News: Corona aktuell im Allgäu

Panne am Testzentrum für Corona in Erkheim - Länder einigen sich auf Corona-Regeln für Weihnachten und Silvester

Corona Erkheim

Am Panne Montag gab es eine Panne am Testzentrum für Corona in Erkheim.

Bild: Ralf Lienert

Am Panne Montag gab es eine Panne am Testzentrum für Corona in Erkheim.

Bild: Ralf Lienert

Das RKI meldet am Dienstag 13.554 neue Corona-Infektionen. In Bayern beginnen die Weihnachtsferien 2020 früher. Mehr im News-Blog der Allgäuer Zeitung.
24.11.2020 | Stand: 13:36 Uhr

>> Wir berichten in unserem Newsblog laufend über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Region Allgäu und in der Welt <<

Dienstag, 24. November, 13.35 Uhr: Dobrindt: Länder-Papier zu Corona um stärkere Maßnahmen ergänzen

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat sich zurückhaltend zum Länderpapier für die Verhandlungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über eine Fortsetzung des Teil-Lockdowns geäußert. Er habe die Erwartung, dass in den Beratungen an diesem Mittwoch noch stärkere Maßnahmen ergriffen würden, sagte Dobrindt am Dienstag in Berlin. "Ich wünsche mir, dass wir konkretere Vereinbarungen finden auch im Bereich der Schule, die dann auch überall Anwendung in Deutschland finden." Hybride Unterrichtsformen sollten deutlich stärker genutzt werden, wie man das bei den Universitäten schon tue. Dazu gehöre auch Wechselunterricht.

Dienstag, 24. November, 12.50 Uhr: Bund will für 2021 rund 130 Millionen Schnelltests sichern

Der Bund will für das neue Jahr weiteren Nachschub an Corona-Schnelltests organisieren, die künftig deutlich öfter eingesetzt werden sollen. Ziel sei, für das erste Quartal 2021 rund 60 Millionen Tests für Deutschland zu sichern, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag vom Gesundheitsministerium erfuhr. Für das zweite Quartal sollen 40 Millionen Antigen-Tests folgen, dann bis Jahresende weitere 30 Millionen. Die Tests sollen vor allem in zwei Bereichen eingesetzt werden.

Dienstag, 24. November, 12.30 Uhr: Rauch aus Grill verrät Feiernde: Gegen Corona-Regeln verstoßen

In der Zugspitzstraße in Bad Wörishofen hat es am Montagabend geraucht. Ursache war, wie die Polizei herausfand, eine Feuertonne auf einer Dachterrasse: Drei Menschen aus verschiedenen Haushalten grillten dort und feierten Geburtstag. Die Polizei zeigte die 23- bis 48-Jährigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz an. Sie müssen wohl ein Bußgeld bezahlen.

Dienstag, 24. November, 12.25 Uhr: Rezept für Cannabis-Konsum abgelaufen: Autofahrer verweist auf Corona-Beschränkungen

Die Polizei zog einen Autofahrer in Kempten aus dem Verkehr, der Cannabis geraucht hatte. Das Ungewöhnliche daran: Der 23-Jährige sagte laut Polizei, er konsumiere die Droge aus medizinischen Gründen. Dazu legte er auch eine Bestätigung seines Arztes vor. Doch die war bereits seit zwei Wochen abgelaufen. Daraufhin sagte der Mann, die Verlängerung der Bescheinigung verzögere sich wegen der Corona-Pandemie und den Beschränkungen. Und so teilte die Polizei lediglich den Vorfall der Führerscheinstelle mit.

Dienstag, 24. November, 11.55 Uhr: Quarantäne für Kontaktpersonen soll auf zehn Tage verkürzt werden

Für Kontaktpersonen von Corona-Infizierten soll ab 1. Dezember eine kürzere Quarantänezeit von 10 statt bisher 14 Tagen gelten - aber unter der Bedingung eines negativen Tests. Darauf verständigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern. Bundesminister Jens Spahn (CDU) sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: "Zehn Tage Quarantäne mit Schnelltest am Ende ist genauso sicher wie 14 Tage Quarantäne ohne Test. Aber es bedeutet für die Betroffenen vier Tage weniger Einschränkungen". Dies sei es wert, die Quarantäne zu verkürzen, ohne ein zusätzliches Risiko einzugehen.

Die fachlichen Empfehlungen des bundeseigenen Robert Koch-Instituts (RKI) für die Gesundheitsämter sollen entsprechend angepasst werden, wie es in dem Länder-Beschluss weiter heißt. Als Kontaktperson ersten Grades gilt zum Beispiel, wer für mehr als 15 Minuten in näherem Kontakt mit weniger als 1,50 Metern Abstand zu positiv Getesteten war.

Dienstag, 24. November, 11.15 Uhr: Panne am Testzentrum für Corona in Erkheim

Mehrere Personen, die sich am Testzentrum des Landkreises in Erkheim auf das Virus Covid-19 hin testen lassen wollten, mussten am Montag unverrichteter Dinge wieder den Heimweg antreten. Der Grund war ein großer Netzausfall des Anbieters Vodafone. Das bestätigte das Landratsamt. Die Daten werden üblicherweise per QR-Code den Getesteten mitgeteilt. Wegen der technischen Störung konnten die Tests nicht weiterverarbeitet werden. Die Betroffenen müssen nun noch einmal zur Teststation. Genutzt wird ein Netz eines anderen Anbieters.

Dienstag, 24. November, 11 Uhr: Vorerst keine Corona-Lockerungen für den Sport geplant

Der Sport darf vorerst nicht auf Lockerungen der Corona-Regelungen hoffen. Die Bundesländer plädieren dafür, den Ende Oktober verfügten Teil-Lockdown zunächst bis zum 20. Dezember bundesweit aufrechtzuerhalten. Dies geht aus der Beschlussvorlage der Ministerpräsidenten für die Video-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel hervor. Für den Profi-Sport würde dies konkret bedeuten, dass der Ligen-Betrieb nur mit Geisterspielen fortgesetzt werden kann. Nach dem Fußball, Handball, Basketball und Volleyball will auch die Deutsche Eishockey-Liga am 17. Dezember in die Saison starten. Weiterhin ruhen soll der Amateursport.

Die Profivereine dürfen aber neben der Saisonfortsetzung auch auf eine Verlängerung der Hilfsmaßnahmen durch den Bund bis zur Mitte des kommenden Jahres hoffen. Die Regelung solle für diejenigen Wirtschaftsbereiche gelten, "die absehbar auch in den kommenden Monaten erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssen, ohne von Schließungen betroffen zu sein", heißt es in dem Papier der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten.

Geplant ist zudem, die Quarantänezeit einheitlich von zwei Wochen auf zehn Tage zu verkürzen. Dies hätte einen entlastenden Effekt auch für den Profisport, wo zuletzt mehrere Mannschaften nach positiven Corona-Fällen für 14 Tage in die Komplett-Isolation gehen mussten. Das hatte vor allem im Handball zu diversen Spielabsagen und wegen des dadurch zunehmenden Termindrucks zu einer kontroversen Debatte um eine mögliche WM-Absage geführt.

Dienstag, 24. November, 10.15 Uhr: LKA: Kein messbarer Anstieg von häuslicher Gewalt in Corona-Zeiten

Droht Frauen im Corona-Lockdown mehr häusliche Gewalt? Die Befürchtung gibt es schon seit Jahresbeginn. Jetzt legt das bayerische Landeskriminalamt eine Einschätzung vor - die auf den ersten Blick überrascht.

Dienstag, 24. November, 10 Uhr: Länder wollen Maskenpflicht erweitern

Die Länder sprechen sich dafür aus, für eine Eindämmung des Coronavirus ab Anfang Dezember die Maskenpflicht zu erweitern. Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung solle an allen Orten mit Publikumsverkehr in Innenstädten gelten - so auch an Örtlichkeiten in der Öffentlichkeit unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten. Das geht aus einem Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch hervor, der der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorlag. Die örtlich zuständigen Behörden sollen die Orte festlegen.

Auch in Arbeits- und Betriebsstätten sei ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen - dies soll aber nicht am Platz gelten, sofern ein Abstand von 1,5 Meter zu weiteren Personen sicher eingehalten werden könne. Weiter heißt es in dem Papier, Hochschulen und Universitäten sollten grundsätzlich auf digitale Lehre umstellen - mit Ausnahme von Labortätigkeiten, Praktika, praktischen und künstlerischen Ausbildungsabschnitten sowie Prüfungen.

Dienstag, 24. November, 9.23 Uhr: Länder wollen mit Kirchen über Weihnachts-Gottesdienste sprechen

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen mit den Kirchen über mögliche Vereinbarungen für Weihnachtsgottesdienste sprechen. "Bund und Länder werden das Gespräch mit den Religionsgemeinschaften suchen, um möglichst Vereinbarungen für Gottesdienste und andere religiöse Zusammenkünfte mit dem Ziel einer Kontaktreduzierung zu treffen", heißt es in dem Papier. "Religiöse Zusammenkünfte mit Großveranstaltungscharakter gilt es dabei zu vermeiden."

Dienstag, 24. November, 8.50 Uhr: Länder für strenge Kontaktbeschränkungen vom 1. Dezember an

Die Ministerpräsidenten der Länder plädieren im Kampf gegen die anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen für strenge Kontaktbeschränkungen vom 1. Dezember an - für Weihnachten und Silvester soll es eine Sonderregelung geben. "Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal fünf Personen zu beschränken", heißt es in einem Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch. Kinder bis 14 Jahre seien hiervon ausgenommen.

Dienstag, 24. November, 8.28 Uhr: Länder bitten Arbeitgeber um Betriebsferien oder Homeoffice-Lösungen

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen im Kampf gegen die hohen Corona-Infektionszahlen die Arbeitgeber rund um Weihnachten um Unterstützung bitten. Arbeitgeber sollten prüfen, ob die Betriebsstätten entweder durch Betriebsferien oder großzügige Homeoffice-Lösung vom 23. Dezember bis 1. Januar geschlossen werden könnten. Damit solle bundesweit der Grundsatz "Stay at Home" ("Bleibt Zuhause") umgesetzt werden.

Dienstag, 24. November, 8.21 Uhr: Länder-Entwurf: Maskenpflicht in Corona-Hotspots ab Klasse sieben

In Regionen mit deutlich mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen soll nach dem Willen der Länder künftig ab Klasse sieben grundsätzlich eine Maskenpflicht auch im Unterricht gelten. In "besonderen Infektionshotspots" soll es demnach in älteren Jahrgängen außer Abschlussklassen schulspezifisch "weitergehende Maßnahmen für die Unterrichtsgestaltung" geben, beispielsweise Hybridunterricht.

Dienstag, 24. November, 8.19 Uhr: Länder rufen Menschen vor Weihnachten zu Selbstquarantäne auf

Die Ministerpräsidenten der Länder rufen die Menschen auf, vor den Weihnachtsfeiertagen in eine möglichst mehrtägige häusliche Selbstquarantäne zu gehen. "Dies kann durch ggf. vorzuziehende Weihnachtsschulferien ab dem 19.12.2020 unterstützt werden", heißt es in einem Beschlussentwurf der Länder. Mit der Selbstquarantäne solle die Gefahr von Corona-Infektionen im Umfeld der Feierlichkeiten so gering wie möglich gehalten werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 24. November, 8.06 Uhr: Länder-Entwurf: Böllerverbot auf belebten Plätzen und Straßen

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen Silvesterfeuerwerk auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen untersagen, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden. "Die örtlich zuständigen Behörden bestimmen die betroffenen Plätze und Straßen", heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Dienstag vorliegenden geeinten Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch. Grundsätzlich wird "empfohlen", zum Jahreswechsel auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten - ein Verkaufsverbot ist demnach aber nicht vorgesehen.

Dienstag, 24. November, 8.05 Uhr: Konjunkturerholung stärker als erwartet

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist nach dem coronabedingten Absturz im Frühjahr etwas stärker gewachsen als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 8,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. In einer ersten Schätzung war die Behörde von einem Plus von 8,2 Prozent ausgegangen. So sehen die aktuellen Prognosen aus.

Dienstag, 24. November, 8 Uhr: Länder einigen sich auf Corona-Regeln für Weihnachten und Silvester

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich auf einheitliche Kontaktregeln für Weihnachten und Silvester geeinigt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 24. November, 7.35 Uhr: Australiens Ex-Corona-Hotspot Victoria ohne bekannten Infektionsfall

Im ehemaligen australischen Corona-Hotspot Victoria gibt es erstmals seit neun Monaten keinen bekannten Infektionsfall. "Das letzte Mal, dass wir keine aktiven Fälle im Bundesstaat verzeichnet haben, war am 29. Februar", twitterte das regionale Gesundheitsministerium am Dienstag. Die Behörden dankten der Bevölkerung dafür, dass sie zu diesem Erfolg beigetragen habe.

Der letzte Corona-Patient war ein um die 90 Jahre alter Mann, der am Montag aus dem Krankenhaus entlassen worden war. In Victoria wurde bereits seit 25 Tagen kein neuer Fall mehr registriert.

Vorausgegangen war ein mehrmonatiger, extrem strikter Lockdown, nachdem der Bundesstaat mit seiner Hauptstadt Melbourne von einer zweiten Welle getroffen worden war. Wochenlang herrschte eine nächtliche Ausgangssperre, zudem durften die Bürger sich nur noch im Umkreis von fünf Kilometern von ihren Wohnungen bewegen. Die letzten Einschränkungen waren Ende Oktober aufgehoben worden.

Seit Beginn der Krise hat Australien, wo etwa 25 Millionen Menschen leben, nur rund 27.800 Corona-Fälle verzeichnet.

Dienstag, 24. November, 6.45 Uhr: Weihnachtsferien in Bayern starten früher

Bayern zieht wegen Corona die Weihnachtsferien vor. Wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Bayerischen Rundfunk sagte, ist der letzte Schultag dieses Jahr bereits am Freitag, 18. Dezember. Ursprünglich sollten die Ferien am 23. Dezember beginnen. Mit dem früheren Ferienbeginn vergrößere sich der Abstand zwischen Unterricht und Weihnachten, sagte Söde. "Damit verbessern wir die Möglichkeiten, dass die Familien in Bayern das wichtigste Fest des Jahres gesund und unbeschwerter feiern können." Das Infektionsrisiko werde durch die fast einwöchige Karenzzeit zwischen Schulunterricht und Weihnachten "erheblich gesenkt".

Zuvor hatte sich bereits der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke im Gespräch mit unserer Redaktion für einen solchen Schritt stark gemacht. „So gelänge es besser, dass Weihnachten dieses Jahr im Kreis der Familie verantwortungsbewusst gefeiert werden kann.“ Regulär hätten die Weihnachtsferien im Freistaat vom 23. Dezember bis einschließlich 9. Januar dauern sollen.

Wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Bayerischen Rundfunk sagte, ist der letzte Schultag dieses Jahr in Bayern bereits am Freitag, 18. Dezember.
Wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Bayerischen Rundfunk sagte, ist der letzte Schultag dieses Jahr in Bayern bereits am Freitag, 18. Dezember.
Bild: Matthias Balk, dpa

Dienstag, 24. November, 6.40 Uhr: Bundesländer wollen Teil-Lockdown bis kurz vor Weihnachten verlängern

Die Verlängerung des Teil-Lockdowns in Deutschland bis kurz vor Weihnachten ist so gut wie sicher. Die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich am Montagabend darauf, dass die bis Ende November befristen Maßnahmen bundesweit zunächst bis zum 20. Dezember fortgeführt werden sollen, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr. Eine endgültige Entscheidung soll es bei den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ländern am Mittwoch geben. Ein Überblick.

Dienstag, 24. November, 6 Uhr: 13.554 Fälle: Corona-Neuinfektionen etwas unter dem Vorwochenstand

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) erneut vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Binnen 24 Stunden wurden 13.554 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl bei 14.419 gelegen. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Zu Beginn der Woche sind die Zahlen regelmäßig vergleichsweise niedrig, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Im Oktober und Anfang November war die Zahl der gemeldeten Corona-Neuansteckungen in Deutschland rasant gestiegen. Nun hat sich der Wert seit etwa zwei Wochen auf hohem Niveau eingependelt. Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 942.687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 24.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Dienstag um 249 auf insgesamt 14.361. Das RKI schätzt, dass rund 636.700 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 0,97 (Vortag: 1,03). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, fast eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Montag, 23. November, 21.10 Uhr: Frankreich meldet weniger als 5000 Corona-Infektionen an einem Tag

Erstmals seit Wochen haben die Gesundheitsbehörden Frankreichs weniger als 5000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Es seien rund 4450 Neuinfektionen registriert worden, teilten die Behörden am Montagabend mit. Zu Beginn der Woche sind die Zahlen in der Vergangenheit zwar immer niedriger gewesen. Dennoch ist das der niedrigste Wert seit Ende September. Auch die Quote positiver Tests geht in dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern weiter zurück und liegt bei gut 13 Prozent.

Montag, 23. November, 20.20 Uhr: CDU-Politiker fordert Impfung vor Großveranstaltungen

Der CDU-Gesundheitspolitiker und Europaabgeordnete Peter Liese hat sich für eine Corona-Schutzimpfung als Voraussetzung für Besuche von Großveranstaltungen ausgesprochen. Die Veranstalter sollten nur Besucher mit Impfausweis einlassen, sobald im kommenden Jahr jeder die Möglichkeit habe, sich impfen zu lassen, sagte Liese laut "Westfalenpost". Liese sprach sich zudem aktuell für weitere Maßnahmen aus, um die Zahl der Neuinfektionen zu senken. So sollten Schüler über 14 Jahre in geteilten Klassen unterrichtet werden.

Montag, 23. November, 18.50 Uhr: Italien verzeichnet 50.000 Todesfälle

In Italien hat die Zahl der Corona-Toten die Schwelle von 50 000 überschritten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag verzeichneten die Behörden binnen 24 Stunden 630 Tote mit Sars-CoV-2. Demnach starben bislang knapp 50 500 Menschen mit dem Virus. Zugleich sank die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages auf rund 23 000. Da am Wochenende weniger Testkapazitäten zur Verfügung stehen, fällt dieser Wert am Montag oft geringer aus. Verglichen mit dem Montag der Vorwoche (knapp 27 400) lagen die Zahlen allerdings deutlich darunter. Insgesamt wurden bisher etwa 1,432 Millionen Corona-Fälle in Italien registriert.

Neben der Hoffnung auf Impfstoffe hatte in dem Land mit 60 Millionen Einwohner zuletzt auch der Reproduktionswert für Optimismus gesorgt. Nach dem jüngsten Lagebericht des Ministeriums vom Freitag sank der sogenannte R-Wert auf rund 1,2. In den Wochen zuvor hatte die Zahl im Schnitt bei 1,4 und davor bei 1,7 gelegen. Der R-Wert zeigt an, wie viele Menschen ein Infizierter durchschnittlich ansteckt. Sinkt er unter 1, gibt es immer weniger Neuinfektionen, die Epidemie läuft also aus.

Montag, 23. November, 18.30 Uhr: Zentralrat der Juden kritisiert "Sophie Scholl"-Vergleiche

Der Zentralrat der Juden warnt davor, dass auf "Querdenken"-Demontrationen der Holocaust verharmlost wird. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 23. November, 18 Uhr: FC Augsburg verschiebt Mitgliederversammlung auf 2021

Wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie hat der FC Augsburg seine Mitgliederversammlung auf das nächste Jahr verschoben. Wie der Fußball-Bundesligist am Montag bekanntgab, soll diese nun in der ersten Jahreshälfte 2021 stattfinden. Über den neuen Termin will der Verein rechtzeitig informieren.

Montag, 23. November, 16.15 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident stellt schärfere Corona-Regeln bis ins nächste Jahr in Aussicht - für ganz Deutschland

Vor dem nächsten Bund-Länder-Gespräch am Mittwoch erwartet Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil keine nennenswerten Lockerungen bei den Corona-Schutzmaßnahmen - im Gegenteil. "Es wird dabei sicherlich auch um Maßnahmen gehen, die durchaus noch über das hinausgehen, was wir derzeit haben", sagte der SPD-Politiler am Montag in Hannover. Niedersachsen werde eine konstruktive Rolle einnehmen. Die neuen Regelungen sollten im Dezember bis ins nächste Jahr hinein für Klarheit sorgen.

Insbesondere die Zeit um Silvester sei eine besondere Herausforderung. Dazu, ob ein Feuerwerksverbot aus seiner Sicht eine geeignete Maßnahme ist, legte sich Weil vor der Runde mit der Kanzlerin nicht fest. "Jedenfalls wünsche ich mir sehr, dass die üblichen Silvesterfeierlichkeiten, so wie wir sie alle kennen und ich persönlich übrigens auch, dass die in diesem Jahr nicht stattfinden werden."

Montag, 23. November, 15.50 Uhr: Zwei neue Corona-Todesfälle in Kaufbeuren

Im Allgäuer Corona-Hotspot Kaufbeuren sind erneut zwei Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Allgäu auf 138.

Montag, 23. November, 14.50 Uhr: Wacker-Chemie stellt Corona-Impfstoffkandidaten für Curevac her

Die Münchner Wacker Chemie und der Tübinger Biotechkonzern Curevac arbeiten bei der Produktion eines Impfstoffkandidaten gegen Covid-19 zusammen. Der Spezialchemiekonzern werde im ersten Halbjahr 2021 mit der Produktion der mRNA-Wirkstoffsubstanz für den Impfstoffkandidaten beginnen, teilten beide Unternehmen am Montag gemeinsam mit. Am Wacker-Standort Amsterdam sollen pro Jahr mehr als 100 Millionen Dosen des Impfstoffes von CureVac hergestellt werden. Zudem gebe es Erweiterungsoptionen.

Die Wacker-Chemie-Aktien zogen auf die Nachricht hin an und notierten am frühen Nachmittag zwei Prozent im Plus. Jüngst veröffentlichte Zwischenergebnisse einer klinischen Phase-1-Studie von Curevac hatten gezeigt, dass der Imfstoff im Allgemeinen gut verträglich war und zusätzlich zu den ersten Anzeichen einer T-Zellen-Aktivierung starke Antikörperreaktionen auslöste. Die für eine mögliche Zulassung relevante Phase-III-Studie soll noch vor Jahresende starten.

Andere Unternehmen sind schon weiter. So beantragten das Mainzer Unternehmen Biontech und der US-Pharmariese Pfizer am Freitag angesichts positiver Phase-III-Studiendaten bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff. Anträge auf eine Zulassung für Europa und weitere Regionen werden vorbereitet.

Montag, 23. November, 14.20 Uhr: Mehrere Corona-Verstöße im Unterallgäu

Auch im Unterallgäu gab es am Wochenende Vorfälle, bei denen Menschen gegen die Corona-Regeln verstoßen haben. Mehr dazu hier.

Montag, 23. November, 13.45 Uhr: Roboter sollen beim Desinfizieren von Klinikzimmern helfen

Roboter sollen Europas Kliniken in der Corona-Krise beim Desinfizieren von Patientenzimmern helfen. 200 der Geräte sollen mit EU-Mitteln angeschafft und an Krankenhäuser verteilt werden, wie EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Montag mitteilte.

Die Roboter brauchten nur rund 15 Minuten, um ein Patientenzimmer mit Hilfe ultravioletten Lichts zu desinfizieren, ergänzte ein Kommissionssprecher. Sie sollen in den nächsten Wochen geliefert werden - welche Kliniken sie bekommen, werde rasch geklärt. Zur Anschaffung stünden zwölf Millionen Euro zur Verfügung.

Montag, 23. November, 13.30 Uhr: Bundesweite Daten zur Corona-Lage an Schulen geplant

Die Kultusminister der Länder wollen künftig einmal in der Woche bundesweite Daten zur Corona-Lage an den Schulen bereitstellen. Das kündigte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) am Montag in einem Gespräch mit Journalisten an. Bisher war es schwierig, ein genaues Gesamtlagebild über die Anzahl der geschlossenen Schulen, Corona-Infektionen bei Lehrern und Schülern und Betroffenen in Quarantäne zu bekommen, weil die Daten in den Bundesländern unterschiedlich erhoben und nicht zentral erfasst wurden.

Künftig werde eine regelmäßige wöchentliche Zusammenstellung veröffentlicht, sagte Hubig. Zum ersten Mal soll das ihren Angaben zufolge "in den nächsten Tagen" passieren. Der genaue Zeitpunkt war zunächst noch offen. Die letzten bekannten Zahlen der KMK stammen vom 12. November. Zu dem Zeitpunkt befanden sich knapp 200.000 der rund 11 Millionen Schülerinnen und Schüler und 13.000 der rund 800.000 Lehrkräfte in Quarantäne. 106 der mehr als 30.000 Schulen waren komplett geschlossenen.

