Corona-Pandemie

Neues Schnelltest-Zentrum in Buchloe nimmt seinen Betrieb auf

Das Schnelltest-Zentrum auf dem Parkplatz zwischen Buchloer Eisstadion und Gymnasium hat am Montag seinen Betrieb aufgenommen. Landrätin Maria Rita Zinnecker ließ sich von Felizia Ulderigo von Allgäu Medical testen. Bürgermeister Robert Pöschl freut sich über das neue Angebot.

Das Schnelltest-Zentrum auf dem Parkplatz zwischen Buchloer Eisstadion und Gymnasium hat am Montag seinen Betrieb aufgenommen. Landrätin Maria Rita Zinnecker ließ sich von Felizia Ulderigo von Allgäu Medical testen. Bürgermeister Robert Pöschl freut sich über das neue Angebot.

Bild: Mathias Wild

Das Schnelltest-Zentrum auf dem Parkplatz zwischen Buchloer Eisstadion und Gymnasium hat am Montag seinen Betrieb aufgenommen. Landrätin Maria Rita Zinnecker ließ sich von Felizia Ulderigo von Allgäu Medical testen. Bürgermeister Robert Pöschl freut sich über das neue Angebot.

Bild: Mathias Wild

Neben dem Buchloer Eisstadion können Bürger nun einen sogenannten Antigen-Test machen. Wie der Ablauf ist und was sich die Verantwortlichen davon erhoffen.
22.03.2021 | Stand: 18:05 Uhr

Kaum hatte das Corona-Schnelltest-Zentrum auf dem Parkplatz zwischen Eisstadion und Gymnasium am Montagvormittag seinen Betrieb aufgenommen, kamen auch schon die ersten Bürger, um sich dort testen zu lassen. „Manche haben sich auch nur informiert, wie der Ablauf ist“, berichtet Felizia Ulderigo vom Dienstleister Allgäu Medical, die die Testzentren im Ostallgäu leitet und koordiniert. Sowohl Landrätin Maria Rita Zinnecker als auch Bürgermeister Robert Pöschl freuen sich über das neue Angebot. Beide hoffen, dass sich durch den Ausbau der Teststrategie in Verbindung mit dem Fortschritt bei den Impfungen Perspektiven für Lockerungen bieten.

Schnelltests sind in Buchloe Montag, Mittwoch und Freitag möglich

Auf dem Parkplatz an der Kerschensteinerstraße steht ein Anhänger der BRK-Bereitschaft Buchloe, den der Landkreis angemietet hat. Zwei bis drei Mitarbeiter von Allgäu Medical sind jeweils vor Ort, um die Tests vorzunehmen und zwar jeweils Montag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 15 Uhr.

Jeder Bürger, der in Bayern lebt oder nachweislich arbeitet, kann sich einmal pro Woche kostenlos testen lassen. Wer zum Beispiel die Oma besuchen will, hat innerhalb von 15 bis 20 Minuten Gewissheit. Auch für einen Besuch im Kino oder Theater könnte künftig ein negativer Schnelltest Voraussetzung sein. Felizia Ulderigo erklärt den Ablauf. Über die Internetseite des Landkreises www.ostallgäu.de/corona kann man sich für einen Termin registrieren und bekommt einen sogenannten QR-Code aufs Smartphone geschickt. Zum vereinbarten Termin fährt man auf den Parkplatz und stellt sein Fahrzeug ab. An der Tür des Anhängers scannen Mitarbeiter den QR-Code und überprüfen die persönlichen Daten anhand eines Ausweises. An der Laderampe an der Hinterseite des Anhängers erfolgt dann der eigentliche Test. Mit einem langen Wattestäbchen werden Abstriche an der Rachenrückwand sowie in der Nase genommen. „Dafür gehen wir etwa zwei bis drei Zentimeter die Nase hoch, nicht weiter“, beteuert Felizia Ulderigo, die weiß, dass der ein oder andere Angst davor hat.

Nach etwa 15 Minuten bekommen die Getesteten eine SMS aufs Smartphone

Nach etwa 15 bis 20 Minuten bekommen die Getesteten eine SMS aufs Smartphone, dass sie über einen QR-Code plus PIN ihr Ergebnis abrufen können. Sollte der Test positiv sein, also auf eine Infektion hinweisen, werden die Betroffenen direkt informiert und können im Buchloer Schnelltest-Zentrum einen sogenannten PCR-Test vornehmen lassen. Gleichzeitig wird das Gesundheitsamt über das Ergebnis informiert. Die Probe des PCR-Tests geht dann wiederum weiter zu Allgäulab nach Kempten. Einen Tag später liegt das Ergebnis in der Regel vor. „Wenn das Testaufkommen sehr hoch ist, kann es auch mal zwei Tage dauern“, erklärt Felizia Ulderigo.

