News: Corona aktuell im Allgäu

Hiobsbotschaft für Hunderttausende Skifahrer in Bayern - Altenheim in Memmingen: Fünf Bewohner sterben

Corona im Allgäu, in Deutschland und der Welt: Bayern schließt nicht nur seine Skigebiete, sondern macht auch Ausflüge ins benachbarte Ausland praktisch unmöglich.

Corona im Allgäu, in Deutschland und der Welt: Bayern schließt nicht nur seine Skigebiete, sondern macht auch Ausflüge ins benachbarte Ausland praktisch unmöglich.

Bild: Matthias Becker

Corona im Allgäu, in Deutschland und der Welt: Bayern schließt nicht nur seine Skigebiete, sondern macht auch Ausflüge ins benachbarte Ausland praktisch unmöglich.

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Corona-Nachrichten aktuell: Bayern schließt seine Skigebiete und macht Ausflüge ins benachbarte Ausland praktisch unmöglich. Der News-Blog der Allgäuer Zeitung.
26.11.2020 | Stand: 18:34 Uhr

>> Wir berichten in unserem Newsblog laufend über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Region Allgäu und in der Welt <<

Donnerstag, 26. November, 18.30 Uhr: Erneut über 800 Corona-Tote in Italien an einem Tag

In Italien sind erneut mehr als 820 Menschen an einem Tag im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Damit verzeichneten die Behörden eine der höchsten Opferzahlen seit Beginn der Pandemie im Februar. Zugleich vermeldete das Gesundheitsministerium in dem 60-Millionen-Einwohner-Land am Donnerstag für die vergangenen 24 Stunden rund 29.000 Neuinfektionen. Dieser Wert lag zwar über den Vortagen, aber rund 7000 Fälle unter dem Wert vor einer Woche.

Ende März hatte das Mittelmeerland seinen bisherigen Höchstwert von fast 1000 Corona-Toten an einem Tag verzeichnet. Insgesamt starben bislang insgesamt fast 53.000 Menschen mit oder an dem Virus Sars-CoV-2. Seit Beginn der Pandemie wurden in Italien über 1,5 Millionen Corona-Fälle erfasst. Regierung und viele Experten hoffen, dass die Roten Zonen und andere Beschränkungen allmählich greifen und die Kurve der Neuinfektionen weiter abflacht.

Donnerstag, 26. November, 17.45 Uhr: EU-Parlament stimmt für Steuerermäßigungen bei Corona-Impfstoffen

Das Europäische Parlament hat den Weg für Steuerermäßigungen auf Lieferungen eines potenziellen Corona-Impfstoffes frei gemacht. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag für ein entsprechendes Vorhaben, unter dem die EU-Mitgliedstaaten eine Befreiung von der Mehrwertsteuer gewähren könnten. Gleiches gelte für Dienstleistungen, die eng mit den Impfstoffen verbunden seien, hieß es in dem Kommissionsvorschlag. Die Regelung solle zunächst bis zum 31. Dezember 2022 befristet sein. Die Richtlinie muss im nächsten Schritt noch vom Europarat verabschiedet werden.

Steuerbefreiungen oder -ermäßigungen könnten die Staaten dann auch auf Corona-Tests erlassen und Lieferungen so vergünstigen. Damit sollen insbesondere Krankenhäuser und Gesundheitsämter entlastet werden.

Donnerstag, 26. November, 17.37 Uhr: Keine Corona-Lockerungen in Berlin über Weihnachten

Die von Bund und Ländern verabredeten Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen für private Treffen über Weihnachten und Silvester sollen in Berlin nicht gelten. Darauf verständigte sich der Senat am Donnerstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur. Im Corona-Hotspot Berlin könne es keine derartigen Lockerungen geben, hieß es aus Senatskreisen. Demnach sollen sich in Berlin über die Feiertage maximal fünf Personen zu privaten Zusammenkünften treffen dürfen, hinzu kommen Kinder.

Bund und Länder hatten sich hingegen am Mittwoch für Treffen "im engsten Familien- oder Freundeskreis" vom 23. Dezember bis 1. Januar auf eine Obergrenze von zehn Personen plus Kinder bis 14 Jahren verständigt. Zuvor sollen laut Bund-Länder-Beschluss private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten wegen der Infektionslage ab 1. Dezember auf fünf Personen des eigenen und eines weiteren Haushalts beschränkt werden, Kinder bis 14 ausgenommen. Ob die Regelung ab 1. Dezember in Berlin gilt, war zunächst unklar.

Donnerstag, 26. November, 17.06 Uhr: 83 Corona-Infizierte in Schlachthof in Niederbayern

In einem Schlachthof in Vilshofen (Landkreis Passau) haben sich mindestens 83 Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt. Die Infektionen seien durch die wöchentlichen Routinetestungen des Unternehmens bekannt geworden, teilte eine Sprecherin des Landratsamts Passau am Donnerstag mit.

Nach Angaben des Schlachtbetriebs wurden die ersten Fälle vergangenen Freitag bekannt. "Am Montag haben wir die Produktion gestoppt", sagte ein Sprecher des Betriebs. Bislang seien 83 der insgesamt 300 Mitarbeiter positiv getestet worden. Die Corona-Infizierten wurden für die Quarantäne auf zwei Häuser aufgeteilt. Rund 30 enge Kontaktpersonen wurden in einem separaten Haus untergebracht und isoliert. Zuvor hatten die Mitarbeiter in gemeinsamen Wohnungen gelebt.

Donnerstag, 26. November, 16.37 Uhr: Bayern schiebt dem Skifahren erst einmal einen Riegel vor

Millionen Ski-Enthusiasten warten auf den ersten Schnee - vermutlich erst einmal vergebens. Bayern schließt nicht nur seine Skigebiete, sondern macht auch Ausflüge ins benachbarte Ausland praktisch unmöglich - wer zurückkommt, müsste zehn Tage in Quarantäne. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 26. November, 16.10 Uhr: Neue Pflegestellen in Heimen und mehr Geld für Krankenkassen

Der Bundestag hat ein umfassendes Maßnahmenpaket beschlossen, das unter anderem Pflegeheime und Kassenpatienten entlasten soll. Mit dem am Donnerstag verabschiedeten Gesetz werden etwa 20 000 zusätzliche Stellen für Hilfskräfte in der Altenpflege finanziert. Ein weiteres Förderprogramm soll 600 Hebammenstellen sowie bis zu 1750 Jobs zur Unterstützung von Hebammen schaffen.