Montag, 23. November, 13.05 Uhr: OB Bosse: 44 weitere Fälle in Seniorenheim in Kaufbeuren

Die 7-Tage-Inzidenz in Kaufbeuren ist mit einem Wert von 331,1 am Montag bereits der höchste im Allgäu. Nach einer Mitteilung von Oberbürgermeister Stefan Bosse auf Facebook wird dieser Wert aber erneut steigen: Im betroffenen Seniorenheim sind weitere 44 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Damit erreicht Kaufbeuren wohl einen 7-Tage-Inzidenz-Wert von über 400. Diesen Wert haben die Behörden allerdings noch nicht bestätigt.

Weitere Coronafälle in Kaufbeuren Leider haben Reihentestungen im bereits betroffenen Seniorenheim in Kaufbeuren...

Gepostet von Stefan Bosse am Montag, 23. November 2020

Montag, 23. November, 12.35 Uhr: Längerer Teil-Lockdown absehbar

Am Mittwoch wollen Bund und Länder Klarheit schaffen, wie es im Dezember weitergeht mit den Corona-Maßnahmen - und in welchem Rahmen die Menschen Weihnachten und Silvester verbringen können: Ein Überblick.

Montag, 23. November, 12.30 Uhr: Bayerns Landes-Sportverband meldet "dramatischen Mitgliederrückgang"

Wegen der Corona-Pandemie hat der Bayerische Landes-Sportverband mehr als 82.000 Austritte aus den Vereinen im Freistaat registriert und die Politik zum Einlenken aufgefordert. Im Vergleich zum Vorjahr wenden sich vor allem jungen Sportler ab, wie der BLSV am Montag mitteilte. Bei Kindern sei ein Rückgang von 4,3 Prozent, bei Jugendlichen ein Rückgang von 3,7 Prozent verzeichnet worden. Im Kampf gegen das Virus ist organisierter Breitensport in Bayern derzeit verboten. Sollten die Hallen über Ende November hinaus geschlossen bleiben, rechnet der BLSV mit einem "dramatischen Mitgliederrückgang" und mehr als 100.000 Austritten aus den Vereinen.

Zudem haben rund 65.000 Sportler ihre Kündigung in den Vereinen im Jahr 2021 vorgemerkt, wie es hieß. "Der Mitgliederrückgang wird also zu Beginn des neuen Jahres noch höher ausfallen - Tendenz weiter steigend", prognostizierte der Sportverband in München.

Um dem entgegenzuwirken, fordert der Verband eine Rückkehr zur Regelung von vor dem 13. November. "Unsere oberste Aufgabe muss es sein, die Menschen wieder zurück in die Sportvereine zu bringen und unsere Vereine und das Ehrenamt bei dieser wichtigen Aufgabe zu unterstützen", sagte BSLV-Präsident Jörg Ammon. "Elementar wichtig ist eine baldige Rückkehr zum Indoor-Sport."

Montag, 23. November, 12.10 Uhr: Baumärkte boomen in der Corona-Krise

Die Corona-Krise beschert den Bau- und Gartenfachmärkten in Deutschland einen anhaltenden Nachfrageboom. Insgesamt setzte die Do-it-Yourself-Branche in den ersten neun Monaten gut 17,3 Milliarden Euro um. Das entspreche einer Steigerung von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtete der Handelsverband Heimwerken, Bau und Garten (BHB) am Montag in Köln.

Auch im dritten Quartal, das normalerweise eher durch Kaufzurückhaltung in der Hauptreisezeit und das nahende Ende der Gartensaison gekennzeichnet sei, habe die Branche weiterhin zweistellige Zuwächse verzeichnet. "Das ist sicherlich in der Hauptsache fehlenden Reisemöglichkeiten geschuldet", urteilte der Branchenverband. Außerdem habe die wachsende Bedeutung der eigenen vier Wände in der Pandemie dazu geführt, dass viele Sanierungs-, Renovierungs- und Verschönerungsprojekte angegangen worden seien.

Besonders gefragt waren laut BHB in den vergangenen Monaten Farben und Malerzubehör, Gartenausstattung, Holz, Gartenmöbel und Werkzeuge. Lediglich in einer Warengruppe waren die Umsätze rückläufig - beim Autozubehör. Hier spiegele sich die eingeschränkte Mobilität der Verbraucherinnen und Verbraucher im Corona-Jahr wider, urteilte der Verband.

Montag, 23. November, 11.45 Uhr: Neue Quarantäne-Regelung für Auslandsrückkehrer unwahrscheinlich

Nach dem Außerkraftsetzen der Corona-Einreiseverordnung in Nordrhein-Westfalen wird es voraussichtlich keine Quarantäne-Neuregelung für Reiserückkehrer aus dem Ausland geben. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte am Montag in Düsseldorf, dass nach dem OVG-Urteil sehr differenziert auf regionale Infektionskennziffern sowohl in der Urlaubsregion als auch in der Heimatregion der Reisenden geschaut werden müsste. "Wer soll das kontrollieren?", verdeutlichte Laumann. Das Thema dürfte sich mit diesem enormen Aufwand erledigt haben.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster hatte am Freitag die in der Corona-Einreiseverordnung geregelte Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer aus Risikogebieten gekippt. Nach Ansicht des Gerichts hatte das Land nicht berücksichtigt, dass Reisende bei der Rückkehr aus Ländern mit geringeren Infektionszahlen als an ihrem Wohnort nach der Heimkehr einem höherem Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Somit sei die Quarantäne aktuell kein geeignetes Mittel zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland. Als Folge aus der OVG-Entscheidung hatte das NRW-Gesundheitsministerium die sogenannte Corona-Einreiseverordnung des Landes außer Kraft gesetzt.

Montag, 23. November, 11.30 Uhr: Auch Unionsländer wollen Teil-Lockdown verlängern

Auch die unionsgeführten Bundesländer wollen den im November geltenden Teil-Lockdown in der Corona-Krise bis zum 20. Dezember verlängern. Über eine Fortsetzung der Schließungen solle am 15. Dezember beraten werden, heißt es in einem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag. Vor und auf dem Schulgelände sowie im Schulunterricht aller Schularten solle es eine grundsätzliche Maskenpflicht geben. Ausnahmen für den Unterricht in Grundschulen sollten aber möglich sein.

Am Mittwoch beraten Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Krise. In einem Beschlussentwurf des SPD-geführten Landes Berlin, das die Ministerpräsidentenkonferenz leitet, war bereits vorgeschlagen worden, die Schließungen bundesweit bis zum 20. Dezember zu verlängern. Hintergrund ist die anhaltend hohe Zahl von Corona-Neuinfektionen. Vorgeschlagen wird außerdem, ab dem 20. Dezember die Maßnahmen immer um jeweils 14 Tage zu verlängern, wenn die Zahlen nicht deutlich sinken - davon ist im Papier der unionsgeführten Länder nicht die Rede.

Die Unionsländer schlagen vor, dass in Ländern, die weniger als 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner haben, Lockerungen von den Schließungen vornehmen können sollen - im Papier Berlins ist von einem Inzidenzwert von 35 die Rede.

Die Novemberhilfe zur Unterstützung etwa der Gastronomie soll als Dezemberhilfe verlängert werden, heißt es im Papier der Unionsländer In die entsprechenden Förderprogramme seien ausdrücklich auch Schausteller und Marktkaufleute einzubeziehen.

Zur Corona-Warn-App heißt es, es solle eine "Erweiterung des Leistungsspektrums" geben. Der Bund solle prüfen, ob Lockerungen im Datenschutz möglich seien.

Montag, 23. November, 11.15 Uhr: Unionsländer wollen kein Verkaufsverbot für Silvesterböller

Die unionsgeführten Bundesländer sind anders als SPD-Länder gegen ein Verkaufsverbot für Silvesterböller. Der Verkauf und das Mitführen von Pyrotechnik solle nicht untersagt werden, heißt es in einem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag. Stattdessen solle es einen Appell geben sowie ein Verbot von Feuerwerk auf belebten Plätzen.

In einem Papier Berlins als Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz hieß es, zum Jahreswechsel solle der Verkauf, der Kauf und das Zünden von Feuerwerk verboten werden - besonders um die Einsatz- und Hilfskräfte zu entlasten, die Kapazitäten des Gesundheitssystems freizuhalten und um größere Gruppenbildungen zu vermeiden.

Montag, 23. November, 11 Uhr: Corona-Lage dramatisch: Schweiz bleibt dennoch gelassen

Man stelle sich vor, in Deutschland würden täglich doppelt so viele Coronainfektionen gezählt und es wären mehr als doppelt so viele Menschen gestorben. Noch drastischere Maßnahmen wären wohl die Folge. Nicht so in der Schweiz. Dort ist Gelassenheit angesagt - ein Überblick.

Montag, 23. November, 10.30 Uhr: Zwei Corona-Tote bislang im Memminger Klinikum

35 Corona-Patienten werden derzeit im Klinikum Memmingen behandelt - sieben von ihnen liegen nach Angaben der Verwaltung auf der Intensivstation. Bislang sind im Klinikum zwei Menschen an Covid-19 gestorben, einer davon war aus Memmingen.

Montag, 23. November, 10.25 Uhr: Zweite Corona-Welle belastet Unternehmensstimmung in Eurozone

Die zweite Infektionswelle in der Corona-Krise belastet die Wirtschaft im Euroraum. Im November hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager deutlich eingetrübt und lässt erneut ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Aktivitäten erwarten. Der an den Finanzmärkten stark beachtete Einkaufsmanagerindex vom britischen Institut IHS Markit fiel um 4,9 Punkte auf 45,1 Zähler, wie das Forschungsunternehmen am Montag in London mitteilte. Der Stimmungsindikator ist damit bereits den vierten Monat in Folge gefallen und liegt deutlich unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Analysten hatten mit einem Rückgang des Stimmungsindikators auf 45,6 Punkte gerechnet. Von den Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Kampf gegen die Pandemie ist vor allem der Bereich Dienstleistungen betroffen, in dem die Aktivitäten eingebrochen sind. In den Industriebetrieben hat sich die Stimmung im November hingegen nur leicht eingetrübt. Die Stimmungsdaten lassen nach wie vor Wachstum im verarbeitenden Gewerbe erwarten.

Montag, 23. November, 9.45 Uhr: Karl Lauterbach: Profi-Sport in der Halle komplett verbieten

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet nach dem nächsten Corona-Gipfel auch weitere Einschränkungen für den Sport. Sollten sich die Fallzahlen nicht gut entwickeln, "dann könnte ich mir gut vorstellen, dass wir den Freizeitsport und auch den Profisport, zumindest den Hallensport, komplett verbieten", sagte der 57 Jahre alte Bundestagsabgeordnete im Interview der Deutschen Presse-Agentur vor den Beratungen von Bundesregierung und Ministerpräsidenten am Mittwoch. "Selbst beim Profi-Fußball bin ich nicht sicher, wie lange wir das noch durchhalten", meinte Lauterbach. Das komplette Interview lesen Sie hier.

Montag, 23. November, 9.20 Uhr: Schwesig fordert strenge Kontaktbeschränkungen für Corona-Hotspots

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig pocht vor den Corona-Beratungen mit den anderen Ländern und dem Bund auf strenge Regeln für Corona-Hotspots. Zugleich müssten Lockerungen möglich sein für Gebiete, die deutlich und dauerhaft weniger als 50 Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner haben, sagte die SPD-Politikerin am Montag im Deutschlandfunk. Unter diesem sogenannten Inzidenzwert liegen laut Robert Koch-Institut derzeit nur Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein (beide 46,5).

An diesem Montag wollen die Landesregierungschefs ihre Position festlegen für die Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch.

Mit Blick auf Gesamtdeutschland sagte Schwesig: "Die Zahlen sind gedämpft, aber sie bleiben weiter hoch. Und deshalb muss nach Auffassung vieler Länder der November-Shutdown fortgeführt werden, insbesondere in den Risikogebieten." Sie plädierte aber dafür, dass die Kontaktbeschränkungen über die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel gelockert werden. "Ich finde es richtig, dass man zu Weihnachten ermöglicht, dass wenigstens zehn Personen zusammenkommen können", sagte die Ministerpräsidentin. Diese Zahl scheint unter den Ländern allerdings noch nicht ausverhandelt zu sein, wie aus dem letzten bekannten Beschlussvorschlag des Landes Berlin hervorgeht, das derzeit der Ministerpräsidentenkonferenz vorsteht. Auch eine Beschränkung auf fünf Personen steht demnach noch im Raum.

Schwesig betonte, dass die neuen Vorschläge der Länder anders seien als die Beschlussvorlage des Kanzleramts bei den vergangenen Beratungen, die von den Ministerpräsidenten abgelehnt worden war. "Wir schlagen vor, wie es im Dezember und Januar weitergeht. Natürlich wollen auch die Branchen wissen, was ist mit uns, ab wann könnte gelockert werden. All das war vergangene Woche nicht im Gespräch", erklärte sie.

Montag, 23. November, 8.35 Uhr: Dritter Impfstoff zu 70 Prozent wirksam gegen Covid-19

Mit dem britisch-schwedischen Pharmakonzern Astrazeneca hat ein weiteres Unternehmen positive Daten zu einem für Europa relevanten Corona-Impfstoff vorgelegt. Das Vakzin vermeide mit rund 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu erkranken, teilte das Unternehmen am Montag mit. Damit liegt die Wirksamkeit des mit der Universität Oxford entwickelten Vakzins hinter der der Präparate von Pfizer/Biontech und Moderna. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 23. November, 8.15 Uhr: Corona-Beschränkungen: Diese Regeln wollen Bund und Länder beschließen

Vor den neuen Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie wollen die Ministerpräsidenten am Montag ihre Linie abstimmen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist dazu eine Schalte der Regierungschefs geplant. Ihnen liegt ein Beschlussentwurf vom Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz vor, den derzeit Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) innehat. Absehbar ist angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen eine Verlängerung des Teil-Lockdowns im Dezember. Ein Überblick über die geplanten Regeln.

Montag, 23. November, 7.45 Uhr: Corona-Schließungen: Fitnessstudios warnen vor Kahlschlag

Die Fitnessbranche in Deutschland warnt vor Insolvenzen, sollten die Studios in der Corona-Krise nicht bald wieder öffnen dürfen. "Die Unsicherheit in der Branche ist groß", sagt Ralph Scholz, Vorsitzender des Deutschen Industrieverbands für Fitness und Gesundheit. Es fehle eine verlässliche Perspektive der Politik für die Corona-Pandemie, klagt er. "Die Studios können nicht im 14-Tages-Rhythmus planen, ob sie wieder öffnen dürfen oder nicht."

Jahrelang haben die knapp 10.000 Fitnessstudios in Deutschland einen Aufschwung erlebt, 2019 verzeichneten sie gut 11,6 Millionen Mitglieder. Doch nach dem Shutdown im Frühjahr mussten die Studios im November erneut schließen. Bei vielen Betreibern liefen die Beiträge zunächst weiter, Mitglieder wurden oft mit späteren Freimonaten, Gutscheinen oder kostenlosen Personal-Trainings getröstet. Das erhält die Liquidität, kostet die Studios aber künftig Geld.

Die Umsatzeinbußen beziffert Scholz bei 5,5 Milliarden Euro jährlichen Beitragseinnahmen auf 460 Millionen Euro im Monat. Der Shutdown wirkt sich auch auf die Anmeldungen aus. Fitnessstudios dürften bis Jahresende 10 bis 15 Prozent weniger Mitglieder haben als Ende 2019, fürchtet Scholz. Das wären rund 1,6 Millionen Menschen. "Wenn der Lockdown noch lange dauert, werden viele das nicht überleben."

Auch der Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen warnt vor den Folgen des Shutdowns. Den Schaden durch Kündigungen und ausbleibende Neumitgliedschaften beziffert er im laufenden Jahr auf mindestens 865 Millionen Euro. In der Fitness- und Gesundheitsbranche seien gut 217.000 Arbeitsplätze betroffen.

Montag, 23. November, 7.12 Uhr: Obdachlosen in Corona-Krise helfen: Das tun Städte und Gemeinden

Der Winter naht, schon jetzt sind viele Nächte bitterkalt. Für Obdachlose eine große Herausforderung. Aber auch für Helfer und Städte, die insbesondere wegen der Corona-Pandemie besonders viele Herausforderungen haben, die Obdachlosen zu unterstützen.

Montag, 23. November, 6.50 Uhr: Corona-Studie an Würzburger Kitas in vollem Gange

Kitas möglichst offen halten - daran forschen Mediziner in Unterfranken. Demnächst soll es erste Ergebnisse geben. Ein Überblick über die Studie.

Montag, 23. November, 6 Uhr: 10.864 Fälle: Corona-Neuinfektionen auf Vorwochenniveau

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. So seien binnen 24 Stunden 10.864 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10.824 gelegen. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Im Oktober und Anfang November war die Zahl der gemeldeten Corona-Neuansteckungen in Deutschland rasant gestiegen. Nun hat sich der Wert seit etwa zwei Wochen auf hohem Niveau eingependelt. Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 929.133 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 23.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 90 auf insgesamt 14.112. Das RKI schätzt, dass rund 618.800 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,03 (Vortag: 1,07). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ungefähr eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Sonntag, 22. November, 22.10 Uhr: Vorschlag: Maske ab 7. Klasse

Solange die Corona-Lage sich nicht entspannt, sollen Schüler ab der 7. Klasse in Deutschland nach einem Vorschlag aus den Bundesländern künftig auch im Unterricht Maske tragen. Gelten soll das für Schüler und Berufsschüler in Regionen mit deutlich mehr als 50 Neuansteckungen pro 100 000 Einwohnern innerhalb von 7 Tagen - was derzeit vielerorts der Fall ist. Schulen ohne Corona-Fälle können aber davon ausgenommen werden.

Der Vorschlag geht aus einer Beschlussvorlage des Vorsitzlandes der Ministerpräsidentenkonferenz für die Beratungen der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise am Mittwoch hervor. Den Vorsitz hat derzeit Berlin.

In der Beschlussvorlage wird für die Schulen auch eine Teststrategie vorgeschlagen: Tritt in einer Klasse ein Corona-Fall auf, soll diese zusammen mit den betroffenen Lehrkräften für fünf Tage in Quarantäne. Am fünften Tag soll es für alle einen Schnelltest geben. Fällt der negativ aus, kann die Klasse wieder zurück an die Schule. "Um diese wirksame Teststrategie flächendeckend zur Anwendung bringen zu können, wird der Bund (über die Länder) zusätzliche Kapazitäten von Antigen-Tests zur Verfügung stellen", heißt es in dem Papier.

Die genaue Ausgestaltung weiterer Maßnahmen, wie etwa die Frage, ob Schulen wieder in den Wechselunterricht übergehen, wird in dem Vorschlag den Ländern überlassen. Schülerfahrten und internationaler Austausch sollen aber grundsätzlich untersagt bleiben. Es wird zudem empfohlen den Unterrichtsbeginn zu staffeln, um den Schulverkehr zu entzerren.

Sonntag, 22. November, 22 Uhr: Teil-Lockdown soll bis 20. Dezember verlängert werden.

Der aktuell laufende Teil-Lockdown soll wohl verlängert werden. Was bisher bekannt ist.

Sonntag, 22. November, 20.55 Uhr: Fast 3.200 Infizierte bei Corona-Massentest in Südtirol entdeckt

Bei einem Massentest in Südtirol wurden über 3000 Corona-Infektionen aufgedeckt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 22. November, 20.30 Uhr: Merkel und Scholz stellen Bürger auf verschärfte Corona-Maßnahmen ein

Nach dem Teil-Lockdown gibt es keine Lockerungen - sondern eher noch strengere Regeln. Das haben Angela Merkel und Olaf Scholz angedeutet. Alle Details lesen Sie hier.

Sonntag, 22. November, 20 Uhr: Corona-Lage in Memmingen spitzt sich zu

Neue Todesfälle und ein Corona-Ausbruch in einem Altenheim - die Lage in Memmingen spitzt sich zu. Hier gibt es das Corona-Update aus Memmingen.

Sonntag, 22. November, 18.15 Uhr: Drei weitere Todesfälle in Kaufbeuren

Am Wochenende sind drei Kaufbeurerinnen verstorben, die positiv auf Corona getestet worden waren. Damit gibt es in Kaufbeuren nun 17 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19. Das Durchschnittsalter der nun verstorbenen Frauen liegt bei 85 Jahren. Das postete OB Stefan Bosse auf Facebook. Kaufbeuren gilt aktuell als Corona-Hotspot, zur hohen Inzidenz schrieb Bosse: "Nachdem morgen 40 Fälle aus der Inzidenz fallen, gehe ich von einem deutlichen Rückgang in den nächsten Tagen aus."

Sonntag, 22. November, 17.55 Uhr: Merkel unterstützt Idee für weltweiten Pandemievertrag

Bundeskanzlerin Angela Merkel befürwortet die Idee eines weltweiten Vertrags zur Bekämpfung künftiger Pandemien. EU-Ratspräsident Charles Michel habe einen entsprechenden Vorschlag gemacht, den sie unterstütze, sagte die frühere CDU-Chefin am Sonntag nach dem per Videokonferenz organisierten G20-Gipfel der führenden Wirtschaftsnationen. Der Vertrag könne eine Lehre aus dem sein, was man im Augenblick erlebe. Der Kampf gegen die aktuelle Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen Folgen war Topthema des von Saudi-Arabien organisierten G20-Gipfels.

Der Vorschlag von Michel sieht vor, die internationale Zusammenarbeit bei Pandemien fest zu vereinbaren, um schneller und koordinierter reagieren zu können. Er sollte nach Vorstellung des Belgiers unter Einbeziehung aller Organisationen der Vereinten Nationen ausverhandelt werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO soll eine Schlüsselrolle spielen.

Sonntag, 22. November, 16.45 Uhr: Impfstart in den USA schon im Dezember

In den USA soll ab 11. Dezember ein Corona-Impfstoff verfügbar sein. Innerhalb von 24 Stunden nach Zulassung sollen die ersten Dosen an die Impfzentren geliefert werden. Das sagte der Leiter der Impfstoff-Arbeitsgruppe der US-Regierung, Moncef Slaoui, dem Sender CNN am Sonntag

Sonntag, 22. November, 16.40 Uhr: Leipziger Polizei: Mehr als 20 Straftaten bei Corona-Demo, 1600 Beamte im Einsatz

Im Zusammenhang mit den Demonstrationen von Kritikern der Corona-Maßnahmen und Gegenprotesten am Samstag in Leipzig ist die Zahl der bekannten Straftaten auf insgesamt 23 gestiegen. Unter anderem werde wegen Bedrohung, gefährlicher Körperverletzung, Beschädigung von fünf Dienstfahrzeugen, Raub und Beleidigungen ermittelt, teilte die Polizei am Sonntag mit. In einer vorläufigen Bilanz am Samstagabend war zunächst von 18 Straftaten die Rede. Insgesamt waren 1600 Polizisten aus 6 Bundesländern sowie der Bundespolizei im Einsatz.

Zudem berichtete die Polizei am Sonntag von zwei weiteren Ermittlungen im Zusammenhang mit den Demonstrationen: So soll eine Personengruppe am frühen Samstagabend aus einem Wohnungsfenster heraus mit einer Schusswaffe bedroht worden sein. Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung wurde eine Softairwaffe gefunden und eine Tatverdächtige gestellt.

Die Polizei sperrt den Weg von Gegnern der Corona-Politik im Leipziger Zentrum.
Die Polizei sperrt den Weg von Gegnern der Corona-Politik im Leipziger Zentrum.
Bild: Zentralbild, dpa

Des Weiteren soll in Höhe der Höfe am Brühl aus einer "unüberschaubaren Menschenmenge" heraus mehrfach auf den Kopf einer am Boden liegenden Person getreten worden sein. Ein Polizeibeamter habe im Rahmen der Nothilfe einen Warnschuss in die Luft abgegeben, hieß es. Die Verdächtigen konnten flüchten. Das Opfer kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Nähere Angaben machte die Polizei mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.

Sonntag, 22. November, 16.15 Uhr: Erste Corona-Fälle auf Nerzfarm in Frankreich

In Frankreich sind erstmals auf einer Nerzfarm Corona-Infektionen bei Tieren aufgetreten. Wie die Ministerien für Landwirtschaft und Gesundheit am Sonntag mitteilten, habe man die infizierten Nerze auf einer Farm im rund 100 Kilometer südwestlich von Paris entfernten Departement Eure-et-Loir entdeckt. Die Schlachtung aller 1.000 noch auf dem Hof vorhandener Tiere und die Beseitigung von Produkten aus diesen Tieren sei angeordnet worden, hieß es in den Pressemitteilungen weiter. Von den vier Nerzfarmen des Landes sei eine virusfrei, in den beiden anderen liefen derzeit noch Analysen. Das Coronavirus wurde in den vergangenen Monaten bereits auf Pelzfarmen in Dänemark, den Niederlanden, Italien, Spanien und Schweden nachgewiesen.