In einem Anhänger der BRK-Bereitschaft Buchloe hat Allgäu Medical das Schnelltest-Zentrum eingerichtet.
In einem Anhänger der BRK-Bereitschaft Buchloe hat Allgäu Medical das Schnelltest-Zentrum eingerichtet.
Bild: Mathias Wild

Ostallgäuer Landrätin warnt vor den hochansteckenden Virusvarianten

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Wo Schnelltest oder PCR-Test machen?

Corona-Testzentren in Kaufbeuren: Alle Infos zu Standorten, Öffnungszeiten und Anmeldung

Landrätin Maria Rita Zinnecker versteht, dass immer mehr Bürger frustriert sind und Maßnahmen in Frage stellen. Das Problem sei die britische Mutation. „Die Virusvarianten sind extrem ansteckend. Beim Stammvirus hatten wir oft nur ein oder zwei Infektionen pro Familie, jetzt trifft es in der Regel alle Angehörigen“, sagt die Landrätin. Sie appelliert an alle Bürger, Eigenverantwortung zu zeigen. Die Frage müsse lauten: Wie kann ich Infektionen verhindern? Sie setzt auf drei Säulen: Ausweitung der Teststrategie, Impfungen und Kontaktnachverfolgung. „Mit dem neuen Testzentrum rücken wir noch näher an die Bürger“, freut sich Zinnecker. Sie dankte Allgäu Medical für die schnelle Umsetzung. Der Landkreis arbeite mit dem Dienstleister seit August 2020 in allen Ostallgäuer Testzentren erfolgreich zusammen.

Auch Bürgermeister Robert Pöschl versteht, dass die Bürger inzwischen coronamüde seien „Wenn man aber durch Ungeduld unvernünftig wird, dauern die Einschränkungen noch länger“, gibt er zu bedenken.

Diese Testmethoden gibt es

  • PCR-Test: Für ihn wird ein Abstrich aus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum genommen und im Labor untersucht. Zur Analyse der Probe ist das Verfahren der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) derzeit am zuverlässigsten. Bei der PCR wird Erbmaterial von Viren so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es zuvor nur in geringen Mengen vorlag.
  • Antigen-Test: Er wird auch als Schnelltest bezeichnet. Hier wird nicht das Erbmaterial des Virus nachgewiesen, sondern Eiweißfragmente (Proteine) des Virus. Antigen-Tests funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie Schwangerschaftstests. Für den Schnelltest wird ein Abstrich von der Rachenwand und/oder aus dem Nasen-Rachen-Raum entnommen und auf einen Teststreifen gegeben. Das Ergebnis liegt in der Regel in 15 Minuten vor. Generell gelten Antigen-Tests als ungenauer im Vergleich zur PCR-Methode. Ein positives Ergebnis eines Antigen-Tests muss mit PCR bestätigt werden.
  • Antikörpertest: Mit ihm lässt sich feststellen, ob jemand eine Corona-Infektion hatte und sich Antikörper gegen den Erreger im Körper befinden. Der Test sagt allerdings nichts darüber aus, wie lange eine Infektion zurückliegt oder ob jemand aktuell einen ausreichenden Immunschutz gegen eine erneute Infektion mit dem Coronavirus hat.

Testzentren im Ostallgäu und Kaufbeuren

Die Testzentren in Kaufbeuren (Bürgerplatz 1) und Marktoberdorf (Marktplatz 13) bieten an ihren Standorten die PCR- und Schnelltests im Parallelbetrieb voraussichtlich an folgenden Tagen an:

  • PCR-Tests gibt es in Kaufbeuren (Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr) und in Marktoberdorf (Montag bis Freitag von 8 bis 10 Uhr und von 14 bis 18 Uhr).
  • Antigen-Schnelltests werden durchgeführt in Buchloe (Montag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 15 Uhr), in Kaufbeuren (Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und Samstag sowie Sonntag von 10 bis 14 Uhr), in Marktoberdorf (Montag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr). Die Terminvereinbarung für einen Schnelltest erfolgt online unter www.ostallgaeu.de/corona. Zu den kostenlosen Tests ist ein Ausweis mitzubringen. Nach dem Antigen-Schnelltest kann man das Ergebnis nach rund 20 Minuten auf dem Smartphone abrufen.

Auch Apotheken bieten Schnelltests an

Zudem haben sich bisher insgesamt 13 Apotheken im Ostallgäu und Kaufbeuren bereit erklärt, Schnelltests durchzuführen, unter anderem in Buchloe (Stadt-Apotheke und Marien-Apotheke), in Kaufbeuren (Brunnen-Apotheke und Gutenberg-Apotheke) und in Germaringen (St.-Wendel-Apotheke). Wann und wie der Test dort erfolgt, muss mit den Apotheken direkt geklärt werden.

Weitere Infos und die Liste aller Apotheken gibt es im Internet www.ostallgäu.de