Außerdem erhöht der Bund im kommenden Jahr seinen Zuschuss zum Gesundheitsfonds um fünf Milliarden Euro, um so die Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung stabil zu halten. Die finanziellen Lasten der Corona-Pandemie sollten nicht allein durch die Beitragszahler ausgeglichen werden, erklärte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Gleichzeitig fließen aus den Rücklagen der Krankenkassen weitere acht Milliarden Euro in den Gesundheitsfonds.

Donnerstag, 26. November, 15.50 Uhr: Söder: Vorbereitungen für Corona-Impfzentren laufen mit Hochdruck

Mit Hochdruck bereitet sich der Freistaat auf die große Impfaktion gegen das Coronavirus vor. Er habe die Hoffnung, dass bis Mitte Dezember bayernweit etwa 100 Impfzentren eingerichtet seien, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach einer Kabinettssitzung in München. Bezüglich der Impfung, die zunächst vor allem für ältere Menschen, Risikopatienten oder auch Beschäftigte im Gesundheitswesen möglich sein soll, betonte er: "Wenn ich dran wäre, würde ich mich impfen lassen."

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte, Bayern wolle bestmöglich vorbereitet sein - auch wenn noch nicht klar sei, wann ein Impfstoff wirklich einsatzbereit sei. Zusätzlich zu den geplanten Impfzentren sollen auch zahlreiche mobile Impfteams eingesetzt werden. Bislang hätten sich schon über 2500 Ärzte bereiterklärt, an den Impfungen mitzuwirken.

Logistisch sei die Impfaktion mit großen Herausforderungen verbunden, sagte Huml: So müssten beispielsweise Ultratiefkühlschränke, Spritzen und Kanülen in großer Zahl bereitgehalten werden.

Donnerstag, 26. November, 15.25 Uhr: Fünf Bewohner von Memminger Altenheim sterben an Corona-Folgen

Fünf weitere Senioren im Altenheim St. Ulrich in Memmingen sind in den vergangenen Tagen an den Folgen von Covid-19-Erkrankungen gestorben. Das teilt die Stadtverwaltung Memmingen mit. Laut Gesundheitsamt steigt die Zahl der Todesfälle in Memmingen damit auf neun. Am vergangenen Samstag, 21. November, gab es eine Reihentestung unter den Senioren im Ulrichsheim sowie unter den Pflegekräften. Rund 300 Menschen wurden getestet. Dadurch wurden zwei Infektionen unter den Bewohnern sowie eine Infektion im Personal bekannt. Aktuell sind insgesamt sieben Bewohner des Ulrichsheims an Covid-19 erkrankt, zwei von ihnen werden im Klinikum Memmingen behandelt.

Donnerstag, 26. November, 15.18 Uhr: Neue Corona-Regeln für die Bahn: Entscheidung zur Reservierungspflicht

Die neuen Corona-Beschränkungen von Bund und Ländern machen sich auch im Fernverkehr der Deutschen Bahn bemerkbar: Fahrgäste können von Freitag an nur noch einen Sitzplatz pro Doppelsitz reservieren, wie der bundeseigene Konzern am Donnerstag mitteilte. Der jeweilige Platz daneben bleibt demnach für eine Reservierung gesperrt. Insgesamt sollen maximal 60 Prozent der Plätze pro Zug reservierbar sein.

Donnerstag, 26. November, 15 Uhr: Kabinett beschließt Klassenteilungen ab Klasse acht in Corona-Hotspots

Klassenteilungen ab Klasse acht in Corona-Hotspots - und eine Quarantänepflicht für Tagestouristen ins Ausland: Bayern setzt die Bund-Länder-Beschlüsse im Kampf gegen Corona um - und ergänzt noch: Ein Überblick.

Donnerstag, 26. November, 14.35 Uhr: Kabinett beschließt Quarantänepflicht für Tagestouristen ins Ausland

Wintersportler und andere Tagestouristen, die auch nur kurz in ein Risikogebiet im Ausland reisen, sollen in Bayern künftig verpflichtend in Quarantäne müssen. Das hat das bayerische Kabinett am Donnerstag in München beschlossen.

Donnerstag, 26. November, 14.20 Uhr: Söder: Krankenhäuser laufen mit Corona-Patienten voll

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat auf die schweren Folgen der derzeit hohen Infektionszahlen in der Corona-Pandemie hingewiesen. "Die Krankenhäuser laufen voll", sagte Söder, erste Kliniken sendeten Notsignale. Wenn sich die Zahl von derzeit 83 Todesfällen pro Tag bis Weihnachten fortsetze, würden bis dahin allein in Bayern 2500 Menschen sterben. "Das ist ein schweres Schicksal für die Menschen", sagte Söder.

Den derzeit geltenden Teil-Lockdown bezeichnete Söder als Teilerfolg. Härtere Maßnahmen würden zu schnellerer Entlastung führen, sagte der Ministerpräsident am Donnerstag in München nach einer Sitzung seines Kabinetts. Derzeit herrsche das höchste Infektionsniveau in der gesamten bisherigen Pandemie. "Wir erleben eine sehr starke Belastung, obwohl wir mehr Intensivbetten haben", sagte Söder mit Blick auf die Situation im Gesundheitswesen.

Donnerstag, 26. November, 13.55 Uhr: Lehrerverbandspräsident lobt und kritisiert Corona-Beschlüsse

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, zieht eine gemischte Bilanz zu den Schulbeschlüssen von Bund und Ländern. Es sei gut, dass es jetzt zumindest ab einem Inzidenzwert von 200 weitere Schutzmaßnahmen an den Schulen geben solle, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Das sei aber nur eine Kann-Bestimmung, fügte er hinzu.

Meidinger kritisierte außerdem, dass die für möglichen Wechselunterricht vorgegebene Zahl von 200 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche vier Mal so hoch liege wie die Empfehlung des Robert Koch-Instituts. "Es ist fragwürdig, wenn Politiker sich eigene Zahlen ausdenken, die nichts mehr mit dem zu tun haben, was die Virologen sagen."

Merkel und die Ministerpräsidenten hatten am Mittwoch beschlossen, dass sogenannter Wechselunterricht, bei dem Klassen geteilt werden und Schüler abwechselnd zu Hause und in der Schule lernen, als eine mögliche Maßnahme lokal an Schulen eingeführt werden kann, wenn die Corona-Zahlen in der Umgebung extrem nach oben gehen. Regional gab es auch bisher schon solche Maßnahmen. Der 200-er Wert wird laut aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts in den meisten deutschen Landkreisen nicht überschritten.