Aus Sorge vor den Folgen für kommende Impfstoffe gegen das neuartige Coronavirus wurden in Dänemark alle Nerze getötet.
Aus Sorge vor den Folgen für kommende Impfstoffe gegen das neuartige Coronavirus wurden in Dänemark alle Nerze getötet.
Bild: Mads Claus Rasmussen, Ritzau Scanpix, dpa

Sonntag, 22. November, 16 Uhr: Rund 1.000 Menschen demonstrieren in Frankfurt

Etwa 1.000 Menschen haben nach Polizeiangaben in Frankfurt gegen die staatlichen Corona-Beschränkungen protestiert. Die rund zweistündige, angemeldete Kundgebung am Sonntag, die am Mainufer startete und durch die Innenstadt ging, sei friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Die Teilnehmer hätten der Aufforderung der Sicherheitskräfte Folge geleistet, Masken zu tragen und ausreichend Abstand zu halten.

Sonntag, 22. November, 14.50 Uhr: Rund 1.000 Teilnehmer bei "Schweigemarsch" in Berlin

Gegen die staatlichen Corona-Beschränkungen sind in Berlin nach Schätzungen der Polizei am Sonntag rund 1.000 Menschen auf die Straße gegangen. Die Zahl der Gegendemonstranten entlang der Route bezifferte eine Sprecherin der Polizei auf mehrere Hundert. Gegendemonstranten hätten immer wieder versucht, den als "Schweigemarsch" bezeichneten Aufzug etwa mit Blockaden zu stören. Es sei vereinzelt zu vorläufigen Festnahmen gekommen.

Die Teilnehmer des "Schweigemarsches", zu dem 5.000 Menschen angemeldet waren, erreichten am Nachmittag die Alexanderstraße. Dort sollte der Aufzug enden. Rund 600 Polizisten waren am Sonntag in Berlin wegen der Demonstrationen im Einsatz.

Aufgeheizte Stimmung an der Danziger Strasse Ecke Prenzlauer Allee - hier treffen die Teilnehmer des als «Schweigemarsch» bezeichneten Protestzugs gegen die Corona-Politik und die Gegendemonstranten aufeinander.
Aufgeheizte Stimmung an der Danziger Strasse Ecke Prenzlauer Allee - hier treffen die Teilnehmer des als «Schweigemarsch» bezeichneten Protestzugs gegen die Corona-Politik und die Gegendemonstranten aufeinander.
Bild: Annette Riedl, dpa

Sonntag, 22. November, 13 Uhr: "Querdenker"-Rednerin in Hannover vergleicht sich mit Sophie Scholl - dutzende Reaktionen im Netz

Bei einem Corona-Protest in Hannover hat eine Rednerin einen historisch absurden Vergleich gezogen: Die Frau, die sich als "Jana aus Kassel" auf der Bühne vorstellte, sagte auf der Demo: „Ich fühle mich wie Sophie Scholl, da ich seit Monaten aktiv im Widerstand bin, Reden halte, auf Demos gehe, Flyer verteile und auch seit gestern Versammlungen anmelde.“ Und weiter: „Ich bin 22 Jahre alt, genau wie Sophie Scholl, bevor sie den Nationalsozialisten zum Opfer fiel.“

Für ihre Worte bekam "Jana aus Kassel" auf der "Querdenker"-Demo in Hannover Applaus von Zuhörern. Allerdings nicht von allen: Ein Ordner protestierte mit deutlichen Worten. Seine Reaktion wird jetzt im Netz gefeiert.

Sonntag, 22. November, 12.40 Uhr: Spahn schlägt neues Corona-Konzept für Schulen vor

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat ein neues Konzept zur Eindämmung von Corona-Infektionen in Schulen vorgeschlagen. "Infektionsketten wirklich unterbrechen und gleichzeitig lebenspraktisch bleiben, das ist die Aufgabe", sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag). Konkret schlug er vor, dass beim Auftreten eines Infektionsfalls umgehend die betroffene Klasse in die häusliche Isolation geschickt wird. Bisher ist das teilweise nicht oder nur bei den unmittelbaren Sitznachbarn Infizierter der Fall.

"Nach negativen Schnelltests am fünften Tag könnten die Schülerinnen und Schüler wieder in die Schule zurückkehren", sagte Spahn. Ob das aus Sicht der Länder vor Ort umsetzbar sei, darüber müsse man am Mittwoch sprechen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).
Bild: Wolfgang Kumm, dpa

Sonntag, 22. November, 11.50 Uhr: Corona-Party in Kaufbeuren aufgelöst

In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat die Polizei Kaufbueren eine Corona-Party aufgelöst. Ein Bürger hatte die Beamten informiert, dass in einem Hotel eine Corona-Party stattfinden würde. Als die Polizisten eintrafen, flüchteten einige Personen. Letztlich konnten die Beamten noch 14 Personen feststellen, die in einem Hotelzimmer ohne Mundschutz und Mindestabstand eine Party gefeiert hatten. Dabei wurden nicht nur reichlich Alkohol, sondern auch illegale Betäubungsmittel konsumiert. Gegen alle Betroffenen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Ihnen droht laut Polizei ein saftiges Bußgeld.

Sonntag, 22. November, 11.15 Uhr: Wie geht es für die Festwoche und weitere Veranstaltungen in Kempten 2021 weiter?

Veranstaltungen zu planen, ist zurzeit ein mühseliges Geschäft. Die Planungen in Kempten für Festwoche, Märkte, Schauspiel hängen vom Pandemie-Geschehen ab. Auf eine Million Euro wird das zu erwartende Defizit 2021 jetzt schon im Kemptener Veranstaltungssektor beziffert. Ob die Festwoche 2021 stattfindet wird, müsse spätestens im April entschieden werden, um Folgeschäden beim Eigenbetrieb und den Ausstellern zu vermeiden.

Sonntag, 22. November, 10.55 Uhr: Kommen infektionsabhängige Corona-Maßnahmen in den Bundesländern?

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind aus Sicht des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther bundesweit einheitliche Regeln unabdingbar. "Das bedeutet aber nicht, dass jedes Land die gleichen Maßnahmen ergreifen muss", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur im Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch. Dies hänge von den Infektionszahlen ab.

Schleswig-Holstein bewege sich bei den Infektionszahlen auf einem deutlich niedrigeren Niveau als Deutschland insgesamt, betonte Günther. "Da wollen wir schon in unserem Land Möglichkeiten haben, angemessen und sachgerecht darauf zu reagieren." Dies bringe das Land in die Beschlussvorlage der Länder auch ein. Auf die Frage, wie weit regionale Differenzierungen gehen können, sagte Günther: "Wichtig ist, dass wir entsprechende Möglichkeiten für die Länder haben."

Zur Frage, ob es möglich sein wird, im Dezember wieder Gaststätten zu öffnen, wolle er derzeit keine Prognose abgeben, sagte der Ministerpräsident. Hier müsse auch die weitere Entwicklung der Infektionszahlen abgewartet werde.

Sonntag, 22. November, 10.35 Uhr: Söder fordert längeren Teil-Lockdown - so sollen Corona-Regeln im Dezember aussehen

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat klare Ansagen gemacht, wie es in der Corona-Pandemie weitergehen soll: Er fordert, den Teil-Lockdown bis Weihnachten zu verlängern. Zu den Feiertagen soll es möglich sein, die Familie zu treffen. Zu Silvester sollen die Maßnahmen wieder verschärft werden. Die möglichen Corona-Regeln im Dezember im Überblick.

Sonntag, 22. November, 10 Uhr: Gegner der Corona-Politik demonstrieren erneut - Fokus Berlin

In Berlin wollen an diesem Sonntag (12 Uhr) wieder mehrere Tausend Gegner der Corona-Politik von Bund und Ländern auf die Straße gehen. 5000 Teilnehmer sind zu der als "Schweigemarsch" bezeichneten Demonstration im Stadtteil Prenzlauer Berg angemeldet. Ähnliche Aufrufe gibt es für mehrere deutsche Städte, darunter Hamburg, und auch in Stuttgart und Cottbus sind Demonstrationen angemeldet - dort werden aber überall weit weniger Teilnehmer als in Berlin erwartet.

Sonntag, 22. November, 8.20 Uhr: Schausteller sehen Weihnachtsmärkte grundsätzlich in Gefahr

Angesichts abgesagter Adventsmärkte warnen Schausteller vor einem Sterben der Weihnachtsmarkttradition durch Corona. Das Schaustellergeschäft lebe von etwa 5000 Unternehmen, allesamt Familienbetriebe, sagte Frank Hakelberg, Hauptgeschäftsführer beim Deutschen Schaustellerbund (DSB), der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn sie die Corona-Krise nicht überleben, wird es die Volksfeste und Weihnachtsmärkte, so wie wir sie kennen und lieben, zukünftig nicht mehr geben." Das diesjährige Verbot von Festen und Weihnachtsmärkten komme "in seiner Wirkung einem Berufsausübungsverbot gleich" und bedeute für die Mehrzahl der Vereinsmitglieder einen kompletten Einnahmeausfall. Vielen drohe der Untergang.

Die Überbrückungshilfen des Staates seien lückenhaft und holten Schausteller kaum in der saisonbestimmten Lebenswirklichkeit ab, betonte der DSB. Der Verband glaube, dass Weihnachtsmärkte auch unter Corona-Bedingungen an frischer Luft möglich gewesen wären - "mit größeren Abständen, neuer Platzarchitektur, veränderter Angebotsstruktur und durchdachten Hygienekonzepten".

"Die Weihnachtsmärkte waren die letzte Chance der Schausteller, in diesem Jahr noch mit der eigenen Hände Arbeit Geld zu verdienen", betonte Hakelberg, "nachdem fast all unsere circa 10 000 Volksfeste den verordneten Schließungen zum Opfer gefallen sind".

Dieses Jahr wird es keinen Budenzauber am Kirchplatz in Kaufbeuren geben. Wegen der Corona-Situation haben die Organisatoren den Weihnachtsmarkt abgesagt.
Dieses Jahr wird es keinen Budenzauber am Kirchplatz in Kaufbeuren geben. Wegen der Corona-Situation haben die Organisatoren den Weihnachtsmarkt abgesagt.
Bild: Mathias Wild, Archiv

Sonntag, 22. November, 7.42 Uhr: Gesundheitsamt Ostallgäu wird von zweiter Welle überrollt

Nur durch massive Unterstützung gelingt es dem Gesundheitsamt Ostallgäu derzeit, Infektionsketten zu verfolgen. Aktuell kümmern sich allein 140 Mitarbeiter im Landratsamt Ostallgäu darum, Kontaktpersonen von Corona-Infizierten zu ermitteln. Seit Wochen werde das Gesundheitsamt von der zweiten Pandemiewelle „wie von einem Tsunami überrollt“, berichtete Dr. Michaela Hoffmann, Leiterin des Gesundheitsamts.

Der Bundestagsabgeordnete Stracke hat sich über die aktuelle Lage im Ostallgäu beim Gesundheitsamt informiert und redet jetzt den Bürgern ins Gewissen - was er sagt, lesen Sie exklusiv mit AZPlus.

Sonntag, 22. November, 7 Uhr: 15.741 Fälle: Corona-Neuinfektionen etwas unter Vorwochenstand

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) mit 15.741 neuen Corona-Infektionen binnen 24 Stunden vergleichsweise wenig Fälle gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche sind das 1206 Infektionen weniger, wie aus RKI-Daten von Sonntagmorgen hervorgeht. Der Höchststand war am Freitag mit 23 648 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen gibt es aber bislang nicht, obwohl seit Anfang November ein Teil-Lockdown in Deutschland gilt.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 918 269 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 22.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Sonntag um 138 auf insgesamt 14.022. Das RKI schätzt, dass rund 603.800 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,07 (Vortag: 1,05). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ungefähr eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Samstag, 21. November, 21.11 Uhr: Corona-Beschränkungen wohl mindestens bis Weihnachten

Die Unionsländer dringen nach einem Medienbericht auf eine Verlängerung der Corona-Beschränkungen bis mindestens Weihnachten. Das berichtete die "Bild"-Zeitung am Samstagabend aus einer Vorbesprechung der unionsgeführten Bundesländer vor dem anstehenden Bund-Länder-Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am kommenden Mittwoch. Einigkeit bestand demnach aber darüber, dass Kontaktbeschränkungen zumindest über die Weihnachtsfeiertage gelockert werden sollten, damit Menschen ohne Familie das Fest mit Freunden feiern können.

Samstag, 21. November, 19.35 Uhr: Polizei zieht Fazit zu Demos im Illerstadion

Die Polizei hat ihre offiziellen Zahlen zu den Demos im Illerstadion bekannt gegeben: 1200 selbsternannte "Querdenker" und 200 Gegendemonstranten. Zudem fanden zwei kleinere Versammlungen in der Nähe des Illerstadions mit insgesamt etwa 40 Teilnehmern statt. Fazit der Beamten: "Alle Versammlungen verliefen ohne größere Sicherheitsstörungen. Anzeigen im Ordnungswidrigkeiten- und Straftatenbereich waren von Seiten der Polizei nur in wenigen Ausnahmefällen notwendig."

Samstag, 21. November, 18.15 Uhr: Schon über 200.000 Teilnehmer bei Massentest in Südtirol

Am Corona-Massentest in Südtirol haben bis Samstag mehr als 210.000 Menschen teilgenommen. Der Andrang auf die Teststationen blieb damit auch am zweiten Tag groß. Wie die Behörden im Internet weiter mitteilten, erhielten bis 16 Uhr insgesamt 2305 Menschen (1,1 Prozent) ein positives Corona-Resultat bei ihrem Abstrich. Die zentrale Phase der Reihenuntersuchung auf das Virus Sars-CoV-2 läuft bis zum Sonntagabend. Die Landesregierung will mit der Aktion die zweite Corona-Welle schneller brechen.

Samstag, 21. November, 16.55 Uhr: Keine "Querdenken"-Demo in München

Die von "Querdenken" gegen die Corona-Politik angekündigte Demonstration auf der Theresienwiese in München hat am Samstag nicht stattgefunden. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, gab es "vereinzelt Zulauf", den Menschen sei jedoch ein Platzverweis erteilt worden. Die Veranstalter hatten für Samstag eine Kundgebung mit bis zu 30 000 Teilnehmern auf der Theresienwiese angemeldet. Die Stadt München untersagte das und wurde am Freitag vom Verwaltungsgericht bestätigt.

Samstag, 21. November, 16.30 Uhr: "Querdenker" und Gegendemonstranten im Illerstadion

Aufeinandertreffen auf dem Fußballfeld: Im Kemptener Illerstadion demonstrierten laut Polizeiangaben am Samstagnachmittag rund 1200 selbsternannte "Querdenker" gegen die Corona-Maßnahmen. Ihnen gegenüber standen zeitweise bis zu 200 Gegendemonstranten. Über 100 Polizeikräfte auf dem Rasen und daneben sorgten dafür, dass sich die beiden Gruppen nicht zu nahe kommen konnten. Die Gegendemonstranten skandierten lautstark gegen die "Querdenker"-Demo. Laut unserem Reporter vor Ort wurden von den "Querdenkern" die Abstände größtenteils eingehalten. Viele Querdenker und auch einige Ordner waren jedoch ohne Mund-Nasenschutz unterwegs.

Bilderstrecke

Bilder von "Querdenkern" und Gegendemonstranten im Illerstadion

Samstag, 21. November, 15.44 Uhr: Anmelder der Corona-Demo in Leipzig sagt Kundgebung ab

IDer Versammlungsleiter der Kundgebung von Kritikern der Corona-Maßnahmen in der Leipziger Innenstadt hat seine Anmeldung am Samstagnachmittag zurückgezogen. Das teilte die Polizei mit. Damit finde keine Versammlung statt. Hintergrund ist laut Polizei das "unvollständige Attest zur Maskenbefreiung" des Anmelders. Dieses sei von der Versammlungsbehörde nicht akzeptiert worden. Die Polizei rief die Menschen, die sich bereits auf dem Kurt-Masur-Platz eingefunden hatten, auf, den Bereich "friedlich zu verlassen". Zuvor hatte die Polizei den Platz gesperrt, weil dieser mit 500 Menschen seine Maximalkapazität erreicht hatte.

Samstag, 21. November, 14.32 Uhr: Zwei weitere Todesfälle durch Corona im Allgäu

Nach den Zahlen des LGL sind zwei weitere Menschen im Allgäu im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. So gab es in Memmingen und im Ostallgäu jeweils einen neuen Todesfall (Stand Samstag).

Samstag, 21. November, 13.20 Uhr: Auch Merz spricht sich für Weihnachten in Familien aus - "geht den Staat nichts an"

CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hat Bund und Länder davor gewarnt, die Corona-Beschränkungen über Weihnachten aufrechtzuerhalten. "Man kann doch wohl Mitte November schon sagen, dass Weihnachten in den Familien stattfinden kann", sagte Merz dem Berliner "Tagesspiegel" (Sonntag). "Das sollte nicht in Frage gestellt werden. Ich persönlich sage: Es geht den Staat auch nichts an, wie ich mit meiner Familie Weihnachten feiere." (Auch Kanzleramtschef Helge Braun äußerte sich zu Weihnachten in Corona-Zeiten)

Skeptisch zeigte sich der frühere Unionsfraktionschef mit Blick auf Menschenansammlungen bei Silvesterpartys. "Auch was den Jahreswechsel betrifft, kann man doch jetzt auch einmal schon einen Ausblick geben: Silvesterpartys können wohl nicht stattfinden. Auch das könnte man Mitte November schon einmal sagen, so viel wird sich bis Ende des Jahres nicht ändern."

Er würde sich als Staatsbürger dieses Landes "ein bisschen mehr Horizont in der zeitlichen Planung" wünschen, betonte Merz. Am kommenden Mittwoch wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder erneut über die Corona-Auflagen beraten.

Samstag, 21. November, 12.40 Uhr: Höcke fordert Rücknahme des Teil-Lockdowns

Thüringens umstrittener AfD-Chef Björn Höcke hat eine Rücknahme des Teil-Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie durch Bundes- und Landesregierung verlangt. Er sprach auf einem AfD-Landesparteitag am Samstag in Pfiffelbach im Landkreis Weimarer Land von "Ermächtigungsgesetzen" und einem "Ermächtigungsstaat". "Wir verlangen die sofortige Rückkehr zur Normalität." Covid-19 sei kein Killer-Virus, sagte der 48-Jährige.

Höcke tritt bei Vorstandswahlen auf dem Parteitag erneut als Landesvorsitzender an. Er gilt als Mitgründer des vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften "Flügels" in der AfD, der sich inzwischen offiziell aufgelöst hat. Medienvertreter konnten den Parteitag nach einer Entscheidung der AfD mit Verweis auf ihr Infektionsschutzkonzept nur im Internet verfolgen. Während der Finanzberichte des Vorstandes wurde die Übertragung unterbrochen.

Björn Höcke fordert eine Aufhebung des November-Lockdowns.
Björn Höcke fordert eine Aufhebung des November-Lockdowns.
Bild: Michael Reichel, dpa

Samstag, 21. November, 12.10 Uhr: Westallgäuer verstoßen gegen Corona-Regeln - dann findet die Polizei noch Drogen

Die Leutkircher Polizei hat am Freitag nach einem Hinweis Fälle von Drogenmissbrauch aufgedeckt, dabei waren auch Westallgäuer involviert.. Im Mühlweg fanden sie einen VW-Bus, in dem fünf Personen saßen. Neben dem Verstoß gegen die Corona-Verordnungen kommen zwei der kontrollierten Personen wegen Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz zur Anzeige. Außerdem müssen sich ein 23-jähriger Mann und eine 55-jährige Frau aus Lindenberg wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Die Ermittlungen ergaben, dass die Fahrt von Lindenberg nach Leutkirch tatsächlich dem Erwerb von Betäubungsmitteln gedient hatte.

Samstag, 21. November, 11.50 Uhr: Fünf neue Corona-Tote im Allgäu

Im Allgäu sind fünf weitere Personen an oder mit Covid-19 gestorben. Das meldete das LGL am Freitag. Jeweils zwei davon starben in Kempten und im Ostallgäu, eine Person in Kaufbeuren, das aktuell als Corona-Hotspot gilt.

Samstag, 21. November, 11 Uhr: Verstoß gegen Corona-Beschränkungen in Seeg

Ein Bürger hat am späten Freitagabend der Polizei Füssen mitgeteilt, dass sich in einer Wohnung in Seeg (Ostallgäu) mehrere Personen befänden, die aus mehr als zwei Haushalten stammen. Die Polize traf in der Wohnung vier junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren aus drei verschiedenen Haushalten an. Gegen alle vier wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Zwei der vier Personen mussten die Wohnung verlassen.

Samstag, 21. November, 10.20 Uhr: Erneuter Corona-Rekord in den USA

In den USA hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen Höchststand erreicht. Die Behörden meldeten am Freitag innerhalb von 24 Stunden 195 542 neue Fälle, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Samstagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Tageswert war erst am Vortag registriert worden und lag bei 187 833 Fällen.

Am Mittwoch hatten die USA nach Angaben der JHU die Marke von einer Viertelmillion bei der Zahl der Toten überschritten. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 254 400 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Am Freitag registrierten die Behörden 1878 Tote in Zusammenhang mit dem Virus. Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 11,9 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Samstag, 21. November, 8.20 Uhr: Familie feiert runden Geburtstag und muss Bußgeld zahlen

Eine Geburtstagsfeier mit zehn Personen ist im Landkreis Kronach von der Polizei aufgelöst worden. "Alle Anwesenden gehörten zur Familie, waren aber aus fünf Haushalten", sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Weil private Feiern nur mit fünf Personen aus höchstens zwei Haushalten erlaubt sind, erwartet alle Beteiligten nach der Feier vom Freitagabend nun ein Bußgeld von jeweils 400 Euro. Weitere Details zu dem Fest in Tschirn nannte die Polizei nach eigenen Angaben aus Rücksicht auf die Betroffenen nicht. "Alle waren erwachsen und es war ein runder Geburtstag."

Samstag, 21. November, 6.50 Uhr: Mehrere Corona-Demonstrationen in Deutschland geplant

Auch am Wochenende gibt es wieder Proteste gegen die Corona-Maßnahmen.

Samstag, 21. November, 6.15 Uhr: Das sind die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung! In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22 964 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche wurden gut 500 Fälle mehr gemeldet. Am vergangenen Samstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 22.461 gelegen. Der Höchststand war am Freitag mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 902.528 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 21.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 254 auf insgesamt 13.884. Das RKI schätzt, dass rund 593.100 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 1,05 (Vortag: 0,99). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ungefähr eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Freitag, 20. November, 21.56 Uhr: Wirtschaftsminister Altmaier vorsorglich in Corona-Quarantäne

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist nach einem Coronafall in seinem Umfeld vorsorglich in Quarantäne. Ein erster Coronatest des Ministers sei negativ gewesen, teilte das Ministerium am Freitagabend mit. Altmaier wurde getestet, weil einer seiner engeren Mitarbeiter an Covid-19 erkrankt ist. Er werde seinen Dienstgeschäften auch von zuhause weiter nachgehen, teilte das Ministerium mit.

Für den CDU-Politiker ist es bereits die zweite Corona-Quarantäne. Ende September war er vorsorglich für wenige Tage zuhause geblieben, weil ein beim Handelsministerrat in Berlin anwesender Mitarbeiter eines EU-Ministers positiv auf Corona getestet worden war. Eine längere Quarantäne sei nach Prüfung der Umstände seines Kontaktes nicht nötig gewesen, hatte er damals erklärt.

Peter Altmaier (CDU), Bundeswirtschaftsminister, ist in Quarantäne.
Peter Altmaier (CDU), Bundeswirtschaftsminister, ist in Quarantäne.
Bild: Fabian Sommer, dpa (Archivbild)

Freitag, 20. November, 19.30 Uhr: Künstler in Corona-Not - 24-Stunden-Konzert in Augsburger Dom

Mit einem 24 Stunden dauernden Konzert im Augsburger Dom wollen Musiker seit Freitagabend auf die Nöte der Künstler durch die Corona-Pandemie hinweisen. Die Veranstaltung in der Kathedrale ist als eintägige Andacht konzipiert, an der auch Gottesdienstbesucher teilnehmen können. Das Dauerkonzert wurde von Bischof Bertram Meier und den Augsburger Domsingknaben eröffnet.

