Aktionswoche "Inklusive Dir!"

Streetfood-Festival in Jengen: Das konnten die Besucher zum Thema Inklusion lernen

Streetfood Festival

Die Gemeinde Jengen hat sich mit einem Streetfood-Festival an dem Projekt "Inklusive Dir!" beteiligt. Verschiedene Tests und Informationen gab es an der Station „Schwerhörigkeit und Gehörlos“.

Bild: Rainer Plieninger

Die Gemeinde Jengen hat sich mit einem Streetfood-Festival an dem Projekt "Inklusive Dir!" beteiligt. Verschiedene Tests und Informationen gab es an der Station „Schwerhörigkeit und Gehörlos“.

Bild: Rainer Plieninger

Mit einem Streetfood-Festival beteiligt sich Jengen am Projekt „Inklusive dir!“. Die Besucher konnten Rollstuhl fahren, einen Blindenstock testen und viel mehr.
30.06.2021 | Stand: 19:30 Uhr

Spaß, Gemeinsamkeit, Vielfältigkeit, Barrierefreiheit und Inklusion standen beim Streetfood-Festival in Jengen im Mittelpunkt. Der Bürgerverein hatte dazu im Rahmen der vom Kreisjugendring Ostallgäu und der Offenen Behindertenarbeit Kaufbeuren Ostallgäu (OBA) gemeinsam organisierten Aktionswoche „Inklusive dir!“ eingeladen.

Bei strahlendem Sonnenschein besuchten zwischen 11 und 17 Uhr viele Personen die vier Stationen an der Schule, in der Jakob-Neubrand-Straße, am Kirchplatz bis zum Gemeindehaus. Dabei erfuhren die Interessierten viel Wissenswertes über menschliche Einschränkungen und Behinderungen. Gleichzeitig gab es an jeder Station auch etwas gegen den Durst und für den Magen, wie es sich für ein Streetfood-Festival gehört.

Mit einem Rollstuhl einen Parcours im Slalom durchfahren

An der Schule hieß das Motto „Körperliche Behinderungen“: Interessierte konnten mit einem Rollstuhl einen Parcours – Slalom, auf verschiedenen Straßenbelägen und Bergfahrt – absolvieren. Für Verpflegung sorgten die Musikvereine mit Salat-Buffet und Eis.

Weiter ging es zur Bushaltestelle. Sie glich auf den ersten Blick einem englischen Bus-Terminal. Die Wartenden standen in einer langen Schlange – unter Berücksichtigung des Corona-Abstands – an. Der FC Jengen verkaufte Hamburger, Rostbratwürste und Getränke.

Mit Blindenstock eine Teststrecke ertasten

Gleich nebenan beim Dorfbrunnen befand sich die Station zum Thema „Blind sein“. Mit Blindenstock bewaffnet ertasteten die Besucher eine Teststrecke, lernten unter anderem etwas über die deutsche Blindenschrift. Das Braille-Alphabet besteht aus einer Kombination von sechs Punkten. Es gab auch Informationen zu speziellen Straßenmarkierungssteinen, die beispielsweise am Bahnsteig und vor Fußgänger-Ampeln als Warnsteine für Blinde dienen.

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Am Kirchplatz war die Station „Schwerhörigkeit und Gehörlos“ mit verschiedenen Tests zu finden. Zur musikalischen Unterhaltung trat mehrmals der Jengener Kinderchor „Die Gennachspatzen“ auf. Gleichzeitig übernahmen Eltern der Gennachspatzen den Ausschank von Kaffee und verteilten Kuchen.

Schützenverein Beckstetten verkauft Waffeln und Getränke

Dann ging es zur vierten Station an der Gemeindekanzlei. Dort ging es um das Thema „Geistige Behinderung“. Dort gab es verschiedene Übungen, wie das Nachzeichnen einer einfachen Form über einen Spiegel, Überkopfschreiben und Gegenüberschreiben. Der Schützenverein Beckstetten verkaufte Waffeln in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Getränke.

Die Bilanz aller Veranstaltenden war rundweg positiv. Alle waren mit der Akzeptanz und dem Ablauf des inklusiven Streetfood-Festivals sehr zufrieden.

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