Rettungsdienst in Waal

Langfristige Planung

Auch bei der Feuerwehr Waal, die 2019 ihr 150-jähriges Jubiläum feierte, wird es Änderungen geben.

Auch bei der Feuerwehr Waal, die 2019 ihr 150-jähriges Jubiläum feierte, wird es Änderungen geben.

Bild: Claudia Gotting (Archiv)

Auch bei der Feuerwehr Waal, die 2019 ihr 150-jähriges Jubiläum feierte, wird es Änderungen geben.

Bild: Claudia Gotting (Archiv)

Die Feuerwehr stellt das Konzept 2030 im Gemeinderat Waal vor. Viel Geld wird dafür eingeplant - wenn es so weit ist
15.02.2021 | Stand: 18:30 Uhr

Waal Bei der jüngsten Sitzung des Waaler Gemeinderates wurde das Konzept der Feuerwehren in der Kommune vorgestellt. Feuerwehrhauptmann Markus Fischer von der Freiwilligen Feuerwehr Waal präsentierte das Konzept 2030 für die Feuerwehren der Ortsteile Waal, Bronnen, Waalhaupten und Emmenhausen. Dieses Konzept wurde dem Kreisbrandrat bereits im Vorfeld vorgestellt und von ihm positiv bewertet.

Eine gut funktionierende Feuerwehr in der Gemeinde zu haben, sei ein Segen. Neben privaten Haushalten, seien auch „Objekte besonderer Nutzung“ wie das Pflegeheim, die Schule, der Kindergarten, diverse Gewerbeobjekte, das Passionstheater, das Schloss, mehrere Beherbergungen, Biogas- und Windkraftanlagen sowie einige Aussiedlerhöfe in der Fürsorge der Waaler Feuerwehr – nicht zu vergessen den Straßenverkehr und Waldflächen. Darum sei es unabdingbar, einen Feuerwehrbedarfsplan in der Gemeinde zu erstellen und entsprechende Mittel bereitzuhalten. Rückblickend habe sich das im Jahr 2010 beschlossene „Konzept 2020 der Waaler Feuerwehren“ bestens bewährt, erläuterte Fischer.

Neuer gerätewagen

Doch für die Zukunft müsse nun einiges investiert werden: Für den Ersatz des alten Tragkraftspritzenfahrzeugs (TSF) in Waal, Baujahr 1985, werden in 2021/2022 zirka 150 000 Euro benötigt. Für das Fahrzeug sind teilweise nur noch schwer Ersatzteile verfügbar, und oft zu horrenden Preisen aus dem Ausland. Zuschüsse zur Beschaffung würden mit zirka 40 000 Euro zu Buche schlagen. Der Gemeinderat stimmte der zeitnahen Beschaffung eines Gerätewagens Logistik im Austausch zum 35 Jahre alten TSF zu. Die Ausschreibung kann nun vorbereitet und die Zuschussanträge bei der Regierung von Schwaben und dem Landkreis Ostallgäu gestellt werden.

"Sorgenkind" in Waalhaupten

Der Austausch des TSF in Bronnen, Baujahr 1991, sollte in 2025/2026 erfolgen. Dafür werden zirka 100 000 Euro – Zuschuss etwa 28 000 Euro – veranschlagt. Eine Ertüchtigung der Gerätehäuser in Bronnen und Emmenhausen stehen mit jeweils 50 000 Euro für die Jahre 2026/2027 an. Größtes „Sorgenkind“ sei das Gerätehaus in Waalhaupten. Dieses sei zu klein und verfügt über keine sanitären Einrichtungen. Es entspreche vor allem nicht mehr den technischen Anforderungen nach DIN. Ein Neubau in Waalhaupten sei deshalb unabdingbar, und zwar für rund 500 000 Euro – bei einem Zuschuss von etwa 63 000 Euro. Für den Bau und die Standortsuche sei das Zeitfenster 2026/2027 vorgesehen.

Um Einzug in das Haushaltskonzept der Marktgemeinde zu finden, müssen nun alle Vorschläge mit detaillierten Angeboten vorgelegt werden. Konkrete Abstimmungen im Gemeinderat über die einzelnen Positionen können dann sukzessive in den kommenden Jahren erfolgen.