Donnerstag, 26. November, 13.15 Uhr: Deutlich mehr Covid-Patienten im Klinikum Memmingen als während erster Welle

Das Klinikum Memmingen schlägt Alarm: Immer mehr Covid-19-Patienten kommen derzeit ins Memminger Krankenhaus. Dies habe nicht nur Auswirkungen auf alle Fachbereiche, sondern stelle vor allem die innere Intensivstation und das Klinikpersonal vor größere Herausforderungen als im Frühsommer, teilen die Klinik-Verantwortlichen mit.

Während auf dem Höhepunkt der ersten Welle nie mehr als sieben Covid-Patienten auf Normalstation und zwei auf Intensivstation gleichzeitig im Klinikum waren, seien es heute 24 auf Normal- und acht auf Intensivstation (Stand: 26. November). Das für Patienten und Angehörige schmerzliche Besuchsverbot sei deshalb unumgänglich.

Glücklicherweise habe man frühzeitig weitere Isolationsstationen und Kapazitäten geschaffen, erklärt Klinikvorstand Maximilian Mai. "Tägliche Neubewertungen und interdisziplinäre Covid-Konferenzen aller Entscheidungsträger jeden zweiten Wochentag sowie an den Wochenenden schaffen momentan die Grundlagen, die Patientenversorgung in allen Bereichen abzustimmen und sicher zu stellen."

Donnerstag, 26. November, 13.05 Uhr: Forscherin: "Feiertage sind eine wirkliche Herausforderung"

Um das Risiko von Corona-Ansteckungen bei Feiern an Weihnachten und Silvester entscheidend zu senken, muss die Pandemie zuvor nach Prognosen von Wissenschaftlern deutlich eingedämmt werden. Derzeit können nicht alle Infizierten lokalisiert werden. Bei täglich rund 20.000 Neuinfektionen in Deutschland reichten die Testkapazitäten nicht aus, sagte Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen. Damit steige die Dunkelziffer. Einer Modellrechnung zufolge sind derzeit bis zu doppelt so viele Infektionen unentdeckt wie bekannt.

"Die Feiertage sind wirklich eine Herausforderung", sagte Priesemann. Nicht nur, dass viele Menschen an Weihnachten nach Hause reisten, um mit ihren Familien zu feiern - wenige Tage später an Silvester träfen sie dann im Freundeskreis mit völlig anderen Gruppen zusammen. "Das öffnet den Viren ganz neue Wege, die sie sonst nicht hätten." Die Treffen an sich wären kein Problem, sagte die Forscherin, "wenn wir genug Tests hätten und die Infizierten alle vorher gefunden werden würden". Leider sei das derzeit nicht der Fall.

Wie der "Weihnachtseffekt" den weiteren Pandemieverlauf beeinflussen könnte, zeigt eine aktuelle Studie hier.

Donnerstag, 26. November, 12.10 Uhr: Corona-Nachrichten aus Füssen - Zählerablesung kontaktlos

Im Ostallgäu reagiert man auf die nach wie vor hohen Infektionszahlen mit Anpassungen im Alltag. Wie die Stadt Füssen mitteilt, findet die Jahresablesung der Wasserzähler heuer kontaktlos statt. Die Stadtwerke verschicken Ende November Ablesekarten per Post an sämtliche Haushalte. Die Bürger füllen die Karten aus und schicken sie portofrei zurück. Alternativ können die Bürger den Wasserzählerstand auch telefonisch (08362/30029-19) durchgeben oder online an die Stadtwerke melden.

Donnerstag, 26. November, 11.52 Uhr: Virologin Brinkmann: Hätte mir klarere Entscheidungen gewünscht

Aus Sicht der Virologin Melanie Brinkmann gehen die am Mittwoch beschlossenen Corona-Regeln nicht weit genug. "Ich hätte mir tatsächlich gewünscht, dass noch etwas klarere Entscheidungen getroffen werden", sagte die Leiterin der Arbeitsgruppe Virale Immunmodulation am Helmholtz-Institut für Infektionsforschung am späten Mittwochabend im Deutschlandfunk.

Sie hätte sich gerade für die älteren Schüler einen Übergang zum Hybridunterricht und klarere Beschlüsse bei der Maskenpflicht gewünscht, sagte Brinkmann. "Ich befürchte jetzt, dass wir uns immer um diese 50er-Inzidenz herum bewegen und dann wieder drübergehen und vielleicht dann wieder drunter, und das ist eigentlich kein guter Kompromiss, weil wir immer wieder jeden Tag neue Todesfälle haben werden." Mit 50er-Inzidenz sind 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gemeint.

Auch die Lockerung der Kontaktbeschränkungen an den Weihnachtstagen finde sie als Virologin nicht nachvollziehbar. "Ich glaube nicht, dass wir die Zahlen bis dahin soweit runtergedrückt haben, dass wir da entspannt sein können, und ich halte es für keine gute Idee zu lockern." Es sei zwar wichtig, dass Menschen an Weihnachten nicht alleine blieben. Man solle aber nur eine begrenzte Zahl von Menschen treffen und aufpassen, dass man keine älteren Menschen anstecke.

Donnerstag, 26. November, 11.15 Uhr: Mittelstandsverband: Corona-Beschlüsse "neuer Tiefschlag" für Handel

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat die Beschlüsse von Bund und Ländern in der Corona-Krise als "neuen Tiefschlag" für den stationären Einzelhandel bezeichnet. Chefvolkswirt Hans-Jürgen Völz sprach am Donnerstag von einem starken Konjunkturimpuls für große Online-Versandhändler: "Das klassische Weihnachtsgeschäft der Monate November und Dezember hat sich damit für viele Geschäfte schon erledigt."

Bund und Länder hatten strengere Auflagen für größere Geschäfte beschlossen. Dabei geht es um die Anzahl von Kunden, die gleichzeitig einkaufen dürfen. Mit Blick auch auf die bis kurz vor Weihnachten verlängerten Schließungen etwa der Gastronomie sagte Völz: "Alle Hoffnungen, die Konjunktur werde sich nach dem Absturz zur Jahresmitte schnell erholen, sind damit endgültig vom Tisch."

