Demenz: Kommentar zum Umgang mit Erkrankten

Wertvoller Teil der Gesellschaft - Berührungsängste sind fehl am Platz

Der Umgang mit Demenzkranken stellt viele Menschen vor eine Herausforderung.

Der Umgang mit Demenzkranken stellt viele Menschen vor eine Herausforderung.

Bild: Ruth Ploessel (Archivbild)

Der Umgang mit Demenzkranken stellt viele Menschen vor eine Herausforderung.

Bild: Ruth Ploessel (Archivbild)

Statistiken zeigen: Je älter wir werden, umso wahrscheinlicher wird eine Demenz-Erkrankung. Aber wie gehen wir richtig mit Betroffenen um?
05.11.2021 | Stand: 05:15 Uhr

Wir müssen lernen, den demografischen Wandel anzunehmen. Die Frage ist nicht, ob, sondern wie wir an Demenz Erkrankte in unsere Gesellschaft integrieren.

Wie können wir sie teilhaben lassen, ohne uns selbst zwischen Arbeit, Pflege und Familienstress zu verlieren? Es braucht mehr Konzepte wie die Seniorenwohngemeinschaft in Buchloe.

Buchloer WG als Vorbild für andere

Das Projekt könnte ein Vorbild für andere Einrichtungen sein und ist ein gelebtes Beispiel für ein funktionierendes Miteinander – respektvoll, offen und ohne Berührungsängste. Der rege Austausch untereinander, aber auch der mit Angehörigen, Pflegerinnen, Haushaltskräften und Besuchern hilft den Betroffenen. Vor allem das aktive Gestalten ihres Alltags macht das Leben lebenswert.

Demente Menschen sind so viel mehr als nur krank und vergesslich

Es liegt in unserer Hand, unseren dementen Mitmenschen gerecht zu werden. Denn sie sind mehr als nur krank und vergesslich. Sie sind Teil unserer Gesellschaft, sie sind Mütter, Väter, Kinder. Sie sind diejenigen Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, um ihren Nachkommen ein angenehmes Dasein bieten zu können. Und vor allem sind sie es Wert, dass wir sie nicht zurücklassen.

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