

Auch eine „Einbahnstraße“ wird man ausweisen. Und doch ist die Ungewissheit groß. „Wir sind alle gespannt, wie viele Leute kommen werden.“ Früher, erzählt Horber, sei es des Öfteren vorgekommen, dass vor Beginn der Klamottenkiste schon großer Andrang herrschte. „Wenn wir die Türen öffneten, gab es eine Schlange von Besuchern bis zum Parkplatz.“ Entsprechendes Gedränge herrschte auch in der Turnhalle. „Da werden wir diesmal aufpassen. Es könnte schon sein, dass einige vor der Tür warten müssen, bis man wieder jemanden reinlassen kann.“

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Auch wenn diesmal strenge Regeln gelten, rechnet Horber mit einigen Besuchern und Besucherinnen. „Der Bedarf ist meiner Meinung nach schon da, denn viele können es sich auch nicht leisten, beispielsweise bei E-Bay zu bestellen.“ Und so eine Klamottenkiste habe eine gewisse Tradition auf dem Land, die Hemmschwelle, dort einzukaufen, sei geringer.

Die Klamottenkisten sind Tradition in Denklingen

Vor dem Verkaufstag sichtete und ordnete das Team die Waren. In den vergangenen Jahren ist den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern da schon einiges untergekommen. „Es war schon auch mal ungewaschene Kleidung dabei, die haben wir gar nicht erst angeboten“, erzählt Christine Horber. Nach Größen geordnet werden diese dann auf die einzelnen Tische verteilt – so können die Besucherinnen und Besucher ganz gezielt auswählen.

Aber es habe auch Kleidungsstücke gegeben, die man sich am liebsten selbst gleich reserviert hätte. „Oder ein Kinderwagen, genau den, den man selbst schon lange gesucht hatte.“ Allerdings: Bei der Sichtung darf sich niemand ein Kleidungsstück oder ein Spielzeug „reservieren“, sagt Christine Horber. „Aber die Helferinnen und Helfer dürfen vor Beginn der Klamottenkiste einkaufen.“

Auffällig sei auch, dass sich in manchen Jahren einige Gegenstände häufen. „Wir hatten schon Klamottenkisten, da haben sich die Hochstühle für Kinder gestapelt, wir wussten kaum noch wohin damit, und dann gab es mal wieder fast keine.“ Auch Kindersitze fürs Auto machen diese Entwicklung immer wieder durch.

Kleidung, Spielzeug und Sportartikel: Der Basar in Denklingen hat einiges zu bieten

Neben Kleidung werden auch Spielzeug, Sportartikel und Kinderfahrzeuge angeboten. „Da gibt es dann Nintendo-Spiele oder es ist schon auch mal eine X-Box dabei“, erzählt sie. Die Verkäufer hatten bei der Anmeldung eine Chiffrenummer erhalten, die sie zusammen mit dem gewünschten Preis auf ihre Waren hefteten, die sie am Vortag der Veranstaltung in der Turnhalle abgaben.

Nach der Klamottenkiste wird abgerechnet. „Wir behalten zehn Prozent plus einen Euro vom Erlös ein“, sagt Christine Horber. Die Erlöse werden dann für einen guten Zweck verwendet – zuletzt hatte Katrin Haseitl 1000 Euro an die Helfer vor Ort übergeben können.

Das Hygienekonzept beim Denklinger Kleidermarkt:

Wer die Klamottenkiste in Denklingen besuchen will, muss sich an die 3G-plus-Regel halten. Aufgrund der steigenden Inzidenz hatte sich das Organisationsteam kurzfristig dazu entschieden. Die Besucher müssen also geimpft, genesen oder aktuell PCR-getestet sein, um in der Turnhalle stöbern zu dürfen.

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