Donnerstag, 26. November, 10.19 Uhr: Merkel wirbt für Schließung aller Skigebiete in Europa

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich mit Blick auf anstehende Winterurlaube dafür ausgesprochen, dass alle Skigebiete in Europa schließen. "Es naht die Skisaison", sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag im Bundestag in Berlin. Touristische Reisen sollten nicht stattfinden, jeder nicht notwendige Kontakt sollte vermieden werden.

"Wir werden uns in Europa um eine Abstimmung bemühen, ob wir alle Skigebiete schließen könnten. Es sieht leider nicht so aus, wenn man die österreichischen Verlautbarungen hört, dass uns das so einfach gelingen könnte, aber wir werden es noch einmal versuchen."

Donnerstag, 26. November, 9.40 Uhr: Ärztechef warnt vor Weihnachtsfest "mit einem Todesrisiko"

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat vor einem Anstieg der Corona-Infektionszahlen nach Weihnachten gewarnt. "Medizinisch-epidemologisch ist es Wahnsinn, zu Weihnachten wieder aufzumachen und zu lockern", sagte er am Donnerstagmorgen im Radioprogramm "SWR Aktuell". Zwei bis drei Wochen später werde es mehr Todesfälle geben, prognostizierte er. "Weihnachten wird damit zu einem Fest mit einem Todesrisiko für manche Menschen."

Er verstehe, dass Lockerungen über die Feiertage aus psychologischer Sicht für die Menschen wichtig seien. Das Risiko könne man in Kauf nehmen, wenn sich die Bevölkerung danach von selbst an die Distanzregeln halte.

Kein Verständnis habe er dafür, dass die gelockerten Kontaktbeschränkungen auch über Silvester gelten sollen. Über den Jahreswechsel sei viel Alkohol im Spiel. Menschen würden gemeinsam feiern und sich in den Armen liegen. "Das sind wunderbare Infektionsquellen. Da freut sich das Virus und jubelt", sagte Montgomery.

Donnerstag, 26. November, 9.23 Uhr: Merkel verteidigt Beschlüsse für Kontaktbeschränkungen im November

Kanzlerin Angela Merkel hat den zunächst bis Ende November beschlossenen und nun verlängerten Teil-Lockdown als unausweichlich verteidigt. "Es ist nicht auszudenken, wo wir heute stünden, wenn wir vor vier Wochen, als es buchstäblich 5 vor 12 war, nicht zu dieser nationalen Kraftanstrengung bereit und in der Lage gewesen wären", sagte Merkel am Donnerstag im Bundestag in einer Regierungserklärung zur Corona-Politik.

Die Kontakte seien durch die im November geltenden Maßnahmen um etwa 40 Prozent zurückgegangen, das dramatische exponentielle Wachstum der Infektionszahlen habe gestoppt werden können, betonte Merkel.

Donnerstag, 26. November, 8.30 Uhr: Dehoga: Novemberhilfen müssen jetzt schnell fließen

Angesichts der verlängerten Schließung von Hotels, Kneipen und Restaurants dringt der Branchenverband Dehoga auf eine schnelle Auszahlung der Novemberhilfen. "Die Situation unserer Branche ist sehr dramatisch. Nun sind die Gehälter für den November fällig, und auch die nächste Pachtzahlung steht an", sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Am Vorabend hatten sich Bund und Länder darauf geeinigt, die Schließung der Branche aufgrund der Corona-Krise auch im Dezember fortzusetzen.

"Nach den Monaten der Schließung im Frühjahr sind unsere Betriebe jetzt auch schon wieder seit vier Wochen im Prinzip ohne Einnahmen. Rücklagen sind in den meisten Betrieben nicht vorhanden", sagte Hartges. Zwar gebe es die Möglichkeit, Abholservice oder einen Lieferdienst anzubieten. Aber abhängig vom Standort und vom Konzept funktioniere das nicht bei allen Betrieben.

Sie gehe davon aus, dass die Hilfen im Dezember im selben Umfang weiter gezahlt werden wie im November, sagte die Dehoga-Chefin. Im laufenden Monat konnten von der Schließung betroffene Betriebe rund drei Viertel des Monatsumsatzes vom November 2019 geltend machen. Hartges beziffert den Branchenumsatz im Dezember vergangenen Jahres auf etwa 8 Milliarden Euro netto.

Donnerstag, 26. November, 7.30 Uhr: Corona-Proteste in Hildburghausen: Polizei setzt Pfefferspray ein

Bei den Protesten gegen die neuen Infektionsschutzregeln im Corona-Hotspot-Landkreis Hildburghausen hat die Polizei am Mittwochabend Pfefferspray eingesetzt. Mehrfache kommunikative Versuche, die Teilnehmer zum Verlassen der Demonstration zu bewegen, seien fehlgeschlagen, teilte die Polizei in der Nacht zum Donnerstag mit. Verletzte gab es den Angaben zufolge nicht. Gegen 20.45 Uhr seien die Proteste beendet gewesen.

Rund 400 Personen hatten sich auf dem Marktplatz in Hildburghausen entgegen der geltenden Thüringer Infektionsschutzverordnung und der Allgemeinverfügung des Landkreises Hildburghausen versammelt, teilte die Polizei mit. Die Beamten stellten zahlreiche Verstöße gegen die geltenden Infektionsschutzregelungen fest. So wurden laut Mitteilung Mindestabstände nicht eingehalten, Masken nicht getragen und die eigene Wohnung ohne triftigen Grund verlassen, hieß es.

Insgesamt seien mehr als 30 Anzeigen erstattet worden. Der Kreis Hildburghausen hat derzeit bundesweit das größte Infektionsgeschehen bei Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Seit Mittwoch gilt dort ein regionaler Lockdown mit Ausgangsbeschränkungen sowie geschlossenen Schulen und Kindergärten.

Donnerstag, 26. November, 7.15 Uhr: Die Corona-Beschlüsse von gestern im Überblick

Beim Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch haben Kanzlerin Angela Merkel und die Minsiterpräsidenten bis spät in den Abend um die nun gültigen Corona-Regeln für den Advent, die Weihnachtszeit und bis zum Jahresende gerungen. Was jetzt gilt, erfahren Sie hier im Überblick.