Die Künstler und Ensembles musizieren jeweils etwa eine Stunde lang. Sie spielen Werke des italienischen Komponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina, einer der wichtigsten Vertreter der Kirchenmusik aus dem 16. Jahrhundert.

Für die Künstler wurden aus Anlass des Konzertes Spenden gesammelt. Zahlreiche Kulturschaffende sind durch die Corona-Pandemie in eine existenzbedrohliche Lage geraten, weil sie kaum noch auftreten dürfen.

Freitag, 20. November, 19 Uhr: Impfgegner erwarten 5.000 Teilnehmer bei Demo am Wochenende

Auch an diesem Wochenende wird Berlin Schauplatz von Demonstrationen gegen die Corona-Politik. Die voraussichtlich größte ist ein "Schweigemarsch" aus dem Lager der Impfgegner. Für Sonntagmittag sind laut Polizei am S-Bahnhof Bornholmer Straße 5.000 Teilnehmer angemeldet, die zur Straße des 17. Juni, also ins Regierungsviertel, ziehen wollen. Parallel sind zwei kleine Gegendemos angesetzt. Laut einer Polizeisprecherin ist der Einsatz nicht vergleichbar groß wie bei den jüngsten Protesten. (Wie die Proteste abliefen lesen Sie hier: Proteste mit tausenden Menschen in Berlin: Polizei nimmt mehrere Demonstranten fest.)

Am Mittwoch hatten nach Angaben der Polizei 9.000 Menschen vor dem Brandenburger Tor gegen die Corona-Politik protestiert. Dabei seien Einsatzkräfte massiv angegriffen worden. Es habe 77 verletzte Polizisten und 365 Festnahmen gegeben. Da die Demonstranten gegen die Hygiene-Auflagen angesichts der Corona-Pandemie verstießen, verfügte die Polizei die Auflösung der Versammlung. Schließlich kamen mehrfach Wasserwerfer zum Einsatz, weil die Teilnehmer laut Polizei nicht abziehen wollten.

Auch in anderen Bundesländern stellt sich die Polizei auf zahlreiche Demonstrationen ein. In Leipzig etwa sind am Samstag insgesamt acht Versammlungen angemeldet, eine davon laut Stadt von Gegnern der Corona-Politik.

Freitag, 20. November, 18.30 Uhr: Frankreich: Infektions-Höhepunkt in zweiter Corona-Welle überwunden

Frankreich hat nach Ansicht der nationalen Gesundheitsbehörde den Höhepunkt von Neuinfektionen in der aktuellen Phase der Corona-Pandemie bereits hinter sich. "Auch wenn die Indikatoren auf hohem Niveau bleiben, legt ihre Beobachtung nahe, dass der epidemiologische Spitzenwert der zweiten Welle überwunden wurde", heißt es in einer Erklärung der Behörde vom Freitag.

In der vergangenen Woche habe es einen Rückgang positiver Tests um 40 Prozent gegeben. Auch in den Krankenhäusern und auf Intensivstationen wurden demnach weniger Patientinnen und Patienten aufgenommen.

Freitag, 20. November, 17.32 Uhr: Gericht kippt Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer in NRW

Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat die in der Corona-Einreiseverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen geregelte Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer aus Risikogebieten gekippt. Nach Ansicht des Gerichts hat das Land nicht berücksichtigt, dass Reisende bei der Rückkehr aus Ländern mit geringeren Infektionszahlen als an ihrem Wohnort nach der Heimkehr einem höherem Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

Somit sei die Quarantäne aktuell kein geeignetes Mittel zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland, teilte das Gericht am Freitag mit.

Freitag, 20 November, 17.05 Uhr: Kanzleramtschef Braun: Schulen bei Corona-Bekämpfung in Blick nehmen

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hat mit Blick auf den anstehenden Bund-Länder-Gipfel zur Corona-Krise am kommenden Mittwoch dafür plädiert, ein besonderes Augenmerk auf Schulen zu legen. "Was wir für den November beschlossen haben, hat die Infektionsdynamik gebrochen. Aber es hat noch nicht dazu geführt, dass die Zahlen nach unten gehen", sagte Braun dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Nun gehe es vor allem darum, Kontakte zu reduzieren und die hohen Infektionsraten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu senken. "Sie tragen wesentlich zur Verbreitung der Infektion bei", sagte Braun. Vor allem in den weiterführenden Schulen müsse "alles getan werden, um die Abstandsregeln einzuhalten". Darüber würden Bund und Länder am Mittwoch diskutieren.

Braun schlug zudem vor, ältere Schüler vermehrt zu Hause zu unterrichten und bei der Suche nach großen Unterrichtsräumen auch außerhalb der Schulgelände zu suchen. Wenn Schulen nicht über größere Räume verfügten, ist es nach Auffassung des Kanzleramtschefs auch denkbar, "auf Bürgerhäuser und Kinosäle auszuweichen". Ältere Schüler könnten ins Homeschooling geschickt werden.

Ziel sei es, die Schulen weiter offen zu lassen. Außerdem wolle die Bundesregierung weiterhin am Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner als Orientierungsmarke festhalten.

Helge Braun (CDU) kann sich Weihnachten im Familienkreis während der Corona-Krise vorstellen.
Helge Braun (CDU) kann sich Weihnachten im Familienkreis während der Corona-Krise vorstellen.
Bild: Bernd von Jutrczenka, dpa (Archivbild)

Freitag, 20. November, 16.15 Uhr: Karliczek rechnet mit weiter regionalem Vorgehen an Schulen

Vor den nächsten Corona-Beratungen der Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am kommenden Mittwoch hat Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) um Verständnis für ein regional unterschiedliches Vorgehen an den Schulen geworben. "Es wird von der Länderseite nichts vorgestellt werden können, was einmal für alle in ganz Deutschland gilt, sondern man muss immer auf die regionalen Gegebenheiten Rücksicht nehmen", sagte sie am Freitag in Berlin.

Bei den letzten Beratungen der Kanzlerin mit den Länderchefs am Montag hatte sich der Bund für schärfere Corona-Maßnahmen an allen Schulen stark gemacht, etwa für halbierte Klassen oder größere Räume, was in der Konsequenz Wechselunterricht für viele bedeuten würde. Der Bund hatte auch für eine Maskenpflicht im Unterricht für alle Schüler plädiert. Die Länder, die für die Schulen selbst zuständig sind, hatten das abgelehnt und wollen nun vor den nächsten Beratungen mit Merkel eigene Vorschläge vorlegen.

Neben den regionalen Gegebenheiten müsse man sich auch ansehen, ob es um kleinere Kinder und größere Kinder gehe, sagte Karliczek. "Vielleicht kann man da auch unterschiedlich vorgehen." Auf die Frage, ob sie erwarte, dass es bei der Maßgabe bleibe, die Schulen möglichst offen zu halten, sagte die Ministerin, dies sei das oberste Prinzip, was nach dem ersten Lockdown gemeinsam vereinbart worden sei. Sie sprach zudem von Verlässlichkeit. "Wir wollen Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das muss natürlich auch in der Pandemie gelten. Deswegen glaube ich schon, dass wir alles dafür tun werden."

Freitag, 20. November, 15.30 Uhr: AfD-Politiker mit löchriger Corona-Maske sorgt für Aufregung

Ein AfD-Politiker hat mit einem offenkundig löchrigen Mund-Nasen-Schutz im Bundestag für Aufregung gesorgt. Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth untersagte dem Abgeordneten Thomas Seitz am Freitag, mit seiner orangenen Maske vom Rednerpult zurück zu seinem Platz zu gehen. Die Maske habe Löcher und sei daher nicht geeignet, sagte Roth. Schließlich reichte sie ihm eine FFP2-Maske, die sie mit Hilfe eines Stiftes aus einer sterilen Verpackung genommen hatte. Seitz beschwerte sich über einen "Maulkorb", woraufhin Roth mit einem Ordnungsgeld drohte.

Im Bundestag gilt seit dem 6. Oktober eine Maskenpflicht. Seitdem muss in allen Gebäuden des Bundestags, auch im Plenarsaal, ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Abgeordnete können diesen aber abnehmen, wenn sie - im Plenarsaal und in Sitzungsräumen - Platz genommen haben oder am Rednerpult stehen.

Freitag, 20. November, 15.05 Uhr: Verwaltungsgericht München bestätigt Verbot für "Querdenker"-Demo

Das Verwaltungsgericht München hat das Verbot einer "Querdenker"-Demonstration gegen die Corona-Politik bestätigt. Die Veranstalter hatten für Samstag eine Kundgebung mit bis zu 30.000 Teilnehmern auf der Münchner Theresienwiese angemeldet. Die Gründe für die Entscheidung des Gerichts.

Freitag, 20. November, 14.45 Uhr: Wirtschaft warnt vor längeren oder schärferen Corona-Beschränkungen

Die bayerische Wirtschaft sieht im Falle längerer oder verschärfter Einschränkungen wegen Corona viele Betriebe vor dem Aus. "In den stark betroffenen Branchen geht es schon jetzt für viele ums nackte Überleben, da die Unternehmen in den vergangenen Monaten ihre liquiden Mittel und Eigenkapital eingesetzt haben", warnte der Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), Eberhard Sasse am Freitag.

Er beruft sich dabei auf einem Umfrage unter rund 1.000 Unternehmen. "Im Falle einer Verlängerung des aktuellen Lockdown light geben rund 40 Prozent der Betriebe in der Reisewirtschaft, Gastronomie, Kultur- und Kreativwirtschaft und im Eventbereich an, existenziell bedroht zu sein", sagte Sasse. Bei einer Verschärfung der Maßnahmen würden ihm zufolge noch weitere Branchen in den "Corona-Abwärtssog" gezogen.

Schon jetzt verzeichneten 55 Prozent aller befragten Unternehmen eine sinkende oder komplett ausfallende Nachfrage wegen der Corona-Maßnahmen, sagte Sasse. "Bei einer Verlängerung des Teil-Lockdown rechnen fast zwei Drittel aller Unternehmen mit teils empfindlichen Umsatzeinbußen bis Jahresende." Dies betreffe besonders Branchen wie Gastronomie und Hotellerie, aber auch den Einzelhandel mit seinem Weihnachtsgeschäft.

Freitag, 20. November, 14.15 Uhr: Corona-Sonderregeln werden verlängert

Mit ausgeweiteter Kurzarbeit soll auch im kommenden Jahr in Deutschland ein extremer Corona-bedingter Anstieg der Arbeitslosenzahlen verhindert werden. Der Bundestag beschloss am Freitag das sogenannte Gesetz zur Beschäftigungssicherung. Damit werden Sonderregeln zur Kurzarbeit über dieses Jahr hinaus bis Ende 2021 verlängert. Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften begrüßten das. Die Opposition lehnte die Verlängerung zwar nicht ab, äußerte aber trotzdem Kritik.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte im Bundestag, mit den Mitteln der Kurzarbeit habe man, wie wenige Staaten auf der Welt Arbeitsplätze in der Krise gesichert. "Die Kurzarbeit ist im Moment unsere stabilste Brücke über ein tiefes wirtschaftliches Tal", sagte Heil. In den USA mache inzwischen, so wie früher das Wort "Kindergarten", der deutsche Begriff "the Kurzarbeitergeld" Karriere.

Freitag, 20. November, 13.20 Uhr: Biontech und Pfizer wollen US-Zulassung für Corona-Impfstoff beantragen

Die Mainzer Firma Biontech und der US-Pharmariese Pfizer haben bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff beantragt. Das teilten Biontech und Pfizer am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Schon zuvor hatten die Unternehmen bekannt gegeben, dass die Impfung einen 95-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19 biete. Weitere Informationen lesen Sie hier.

Freitag, 20. November, 11.50 Uhr: Corona als "Dienstunfall"? Polizisten wollen vor Gericht ziehen

Mehrere Polizisten streiten mit dem Freistaat Bayern darum, ihre Corona-Infektion als Dienstunfall anerkennen zu lassen. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) bestätigte am Freitag, dass elf ihrer Mitglieder Widerspruch gegen einen negativen Bescheid des Landesamtes für Finanzen eingelegt haben und drei Polizisten nun vor dem Verwaltungsgericht München klagen wollen. Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kündigte Klagen ihrer Mitglieder an. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

Ein Sprecher des Verwaltungsgerichtes bestätigte, dass dort bislang eine Klage eingegangen sei. "Das Streitthema ist hier angekommen." In dem Fall gehe es um einen Polizisten, der angibt, sich bei einer polizeilichen Fortbildung angesteckt zu haben. Da es sich nicht um ein Eilverfahren handle, sei noch nicht absehbar, wann das Gericht sich mit dem Fall befasst.

Wie der Bayerische Rundfunk berichtete, hat sich inzwischen das Innenministerium in den Streit eingeschaltet. Ein Sprecher bestätigte das und sagte auf Anfrage: "Wir haben wie angekündigt beim zuständigen Finanzministerium nachdrücklich um eine erneute Prüfung der Haltung zur Anerkennung von Infektionen mit SARS-CoV-2 als Dienstunfälle gebeten."

Freitag, 20. November, 11.20 Uhr: Distanzunterricht aus Sicht der Gymnasialdirektoren nur als "Ultima Ratio"

Der coronabedingte Schulunterricht zuhause ist aus Sicht der Gymnasialdirektoren nur eine absolute Notlösung. "Ein Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht genauso wie der reine Distanzunterricht belasten Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern enorm und sollten nur als Ultima Ratio in Betracht kommen", schrieb Walter Baier, Landesvorsitzender der Vereinigung der Direktorinnen und Direktoren der Bayerischen Gymnasien (BayDV), in einem am Freitag bekannt gewordenen Rundbrief an die Mitglieder.

Distanzunterricht sei nur als Mittel der Wahl einzusetzen, wenn die Inzidenzzahlen unkontrollierbar würden oder das individuelle Infektionsgeschehen an den Schulen es verlange. Durch Distanzunterricht werde der Klassenverband "aufgebrochen", worunter das soziale Miteinander leide, kritisierte Baier. Zudem drohten - wie aus seiner Sicht auch im vergangenen Schuljahr - manche Schüler etwa wegen mangelnder technischer Ausstattung oder fehlender Hilfe durch die Eltern im Distanzunterricht den Anschluss zu verlieren.

Freitag, 20. November, 10 Uhr: Zahl der belegten Intensivbetten im Allgäu steigt

Im Allgäu sind immer mehr Intensivbetten belegt. Wie das mit Corona zusammenhängt, erfahren Sie in unserer Übersicht.

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Freitag, 20. November, 8.50 Uhr: Rekord in den USA - Mehr als 187.833 Neu-Infektionen

Die USA haben innerhalb weniger Tage erneut einen Höchststand bei den Coronavirus-Neuinfektionen verzeichnet. Am Donnerstag meldeten die Behörden binnen 24 Stunden 187.833 neue Fälle, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Freitagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Wert war am vergangenen Freitag registriert worden, als mehr als 177 000 Neuinfektionen gemeldet wurden. Auch die Zahl der Toten im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion stieg weiter rapide an: Mit 2015 neuen Todesfällen wurde am Donnerstag seit Anfang Mai erstmals wieder die 2000-Marke überschritten. Der höchste Wert an einem Tag wurde am 15. April mit 2609 Toten erreicht.

Freitag, 20. November, 6.35 Uhr: WHO rät von Remdisivir bei Corona-Erkrankung ab

Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät einem Bericht zufolge vom Einsatz des einst vielversprechenden Medikaments Remdesivir bei Covid-19-Erkrankungen ab. Nach eingehender Prüfung sei ein Expertengremium der WHO zu dem Schluss gekommen, dass das Mittel "keinen bedeutenden Einfluss auf die Sterblichkeit oder andere wichtige Wirkungen auf Patienten hat, wie den Bedarf künstlicher Beatmung oder die Zeit bis zu einer Besserung", schrieb die Fachzeitschrift "British Medical Journal" in einem am Freitag veröffentlichten Artikel. Es sei zudem noch nicht ausgeschlossen, dass das Medikament auch Schaden anrichten könnte. Dazu kämen die Kosten.

Remdesivir war vom US-Pharmakonzern Gilead ursprünglich zur Bekämpfung des Ebola-Virus entwickelt worden. Nach Ausbruch der weltweiten Pandemie galt es eine Zeit lang als Hoffnungsträger im Kampf gegen Covid-19. Es erhielt im Juli als erstes Mittel überhaupt in Europa eine Zulassung unter Auflagen zur spezifischen Behandlung von bestimmten Patienten. Zuletzt hatten Tests aber nahegelegt, dass der Nutzen des Präparats bestenfalls gering ist. Die Erkenntnisse ergaben sich aus einer von der WHO koordinierten Studie mit Tausenden Patienten in fast 500 Kliniken in mehr als 30 Ländern.

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Freitag, 20. November, 6 Uhr: Neuer Höchststand: 23.648 neue Corona-Infektionen gemeldet

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung! In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Morgen hervorgeht. Am Freitag vor einer Woche war mit 23.542 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle am Freitag um gut 1000.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 879.564 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 20.11., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 260 auf insgesamt 13.630.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,99 (Vortag: 0,95). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Donnerstag, 19. November, 22 Uhr: Merkel rechnet mit Corona-Impfstoff vielleicht schon im Dezember

Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet schon im Dezember oder "sehr schnell nach der Jahreswende" mit der Zulassung eines Corona-Impfstoffes in Europa. "Und dann wird das Impfen natürlich beginnen", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstagabend nach dem EU-Videogipfel. "Man muss ja sagen, dass die Nachrichten der letzten Tage bezüglich der Entwicklung eines Impfstoffes sehr zuversichtlich stimmen."

Donnerstag, 19. November, 21 Uhr: Massive Angriffe bei Corona-Demo - Fast 80 verletzte Polizisten

Bei der Demonstration gegen die Corona-Politik am Mittwoch in Berlin sind nach Angaben der Polizei Einsatzkräfte massiv angegriffen worden. Es habe 77 verletzte Polizisten und 365 Festnahmen gegeben, berichtete die Polizei am Donnerstagabend in einer vorläufigen Bilanz zu den Protesten in Berlin-Mitte.

"Das Potenzial und die Brutalität der Gewalt am Mittwoch waren immens. Einzelne Stimmen haben mir gesagt, sowas haben wir in Berlin seit Jahrzehnten nicht erlebt", sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik dem "Tagesspiegel".

Da die Demonstranten gegen die Hygiene-Auflagen angesichts der Corona-Pandemie verstießen, verfügte die Polizei die Auflösung der Versammlung. Schließlich kamen mehrfach Wasserwerfer zum Einsatz, weil die Teilnehmer laut Polizei nicht abziehen wollten.

Einzelne Gruppen griffen Einsatzkräfte massiv an, wie die Polizei mitteilte. Demonstranten versuchten demnach, Polizisten die Helme vom Kopf zu zerren. Bei einigen Einsatzkräften seien die Visiere hochgerissen worden, es sei Reizgas ins Gesicht gesprüht worden. Flaschen, Steine und Pyrotechnik seien auf Einsatzkräfte geflogen.

Donnerstag, 19. November, 19.50 Uhr: Trotz Lockdown light: Wanderparkplätze im Oberallgäu überfüllt

Damals Parkverbote rund um Oberstdorf und Oberstaufen, jetzt übervolle Parkplätze: Anders als beim ersten Lockdown strömen die Tagestouristen weiter ins Oberallgäu. Die Tourismus-Brennpunkte seien vergangenes Wochenende stellenweise überfüllt gewesen, berichtet das Polizeipräsidium Schwaben Süd-West. Und es verweist darauf, dass anders als beim ersten Lockdown Ausflüge rechtens seien. Wie die Gemeinden jetzt reagieren.

Donnerstag, 19. November, 18.45 Uhr: Bundestag debattiert über Bedrängung von Abgeordneten

Der Bundestag debattiert an diesem Freitag zum Beginn seiner Sitzung in einer Aktuellen Stunde über die Vorgänge rund um die Abstimmung über das Infektionsschutzgesetz am Mittwoch. Dabei waren auf den Fluren des Reichstagsgebäudes Abgeordnete von Besuchern bedrängt, gefilmt und beleidigt worden. Dies passierte unter anderem Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und dem FDP-Innenpolitiker Konstantin Kuhle. Im Fall von Altmaier filmten die Störer die Aktion und stellten das Video ins Internet.

Der Bundestag will die Störungen durch Besucher mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln ahnden - und dabei auch die AfD-Abgeordneten einbeziehen, die diese Besucher eingeladen hatten. Das hatte der Ältestenrat in seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen. Union und SPD hatten die Aktuelle Stunde beantragt.

Donnerstag, 19. November, 17.50 Uhr: Störungen im Bundestag könnten juristisches Nachspiel haben

Die Proteste und Störungen im Bundestag während der Debatte über das Infektionsschutzgesetz könnten für die Beteiligten juristische Folgen haben. Der Bundestag will die rechtlichen Mittel ausschöpfen und prüft auch strafrechtliche Konsequenzen gegen AfD-Abgeordnete, die Störer ins Gebäude eingeladen haben. Darauf verständigte sich am Donnerstag der sogenannte Ältestenrat der im Bundestag vertretenen Fraktionen.

Donnerstag, 19. November, 17.30 Uhr: Mindestens 96 Corona-Impfzentren in Bayern geplant

Mindestens 96 Corona-Impfzentren sollen in Bayern bis Mitte Dezember einsatzbereit sein. In jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt im Freistaat sei mindestens ein Impfzentrum geplant, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums - ein Überblick.

Donnerstag, 19. November, 16.40 Uhr: So ist die Corona-Lage in den Seniorenheimen im Unterallgäu

Zwei Seniorenheime im Unterallgäu waren stark vom Coronavirus betroffen. Die Lage entspannt sich, doch die Bewohner befinden sich zum Teil in Isolation in ihren Zimmern. „Für die ist das eine ganz schwere Zeit. Wir haben eine 89-Jährige, die gesagt hat: Ich habe mein ganzes Leben gearbeitet und jetzt werde ich weggesperrt“, sagt Vonier. Mehr dazu.

Donnerstag, 19. November, 16 Uhr: US-Arzneimittelbehörde erteilt Zulassung für Corona-Heimtest

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat erstmals einen Corona-Test für den Hausgebrauch zugelassen. Der Testkit des US-Herstellers Lucira Health habe eine Notfall-Zulassung bekommen, teilte die FDA mit. "Diese neue Test-Möglichkeit ist ein wichtiger Diagnose-Fortschritt, um die Pandemie zu bekämpfen und die öffentliche Last der Krankheitsübertragung zu reduzieren", sagte FDA-Chef Stephen Hahn.

Der Test, der auf Erbgut des Erregers Sars-CoV-2 reagiert, sei im Hausgebrauch für Menschen ab 14 Jahren geeignet und zunächst nur auf Verschreibung eines Arztes erhältlich. Bei deutschen Experten stößt das Verfahren aus Skepsis - vor allem weil Laien die Proben entnehmen.

Donnerstag, 19. November, 14.30 Uhr: Söder: Ziel ist Weihnachtsfest im Kreis der Familie

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht trotz der hohen Corona-Infektionszahlen eine Chance auf ein Weihnachtsfest mit der Familie. "Es soll das Ziel sein, doch im Kreis der Familie feiern zu können, aber da haben wir noch ein Stück Wegstrecke vor uns", sagte Söder bei einem Besuch des Universitätsklinikum Augsburg am Donnerstag. Zwar werde Weihnachten in diesem Jahr anders als sonst, weil etwa Weihnachtsmärkte oder große Urlaube fehlten. Dennoch betonte Söder mit Blick auf die getroffenen Maßnahmen: "Je mehr wir uns in den nächsten Wochen zusammenreißen, desto besser ist es an Weihnachten."

Derzeit stabilisierten sich die Infektionszahlen zwar, sie seien aber weiter auf hohem Niveau, mahnte Söder. Die Belegungen in den Krankenhäusern und die Zahl der Todesfälle stiegen deutlich an.

Donnerstag, 19. November, 12.50 Uhr: Umfrage: Weniger Menschen wollen "definitiv" Impfung gegen Corona

Laut einer Umfrage ist die Bereitschaft der Menschen in fünf Industriestaaten gesunken, sich "definitiv" gegen Corona impfen zu lassen. In Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und den USA ist ihr Anteil im Vergleich zum Juni kleiner geworden, wie eine repräsentative Studie des Meinungsforschungsinstituts Kantar ergeben hat.

Zugleich gaben mehr Menschen an, dass sie sich "wahrscheinlich" gegen Corona impfen lassen würden, sobald ein Schutz verfügbar ist. Anlass der Studie war die Ankündigung des Mainzer Unternehmens BionTech und seines US-Partners Pfizer, dass sein Vakzin eine Wirksamkeit von 90 Prozent habe.