Donnerstag, 26. November, 6.55 Uhr: 22.268 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.268 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 3600 Fälle mehr als am Mittwoch (18.633), wie aus Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Am Donnerstag vor einer Woche waren 22.609 Fälle gemeldet worden. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 983.588 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 26.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 389 auf insgesamt 15.160. Am Mittwoch war mit 410 Todesfällen ein neuer Höchstwert erreicht worden. Das RKI schätzt, dass rund 676.100 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,87 (Vortag: 0,90). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Donnerstag, 26. November, 6 Uhr: Marburger Bund zu Infektionszahlen: Keine Entwarnung, kein Ruhepolster

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Der Ärzteverband Marburger Bund begrüßt die Verlängerung der Kontaktbeschränkungen zum Eindämmen der Corona-Pandemie. "Die Notbremse hat gewirkt, das exponentielle Wachstum ist vorerst gebrochen. Das kann aber kein Ruhepolster sein", sagte die 1. Vorsitzende Susanne Johna der Deutschen Presse-Agentur. "Wir können keine Entwarnung geben, solange die Anzahl der Patienten in den Krankenhäusern weiter steigt." Die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beschlossen.

"Das Personal insbesondere auf den Intensivstationen, den Infektionsstationen und den Notaufnahmen ist seit Wochen massiv belastet", betonte Johna. Die Kurve bei den Neuinfektionen müsse nach unten zeigen. "Deshalb ist es richtig, die Kontaktbeschränkungen aufrechtzuerhalten, so schwer das auch fällt."

Im Namen der Ärztinnen und Ärzte appellierte sie auch an die Unterstützung aus der Bevölkerung: "Wer sich und andere bestmöglich vor einer Infektion schützt, trägt dazu bei, dass weniger Menschen erkranken und womöglich im Krankenhaus behandelt werden müssen", sagte Johna. Verständlich sei auch, dass sich viele Menschen nach langen Beschränkungen darauf freuten, das Weihnachtsfest mit der ganzen Familie feiern zu können. "Eine vorübergehende Lockerung ist deshalb richtig", so Johna. "Es kommt darauf an, wie wir alle uns verhalten. Ich vertraue auf die Vernunft der Menschen."

Mittwoch, 25. November, 22.19 Uhr: Söder appelliert: Jeder kann beim Kampf gegen Corona mithelfen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Menschen in Deutschland aufgerufen, beim gemeinsamen Kampf gegen das Coronavirus mitzuziehen. "Jeder kann helfen, wirklich jeder", sagte Söder am Mittwochabend nach stundenlangen Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin.

Er rief etwa dazu auf, trotz gewisser Lockerungen an Weihnachten und Silvester nun nicht "die große Party zu feiern". Gerade Weihnachten solle in diesem Jahr eher ein "Fest der Familie" sein, erklärte er.

Die Verlängerung und Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen in den Dezember hinein bezeichnete Söder als notwendig. Der Erfolg der bisherigen Maßnahmen sei eben noch nicht so groß wie erhofft.

Söder warnte insbesondere auch vor einem drohenden Rückschlag durch die Weihnachtsferien. Deshalb gebe es auch die Bitte, Reisetätigkeiten zu unterlassen. Und er wolle auch nicht den Spaß und die Freude am Skifahren verderben - aber er könne sich etwa das massenhafte Anstehen an Liften und Gondeln eben nicht vorstellen.

Welche neuen Corona-Regeln nun gelten, lesen Sie in unserer Zusammenfassung.

Mittwoch, 25. November, 22.12 Uhr: Merkel ruft zu weiterer Kraftanstrengung und Disziplin auf

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat alle Bürger in Deutschland auf weiter notwendige Beschränkungen eingeschworen, um die hohen Corona-Infektionszahlen wieder unter Kontrolle zu bringen. "Es kommt weiter auf jeden und jede einzelne an", sagte Merkel am Mittwochabend in Berlin nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Der im November begonnene Teil-Lockdown mit Schließungen zahlreicher Einrichtungen habe den starken Anstieg der Neuinfektionen gebrochen, diese seien aber weiterhin auf einem hohen Plateau.

Dies sei aber nur ein Teilerfolg, mit dem man sich auf gar keinen Fall begnügen könne. "Wir brauchen noch mal eine Kraftanstrengung", sagte Merkel. Dazu gehörten weiter Geduld, Solidarität und Disziplin. Die Kanzlerin bestätigte, dass die zunächst bis Ende November beschlossenen Beschränkungen verlängert werden sollen.

Welche neuen Corona-Regeln nun gelten, lesen Sie in unserer Zusammenfassung.

Mittwoch, 25. November, 21.50 Uhr: Private Zusammenkünfte werden auf fünf Personen begrenzt

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt. Kinder bis 14 Jahre fallen nicht unter die Regelung. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend nach ihren Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin mit.

Mittwoch, 25. November, 21.40 Uhr: In Corona-Krise zusätzliche Maßnahmen bei der Bahn geplant

Bei der Deutschen Bahn sind in der Corona-Krise zusätzliche Maßnahmen geplant. So soll die "Sitzplatzkapazität" deutlich erhöht werden, um noch mehr Abstand zwischen den Reisenden zu ermöglichen, wie aus dem Beschlusspapier nach den Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch hervorgeht, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Als denkbar gilt es, mehr Züge einzusetzen. Die Reservierbarkeit der Sitzplätze soll parallel dazu beschränkt werden.

Die "Maskenkontrollen" sollen weiter verstärkt werden, so dass täglich weit mehr Fernzüge kontrolliert werden können, hieß es. Im Bahnverkehr solle Reisenden, die trotz Einschränkungen reisen müssten, ein zuverlässiges Angebot angeboten werden - mit der Möglichkeit, viel Abstand zu halten.

Mittwoch, 25. November, 21.30 Uhr: Merkel spricht live über die Ergebnisse der Beratungen

Mittwoch, 25. November, 21.28 Uhr: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff: Teil-Lockdown wird verlängert

Der geltende Teil-Lockdown in der Corona-Pandemie mit der Schließung unter anderem von Restaurants, Theatern und Freizeiteinrichtungen wird nach Angaben von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff bis zum 20. Dezember verlängert. Das teilte der CDU-Politiker am Mittwoch nach den Beratungen von Bund und Ländern mit.

Mittwoch, 25. November, 21 Uhr: Hersteller Moderna will Corona-Impfstoff schon im Dezember liefern

Der US-Hersteller Moderna will die Lieferung seines Corona-Impfstoffs an die Europäische Union womöglich schon im Dezember starten - vorausgesetzt, das Mittel erhält eine Zulassung. Dies teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Es bestätigte den Abschluss eines Rahmenvertrags mit der EU-Kommission. Demnach sollen zunächst 80 Millionen Impfstoffdosen geliefert werden, mit der Option auf 80 Millionen weitere Einheiten.

"Moderna geht davon aus, mit der Lieferung von mRNA-1273 in die Europäische Union im Dezember 2020 zu beginnen", bestätigte das Unternehmen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Strategische Partner in Europa seien die Unternehmen Lonza in der Schweiz und Rovi in Spanien zur Produktion und Abfüllung des Impfstoffs.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte den Vertrag über bis zu 160 Millionen Impfdosen bereits am Dienstag bekannt gemacht. Das Moderna-Vakzin gehört zu den drei Impfstoffen mit den besten Chancen, schon in den nächsten Wochen in Europa zugelassen zu werden. Zuvor werden Wirksamkeit und Sicherheit von der Arzneimittelbehörde EMA geprüft. Der Moderna-Impfstoff hat nach Angaben des Herstellers eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent.

Mittwoch, 25. November, 20.45 Uhr: Kreise: Weitere Finanzhilfen im Dezember geplant

Angesichts der geplanten Verlängerung des Teil-Lockdowns bis kurz vor Weihnachten soll es weitere Finanzhilfen für betroffene Unternehmen geben. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten am Mittwoch, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern aus verschiedenen Bundesländern sowie vonseiten des Bundes erfuhr. Ein endgültiger Beschluss des Gesamtpapiers stand noch aus.

Wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Regierungskreisen erfahren hatte, plant der Bund im Dezember Finanzhilfen für betroffene Unternehmen im Umfang von voraussichtlich 17 Milliarden Euro. Damit sollen von den temporären Schließungen erfasste Betriebe wie Kneipen und Restaurants sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen und Selbstständige weiter unterstützt werden.

Bereits für den November gibt es Hilfen, die ab Mittwoch beantragt werden können. Mit den Zuschüssen sollen Umsatzausfälle zu einem großen Teil ausgeglichen werden. Die Hilfen des Bundes für den November sollen einen Umfang von 15 Milliarden Euro haben. Sie sollen nun im Rahmen der Vorgaben des EU-Beihilferechts bis zum 20. Dezember durch den Bund fortgeführt werden, wie es in einem Beschlussentwurf hieß.

Mittwoch, 25. November, 19.50 Uhr: Großbritannien meldet knapp 700 Corona-Tote innerhalb eines Tages

Mit knapp 700 Todesfällen innerhalb eines Tages hat die Zahl der Corona-Toten in Großbritannien ihren höchsten Stand seit Anfang Mai erreicht. Die Statistikbehörde meldete am Mittwoch 696 Todesfälle, die in den vier Wochen zuvor positiv auf Corona getestet wurden. Die Zahl der Neuinfektionen lag landesweit bei 18.213.

Der britische Premier Boris Johnson setzt nach einem einmonatigen Teil-Lockdown in England ab Dezember wieder auf regionale Corona-Beschränkungen. Er setzt große Hoffnungen auf den Einsatz von Massentests und baldigen Impfungen. Pro 100.000 Einwohnern gab es in den vergangenen sieben Tagen in Großbritannien rund 209 Corona-Fälle. Das Land gilt mit mehr als 65.000 Toten mit Covid-19 auf dem Totenschein zu den am schwersten getroffenen Staaten in Europa.

Mittwoch, 25. November, 19.05 Uhr: Erneut schärfere Einlassregeln für Gäste von Bundestagsabgeordneten

Für die Gäste von Bundestagsabgeordneten gelten an diesem Donnerstag erneut verschärfte Einlassregeln. Wie ein Sprecher des Bundestags der Deutschen Presse Agentur am Mittwoch bestätigte, muss jeder Gast, den ein Abgeordneter einlädt, seine Personalien hinterlassen und sich einem Sicherheitscheck unterziehen. Zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) darüber berichtet. Normalerweise dürfen Bundestagsabgeordnete bis zu sechs Besucher unangemeldet ins Reichstagsgebäude mitbringen, also ohne Angabe ihrer persönlichen Daten. Das besagt die sogenannte Sechs-Personen-Regel.

Sie war am vergangenen Mittwoch, als das Infektionsschutzgesetz unter Protest von Gegnern der Corona-Maßnahmen verabschiedet wurde, aus Sicherheitsgründen ausgesetzt worden. An diesem Donnerstag soll sie erneut außer Kraft bleiben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will am Morgen im Bundestag eine Regierungserklärung zu den Beschlüssen in der Corona-Pandemie abgeben. Eine erhöhte Polizeipräsenz soll es nach Angaben der Bundestagsverwaltung deshalb aber nicht geben.

Wie das RND in Berufung auf eine E-Mail von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) an die 709 Bundestagsabgeordneten schreibt, sollen Gäste von Abgeordneten, die an diesem Donnerstag unangemeldet erscheinen, von der Bundestagspolizei überprüft werden. Dies werde dann unmittelbar am Eingang geschehen, erklärte ein Bundestagssprecher.

Mittwoch, 25. November, 18.45 Uhr: Standort für Impfzentrum in Memmingen steht fest

Der Standort für das Impfzentrum, in dem die neuen Impfstoffe gegen das Corona-Virus verabreicht werden, steht fest. Wie die Stadt Memmingen mitteilt, soll es im Erdgeschoss der ehemaligen Realschule in der Buxacher Straße eingerichtet werden. Im Moment laufen die Vorbereitungen, was Personal und Ausstattung angeht. Ab 15. Dezember wird das Impfzentrum betriebsbereit sein, teilt die Stadt mit. Geplant wird zunächst mit einem Betrieb bis voraussichtlich 30. Juni 2021. Ab wann die Bürger tatsächlich geimpft werden, hänge von der Verfügbarkeit eines Impfstoffes ab. Das Impfzentrum in Memmingen ist eines von insgesamt 80 in Bayern.