Der Anteil derjenigen, die sich "definitiv" für eine Impfung entscheiden würden, ist laut der Umfrage in den USA am stärksten gesunken. In Deutschland haben sich die Anteile im Vergleich zum Juni um wenige Prozentpunkte verändert. 35 Prozent (-4) der Menschen sind laut Umfrage "definitiv" zu einer Impfung bereit, weitere 32 Prozent "wahrscheinlich" (+4).

Donnerstag, 19. November, 12.35 Uhr: Bayerischer Fußball-Verband erwartet Defizit von 2,5 Millionen Euro

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) rechnet aufgrund der Corona-Krise mit einem Defizit von 2,5 Millionen Euro in diesem Jahr und weitet die Kurzarbeit für sein hauptamtliches Personal aus. Die Arbeitszeit der rund 80 festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird durchschnittlich um etwa 60 Prozent reduziert, wie der größte der 21 DFB-Landesverbände am Donnerstag mitteilte. Die Kurzarbeitsregelung gilt bereits seit Mai.

Der BFV hatte schon im Frühjahr nach ersten Schätzungen Einbußen von bis zu 7,5 Millionen Euro im laufenden Haushaltsjahr prognostiziert. Nach aktuellem Stand fehlen dem Verband Einnahmen in Höhe von mehr als 6,5 Millionen Euro, die Einsparungen belaufen sich auf rund vier Millionen Euro.

Donnerstag, 19. November, 12.05 Uhr: Studie: Verbraucher sorgen sich um lokalen Handel und kaufen online

Die große Mehrheit der Verbraucher in Deutschland macht sich in der Corona-Krise Sorgen um das Überleben der Einzelhändler in ihrer Region. Das hindert viele von ihnen aber nicht daran, mehr im Internet einzukaufen als vor der Krise. Das ist das Ergebnis einer am Donnerstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom zu den "E-Commerce-Trends 2020".

Donnerstag, 19. November, 11.50 Uhr: Minister Spahn beleidigt - Corona-Gegner akzeptiert Geldstrafe

Für die Beleidigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zahlt ein Gegner der Corona-Maßnahmen eine Geldstrafe von 2.800 Euro. Der Mann habe keinen Einspruch gegen den Strafbefehl der Kölner Staatsanwaltschaft eingelegt, sagte eine Sprecherin des Amtsgerichts Bergisch Gladbach am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Damit sei das Verfahren abgeschlossen und es komme nicht zum Prozess.

Spahn war Ende August am Rande eines Wahlkampftermins in Bergisch Gladbach von Demonstranten ausgepfiffen worden, die offensichtlich mit der Corona-Politik der Bundesregierung nicht einverstanden waren. Ein Teilnehmer hatte den Minister unter anderem als "schwule Sau" beschimpft. Daneben stehende Polizisten hörten dies und erstatteten Anzeige gegen den 39-Jährigen. Daraufhin beantragte die Kölner Staatsanwaltschaft gegen ihn einen Strafbefehl über 70 Tagessätze zu je 40 Euro.

Donnerstag, 19. November, 11.40 Uhr: Wegen Corona: Ski-Weltverband setzt Mindestzahl an Teilnehmern herab

Um coronabedingte Absagen zu vermeiden, hat der Ski-Weltverband Fis die Mindestzahl an Teilnehmern für den kommenden Skisprung-Winter herabgesetzt. Dies sagte der neue Rennleiter Sandro Pertile beim Forum Nordicum, das in diesem Jahr lediglich digital stattfindet. Bei Teamspringen müssten nun nicht mehr mindestens acht, sondern nur noch sechs Nationen am Start sein, damit der Wettbewerb regulär stattfinden kann. Damit sorgt die Fis vor, falls Nationen wegen positiver Corona-Tests auf Weltcup-Wochenenden verzichten müssen.

Donnerstag, 19. November, 11.18 Uhr: Kinderärzte: Strenge Kontaktregeln für Kinder schädlich

Dürfen sich Kinder künftig nur noch mit einem Freund treffen? An der Empfehlung von Bund und Ländern gibt es viel Kritik. Kinderärzte warnen vor strengen Kontaktregeln, sie könnten schädlich für die Kinder sein. Der Kinderschutzbund sieht in der Empfehlung, die nächste Woche eventuell ein Verbot werden könnte, keinen vernünftigen Grund. Die Kinder seien zusammen in der Schule und im Kindergarten, da müsse man auch ermöglichen, dass sie privat mehrere Freunde treffen.

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Donnerstag, 19. November, 10.30 Uhr: RKI: Lage weiterhin sehr ernst, "Zahlen noch viel zu hoch"

Das Robert Koch-Institut (RKI) sieht bei den Corona-Fallzahlen in Deutschland eine Stabilisierung auf hohem Niveau. Die Stabilisierung stehe laut RKI in Zusammenhang mit den getroffenen Eindämmungsmaßnahmen. Man könne langsam sehen, dass die strengen Regeln greifen, sagte die Leiterin des RKI-Lagezentrums, Ute Rexroth, am Donnerstag in Berlin.

Die Lage sei weiterhin sehr ernst, sagte RKI-Chef Lothar Wieler. In den vergangenen Tagen gab es oftmals keinen weiteren Anstieg der Neuinfektionszahlen. Das sei zwar eine gute Nachricht. Ob es sich bei der Entwicklung aber um eine Trendwende handle, müsse man noch abwarten. Insgesamt seien die Fallzahlen immer noch sehr hoch - "viel zu hoch", sagte der Mikrobiologe und Veterinärmediziner.

Donnerstag, 19. November, 10.05 Uhr: Corona-Ausbruch in Argenbühler Seniorenheim: So geht es den 26 Infizierten

In einem Argenbühler Seniorenwohnheim (württembergisches Allgäu, Landkreis Ravensburg) haben sich 26 von 28 Bewohnern mit dem Coronavirus infiziert. Zunächst war von 25 Corona-Fällen die Rede, am Mittwoch bestätigte Pressesprecher Dennis Wolpert von der Vinzenz von Paul gGmbH, das eine weitere Person erkrankt ist. Neben den Senioren sind nach Aussage des Pressesprechers zehn Mitarbeiter positiv getestet worden. Es ist nicht das einzige Pflegeheim im Landkreis Ravensburg, das von Corona betroffen ist.

Donnerstag, 19. November, 9.30 Uhr: Wird das Silvester-Feuerwerk wegen Corona verboten?

Silvester 2020 ohne Feuerwerk? Ja, fordern Politiker und ein Polizeigewerkschafter. Der Grund für ein Feuerwerkverbot: Die Corona-Pandemie.

Zum Feuerwerk gesellten sich rasch Alkohol, Personengruppen und Partystimmung - und das sei nicht angesagt, sagte jetzt jedenfalls der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, der "Bild"-Zeitung. Auch Politiker fordern ein Feuerwerksverbot - ihre Argumente.

Donnerstag, 19. November, 8 Uhr: DOSB-Präsident Hörmann wirbt für flexiblere Corona-Maßnahmen im Sport

Der Allgäuer und DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat sich vor dem nächsten Corona-Gipfel der Politik erneut für flexiblere Maßnahmen im Sport stark gemacht. Es ergebe in dieser Phase "sehr viel Sinn, wirklich individuell zu hantieren und zu agieren", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbunds am Donnerstag im "Morgenmagazin" des ZDF. Er wünsche sich "Fingerspitzengefühl und Augenmaß", ergänzte Hörmann. Statt bundesweit einheitlicher Regelungen solle es im föderalen System je nach Lage vor Ort Lösungen geben. Ansonsten sei nur der "kleinste gemeinsame Nenner" möglich.

Im derzeitigen Teil-Lockdown ist der Amateur- und Breitensport erneut weitgehend eingestellt worden. In den Profisport-Ligen sind nur Geisterspiele erlaubt.

Donnerstag, 19. November, 7.40 Uhr: Ein Blick auf die Allgäuer Corona-Zahlen

In Kaufbeuren liegt der 7-Tage-Inzidenzwert auch am Donnerstagmorgen über 280 - Grund dafür ist unter anderem ein Corona-Ausbruch in einem Altenheim sowie bei der Eishockey-Mannschaft des ESVK. Alle Allgäuer Städte und Kreise liegen weiter über 100 und somit im dunkelroten Bereich.

Der deutschlandweite Trend vom Donnerstag mit höheren Neuinfektionszahlen (im Vergleich zum Vortag) zeigt sich auch fast überall im Allgäu. In der Region gab es in den vergangenen sieben Tagen insgesamt 1.117 nachgewiesene Corona-Neuinfektionen, am Vortag lag die Zahl bei 1107.

Donnerstag, 19. November, 7.10 Uhr: Mehr als eine Viertelmillion Corona-Tote in den USA

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA mehr als eine Viertelmillion Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor. In keinem anderen Land der Welt ist eine so hohe Zahl an Todesfällen bekannt. Seit Ende September starben allein 50.000 Menschen. Ein Überblick.

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Donnerstag, 19. November, 6.35 Uhr: Deutsche Eishockey Liga entscheidet über Saisonstart

Die Deutsche Eishockey Liga will am Donnerstag endgültig über den Neustart entscheiden. Im Anschluss an eine Gesellschafterversammlung hat die Liga für 14 Uhr zu einer Pressekonferenz in Düsseldorf mit DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke und dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Daniel Hopp eingeladen. Dabei soll es um "Fragen rund um eine neue Saison" gehen.

Donnerstag, 19. November, 6 Uhr: 22.609 Fälle: Corona-Neuinfektionen etwas über dem Vorwochenstand

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.609 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind gut 5000 Fälle mehr als am Mittwoch (17.561), wie aus Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Wert von vor einer Woche wurden etwas mehr Fälle gemeldet. Am vergangenen Donnerstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 21. 866 gelegen. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 855.916 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 19. 11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 251 auf insgesamt 13.370. Das RKI schätzt, dass rund 562.700 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,95 (Vortag: 0,97). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 95 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Mittwoch, 18. November, 22 Uhr: Gericht verbietet "Merkel-muss-weg-Kundgebung" vor Kanzleramt

Das Berliner Verwaltungsgericht hat einer Gruppe von Regierungskritikern eine ursprünglich erteilte Genehmigung für eine Kundgebung vor dem Kanzleramt entzogen. In dem Beschluss vom Mittwoch, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es, der Antrag, die "allwöchentliche 154. Merkel-muss-weg.Kundgebung" von 17 bis 19 Uhr auf dem Forum vor dem Bundeskanzleramt zuzulassen, sei abgelehnt worden.

Dem Anspruch des Antragstellers stehe entgegen, dass am Mittwoch eine Sitzung des Bundestages stattfinde "und deren ungestörte Durchführung sicherzustellen ist". Eine Anmeldung der Kundgebung für einen anderen Ort, einige Meter entfernt, wäre dagegen möglich. Gegen den Beschluss sei eine Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht zulässig. Vor dem Kanzleramt demonstriert seit Jahren mittwochs eine kleine Gruppe, zu der AfD-Mitglieder gehören, gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Ihre Kundgebung war ursprünglich auch für diesen Mittwoch genehmigt worden.

Das Bundesinnenministerium hatte für Mittwoch mehrere Kundgebungen von Gegnern der staatlichen Politik zur Eindämmung der Corona-Pandemie direkt vor dem Bundestag, wo über die Reform des Infektionsschutzgesetzes abgestimmt wurde, verboten. Andernorts im Regierungsviertel kam es zu Demonstrationen, bei denen die Corona-Regeln zu Abstand und die Maskenpflicht nicht eingehalten wurden.

Mittwoch, 18. November, 21.30 Uhr: Berliner Corona-Demo: Polizei nimmt 365 Menschen vorübergehend in Gewahrsam

Bei der Demonstration gegen Corona-Auflagen und das Infektionsschutzgesetz in Berlin hat die Polizei bis zum Abend 365 Menschen vorübergehend festgehalten - eine Zwischenbilanz.

Mittwoch, 18. November, 21.12 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz: Kaufbeuren über 280

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Kaufbeuren ist am Mittwoch sprunghaft nach oben geschnellt: Der Wert stieg von knapp 180 auf 281,54. Das gab das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bekannt. Der dramatische Anstieg hat mehrere Ursachen.

Mittwoch, 18. November, 21 Uhr: Unsere Kommentatorin meint: Vergleich mit dem Ermächtigungsgesetz - Das ist gefährlicher Unsinn!

Demonstranten bringen das Infektionsschutzgesetz in einen Zusammenhang mit den Nationalsozialisten. Wer solche Vergleiche zieht, beschädigt die Demokratie. Ein Kommentar von Margit Hufnagel.

Mittwoch, 18. November, 20.45 Uhr: Steigende Corona-Zahlen: New Yorker Schulen müssen erneut schließen

Angesichts steigender Corona-Zahlen schließt die US-Ostküstenmetropole New York erneut ihre Schulen. Die Stadt habe die Schwelle von drei Prozent positiven Corona-Tests überschritten und werde die Lerneinrichtungen deshalb ab Donnerstag vorübergehend dicht machen, schrieb Bürgermeister Bill de Blasio am Mittwoch auf Twitter.

New York war im Frühjahr zum Epizentrum der Pandemie in den USA geworden und hatte Mitte März alle Schulen schließen müssen. Über den Sommer hatte sich das Infektionsgeschehen wieder stabilisiert, eine erneute Öffnung war jedoch immer wieder verschoben worden. Die ersten Schulen konnten schließlich erst ab Ende September wieder öffnen. Zuletzt hatte sich die Lage jedoch wieder angespannt.

Erst vor einer Woche hatte der Gouverneur des gleichnamigen Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, neue Maßnahmen angekündigt. Restaurants, Bars und Fitnessstudios müssen demnach um 22.00 Uhr schließen. Treffen in Privathäusern sind auf maximal zehn Personen beschränkt.

Mittwoch, 18. November, 19.30 Uhr: Seehofer lobt Polizeieinsatz in Berlin: Rechtsstaat funktioniert

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat das Vorgehen der Berliner Polizei zur Auflösung von Demonstrationen gegen Änderungen des Infektionsschutzgesetzes verteidigt. "Alle Verfassungsorgane konnten heute ohne Einschränkungen arbeiten. Der demokratische Rechtsstaat lebt und die Polizei ist sein Schutzschild", erklärte der CSU-Politiker am Mittwochabend in Berlin. Seehofer dankte den Einsatzkräften "für diesen so wichtigen Dienst in unserem Land."

Bundestag und Bundesrat hatten zuvor der Gesetzesnovelle zugestimmt. Ziel der Gesetzesänderung ist es vor allem, bislang per Verordnung erlassene Corona-Maßnahmen gesetzlich zu untermauern und konkret festzuschreiben. Tausende Menschen demonstrierten gegen das Gesetz, allein am Brandenburger Tor versammelten sich laut Berliner Polizei rund 7000 Menschen. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, sprach aber von "Sprühnebel" und keinen harten Wasserstrahl. Rund 2200 Polizisten waren im Einsatz.

Mittwoch, 18. November, 19.20 Uhr: Neue Regeln zu Verdienstausfällen, Finanzhilfen für Kliniken

Neue Regeln zu Verdienstausfällen, Finanzhilfen für Kliniken, Vorbereitungen für künftige Impfungen: Bundestag und Bundesrat haben am Mittwoch weitere praktische Vorgaben in der Corona-Krise beschlossen. So sollen Entschädigungsansprüche für Eltern bis März 2021 verlängert und erweitert werden - sie bestehen jetzt auch dann, wenn einzelne Kinder zu Hause betreut werden müssen, die vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt sind - ein Überblick.

Mittwoch, 18. November, 19 Uhr: Protest vor Amtssitz des Bundespräsidenten: Polizei im Einsatz

Demonstranten haben am Mittwochabend auch ganz in der Nähe des Amtssitzes des Bundespräsidenten in Berlin gegen die Corona-Auflagen und das Infektionsschutzgesetz protestiert. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fertigte das neue Gesetz aus, das zuvor von Bundestag und Bundesrat beschlossen wurde. In der Parkanlage am Schloss Bellevue versammelten sich nach Schätzungen eines dpa-Reporters mehrere hundert Menschen. Die Polizei forderte die Menschen mehrmals auf, wegen der unerlaubten Versammlung das Gebiet zu verlassen. Einige Demonstranten wurden weggetragen. Menschen riefen in Sprechchören etwa "Wir sind das Volk".

Die Versammlungen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen mit mehreren Tausend Teilnehmern in Berlin waren nach Einschätzung der Polizei aber weitgehend beendet. Am Nachmittag waren auch Wasserwerfer im Einsatz.

Mittwoch, 18. November, 18.28 Uhr: Drohen Engpässe im Kaufbeurer Klinikum?

Die Coronawelle, die das Espachstift und die Profimannschaft des ESVK erfasst hat, treibt die Zahl der Infizierten in Kaufbeuren nach oben. Dazu kommt die allgemeine Infektionslage. Insgesamt macht sich das auch im Kaufbeurer Klinikum bemerkbar, wo immer mehr Betten mit Covid-19-Patienten belegt sind. Droht nun möglicherweise ein Engpass auf der Intensivstation?

Mittwoch, 18. November, 18.10 Uhr: Bundespräsident hat Infektionsschutzgesetz ausgefertigt

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das neue Infektionsschutzgesetz ausgefertigt. Das teilte das Bundespräsidialamt am Mittwochabend in Berlin mit. Das zuvor von Bundestag und Bundesrat beschlossene Gesetz kann nun nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten.

Mittwoch, 18. November, 18 Uhr: AfD klagt gegen Maskenpflicht beim Bundesparteitag

Die AfD wehrt sich juristisch gegen die Plicht, dass die Delegierten beim Bundesparteitag Ende November in Kalkar einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Der Eilantrag sei am Mittwoch eingegangen, sagte eine Sprecherin des Oberverwaltungsgerichts (OVG) in Münster.

Die Stadt Kalkar hatte nach Eingang eines Hygienekonzepts die den Parteitag mit 600 Delegierten und rund 100 Gästen trotz der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Einschränkungen genehmigt. Vorgeschrieben sind in der Messe Kalkar entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln. Der Parteivorstand hatte bereits am 10. November angekündigt, die Verpflichtung, auch am Sitzplatz eine Maske tragen zu müssen, juristisch kippen zu wollen.

Bei dem Parteitag vom 28. bis 29. November geht es vor allem um Sozialpolitik und die Nachwahl von zwei Vorstandsmitgliedern.

Mittwoch, 18. November, 17.15 Uhr: Seniorenwohnheim im Landkreis Unterallgäu: Pflegekraft positiv auf Corona getestet

Eine Pflegekraft des Kreis-Seniorenwohnheims Am Anger in Bad Wörishofen ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Nun stehen zwei weitere Mitarbeiter unter Quarantäne, zehn Bewohner wurden isoliert. In der Einrichtung sind derzeit keine Besuche möglich und es werden keine neuen Bewohner aufgenommen. Am Donnerstag sollen alle Kontaktpersonen der Reihe nach getestet werden, teilt das Landratsamt Unterallgäu mit. „Ich hoffe sehr, dass sich daraus keine Folgefälle ergeben“, sagt Landrat Alex Eder.

Mit dem Kreis-Seniorenwohnheim Am Anger stehen derzeit sechs Senioreneinrichtungen im Unterallgäu im Fokus des Gesundheitsamts aufgrund positiver Testergebnisse beim Personal und teilweise auch bei Bewohnern.

Mittwoch, 18. November, 17.05 Uhr: Polizei nach Ende der Demo: "Passen auf, dass niemand Unfug macht"

Die Versammlungen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen mit mehreren Tausend Teilnehmern in Berlin sind nach Einschätzung der Polizei beendet. Viele der Teilnehmer seien allerdings noch in kleinen und mittelgroßen Gruppen in der Innenstadt unterwegs, twitterte die Behörde am frühen Mittwochabend. "Wir begleiten diese und passen auf, dass niemand Unfug macht."

Mittwoch, 18. November, 16.45 Uhr: Wasserwerfer und Widerstand bei Corona-Protest in Berlin

Gegner der staatlichen Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben im Berliner Regierungsviertel zu Tausenden demonstriert und dabei Ansagen der Polizei ignoriert. Wie die Demonstration ablief, lesen Sie in unserer Zusammenfassung.

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Mittwoch, 18. November, 16.40 Uhr: Staatsregierung will trotz Corona weiter kräftig Geld ausgeben

Die Corona-Krise wirft einen Schatten auf den bayerischen Haushalt. Dennoch plant die Staatsregierung kein Sparprogramm, ganz im Gegenteil. Der Schuldenberg soll aber nicht noch weiter anwachsen - ein Überblick.

Mittwoch, 18. November, 16.30 Uhr: Berlins Innensenator zu Wasserwerfer-Einsatz bei Demo: "Keine andere Wahl"

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat den Einsatz von Wasserwerfern bei der Demonstration von Gegnern der Corona-Politik als notwendig verteidigt. "Erkennbar war das deutliche Ziel der Demonstrierenden, die Regeln zu brechen und zum Reichstag zu kommen", sagte Geisel am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die Polizei habe sich korrekt verhalten und alle Aktionen angekündigt. Er habe eigentlich den Einsatz von Wasserwerfern vermeiden wollen, um zu deeskalieren, sagte Geisel. "Heute hatten wir aber keine andere Wahl als mit diesen technischen Mitteln den Platz vor dem Brandenburger Tor zu räumen."

Die Polizei habe die Wasserwerfer mit Augenmaß eingesetzt, sagte Geisel. Es habe keinen harten Wasserstrahl gegeben, sondern "ein Sprühen, um es ungemütlich zu machen". Die Polizei hatte die Versammlung etwa wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht für beendet erklärt, die Teilnehmer wollten aber nicht abziehen. Daraufhin zogen Wasserwerfer auf. Nach einer ersten Einschätzung zum Demonstrations-Geschehen sagte der Innensenator auch: "Wir stellen erneut eine aggressive Stimmung fest, Extremisten haben auch heute die Demo übernommen und versucht andere Versammlungsteilnehmer zu instrumentalisieren."

Im Plenum des Bundestages wurde am Mittag über die staatlichen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung in der Corona-Pandemie beraten. Die Polizei sperrte den Bereich daher weiträumig ab. Am Nachmittag beschlossen Bundestag und Bundesrat die Änderungen am Infektionsschutzgesetz.

Mittwoch, 18. November, 16.20 Uhr: Reform des Infektionsschutzgesetzes passiert auch Bundesrat

Nach dem Bundestag hat am Mittwoch auch der Bundesrat die Reform des Infektionsschutzgesetzes passieren lassen, um die Corona-Maßnahmen künftig auf eine genauere rechtliche Grundlage zu stellen. Damit kann das Gesetz nach Ausfertigung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Kraft treten. Die Zusammenfassung lesen Sie hier.

Mittwoch, 18. November, 16.13 Uhr: Gewerkschaft: Journalisten auf Demo bei ihrer Arbeit gehindert

Journalisten sollen bei der Berliner Demo gegen die Corona-Politik nach Gewerkschaftsangaben an ihrer Arbeit gehindert worden sein. "Viele weitere wurden verbal bedroht und beschimpft", teilte Verdi am Mittwoch während der laufenden Demonstration mit. Der Polizei lagen am Nachmittag auf Nachfrage keine Erkenntnisse dazu vor. Laut Gewerkschaft soll es auch zu körperlichen Attacken gekommen sein. Erst vor Tagen hatte die Gewerkschaft Angriffe gegen Journalisten auf der großen "Querdenken"-Demo in der Leipziger Innenstadt registriert.

Mittwoch, 18. November, 15.50 Uhr: Bundestag beschließt Änderungen am Infektionsschutzgesetz

Der Bundestag hat den Weg für die von der großen Koalition geplanten Änderungen im Infektionsschutzgesetz freigemacht. 415 Abgeordnete stimmten am Mittwoch für die Reform, um die Corona-Maßnahmen künftig auf eine genauere rechtliche Grundlage zu stellen. 236 stimmten dagegen, 8 enthielten sich bei der namentlichen Abstimmung. Wie die Debatte im Bundestag ablief, lesen Sie in unserer Zusammenfassung.

An diesem Mittwoch ist nun ebenfalls noch die Abschlussberatung im Bundesrat geplant, der dafür zu einer Sondersitzung zusammengekommen ist. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird das Gesetz möglicherweise noch am selben Tag ausfertigen, so dass es in Kraft treten kann.

Mittwoch, 18. November, 15.25 Uhr: Jugendherbergen bieten sich für Schulunterricht an

Das Deutsche Jugendherbergswerk bietet seine Häuser für den Schulunterricht in der Corona-Krise an. Um den Unterricht zu entzerren und so die Infektionsraten zu senken, denkt die Politik über die Halbierung von Klassen nach oder sucht alternative Gebäude. "Als mögliche Orte für solche temporären Nebenstandorte der Schulen bietet das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) jetzt seine rund 450 Häuser an", teilte das DJH am Mittwoch in Detmold mit.

"Als einer der größten gemeinnützigen Verbände in Deutschland und erfahrener Partner der Schulen im Bereich der Klassenfahrten, ist es für uns in der jetzigen Situation selbstverständlich, unsere Hilfe anzubieten", erklärt DJH-Hauptgeschäftsführer Julian Schmitz.

Die Besucherzahlen von Jugendherbergen und Hütten sind durch die Corona-Krise stark eingebrochen. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes verbuchten die Unterkünfte im Juni 2020 etwa 83 Prozent weniger Gäste im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Mittwoch, 18. November, 14.45 Uhr: Regierung: Hygieneregeln bei Demonstrationen einhalten

Die Bundesregierung hat Demonstranten gegen die Corona-Politik grundsätzlich zur Einhaltung der Hygieneregeln aufgefordert. Die Entscheidungen der Versammlungsbehörden müssten befolgt werden, ebenso Hygieneregeln etwa zum Maskentragen oder Abstandhalten, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. Dies sei "bei einer Vielzahl von Teilnehmern und Teilnehmerinnen" bei früheren Veranstaltungen auch geschehen.

Konkret zu den am Mittag in Berlin laufenden Protesten von mehreren Tausend Menschen gegen die Corona-Politik der Regierung wollte sich Demmer ausdrücklich nicht äußern. Den Aufforderungen zum Tragen von Mund-Nase-Schutz und zum Abstandhalten waren viele der Demonstranten nicht gefolgt. Bundestag und Bundesrat sollten sich am Mittwoch mit Neuerungen am Infektionsschutzgesetz befassen, die Anti-Corona-Maßnahmen auf eine sicherere rechtliche Grundlage stellen sollen. Kritiker sehen zu starke Grundrechtseingriffe.

"Kritik soll und muss in einer Demokratie immer möglich sein", betonte Demmer. Die Versammlungsfreiheit sei eines der höchsten Verfassungsgüter. "Die Grenze der zulässigen Grundrechtsausübung ist aber erreicht, wenn man sie missbraucht."

Einen Vergleich der Novelle des Infektionsschutzgesetzes mit dem Ermächtigungsgesetz von 1933, den manche Kritiker ziehen, wies Demmer zurück. Damals hatte sich der Reichstag selbst entmachtet und die Gesetzgebung auf Reichskanzler Adolf Hitler übertragen. Sie sagte über das Infektionsschutzgesetz: "Es schafft begrenzte und befristete Rechtsgrundlagen für das Regierungshandeln. Rechtsgrundlagen, die ja das Parlament selbst auch jederzeit wieder ändern kann."

Mittwoch, 18. November, 14.30 Uhr: Corona-Impfstoff: Pfizer und Biontech melden 95 Prozent Wirksamkeit

Nach Abschluss der letzten Analysen bei der Erprobung ihres Corona-Impfstoffes haben der Mainzer Hersteller Biontech und der US-Konzern Pfizer erneut vielversprechende Daten vorgelegt. Demnach liegt die Wirksamkeit ihres Mittels zur Bekämpfung der Krankheit Covid-19 bei 95 Prozent. Der Impfstoff funktioniere über alle Altersgruppen hinweg ähnlich gut, schrieben die Unternehmen am Mittwoch. So betrage die Wirksamkeit in der Gruppe von Menschen über 65 Jahren 94 Prozent. Auch die für eine Notfallzulassung in den USA notwendige Sicherheit des Impfstoffes sei gewährleistet.

Vergangene Woche hatten Biontech und Pfizer bekanntgegeben, dass ihr Impfstoff nach Zwischenergebnissen klinischer Studien einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19 biete. Auch der US-Pharmakonzern Moderna hatte zuletzt für sein ähnliches Präparat eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent errechnet.

Mittwoch, 18. November, 14.10 Uhr: Demo gegen Corona-Politik - Polizei spricht von einzelnen Festnahmen

Bei den Protesten gegen die Corona-Politik der Bundesregierung sind in Berlin nach Angaben der Polizei Demonstranten festgenommen worden. Die Sprecherin der Polizei, Anja Dierschke, sagte n-tv am Mittwochnachmittag, es sei zu einzelnen Festnahmen gekommen und zu Freiheitsbeschränkungen aufgrund von Körperverletzungen und Angriffen auf Einsatzkräfte. Eine genaue Zahl könne die Polizei erst am Einsatzende mitteilen.

Den Polizeieinsatz bezeichnete die Sprecherin als "komplex". Er sei auch mit "viel Feingefühl" zu führen.

Zu Gründen für den Einsatz der Wasserwerfer sagte Dierschke, die Polizei habe die angeordnete Auflösung der Versammlung am Brandenburger Tor mehrfach durchgesagt. Die Menschen hätten den Platz nicht wie von der Polizei gefordert geräumt. Deshalb sei es mehrfach zum Einsatz von Wasserwerfern gekommen - in Form einer Beregnung.

Mittwoch, 18. November, 13.30 Uhr: Lehrerverbände verlangen besseren Schutz in den Klassenzimmern

Mehrere bayerische Lehrerverbände fordern einen besseren Corona-Schutz für die Pädagogen in den Schulen. "Man kann nicht Hybridunterricht oder Distanzunterricht hinauszögern, ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen", meinte Walburga Krefting, die Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände, am Mittwoch. Der Arbeitsgemeinschaft gehören vier Pädagogenverbände an, die nach eigenen Angaben die Interessen von rund 60 000 Lehrkräften vertreten.

Michael Schwägerl vom Bayerische Philologenverband verwies darauf, dass gerade die Fachlehrer an Gymnasien, Realschulen und beruflichen Schulen zahlreiche Kontakte hätten, weil sie mehrere Klassen unterrichteten. "Lehrerinnen und Lehrer haben dort länger andauernden Kontakt zu manchmal mehr als 150 Haushalten, jeden Tag", rechnete er vor.

Die Arbeitsgemeinschaft verweist darauf, dass selbst kleinere Bundesländer wie das Saarland und Hamburg den Lehrern FFP2-Masken zur Verfügung stellten, obwohl diese Länder niedrigere Infektionszahlen als der Freistaat hätten. "Bayern verfügt über Millionen von FFP2-Masken, ohne welche für seine Lehrkräfte übrig zu haben", meinte dazu Pankraz Männlein, der Vorsitzende des Verbandes der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern.

Mittwoch, 18. November, 12.45 Uhr: Berliner Polizei setzt Wasserwerfer gegen Demonstranten ein

Die Polizei hat gegen Demonstranten gegen die Corona-Politik am Mittwoch nahe dem Reichstagsgebäude in Berlin Wasserwerfer eingesetzt. Die Einsatzkräfte begannen mit dem Besprühen der Menschen. dpa-Reporter berichteten auch von Rangeleien und aggressiver Stimmung.

Den Aufforderungen zum Tragen von Mund-Nase-Schutz und zum Abstandhalten waren viele der Demonstranten nicht gefolgt. Mehrere tausend Menschen versammelten sich in der Hauptstadt nach ersten Schätzungen der Polizei, um gegen die Corona-Politik der Bundesregierung zu protestieren.

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Mittwoch, 18. November, 12.10 Uhr: Plenarsitzung live anschauen

Hier können Sie die heutige Sondersitzung zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes anschauen.

Mittwoch, 18. November, 12 Uhr: AfD-Abgeordnete planen wohl Störung der Bundestagssitzung

AfD-Bundestagsabgeordnete planen offenbar, die Beratungen zum Infektionsschutzgesetz zu stören. Mehrere von ihnen trugen am Mittwoch vor Beginn der Sitzung weiße Zettel auf der Brust mit einem Bundesadler darauf und dem Wort "Grundgesetz". Einige hatten zudem Schilder mit in den Plenarsaal gebracht, die sie zunächst hinter den Tischen der Abgeordnetenbänke versteckten. Aktionen dieser Art sind im Plenarsaal nicht gestattet und werden vom Präsidium in der Regel umgehend unterbunden.

Mittwoch, 18. November, 11.50 Uhr: Jugendliche verstoßen gegen Corona-Vorschriften

In Kaufbeuren hat ein Zeuge der Polizei am Dienstagabend mehrere Jugendliche gemeldet, die sich im Stadtpark trafen. Offenbar hielten diese die Sicherheitsabstände nicht ein. Als Polizisten die Situation überprüften, flüchteten mehrere der Jugendlichen. Laut Polizei konnten jedoch alle fünf gestellt werden. Nach Angaben der Polizei fanden die Beamten bei einem jungen Mann zudem ein verbotenes Einhandmesser. Die Jugendlichen erwarten nun mehrere Ordnungswidrigkeitsverfahren.

Mittwoch, 18. November, 11.45 Uhr: Söder: Neues Infektionsschutzgesetz als "wichtige Weichenstellung"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich hinter die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes der Bundesregierung gestellt. "Dass heute im Bundestag und Bundesrat das neue Infektionsschutzgesetz auf den Weg gebracht wird, ist eine ganz wichtige Weichenstellung, weil es nämlich eine gesetzliche, verbesserte und breitere parlamentarische Legitimation setzt für entsprechende Maßnahmen, die die Länder treffen", sagte Söder am Mittwoch in München. Er sei überzeugt, dass es einer "breiteren gesetzlichen Basis" bedürfe, um die zeitlich beschränkten Verordnungen im Einzelfall zu legitimieren.

"Das ist für Corona da, für nichts anderes und insofern unterstützen wir das so ein bisschen auch, dass wir an der Stelle alle gefordert sind", betonte Söder. Im Bundestag soll am Mittag über die Änderungen des Infektionsschutzgesetzes abgestimmt werden, am Nachmittag sollte der Bundesrat folgen. Ziel der Änderung ist es vor allem, bislang von der Regierung per Verordnung erlassene Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung gesetzlich zu untermauern. So soll mehr Rechtssicherheit geschaffen werden.

Mittwoch, 18. November, 11.10: Mehr Desinfektionsmittel und weniger Klopapier produziert

Die starke Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und Nudeln hat deren Produktion in Deutschland in der Corona-Krise angekurbelt. Die Herstellung von Klopapier sank trotz Hamsterkäufen zu Beginn der Krise in den ersten neun Monaten dagegen leicht, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht.

Den Angaben zufolge stieg die Herstellung von Desinfektionsmitteln nach starken Zuwächsen vor allem im Frühjahr im Schnitt um 80 Prozent im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2019.

Für die schnelle Zubereitung einer Mahlzeit griffen Verbraucher den Angaben zufolge häufig zu Nudeln. Von Januar bis September 2020 wurden durchschnittlich 20 Prozent mehr der Teigwaren produziert als im Vorjahreszeitraum. Die Produktion von Klopapier, das zu Beginn der Krise geradezu gehortet worden war, stieg zwar im März und April. In den ersten neun Monaten des Jahres lag sie mit 85 300 Tonnen jedoch leicht um 3,5 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. (Was die Allgäuer in Lockdown-Zeiten gekauft haben, erfahren Sie hier.)

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Mittwoch, 18. November, 10.20 Uhr: Corona-Fälle beim ESVK - wie geht es nun weiter?

Ziemlich ruhig war es am Mittwochmorgen in der Erdgas Schwaben Arena, wo sich ESV Kaufbeuren-Manager Michi Kreitl um organisatorische Dinge kümmerte. Fest steht weiterhin: Einige wenige Corona-Testergebnisse stehen noch aus – die Mannschaft befindet sich in freiwilliger häuslicher Quarantäne. Bei gut einem Drittel der ersten Mannschaft ergab der PCR-Test ein positives Ergebnis. Die Abstriche wurden den Spielern am Montag genommen, nachdem ein Schnelltest am Sonntag ein positives Ergebnis erbrachte. Die Joker hängen aktuell noch in der Luft: Ob die negativ getesteten Akteure nun wie geplant am Freitag in Freiburg antreten können, ist sehr fraglich. Offiziell verschoben ist die Partie noch nicht. Wie es weitergeht, hängt entscheidend von den noch ausstehenden Anordnungen des Gesundheitsamtes ab – nicht gespielt wird, wenn die komplette Mannschaft in Quarantäne muss. Im Laufe des Mittwochs ist mit einer Klärung dieser Frage zu rechnen.

Mittwoch, 18. November, 9.50 Uhr: Hunderte demonstrieren in Berlin gegen Corona-Regeln

Mehrere hundert Menschen haben schon vor Beginn der Bundestagssitzung zu weiteren Änderungen des Infektionsschutzgesetzes am Mittwoch im Berliner Regierungsviertel gegen die Corona-Einschränkungen demonstriert. Nach Angaben der Polizei versammelten sie sich am Morgen rund um das abgesperrte Reichstagsgebäude und den Platz der Republik davor. Die Stimmung sei bislang ruhig, sagte ein Polizeisprecher.

Wie viele Demonstranten erwartet werden, ist unklar. Es könnten laut Polizei mehrere tausend bis mehr als zehntausend werden. Es gelten dabei Bestimmungen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und das Abstandhalten. 2000 Polizisten sind im Einsatz, darunter Unterstützung aus neun weiteren Bundesländern und von der Bundespolizei.

Mehrere angemeldete Demonstrationen direkt vor dem Reichstagsgebäude im sogenannten befriedeten Bezirk verbot das Bundesinnenministerium. Die Polizei sperrte den Bereich daher weiträumig ab. Im Internet kursierten aber zahlreiche Aufrufe, Demonstrationen nicht anzumelden, sondern spontan nach Berlin zu fahren und am Bundestag zu protestieren. Die Polizei sprach von einer "hohen Mobilisierung".

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Mittwoch, 18. November, 8.40 Uhr: Paul-Ehrlich-Institut: Wettkampf in der Impfstoffentwicklung ist gut

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, begrüßt den Wettbewerb in der Impfstoffentwicklung. "Wettkampf ist immer gut, weil Kompetition (Wettbewerb) bewirkt, dass alle ihre Höchstleistung bringen", sagte Cichutek am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Bei dem großen Bedarf an Impfstoffen weltweit brauche man mehrere Impfstoffentwickler. Es gebe außerdem eine Reihe von Variablen, die es sinnvoll erscheinen lassen, mehrere Impfstoffe zu entwickeln. Dazu gehörten etwa die Lager- und Transportfähigkeit der Stoffe.

Bisher seien keine Gefahren, etwa ein höheres Risiko für Autoimmunerkrankungen, durch das hohe Entwicklungstempo sichtbar. Alle Daten hinsichtlich der Sicherheit der Impfstoffprodukte in den klinischen Prüfungen "lassen nicht darauf schließen, dass solche Risiken tatsächlich vorhanden sind." Man könne auch sicher ausschließen, dass die RNA-Impfstoffe das Erbgut von Menschen in irgendeiner Form verändern werden. "Dazu gibt es klare Datenlagen."

Mittwoch, 18. November, 7.30 Uhr: Logistikbranche bereitet sich auf Corona-Impfstoff vor

Noch ist nicht klar, warnn der Corona-Impftstoff kommt. Für die Logistikbranche wird es eine große Herausforderung.

Mittwoch, 18. November, 6.40 Uhr: 17.561 Fälle: Corona-Neuinfektionen erneut unter Vorwochenstand

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 17.561 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 1000 Fälle weniger als vor einer Woche, wie aus Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervorgeht. Am vergangenen Mittwoch hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 18 487 gelegen. Auch am Montag und Dienstag war der Wert niedriger als der Vorwochenwert. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 833.307 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 18. 11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Mittwoch um 305 auf insgesamt 13.119. Das RKI schätzt, dass rund 546.500 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,97 (Vortag: 0,97). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch knapp 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Die aktuellen Inzidenzzahlen für das Allgäu finden Sie hier.

Mittwoch, 18. November, 6 Uhr: Hohe Zahl von Corona-Toten durch Ausbrüche in Seniorenheimen

Guten Morgen wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung! Eine in Bayern besonders hohe Zahl an Toten in Zusammenhang mit dem Coronavirus begründet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit den vielen Ausbrüchen in Senioren- und Pflegeheimen. Die Zahl der Todesfälle in der amtlichen Corona-Statistik stieg bis Dienstag (Stand: 8.00 Uhr) im Freistaat auf insgesamt 3193, wie das LGL mitteilte. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) ist diese Zahl im Freistaat nicht nur im Verhältnis zur Einwohnerzahl im Bundesländervergleich am größten, sondern auch absolut. Auch in Kaufbeuren und Memmingen gab es Ausbrüche in Seniorenheimen mit Todesfällen.

"In Bayern ereigneten sich insbesondere zu Beginn der Pandemie Ausbrüche in Alten- bzw. Pflegeheimen, so dass vermehrt vulnerable Personengruppen betroffen waren", erklärte ein LGL-Sprecher. Aktuell nähmen auch im Freistaat die Erkrankungen unter älteren Menschen weiter zu. "Da diese häufiger einen schweren Verlauf durch Covid-19 aufweisen, kann ebenso die Anzahl an schweren Fällen und Todesfällen steigen", hieß es.

Insgesamt haben sich dem LGL zufolge seit Beginn der Pandemie bayernweit 160 865 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Die Gesundheitsämter meldeten am Dienstag (Stand: 8.00 Uhr) 1790 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden.

Dienstag, 17. November, 21.55 Uhr: Umfrage: Im Corona-Jahr mehr Geld für Weihnachtsgeschenke

Nach den Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie sind die Deutschen 2020 bei Weihnachtsgeschenken für ihre Lieben offensichtlich besonders großzügig. Durchschnittlich planten sie Geschenkausgaben von 500 Euro pro Kopf und damit deutlich mehr als in früheren Jahren (2019: 475, 2018: 472), heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Weihnachtsumfrage der privaten FOM-Hochschule in Essen. Befragt wurden bundesweit über 46.000 repräsentativ ausgewählte Menschen zwischen 12 und 99 Jahren.

"Eine Erklärung für die diesjährige Schenkfreude ist sicher, dass die Menschen in Deutschland mit teureren Geschenken ihre Wertschätzung gegenüber den Beschenkten zeigen möchten, weil persönliche Kontakte in den Wochen und Monaten zuvor reduziert werden mussten", sagte Studienleiter Oliver Gansser.

Als Geschenk besonders beliebt sind laut der Umfrage Kosmetik und Körperpflegeprodukte, Spielwaren, Bücher und Schreibwaren sowie Uhren und Schmuck. Weit abgeschlagen hingegen finden sich eher traditionelle Konsumgüter wie Heimtextilien und Lederwaren.

Gekauft wird laut der Umfrage zunehmend über das Internet - möglicherweise auch, um angesichts der Pandemie engen Kontakt und Menschenansammlungen zu vermeiden. Worauf der Handel im Weihnachts-Geschäft in Bayern hofft, erfahren Sie hier.

Dienstag, 17. November, 21 Uhr: Acht Corona-Fälle in Memminger Seniorenheim, Bewohnerin tot

Nun hat das Coronavirus auch das Ulrichsheim in Memmingen erwischt: Leiter Albert Madlener bestätigte am Dienstag auf Anfrage, dass sich in der Einrichtung für Senioren fünf Bewohner und drei Pflegekräfte infiziert hätten. Madlener bestätigte unserer Redaktion auch, dass eine Infizierte, eine 84-jährige Frau, in der Nacht auf Dienstag im Memminger Klinikum gestorben sei.

Dienstag, 17. November, 20.10 Uhr: Steinmeier: Möglichen Corona-Impfstoff mit ärmeren Ländern teilen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dazu aufgerufen, künftige Corona-Impfstoffe mit ärmeren Ländern zu teilen. Ärmeren Ländern zu helfen und Teile ihrer Bevölkerung zu impfen, sei nicht allein ein Akt der Solidarität, schrieb Steinmeier in einem Gastbeitrag für den "Tagesspiegel" (Mittwoch). "Deutschland und Europa sollten jetzt ein politisches Signal geben, dass sie bereit sind, von Beginn an einen Teil dieser Kontingente abzugeben, um etwa Gesundheitspersonal auch in ärmeren Ländern der Welt so rasch wie möglich zu schützen." Die EU-Kommission hatte vergangene Woche formal einen Rahmenvertrag mit den Firmen Biontech und Pfizer über bis zu 300 Millionen Impfdosen gebilligt. Ergebnisse klinischer Tests des Impfstoffes waren vielversprechend.

Auf die Leistungen der Biontech-Unternehmer Özlem Türeci und Ugur Sahin könne man stolz sein, schrieb Steinmeier. "Aber es sollte uns noch stolzer machen, wenn wir die Einsicht und die Weisheit hätten, in dieser Situation der Welt ein Beispiel zu geben" - nämlich, dass eine enge und solidarische Zusammenarbeit in der EU und international "mehr ist als ein Lippenbekenntnis, sondern buchstäblich lebensrettend."

Dienstag, 17. November, 18.20 Uhr: Lehrerverband schlägt wegen Corona zusätzliches Schuljahr vor

Wegen der Corona-Krise kann sich der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger auch ein zusätzliches Schuljahr vorstellen. Es zeichne sich ab, dass auch dieses Schuljahr kein normales werde und es nicht gelinge, die Lehrpläne zu erfüllen, sagte Meidinger dem Nachrichtenportal "Watson". "Für viele Eltern und Schüler würde die Möglichkeit eines Zusatzjahres enormen Druck aus der jetzigen Situation herausnehmen, übrigens auch das Problem des Notendrucks, den manche Elternverbände beklagen, entschärfen."

Vorstellbar sei vieles, etwa das freiwillige Wiederholen eines Schuljahres ohne Wertung als Sitzenbleiben oder das Angebot eines Zusatzjahres beispielsweise vor den Abschlussprüfungen, sagte Meidinger. Er forderte zudem einen "langfristigen Masterplan", damit Eltern, Lehrer und Schüler nicht tagtäglich durch neue kurzfristig Maßnahmen verunsichert würden.

Dienstag, 17. November, 17.55 Uhr: Corona-News aus Kempten

Corona beherrscht auch die Kempten-Nachrichten. Am Dienstag wurde bekannt, dass in einer Kemptener Asylunterkunft 17 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. 78 Bewohner, die sich länger schon in Quarantäne, befinden, dürfen auch jetzt das Haus nicht verlassen.

Die Betreiber des Colosseum Kino in Kempten sind mit ihrer Klage gegen die Schließung im November-Lockdown indes vor einem weiteren Gericht gescheitert. Wieso sie trotzdem noch nicht aufgeben.

Dienstag, 17. November, 17.10 Uhr: Südtirol bereitet einen Corona-Massentest fürs Wochenende vor

Die Südtiroler Landesregierung hat ihre Bürger zur Teilnahme an einem geplanten Corona-Massentest am nächsten Wochenende aufgerufen. "Es handelt sich um freiwillige Tests, niemand wird gezwungen", sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher am Dienstag in Bozen. "Es ist der Appell an die Bevölkerung, die Einladung mitzumachen", erläuterte er. Die norditalienische Provinz Bozen-Südtirol will mit den Schnelltests einen "aktiven Schritt" machen, um die Corona-Zahlen zu drücken, sagte der regionale Regierungschef. Die zentrale Testphase startet am Freitag (20.11.) und dauert bis Sonntag. Die kleine Alpen-Provinz geht damit in Italien einen Sonderweg.

Angepeilt ist, dass rund zwei Drittel der Südtiroler Bevölkerung, das wären etwa 350.000 Menschen, den Antigen-Schnelltest machen. Den Abstrich sollen Männer, Frauen und Kinder ab dem Alter von fünf Jahren vornehmen lassen. Dafür gibt es rund 200 Teststandorte in den Gemeinden. Das Ergebnis der Virusprobe soll nach spätestens einer halben Stunde vorliegen. Die Bürger könnten es per E-Mail oder Kurzmitteilung aufs Handy bekommen, hieß es.

Kompatscher sagte, es sei wichtig, die Virusträger ohne Symptome zu finden. Wer positiv getestet wird und beschwerdefrei ist, soll zehn Tage zu Hause in Isolation gehen. Wenn die Menschen von ihrer Ansteckung wüssten, könne ein "großer Teil der Infektionsketten" unterbrochen werden, erläuterte der Politiker. Bei einem Erfolg des Massentests stellte er Erleichterungen der Corona-Einschränkungen für die Wirtschaft und in den Schulen in Aussicht.

Die Autonome Provinz gehört in Italien zu den Roten Zonen mit strengen Corona-Sperren. Dort gab es am Montag rund 550 Neuansteckungen in 24 Stunden. Das Screening soll außer an Teststationen auch in Betrieben, Arztpraxen und Apotheken möglich sein. An diesen drei Orten laufen die Abstriche etwas länger.