Mittwoch, 25. November, 18.43 Uhr: Kreis-Seniorenwohnheim in Bad Wörishofen: Alle weiteren Corona-Tests sind negativ

Die Ergebnisse der Corona-Reihentests im Kreis-Seniorenwohnheim Am Anger Bad Wörishofen sind alle negativ. „Wir sind sehr erleichtert“, sagt Landrat Alex Eder. Eine Pflegekraft des Kreis-Seniorenwohnheims war vergangene Woche positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Alle Mitarbeiter und Bewohner waren daraufhin am Donnerstag getestet worden - es ergaben sich keine Folgefälle. Elf Bewohner, die als direkte Kontaktpersonen gelten, wurden ein weiteres Mal am Dienstag getestet - auch hier liegen inzwischen die Ergebnisse vor, die erneut alle negativ ausfallen. Trotzdem bleiben die direkten Kontaktpersonen in Quarantäne und werden nächste Woche nochmals getestet. Laut Gesundheitsamt kann erst zwei Wochen nach dem letzten Kontakt mit einem Erkrankten eine Ansteckung ausgeschlossen werden.

Mittwoch, 25. November, 18.35 Uhr: Kreise: Strenge Kontaktbeschränkungen im Dezember geplant

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen nach Angaben aus Länderkreisen private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten strenger begrenzt werden: auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Fall auf maximal fünf Personen. Kinder bis 14 Jahre sollen hiervon ausgenommen sein. Darauf verständigten sich die Ministerpräsidenten am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern aus verschiedenen Bundesländern erfuhr. Eine Bestätigung vonseiten des Bundes sowie der endgültige Beschluss des Gesamtpapiers standen aber noch aus. Schleswig-Holstein will an seinen eigenen Kontaktbeschränkungen festhalten.

Über Weihnachten sollen die Beschränkungen gelockert werden, wie schon zuvor bekanntgeworden war. Vom 23. Dezember an sollen Treffen "im engsten Familien- oder Freundeskreis" möglich sein, und zwar bis maximal zehn Personen insgesamt. Dazu gehörige Kinder bis 14 Jahre sollen hiervon ausgenommen sein. Die Ausnahmeregelung soll nach Angaben aus Teilnehmerkreisen "längstens" bis zum 1. Januar gelten. Sollte es bei dieser Formulierung bleiben, wäre also zunächst offen, ob die Lockerungen am Ende überall auch über Silvester gelten werden. Unsere Zusammenfassung über den neuen Regel-Katalog lesen Sie hier.

Mittwoch, 25. November, 17.50 Uhr: Trotz Lockdowns geöffnet: 30.000 Euro Geldstrafe für englischen Friseursalon

Trotz des noch bis Anfang Dezember geltenden Teil-Lockdowns hat eine Friseurin in der englischen Stadt Bradford in ihrem Salon weiter Haare geschnitten - und damit saftige Geldstrafen kassiert. Der Salon habe bereits am 9. November die erste Mahnung samt einer Bußgeldforderung über 1000 Pfund bekommen, daraufhin aber trotzdem nicht geschlossen, berichtete "Sky News" unter Berufung auf eine Stadtsprecherin. Über den Zeitraum hinweg sei nun mittlerweile eine Strafe von 27.000 Pfund (umgerechnet gut 30.000 Euro) fällig. Auf Instagram hatte die Friseurin zu Beginn des Teil-Lockdowns kritisiert, Selbstständige müssten wochenlang auf Unterstützungszahlungen des Staates warten - sie müsste ihre Miete und Rechnungen aber trotzdem bezahlen.

Mittwoch, 25. November, 17.45 Uhr: Kreise: Kontaktbeschränkungen sollen für Weihnachten gelockert werden

Die strengen Kontaktbeschränkungen zum Eindämmen der Corona-Pandemie sollen nach Angaben aus Länderkreisen über Weihnachten gelockert werden. Darauf verständigten sich die Ministerpräsidenten am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern aus verschiedenen Bundesländern erfuhr. Eine Bestätigung der Bundes-Seite sowie der endgültige Beschluss des Gesamtpapiers standen aber noch aus.

Demnach sollen vom 23. Dezember an Treffen "im engsten Familien- oder Freundeskreis" möglich sein, und zwar bis maximal zehn Personen insgesamt. Dazu gehörige Kinder bis 14 Jahre sollen hiervon ausgenommen sein. Die Ausnahmeregelung soll nach Angaben aus Teilnehmerkreisen nunmehr "längstens" bis zum 1. Januar gelten.

Sollte es bei dieser Formulierung bleiben, wäre also zunächst offen, ob die Lockerungen am Ende überall auch über Silvester gelten werden.

Mittwoch, 25. November, 17.20 Uhr: Bayerische Kliniken in Corona-Pandemie noch nicht an Belastungsgrenze

Noch haben die Krankenhäuser im Freistaat Kapazitäten - sowohl für Covid-19-Patienten als auch für andere Behandlungen. Doch wenn die Zahlen auf jetzigem Niveau bleiben, müssen viele OPs wohl wieder verschoben werden. Auch, weil es nicht genug Fachkräfte gibt. Das sagt Siegfried Hasenbein, scheidende Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft.

Mittwoch, 25. November, 17 Uhr: Schlagabtausch im Bundestag um soziale Corona-Folgen

Über die sozialen Folgen der Corona-Pandemie ist am Mittwoch im Bundestag gestritten worden. Linke und Grüne warfen der Bundesregierung in einer Aktuellen Stunde vor, die gesellschaftliche Spaltung voranzutreiben. Die große Koalition wies dies zurück. "Wohl kaum ein anderes Land leistet derzeit auf dieser Welt so viel wie unser Sozialstaat", sagte Sozial-Staatssekretärin Kerstin Griese (SPD). Sie verwies auf Maßnahmen wie die Verbesserungen beim Kurzarbeitergeld und der Grundsicherung.

Die Vizefraktionschefin der Linken, Susanne Ferschl, kritisierte jedoch, Deutschlands Milliardäre seien in der Corona-Krise um fast 100 Milliarden Euro reicher geworden, während ein Drittel der Arbeitnehmer Einkommenseinbußen zu beklagen habe. Wolfgang Strengmann-Kuhn von den Grünen ergänzte, der Staat habe den Unternehmen viel Geld gegeben, aber die Menschen vergessen.

Die FDP warnte hingegen, Finanztransfers seien keine Lösung für die Zukunft. Ebenso wie die AfD warben die Freidemokraten stattdessen für eine steuerliche Entlastung von kleinen und mittleren Einkommen.

Mittwoch, 25. November, 16.40 Uhr: RKI veröffentlicht neue Version der Corona-Warn-App

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes steht in einer verbesserten Variante zum Herunterladen bereit. Am Mittwochnachmittag ist die aktuelle Version 1.7 im Google Play Store und dem App Store von Apple erschienen. Mit dem Update kann die Risikoüberprüfung nun mehrmals täglich erfolgen. Bislang erfolgte die Aktualisierung nur einmal am Tag. Was zudem positiv getestete Nutzer mit der aktuellen Version erhalten, lesen Sie hier.