Dienstag, 17. November, 16.55 Uhr: Für Corona-Beschränkungen soll Vier-Wochen-Befristung kommen

Die geplanten genaueren gesetzlichen Grundlagen für Corona-Beschränkungen sollen auch konkrete Vorgaben zur Befristung machen. "Maßnahmen der Landesregierungen sind in Zukunft wie von der SPD gefordert immer zu befristen und das grundsätzlich auf vier Wochen", sagte SPD-Rechtsexperte Johannes Fechner am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Sie könnten dann nur mit einer erneuten Entscheidung der Landesregierung verlängert werden. Diese generelle Befristung habe den Vorteil, dass bei Fristablauf geprüft werden müsse, inwieweit Maßnahmen noch erforderlich und angemessen seien.

Bundestag und Bundesrat sollen an diesem Mittwoch über einen neuen Paragrafen 28a des Infektionsschutzgesetzes abstimmen, der eine genauere Rechtsgrundlage schaffen soll. Angesichts von Kritik und rechtlichen Zweifeln am bisherigen Vorgehen von Bund und Ländern sollen "besondere Schutzmaßnahmen" gegen das Coronavirus geregelt werden. Welche Schritte nötig sein könnten, soll einzeln aufgelistet werden - etwa Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht im öffentlichen Raum oder Untersagungen, Beschränkungen und Schließungen.

Für Rechtsverordnungen der Länder zu solchen Beschränkungen soll eine Begründungspflicht kommen, um Entscheidungsgründe transparent zu machen. Vorgesehen ist auch eine Pflicht zur Befristung von Maßnahmen. In der Beschlussempfehlung des Gesundheitsausschusses wurde dazu eine konkrete Zeitvorgabe ergänzt: "Die Geltungsdauer beträgt grundsätzlich vier Wochen; sie kann verlängert werden."

Dienstag, 17. November, 15.50 Uhr: Über ein Drittel der DEL2-Mannschaft des ESV Kaufbeuren positiv getestet

Nach dem Seniorenheim Espachstift gibt es in Kaufbeuren einen weiteren aktuellen Corona-Hotspot. Rund ein Drittel aller Spieler der Herren-Eishockey-Mannschaft des ESV Kaufbeuren ist positiv getestet worden. Das hat Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse eben in einem Youtube-Video mitgeteilt. Das Team befindet sich bereits seit Sonntag in Quarantäne. Mehr zu den Corona-Fällen beim ESVK hier.

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Dienstag, 17. November, 14.30 Uhr: Corona-Todesfall im Oberallgäu

Im Oberallgäu ist erneut eine Person an oder mit Covid-19 gestorben. Damit steigt die Zahl der Corona-Todesfälle im Allgäu auf 126.

Dienstag, 17. November, 13.40 Uhr: Laborverband: Leichter Rückgang bei Corona-Tests in Deutschland

Nach der zuletzt sehr hohen Auslastung medizinischer Labore ist die Zahl der Corona-Tests bundesweit laut einem großen Verband zuletzt etwas zurückgegangen. In der Woche vom 9. bis 15. November seien nach Daten von 163 Laboren rund 1,26 Millionen sogenannte PCR-Tests durchgeführt worden, sagte der erste Vorsitzende des Verbands Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM), Michael Müller, am Dienstag in einer Videoschalte.

In den beiden Kalenderwochen zuvor waren es jeweils rund 1,44 Millionen Tests, das entsprach laut ALM-Statistik einer Auslastung der Labore von 100 beziehungsweise 97 Prozent. Vergangene Woche lag die Auslastung bei 81 Prozent - nach Verbandseinschätzung immer noch ein sehr hoher Wert. Man arbeite nach wie vor am Limit, aber derzeit zumindest nicht mehr darüber hinaus, hieß es in einer Mitteilung.

Rund 9,2 Prozent der vom Verband erfassten 1,26 Millionen Tests fielen positiv aus, das sei die höchste Rate sei Beginn der Datenerhebung im Anfang März. Die sogenannte Positivenrate ist in den vergangenen Wochen kontinuierlich angestiegen: Anfang Oktober (Woche vom 5. bis 11. Oktober) lag sie nach ALM-Daten bei 2,5 Prozent, am Monatsende (26. Oktober bis 1. November) bereits bei 7,2 Prozent.

Der Verband erklärte den Rückgang der Zahlen mit veränderten Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) zu Corona-Tests. Danach sollen zum Beispiel insbesondere Menschen mit Symptomen getestet werden. "Nun zeigen die [...] vom RKI vorgestellten Testkriterien für den Herbst und Winter Wirkung", hieß es.

Der Verband hatte wiederholt anlasslose Tests kritisiert und Anfang November wegen Überlastung Alarm geschlagen. Der leichte Rückgang bedeute nun keinesfalls, dass man nun wieder breiter und ungezielter testen könne, hieß es. Verwiesen wurde auch darauf, dass im Winter noch andere Krankheiten wie Grippe zu diagnostizieren seien.

Dienstag, 17. November, 13.10 Uhr: 15 Anzeigen bei Corona-Demo in Kempten

Die Polizei hat nach eigenen Angaben 15 Teilnehmer im Rahmen der Corona-Demo am Montagabend in Kempten angezeigt. Vor der Ansprache des Corona-Skeptikers Bodo Schiffmann auf dem Hildegardplatz zogen etwa 70 Menschen durch die Innenstadt. Einzelne Teilnehmer verstießen dabei gegen den Auflagenbescheid der Stadt: Sie trugen keinen Mund-Nasen-Schutz. Einer von ihnen wurde angezeigt.

Die Demonstration auf dem Hildegardplatz mit etwa 800 Teilnehmern verlief laut Polizei relativ ruhig. Ein Großteil hielt sich an die Auflagen, 14 Menschen wurden wegen Verstoßes gegen das bayerische Versammlungsgesetz angezeigt.

Am Residenzplatzes versammelten sich etwa 10 bis 15 Gegendemonstranten, die sich ebenfalls friedlich verhielten.

Dienstag, 17. November, 12.50 Uhr: Corona im Kaufbeurer Espachstift: Bislang 62 positive Fälle

Nachdem im Kaufbeurer Espachstift eine Reihe von Corona-Infizierungen bekannt geworden sind, arbeitet die Heimleitung nun intensiv daran, den Alltagsbetrieb aufrecht erhalten zu können. Wie das genau aussieht, erfahren Sie hier.

Dienstag, 17. November, 12.30 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt: Corona-Neuinfektionen erneut unter Vorwochenstand

Es gibt immer mehr Anzeichen dafür, dass die Zahl täglicher Neuinfektionen demnächst wieder merklich sinken könnte. Wird es damit so rasch gehen wie beim Lockdown im Frühjahr? Ein Überblick über die aktuellen Corona-Zahlen.

Dienstag, 17. November, 11.45 Uhr: Dobrindt: CSU für weitergehende Corona-Maßnahmen in Schulen

Die CSU hat sich klar für weitere Maßnahmen zum Kampf gegen die Corona-Pandemie auch in Schulen ausgesprochen. "In der CSU ist man sich einig darüber, dass man weitere Maßnahmen benötigt", sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt am Dienstag vor einer Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Auch in den Schulen gebe es Infektionen, deswegen solle man auch dort handeln, um das Gesamt-Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen.

Er werbe ausdrücklich nicht für Schulschließungen, sagte Dobrindt. Aber Schulen müssten Maßnahmen ergreifen können, damit dort Kontakte reduziert würden. Dies könne auch mit einem Mix an Maßnahmen erreicht werden. Die CSU wolle ein abgestimmtes Handeln mit den anderen Ländern. Über einzelne Maßnahmen an den Schulen wie eine Maskenpflicht, Wechsel- oder Hybridunterricht müsse man reden. Dies solle auch in einer öffentlichen Diskussion vorbereitet werden.

Das Kanzleramt hatte zu den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am Montag Vorschläge zum Infektionsschutz der Schulen vorgelegt. Eine Mehrheit der Länder lehnte jedoch einen Beschluss in diesem Bereich ab und wollte die weitere Entwicklung der Infektionszahlen abwarten. Nun soll am 25. November erneut beraten werden, ob der bis Ende des Monats befristete Teil-Lockdown verlängert und sogar verschärft werden muss. Das Kanzleramt rechnet nicht damit, dass bis dahin schon Lockerungen beschlossen werden können.

Dienstag, 17. November, 11.20 Uhr: Auch Augsburg und Straubing dabei: DEL-Start immer wahrscheinlicher

Zwölf Vereine inklusive zweier bisheriger Wackelkandidaten haben sich für einen Neustart der Deutschen Eishockey Liga ausgesprochen. Damit wächst die Chance, dass die DEL bei ihrem Gesellschaftertreffen am Donnerstag den Beginn der Meisterschaft trotz der aktuellen Corona-Maßnahmen beschließt.

Am Dienstag teilten die Straubing Tigers und die Augsburger Panther mit, die Saison finanziell durchgeplant zu haben und notfalls auch komplett ohne Zuschauer bestreiten zu können. Die beiden Vereine hatten sich bis zuletzt noch nicht festgelegt.

Von den 14 Erstligisten haben nur die Kölner Haie und die Iserlohn Roosters noch nicht entschieden, ob sie an der Spielzeit teilnehmen. Zumindest die Haie sahen sich am Montag "grundsätzlich auf einem guten Weg", wie Geschäftsführer Philipp Walter sagte.

Straubings Geschäftsführerin Gaby Sennebogen teilte mit, dass bis zuletzt intensiv an einem soliden Konzept gearbeitet wurde. "Daher haben wir keine Hauruck-Aktionen gestartet und wollten auch keine falschen Hoffnungen wecken", sagte sie. Durch Hilfen von Sponsoren, aber auch Trainern, Spielern und anderen Beteiligten sei die Saison finanziell machbar. Augsburgs Gesellschafter Lothar Sigl sprach von einem "unglaublichen Kraftakt" und lobte Spieler und Trainer, die "geschlossen einem erheblichen Gehaltsverzicht zugestimmt haben. Es ist beeindruckend, wie loyal jeder um die Saison gekämpft hat."

Dienstag, 17. November, 11.10 Uhr: Verfassungsgerichtshof weist Eilanträge gegen Teil-Lockdown ab

Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat Eilanträge gegen den coronabedingten Teil-Lockdown im Freistaat abgewiesen. In einer am Dienstag veröffentlichten Entscheidung lehnten es die Richter ab, die neuen Vorschriften der bayerischen Corona-Verordnung per einstweiliger Anordnung außer Vollzug zu setzen. Es liege keine offensichtliche Verletzung von Freiheits- und Gleichheitsgrundrechten der bayerischen Verfassung vor.

Die achte bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung enthalte zwar erhebliche Verschärfungen, etwa eine vorübergehenden Schließung von Betrieben und sonstigen Einrichtungen. Die Belange der Betroffenen müssten aber zurücktreten "gegenüber der fortbestehenden und in jüngster Zeit wieder erheblich gestiegenen Gefahr für Leib und Leben einer Vielzahl von Menschen". Zudem verwiesen die Richter in ihrer Begründung auf eine drohende Überforderung der "personellen und sachlichen Kapazitäten des Gesundheitssystems". (Az. Vf. 90-VII-20)

Dienstag, 17. November, 10.30 Uhr: Söder kündigt längere und schärfere Maßnahmen an

Wir sind noch mitten im Teil-Lockdown. Und dass wir bald wieder mehr dürfen, ist unwahrscheinlich. Mit den Verhandlungen der Ministerpräsidenten in Berlin ist Markus Söder nur so mäßig zufrieden. Er stimmt Deutschland nun auf eine Verlängerung und weitere Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen über das Monatsende hinaus ein. Darüber hinaus will am Dienstag das bayerische Kabinett den Corona-Haushalt 2021 festzurren.

Dienstag, 17. November, 10.15 Uhr: Regierung verteidigt "#besonderehelden"-Videos gegen Kritik

Die Bundesregierung hat die breite Aufmerksamkeit für eine Video-Kampagne begrüßt, in der sie Nichtstuer während der Corona-Krise augenzwinkernd zu Helden erklärt. "Da ist viel Aufmerksamkeit auf genau diese zentrale Botschaft, die uns wichtig war, gelenkt worden", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag. Zugleich respektiere er, wenn einzelne Menschen sich unwohl fühlten mit solchen Spots. Mit den Videos mit dem Schlagwort "#besonderehelden" sollen junge Menschen dazu animiert werden, Kontakte zu reduzieren. Der Versuch, diese Botschaft humorvoll zu verbreiten, war allerdings auf ein gemischtes Echo gestoßen. Das Video sehen Sie hier.

Dienstag, 17. November, 9.50 Uhr: Biden warnt: Trumps Blockade könnte zu noch mehr Corona-Toten führen

Die Corona-Krise eskaliert in den USA. Der gewählte Präsident Biden will die Pandemie ab seinem Amtsantritt rasch eindämmen. Doch Trump erschwert ihm die Vorbereitungen. In Wisconsin kann der Amtsinhaber eine Neuauszählung der Stimmen beantragen - aber nur gegen Vorkasse. Biden erhöht nun den Druck auf Trump.

Dienstag, 17. November, 9.30 Uhr: Merkel: Corona-Entscheidungen gehören zu schwierigsten der Amtszeit

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat um Verständnis für die starken Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Corona-Pandemie geworben. Die Maßnahmen seien eine "demokratische Zumutung", sagte sie am Dienstag bei einer Konferenz der "Süddeutschen Zeitung". Die Entscheidungen, die gerade getroffen werden müssten, gehörten zu den schwersten ihrer Amtszeit. Doch klar sei: "Wenn wir warten würden, bis die Intensivbetten voll belegt sind, wäre es zu spät."

Merkel betonte, Risikogruppen gebe es in Deutschland nicht nur in Alten- und Pflegeheimen. Es gebe viele Bürger mit Vorerkrankungen und solche, die älter als 60 Jahre seien. Diese müssten geschützt werden. Dabei hätten Wissenschaft und Gesellschaft in den vergangenen Monaten bereits viel gelernt. "Wir lernen in und mit der Pandemie", sagte Merkel. Das wichtigste bleibe die Nachverfolgung von Kontakten zur Unterbrechung von Infektionsketten.

Dienstag, 17. November, 9 Uhr: Arbeitsmarkt erholt sich leicht vom Corona-Schock

Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich im dritten Quartal dieses Jahres leicht vom Corona-Schock erholt. Nach einem deutlichen Rückgang im Frühjahr stieg die Zahl der Erwerbstätigen wieder um 0,1 Prozent auf 44,7 Millionen Menschen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Bereinigt um Saisoneffekte machte das noch einen Rückgang um 0,1 Prozent zum Vorquartal aus. Zum Vorjahresquartal sank die Zahl der Erwerbstätigen in den Monaten Juli bis September allerdings um 1,4 Prozent oder 654.000 Menschen.

Betroffen waren hier vor allem die Bereiche Handel, Gastgewerbe und Verkehr sowie Leiharbeit. Auch in der Industrie gab es weniger Jobs, während Öffentlicher Dienst, Gesundheit sowie Information und Kommunikation zulegten. Überdurchschnittlich stark ging erneut die Zahl der Selbstständigen und ihrer mithelfenden Familienangehörigen zurück.

Kurzarbeiter werden in der Statistik weiter als erwerbstätig geführt. Allerdings wirkt sich die Kurzarbeit auf die durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden aus. Sie gingen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,6 Prozent auf 344,9 Stunden zurück. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen sank um 4,0 Prozent auf 15,4 Milliarden Stunden.

Dienstag, 17. November, 8.48 Uhr: Banger Blick auf Corona-Zahlen nach Beratungen mit Merkel

Fünf Stunden lang haben Merkel und die Ministerpräsidenten am Montag Halbzeitbilanz des vierwöchigen Teil-Lockdowns gezogen. Es blieb bei weiteren Appellen an die Bevölkerung. Weitere Verschärfungen wurden nicht beschlossen. Nächste Woche sollen aber Entscheidungen fallen. Diese hängen vor allem davon ab, wie sich die Infektionszahlen weiter entwicklen. Darum wird diese Woche mit bangen Blicken darauf geschaut - ein Überblick.

Dienstag, 17. November, 8.15 Uhr: Ministerpräsidentin: "Nicht im Wochenrhythmus die Schrauben anziehen"

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) verteidigt den Aufschub weiterer Anti-Corona-Maßnahmen durch Bund und Länder. "Wir haben vor 14 Tagen den privaten Bereich stark eingeschränkt", sagte die SPD-Politikerin am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Man kann nicht im Wochenrhythmus die Schrauben anziehen." Es müsse stattdessen ein Gesamtkonzept für Dezember und Januar geben.

Von Anfang an habe man gesagt, dass das Treffen am Montag nur eine Zwischenbilanz sein könne, sagte Schwesig weiter. Man könne zu diesem Zeitpunkt weder über Lockerung noch Verschärfung reden. Schwesig hatte sich bereits vor dem Treffen am Montag gegen neue Maßnahmen ausgesprochen. Bund und Länder hatten sich am Montag darauf verständigt, für die nächsten Tage erst einmal keine weiteren Verbote und verbindlichen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu erlassen.

Dienstag, 17. November, 7.25 Uhr: Skipräsident Steinle: Sorge um WM-Absage "gering"

Der Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), Franz Steinle, macht sich trotz der prekären Corona-Lage keine Gedanken über eine möglicherweise kurzfristige Absage der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf. Die Sorgen um eine Absage seien als "gering" zu betrachten, sagte der Funktionär in einer Video-Pressekonferenz 100 Tage vor dem Start der Titelkämpfe im Allgäu (23. Februar bis 7. März 2021). "Wir blicken optimistisch in die Zukunft", sagte Steinle. Derzeit plane man die Events mit 2.000 (Langlauf-Stadion) bis 2.500 Zuschauern (Skisprung-Arena). Neben Langläufern und Skispringern sind bei der WM auch die Nordischen Kombinierer vertreten.

Bei der Frage nach einer möglichen WM-Verschiebung verwies Steinle auf die laufenden Verträge und den Weltverband Fis, der ein solches Vorgehen trotz der Pandemie ablehnt. Man habe die Frage allerdings "im Aufsichtsrat diskutiert". Die Weltmeisterschaften seien zu einem bestimmten Datum vergeben, "das kann nicht einfach so rückgängig gemacht werden", fügte Steinle an. Das Vierschanzentournee-Springen in Oberstdorf Ende Dezember soll den Organisatoren als wichtiger Testlauf dienen. Auch dort wird derzeit mit 2.500 Besuchern geplant.

Dienstag, 17. November, 6.44 Uhr: Österreich ab Dienstag wieder im Lockdown

Das öffentliche Leben in Österreich fährt wieder auf Minimalbetrieb herunter. Wie im Frühjahr ist in dem Nachbarland ein harter Lockdown das Rezept gegen die Corona-Pandemie. Ein Überblick.

Dienstag, 17. November, 6 Uhr: 14.419 Fälle: Corona-Neuinfektionen unter Vorwochenstand

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.419 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 1000 Fälle weniger als vor einer Woche, wie aus Angaben des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 15.332 gelegen – und damit erstmals seit September unter dem Wert vom Dienstag zuvor (15.352). Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 815.746 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 17. 11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Dienstag um 267 auf insgesamt 12.814. Das RKI schätzt, dass rund 530.200 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 0,97 (Vortag: 1,03). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch knapp 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Montag, 16. November, 21.55 Uhr: 800 Zuhörer bei Corona-Skeptiker Bodo Schiffmann in Kempten

Der umstrittene Arzt und Corona-Skeptiker Bodo Schiffmann hat am Montagabend einen Stopp in Kempten eingelegt. Wie die Polizei die Veranstaltung auf dem Hildegardplatz bewertet hier.

Montag, 16. November, 21.19 Uhr: Länder wollen Bund im Kampf gegen Corona nicht das Feld überlassen

Die Länder wollen sich bei der Vorbereitung neuer Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie künftig stärker einbringen und nicht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) allein das Feld überlassen. Das kündigte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD), am Montag nach einer Videokonferenz von Bund und Ländern an (Einen Überblick, was beim Corona-Gipfel beschlossen wurde hier).

"Wir hatten ja in der Vergangenheit sehr gut funktionierende und geübte Verfahren, dass für gemeinsame Sitzungen gemeinsame Papiere auch gemeinsam erarbeitet werden", sagte Müller. "Und wir haben uns heute verständigt, dass wir da auch wieder hin wollen, dass wir zu diesen Verfahren zurückkehren."

Zuletzt habe das Kanzleramt mitunter "doch sehr kurzfristig" Papiere erarbeitet, und dafür könne es objektive Gründe geben. "Aber wir müssen das zwischen 16 Ländern auch noch beraten können. Und das dann am Sonntagabend um 23.00 Uhr machen zu müssen, und Montag früh geht es gleich weiter, dient oft auch der Sache nicht", so Müller. Nötig sei ein Verfahren, "mit dem man sich intensiver und besser mit den Fragen auseinandersetzen kann, als es in den letzten zwei, drei Sitzungen der Fall war."

Für die Konferenz am Montag zur Halbzeit des vierwöchigen Teil-Lockdowns im Kampf gegen die Corona-Pandemie hatte das Kanzleramt einen Beschlussentwurf erarbeitet, der weitergehende Kontaktbeschränkungen für die Bürger vorsah. Aus den Ländern gab es dem Vernehmen nach deutliche Kritik an diesem Vorgehen. Am 25. November wollen Bund und Länder erneut über das weitere Vorgehen beraten.

Montag, 16. November, 20.10 Uhr: Söder stellt längere und schärfere Anti-Corona-Maßnahmen in Aussicht

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Menschen in Deutschland auf eine Verlängerung und weitere Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen über das Monatsende hinaus eingestimmt. "Ich habe wenig Hoffnung, dass Ende November alles wieder gut ist", sagte Söder am Montagabend in Berlin nach Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel und den anderen Ministerpräsidenten der Länder. Man müsse die Maßnahmen deshalb "lieber verlängern statt vorzeitig abzubrechen". "Im Zweifel müssen wir auf Sicherheit setzen."

Die Neuinfektions-Zahlen begännen zu stagnieren, sagte Söder, betonte aber: "Es reicht noch nicht." Ziel müsse sein, die Zahl Richtung 50 zu senken, um Infektionsketten nachverfolgen und ein diffuses Geschehen verhindern zu können. Söder kündigte konkrete Beschlüsse für kommende Woche an.

Söder fügte hinzu, um das Weihnachtfest mache er sich fast weniger Sorgen als um Silvester. Er fügte hinzu: "So richtig vorstellen mag ich mir nicht, dass wirklich große Skiferien wieder stattfinden."

Montag, 16. November, 20 Uhr: Merkel kündigt längerfristiges Corona-Konzept für 25. November an

Bund und Länder wollen demnächst einen Ausblick auf das weitere Vorgehen beim Corona-Krisenmanagement bis Anfang des neuen Jahres geben. Dies werde bei einer Konferenz am 25. November angestrebt, sagte Kanzlerin Angela Merkel am Montagabend in Berlin nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Zu 100 Prozent lasse sich die Entwicklung nicht voraussagen. Angestrebt werde aber Berechenbarkeit und Planbarkeit über Weihnachten und den Jahreswechsel hinaus. Der beschlossene Teil-Lockdown mit Schließungen zahlreicher Einrichtungen läuft vorerst bis Ende November.

Merkel betonte, Kontaktbeschränkungen seien "das Erfolgsrezept", um die Virus-Ausbreitung zu bremsen: "Jeder Kontakt, der nicht stattfindet, ist gut für die Bekämpfung der Pandemie." Wichtig sei zudem, in Regionen mit hohen Fallzahlen stärker gegenzusteuern.

Montag, 16. November, 19.50 Uhr: Corona-Beratungen: Bund und Länder vertagen Entscheidung über Schulen

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben eine Entscheidung über das weitere Vorgehen an den Schulen in der Corona-Pandemie vertagt. "Bund und Länder werden auf der nächsten Konferenz darüber beraten, wie Ansteckungsrisiken im Schulbereich in Hotspots reduziert werden können", beschlossen Merkel und die Länderchefs am Montag nach mehrstündigen Beratungen. Das nächste Gespräch ist nach Angaben der Bundeskanzlerin für den 25. November geplant.

Der Bund hatte zuvor verschärfte Maßnahmen an Schulen vorgeschlagen, wie eine Maskenpflicht für alle Schüler und Lehrer auch im Unterricht und eine Halbierung der Klassen. Damit konnte er sich zunächst aber nicht durchsetzen. In dem Beschluss von Bund und Ländern heißt es nun, verlässliche Betreuung diene der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Bildung sei essenziell für die Zukunftschancen der jungen Generation. "Deshalb genießt die Offenhaltung von Einrichtungen im Präsenzunterricht in diesem Bereich mit hohem Infektionsschutzniveau eine wichtige politische Priorität."

Montag, 16. November, 19.45 Uhr: Merkel: Länder wollten mehrheitlich keine Corona-Rechtsänderungen

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben nach Darstellung von Kanzlerin Angela Merkel neue verpflichtende Beschränkungen wegen der Corona-Krise verhindert. Die Länder seien mehrheitlich der Meinung gewesen, vor Ablauf der derzeitigen Vorschriften Ende November keine "Zwischen-Rechtsänderungen" vorzunehmen, sagte Merkel nach den Beratungen am Montagabend in Berlin. Bei diesem Thema sei sie durchaus etwas anderer Meinung gewesen.

Merkel betonte, seit den im Oktober getroffenen Beschlüssen habe sich die Infektionslage zwar verbessert, aber eine Trendumkehr sei nicht erreicht worden. Von einem Wert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche sei man noch weit entfernt. Deshalb müssten sich die Menschen weiter einschränken und Kontakte so weit wie möglich vermeiden. Mitte der kommenden Woche wollen Merkel und die Ministerpräsidenten die Lage erneut bewerten und dann gegebenenfalls auch Vorschriften verschärfen.

Montag, 16. November, 19.40 Uhr: Corona-Todesfall im Kaufbeurer Seniorenzentrum

Im Kaufbeurer Seniorenheim Espachstift mit fast 60 Corona-Infizierten gibt nun es einen Todesfall. Kuratoriumsvorsitzender Ernst Schönhaar berichtete am Montagabend, dass eine betagte Bewohnerin mit Covid-19 verstorben sei.

Montag, 16. November, 19.23 Uhr: Bund und Länder appellieren: Keine privaten Feiern mehr

Zum Eindämmen der Corona-Pandemie rufen Bund und Länder die Bürger auf, ihre privaten Kontakte noch einmal deutlich zu reduzieren. Sie sollten gänzlich auf private Feiern verzichten, private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten sollten auf einen festen weiteren Hausstand beschränkt werden. Das schließe auch Kinder und Jugendliche in den Familien mit ein. Auf diesen Appell verständigten sich nach dpa-Informationen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder am Montag in ihrer Videokonferenz.

Montag, 16. November, 18 Uhr: Lockdown in Österreich beginnt - Fast alle Läden zu

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie wird in Österreich das öffentliche Leben wieder auf Minimalbetrieb heruntergefahren. Von Dienstag bis zum 6. Dezember kommt es zum Lockdown. So gelten ab Mitternacht erneut Ausgangsbeschränkungen für die knapp neun Millionen Bürger. Wie bereits zu Beginn der Pandemie im Frühjahr ist das Verlassen von Haus und Wohnung nur aus bestimmten Gründen erlaubt - wie zum Beispiel zum Einkaufen, für unbedingt nötige Fahrten zur Arbeit, für Arztbesuche oder auch zum Spaziergehen und Joggen.

Fast alle Geschäfte sind zu. Nur die Läden für den täglichen Bedarf wie etwa Supermärkte, Drogerien, Apotheken und Banken sind geöffnet. Die Schulen stellen auf Fernunterricht um.

In Österreich lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit zuletzt rund 550 um ein Mehrfaches über dem deutschen Wert. Allerdings wurden zum Wochenstart binnen eines Tages nur noch 4657 Neuinfizierte gezählt. Etwa halb so viele wie am vergangenen Freitag. Rund um das Wochenende sind die Zahlen allerdings weniger aussagekräftig, da eine Reihe von Fällen erst später gemeldet wird.

Montag, 16. November, 17.40 Uhr: Corona-Ausbruch mit fast 60 Infizierten in Kaufbeurer Altenheim: Fragen und Antworten

Im betroffenen Kaufbeurer Seniorenheim sind nach derzeitigem Stand 35 Bewohner und 24 Mitarbeiter infiziert. Die Tests sind allerdings noch nicht abgeschlossen. Unsere Redaktion in Kaufbeuren hat am Nachmittag mit der Heimleitung gesprochen und beantwortet die wichtigsten Fragen: Wie geht es nun für Betroffene und Angehörige weiter und drohen Kaufbeuren nach dem Massenausbruch noch schärfere Corona-Regeln?

Montag, 16. November, 16 Uhr: Ungarn und Polen blockieren Beschluss für EU-Corona-Hilfen

Der notwendige Beschluss für die milliardenschweren Corona-Hilfen der EU ist blockiert. Ungarn und Polen verhinderten am Montag aus Protest gegen ein neues Verfahren zur Ahndung von Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit, dass der politische Entscheidungsprozess wie geplant fortgesetzt werden kann, wie die Deutsche Presse-Agentur von Diplomaten erfuhr.

Montag, 16. November, 15.12 Uhr: Hotel- und Gaststättenverband droht mit Klage vor Verfassungsgericht

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hat wegen der geplanten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gedroht. Mit den Änderungen werde eine neue Rechtsgrundlage für umfangreiche Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie geschaffen. Diese bedeutet nach Auffassung des Verbands einen erheblichen Eingriff in die Grundrechte der betroffenen Gastwirte und Hoteliers. "Es ist jedoch inkonsequent und unseres Erachtens verfassungswidrig, dass keine Entschädigung für diesen Fall für unsere Betriebe vorgesehen ist", sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick am Montag in Berlin. Sollte es keine entsprechenden Korrekturen geben, "werden wir für die Branche Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe einlegen".

Bundestag und Bundesrat wollen am Mittwoch Änderungen am Infektionsschutzgesetz beschließen. Dabei geht es vor allem um die gesetzliche Grundlage für weitreichende Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Union und SPD wollen bisherige allgemeine Formulierungen in dem Gesetz präzisieren und genauer vorgeben, welche Beschränkungen möglich sind, etwa Abstandsgebote, Kontaktbeschränkungen oder die Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Genannt werden auch die Schließung von Geschäften und Verbote für Veranstaltungen.

Montag, 16. November, 14.45 Uhr: Fauci zu Corona-Impfstoff: "Besser wird es nicht"

Der renommierte US-Immunologe und Corona-Experte Anthony Fauci hat begeistert auf Daten des US-Pharmaunternehmens Moderna für dessen Corona-Impfstoff reagiert. "Das sind offensichtlich sehr aufregende Ergebnisse", sagte Fauci nach Angaben des TV-Senders CNN. Moderna hatte am Montag mitgeteilt, dass Zwischenergebnisse eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent zeigten. "Besser wird es nicht - 94,5 Prozent sind wirklich hervorragend", so Fauci.

Seiner Einschätzung zufolge könnten die ersten Impfungen in den USA im Dezember bei Hochrisikogruppen beginnen, der breite Rest der Bevölkerung könnte eher ab Ende April dran sein. "Und das wird in den Mai, Juni und Juli hineingehen. Das wird ein paar Monate dauern."

Montag, 16. November, 13.58 Uhr: 60 neue Corona-Infektionen in Seniorenheim in Kaufbeuren

In einem Seniorenheim in Kaufbeuren haben sich 60 Bewohner und Pflegekräfte mit dem Corona-Virus infiziert. Das berichtete Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse am Montagmittag auf seiner Facebookseite. Dieser neue Hotspot bedeute, "dass wir in den nächsten Tagen einen bundesweiten Spitzenwert bei der 7-Tages-Inzidenz erreichen werden", so Bosse. Wie es den Infizierten geht, ist derzeit nicht bekannt.

Montag, 16. November, 13.02 Uhr: Auch US-Konzern Moderna legt positive Daten zu Corona-Impfstoff vor

Mit dem US-Pharmakonzern Moderna hat ein weiterer für Europa relevanter Hersteller maßgebliche Daten für seinen Corona-Impfstoff vorgelegt. Der RNA-Impfstoff habe eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent, hieß es in einer Mitteilung von Moderna am Montag. Die EU-Kommission verhandelt mit dem US-Konzern über die Lieferung von bis zu 160 Millionen Impfdosen. Am vergangenen Montag hatten das Mainzer Unternehmen Biontech und der Pharmakonzern Pfizer solche Zwischenergebnisse aus der entscheidenden Studienphase für ihren Impfstoff-Kandidaten vorgelegt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 16. November, 12.50 Uhr: Neue Corona-Verordnung im Saarland - Tattoo-Studios dürfen öffnen

Im Saarland ist seit Montag eine neue Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie mit angepassten Regeln in Kraft. Demnach ist der Betrieb von Tattoo- und Piercing-Studios unter Einhaltung entsprechender Hygienekonzepte wieder zulässig. Betreiber von Tattoo- und Piercing-Studios hatten sich in der vergangenen Woche vor dem Oberverwaltungsgericht des Saarlandes erfolgreich gegen die Schließung ihrer Betriebe während des Teil-Lockdowns gewehrt.

Vom Betriebsverbot in der Gastronomie ausgenommen sind nun auch Rastanlagen an Bundesautobahnen und gastronomische Betriebe an Autohöfen. Die neue Verordnung im Saarland gilt bis einschließlich 29. November.

Seit zwei Wochen gelten wegen steigender Corona-Infektionszahlen Kontaktbeschränkungen. Zudem sind die Gastronomie sowie Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen vorübergehend geschlossen. An diesem Montag beraten die Regierungschefs der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Ergebnisse der bisherigen Maßnahmen und mögliche weitere Schritte.

Montag, 16. November, 12.20 Uhr: Schwesig: Teil-Lockdown zeigt in Mecklenburg-Vorpommern Wirkung

Der Teil-Lockdown zur Eindämmung der Corona-Krise zeigt nach Worten von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in dem Bundesland Wirkung. "Die Infektionszahlen sind rückläufig", twitterte Schwesig am Montag. "Gut, dass wir frühzeitig reagiert haben." Mit Blick auf die Schalte der Länder-Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Nachmittag betonte sie: "Für unser Land hat Priorität, Kita & Schule offen zu halten."

Am Wochenende hatte das Landesamt für Gesundheit und Soziales 146 neue Corona-Infektionen für MV gemeldet. Am Wochenende davor waren es 163 gewesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Anfang vergangener Woche in MV die Marke von 50 knapp überschritten hatte, lag am Sonntag bei 41,9.

Montag, 16. November, 12.15 Uhr: Söder: Corona-Verschärfungen für Wirtschaft wären zu früh

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich gegen neue Einschränkungen für die Wirtschaft wegen der anhaltenden Corona-Pandemie ausgesprochen. Vor den Bund-Länder-Beratungen am Montag sagte er auf einer Konferenz des CDU-Wirtschaftsrats: "Eine weitere Verschärfung für die Wirtschaft - ich glaube, das wäre jetzt an der Stelle zu früh und auch falsch, ein solches Signal zu senden." Zugleich plädierte der CSU-Chef dafür, Schulen weiterhin so lange wie möglich offen zu lassen - aber eine deutschlandweit einheitliche Maskenpflicht einzuführen.

Am Nachmittag will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten weitere Schritte im Kampf gegen die Pandemie besprechen. Der Bund will unter anderem die Kontaktbeschränkungen nochmals drastisch verschärfen - das ist zudem geplant.

Söder sprach sich auch für eine Corona-Steuerreform aus: Unternehmenssteuern und Energiesteuern müssten gesenkt werden, um Deutschland wettbewerbsfähig zu machen. Dadurch seien dann auch weniger Unternehmen auf staatliche Hilfe angewiesen. Die Mehrwertsteuersenkung über den Jahreswechsel hinaus zu verlängern dagegen sei nicht nötig, da ja ab Januar der Solidaritätszuschlag für die meisten Bürger wegfalle.

Montag, 16. November, 11.50 Uhr: Vorerst kein Beschluss zu schärferen Corona-Auflagen für Schulen

Bund und Länder werden bei ihrer Videokonferenz zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie an diesem Montag voraussichtlich keine schärferen Schritte für die Schulen beschließen. Nach einer geänderten Vorlage des Bundes sollen die Länder bis zur kommenden Woche einen Vorschlag vorlegen, wie Ansteckungsrisiken im Schulbereich weiter reduziert werden können. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 16. November, 11.45 Uhr: Klinikverbund Allgäu: Zehn Corona-Patienten liegen auf der Intensivstation

45 Corona-Patienten werden derzeit in den Häusern des Klinikverbunds Allgäu in Kempten (20 Patienten), Immenstadt (17) und Mindelheim (8) behandelt. Zehn von ihnen liegen nach Angaben des Verbunds derzeit auf den Intensivstationen in Kempten (2), Immenstadt (5) und Mindelheim (3). Bislang ist ein Patient in den sechs Kliniken an oder mit dem Coronavirus gestorben.

Montag, 16. November, 11.30 Uhr: Corona-Testzentrum im Unterallgäu: Neue Software zur Anmeldung

Wer sich ab sofort zum Corona-Test im Testzentrum des Landkreises Unterallgäu anmelden will, tut dies über eine neue Software. Diese soll in erster Linie positive Ergebnisse schneller an das Gesundheitsamt übermitteln. Laut Eugen Lehner, Leiter des EDV-Bereichs am Landratsamt, ist die Software direkt mit der Behörde verzahnt. Alle Daten werden digital übermittelt. Ein weiterer Vorteil: Auch andere Landkreise nutzen diese Software. So kann der Nutzer bei der Auswahl der Teststätte zwischen verschiedenen Orten wählen. Nach der Anmeldung bekommt er eine E-Mail mit der Terminbestätigung und mit einem Begleitschreiben. Wichtig: Das PDF-Dokument mit der Terminbestätigung enthält einen QR-Code, der am Testzentrum gescannt wird. Der Code muss also ausgedruckt oder auf dem Handy vorgelegt werden. Zusätzlich muss die Person ihren Ausweis vorzeigen. Zur Online-Terminreservierung kommt man über die Homepage des Landkreises www.unterallgaeu.de/corona.

Notwendig für die Online-Terminreservierung sind eine E-Mail-Adresse und eine Handynummer. Wer dies nicht hat, kann weiterhin telefonisch einen Termin reservieren unter 08261/995-406. Die Nummer ist von Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr und zudem von Montag bis Donnerstag von 14 bis 16 Uhr besetzt.

Montag, 16. November, 11.20 Uhr: Vorberatungen der Ministerpräsidenten zur Corona-Runde mit Merkel

Die Ministerpräsidenten der Länder haben am Montagvormittag gemeinsam über die am Nachmittag geplanten Verhandlungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten. Die Runde der Regierungschefs kam nach Informationen aus Teilnehmerkreisen wie geplant um 11.00 Uhr zu einer virtuellen Schalte zusammen. Die Gespräche mit der Kanzlerin sollten um 14 Uhr starten - es wurde von längeren Verhandlungen ausgegangen. Hauptstreitpunkt dürften die Pläne Merkels für eine Verschärfung der Regeln an den Schulen sein.

Wegen des Widerstands mehrerer Bundesländer deutete sich eine Verschiebung der Entscheidung über neue Regeln an den Schulen auf die kommende Woche an. Widerstand komme sowohl von SPD-regierten Ländern als auch von Seiten einiger CDU- Ministerpräsidenten, hieß es aus anderen Teilnehmerkreisen. Das Thema sei sehr sensibel. Bei neuen Verhandlungen Merkels mit den Ministerpräsidenten wohl am 23. November soll auch entschieden werden, wie mit den bis Ende des Monats befristeten geltenden Kontaktbeschränkungen umgegangen wird.

Montag, 16. November, 11 Uhr: Kreise: Beschluss zu neuen Schulregeln womöglich erst kommende Woche

Wegen des Widerstands mehrerer Bundesländer deutet sich vor der Bund-Länder-Runde mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Verschiebung der Entscheidung über neue Regeln an den Schulen auf die kommende Woche an. Das Thema sei sehr sensibel, hieß es nach weiteren Vorbesprechungen am Montag aus Teilnehmerkreisen. Widerstand komme sowohl von SPD-regierten Ländern als auch von Seiten einiger CDU- Ministerpräsidenten.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde an einer geänderten Beschlussvorlage des Bundes gearbeitet. Eine Entscheidung könne dann möglicherweise bei den vom Kanzleramt für nächsten Montag vorgeschlagenen neuen Beratungen getroffen werden. Bei dieser Sitzung - wohl am 23. November - soll dann auch entschieden werden, wie mit den geltenden Kontaktbeschränkungen umgegangen wird, die bisher bis Ende des Monats befristet sind. Bis dahin könne auch die weitere Entwicklung bei den Corona-Infektionszahlen in die Überlegungen einbezogen werden, hieß es weiter.

Wie im Teil-Lockdown sollen die Schulen auch nach den am Sonntagabend den Teilnehmern der Beratung übermittelten neuen Vorschlägen des Bundes grundsätzlich weiterhin offen gehalten werden. Zum Schutz vor Ansteckungen sollen aber auch hier die Maßnahmen verschärft werden, ein besonderer Fokus liegt dabei auf Jugendlichen, die älter als zwölf Jahre sind. Bei ihnen sei das Infektions- und Übertragungsrisiko vergleichbar mit dem von Erwachsenen. Daher soll nach dem Willen des Bundes das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Schüler aller Jahrgänge und für Lehrer auf dem Schulgelände und während des Unterrichts vorgeschrieben werden. Dies ist bisher nicht in allen Bundesländern vorgeschrieben.

Zudem sollten nach diesen Vorschlägen die Klassen - sofern keine größeren Räume zur Verfügung stehen - halbiert und in festen Gruppen eingeteilt unterrichtet werden. Auch in Schulbussen sei der Mindestabstand von 1,5 Metern sicherzustellen. Im Falle von Quarantänemaßnahmen solle für alle betroffenen Schüler Distanzunterricht angeboten werden.

Montag, 16. November, 10.40 Uhr: Söder plädiert für alternative Unterrichtsformen

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädiert dafür, über alternative Unterrichtsformen nachzudenken, um Schulen und Kitas in der Corona-Krise so lange wie möglich geöffnet halten zu können. Dazu gehöre etwa auch die Möglichkeit eines Wechselunterrichts, sagte Söder am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". "Der eine Teil wird via Internet zu Hause beschult, der andere in der Schule."

Auch die Leistungsanforderungen müssten anders formuliert werden. Es könne nicht sein, dass den Schülern genau dieselben Schulaufgaben und Klausuren gestellt würden wie in anderen Zeiten, mit einem durch die Pandemie erhöhten Notendruck. "Es wird kein normales Schuljahr werden, aber es soll ein faires Schuljahr werden", sagte Söder.

Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder schalten sich am Montagnachmittag über Video zusammen, um über das weitere Vorgehen in der Krise zu beraten.

Montag, 16. November, 9.55 Uhr: Bund will Anti-Corona-Maßnahmen weiter verschärfen

Die anhaltend hohen Infektionszahlen lassen aus Sicht der Bundeskanzlerin nach zwei Wochen Teil-Lockdown keine Lockerungen zu. Im Gegenteil - Merkel will mit den Ministerpräsidenten über noch drastischere Vorgaben reden. Ob die das mitmachen? Für die Video-Konferenz gibt es bereits einen Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes. Was in dem Papier steht, lesen Sie in diesem Überblick.

Montag, 16. November, 9.18 Uhr: Klinikum Memmingen: Corona-Patient kann Intensivstation verlassen

Gute Nachricht vom Memminger Klinikum: Ein Corona-Patient konnte am Wochenende die Intensivstation verlassen. Dort werden allerdings noch zwei andere Patienten behandelt. Insgesamt sind derzeit 30 Corona-Patienten im Klinikum in Behandlung. Gestorben ist dort bislang niemand an Covid-19.

Montag, 16. November, 9 Uhr: Biontech-Chef erwartet Rückkehr zur Normalität Ende nächsten Jahres

Biontech-Vorstandschef und Mitgründer Ugur Sahin rechnet in der Corona-Krise erst im Winter 2021 mit einer Rückkehr zum normalen Leben. "Absolut essenziell", um dieses Ziel zu erreichen, sei eine hohe Impfquote gegen das Coronavirus bis zum Herbst, sagte Sahin am Sonntag in einem BBC-Interview. "Ich bin zuversichtlich, dass dies geschehen wird." Mit Blick auf die jetzige kalte Jahreszeit fügte er hinzu: "Dieser Winter wird hart."

Vorerst werde der Impfstoff noch keinen großen Einfluss auf die Infektionszahlen haben. Wenn alles weiterhin gut laufe, werde der Impfstoff ab "Ende dieses Jahres, Anfang nächsten Jahres" ausgeliefert. Ein mittelfristiges Ziel sei, bis April mehr als 300 Million Dosen weltweit zur Verfügung zu stellen. Dies könnte einen ersten Effekt auf Infektionszahlen haben.

Montag, 16. November, 8.55 Uhr: So kommt der Inzidenzwert zustande

Im Kampf gegen Corona spielen die Infektionszahlen für Entscheidungen über nötige Maßnahmen eine große Rolle. Eine Größe ist die sogenannte Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen umgerechnet auf 100.000 Einwohner. Das macht die Zahlen zwischen Kempten (rund 71.000 Einwohner) und dem mehr als doppelt so stark bevölkerten Landkreis Oberallgäu vergleichbar. Die konkrete Berechnung wirft allerdings bei unseren Lesern immer wieder Fragen auf - die Antwort dazu erfahren Sie hier.

Montag, 16. November, 8.37 Uhr: Linke fordert: Mehr Transparenz und stärkere Beteiligung der Parlamente

Die Linke fordert mehr Transparenz und eine stärkere Beteiligung von Bundestag und Landesparlamenten bei der Diskussion um die Corona-Maßnahmen. Es gehe nicht, dass "von oben regiert wird und dass die Runde der Ministerpräsidenten jetzt auch zu einer Abnickrunde wird", sagte Bundestagsfraktionschef Dietmar Bartsch am Montag im Deutschlandfunk.

"Ich möchte, dass ich auch nachvollziehen kann, was Virologen, Soziologen, Wirtschaftsfachleute beraten", sagte Bartsch. Ob die Maßnahmen, die beschlossen werden sollen, sinnvoll seien, könne er selbst nicht beurteilen. Er werde als Politiker aber vorbildlich sein und sich an die Maßnahmen halten. Am Montagnachmittag schalten sich Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder über Video zusammen, um über das weitere Vorgehen in der Krise zu beraten.

Montag, 16. November, 7.07 Uhr: Unterrichtsfreier Buß- und Bettag stößt Eltern sauer auf

Ein in vielerlei Hinsicht außergewöhnliches Jahr geht zu Ende. Am Buß- und Bettag sollen die Menschen innehalten, über das eigene Leben nachdenken. Auch wenn der Tag kein gesetzlicher Feiertag mehr ist, dürfen Bayerns Schüler im Bett bleiben. Nicht zu jedermanns Freude - ein Überblick.

Montag, 16. November, 6.40 Uhr: Studie: Gut die Hälfte der Covid-19-Erkrankten ist wochenlang müde

Anhaltende Müdigkeit ist für viele Menschen nach überstandener Covid-19-Erkrankung ein Problem. In einer Studie mit knapp 130 Teilnehmern klagte mehr als die Hälfte der ehemaligen Patienten noch Wochen später über Müdigkeitssymptome. Das berichten irische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Plos One". Ob jemand schwer erkrankt mit Covid-19 im Krankenhaus behandelt werden musste oder nicht, spielt den Forschern zufolge keine wesentliche Rolle für die nachfolgende Müdigkeit. Knapp 56 Prozent der Studienteilnehmer waren mit Covid-19 stationär behandelt worden.

Gut 52 Prozent der 128 Teilnehmer, die zum Zeitpunkt der Untersuchung alle die akute Krankheitsphase überstanden hatten, zeigte mindestens sechs Wochen nach der Infektion noch Müdigkeitssymptome, bei vielen war dies sogar noch nach zehn Wochen oder mehr der Fall. Gut 42 Prozent gaben nach dieser Zeit an, sich wieder vollständig gesund zu fühlen.

"Die Studie betont die Belastungen durch Post-Covid-Müdigkeit. Sie zeigt auch, dass Post-Covid-Müdigkeit nicht in Verbindung zur Schwere der Erkrankung steht", sagte Liam Townsend vom Trinity College Dublin, der die Untersuchung mit mehreren Kollegen durchgeführt hat. "Daher ist es nicht leicht, Verläufe vorherzusagen.

Montag, 16. November, 6 Uhr: 10.824 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet

Einen guten Morgen und tollen Start in die Woche wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir beginnen mit den aktuellen Zahlen: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 10 824 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 6100 Fälle weniger als am Sonntag, wie aus Angaben des RKI vom Montagmorgen hervorgeht. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Montag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 13.363 gelegen. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 801.327 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 16. 11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 62 auf insgesamt 12.547. Das RKI schätzt, dass rund 515.200 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,03 (Vortag: 1,05). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch gut 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen.

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