Mittwoch, 25. November, 16.10 Uhr: Bund und Länder wollen strengere Auflagen für größere Geschäfte

Bund und Länder wollen in der Corona-Krise den Groß- und Einzelhandel weiter geöffnet lassen - aber strengere Auflagen für größere Geschäfte machen. Wie die Deutsche Presse-Agentur von verschiedenen Teilnehmern der Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch erfuhr, gibt es zum Punkt Einzelhandel eine Einigung. Ein Gesamtpapier war aber noch nicht beschlossen. Zuvor hatten unter anderem die "Bild"-Zeitung und der "Tagesspiegel" darüber berichtet.

Zum Einzelhandel ist demnach ein abgestuftes Verfahren geplant. So soll künftig gelten, dass sich in kleineren und mittleren Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern höchstens eine Person pro 10 Quadratmetern Verkaufsfläche befinden soll.

In größeren Geschäften mit einer Verkaufsfläche ab 801 Quadratmetern insgesamt wie Kaufhäusern ist folgendes geplant: Bis zu einer Fläche von 800 Quadratmetern soll sich höchstens eine Person pro 10 Quadratmetern befinden - auf der 800 Quadratmeter übersteigenden Fläche höchstens eine Person pro 20 Quadratmetern.

Vor den Beratungen hatten Vorschläge des Bundes für massive Kritik etwa beim Handelsverband Deutschland gesorgt. Der Bund wollte einem am Dienstag verbreiteten Papier zufolge eine Regelung, nur noch einen Kunden pro 25 Quadratmeter statt wie bisher pro zehn Quadratmetern Verkaufsfläche zuzulassen.

Außerdem soll im Groß- und Einzelhandel die Maskenpflicht erweitert werden. Sie soll künftig auch vor Einzelhandelsgeschäften und auf Parkplätzen gelten. Die Bevölkerung wird außerdem aufgerufen, die Weihnachtseinkäufe möglichst auch unter der Woche zu tätigen.

Mittwoch, 25. November, 15.40 Uhr: Österreich startet mit Corona-Massentests Anfang Dezember

- Österreichs freiwillige Corona-Massentests in der Bevölkerung starten am ersten Dezemberwochenende. Tirol und Vorarlberg mit zusammen rund 1,1 Millionen Einwohnern führen vom 4. bis 6. Dezember als erste Bundesländer die großflächige Testaktion nach dem Vorbild der Slowakei und Südtirol durch, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz am Mittwoch in Wien ankündigte. Termine für die anderen Bundesländer sollen folgen. Das Land Salzburg kündigte am Mittwoch Massentests für den 12. und 13. Dezember an.

Außerdem sollen in Österreich am ersten Dezember-Wochenende Tests für bestimmte Berufsgruppen wie Lehrer und Polizisten stattfinden. Geplant ist, möglichst viele Einwohner mit Antigen-Schnelltests auf den Erreger Sars-CoV-2 zu testen. Um das Risiko falsch positiver Tests zu minimieren, soll es Nachtestungen geben.

Es sei wichtig festzuhalten, dass Massentests kein Allheilmittel seien, sondern eine Momentaufnahme lieferten, sagte Kurz. "Sie sind nicht die einzige Lösung, die gibt es nicht, aber eine gute Chance, Infektionen in der Bevölkerung zu lokalisieren und weitere Ansteckungen zu verhindern." Ziel sei es, rechtzeitig vor Familientreffen am Weihnachtsfest möglichst viele unentdeckte Infizierte unter den 8,9 Millionen Einwohnern Österreichs zu finden.

In Österreich sind seit Anfang November wegen der drohenden Überfüllung der Intensivstationen in der Corona-Pandemie Kultur, Gastronomie und Freizeiteinrichtungen geschlossen, seit Mitte November auch Schulen und die meisten Geschäfte. Auch Ausgangsbeschränkungen gelten in dem vorläufig bis zum 7. Dezember herrschenden sogenannten Lockdown. Der Anstieg der Neuinfektionen hat sich seitdem etwas verlangsamt, bewegt sich aber weiter auf hohem Niveau. Stand Mittwoch zählte die Gesundheitsbehörde Ages 414,9 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen im Land.

Mittwoch, 25. November, 15.10 Uhr: Landtag führt wöchentliche Regierungsbefragung zu Corona-Politik ein

Mit einer regelmäßigen Regierungsbefragung zu Bayerns Corona-Politik soll künftig der Austausch zwischen Staatsregierung und Parlament gefördert werden. Pro Sitzungswoche wird eine einstündige Fragerunde eingeführt, wie der Ältestenrat des Landtags am Mittwoch einstimmig beschloss. In der Zeit können Abgeordnete dem Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) oder Mitgliedern der Staatsregierung im Parlament Fragen zum Themenfeld Corona stellen. Zuletzt hatte es von diversen Parteien immer wieder Kritik gegeben, das Mitspracherecht der Parlamente in der Anti-Corona-Politik sei zu gering.

Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) begrüßte die Abstimmung des Ältestenrates und bezeichnete die Fragerunden als ein wichtiges Instrument für das Parlament, um über die Corona-Politik mitdiskutieren zu können. "So wird der Bayerische Landtag auch und gerade in der Corona-Pandemie seiner wichtigen Funktion gerecht, die Politik der Regierung zu kontrollieren." Am 2. Dezember soll die Regierungsbefragung erstmalig in der Plenarsitzung stattfinden. Jede Fraktion soll unter Berücksichtigung ihrer Redezeit bis zu zwei Fragen und Nachfragen stellen können.

Mittwoch, 25. November, 15 Uhr: Bayerns AfD-Fraktion interpretiert dänische Masken-Studie falsch

Sind Mund-Nasen-Bedeckungen in der Corona-Pandemie nutzlos? Ja, sagt die bayerische AfD-Fraktion und beruft sich auf eine aktuelle Studie. Doch so klar wie behauptet, ist die Sache dann doch nicht.

Mittwoch, 25. November, 14.40 Uhr: Freie Wähler und FDP gegen Söder-Forderung zu Skigebiets-Schließungen

Erst der Klimwandel - nun Corona. Fällt das Skifahren diesen Winter vorerst flach? Ja, wenn es nach Bayerns Ministerpräsident Söder geht. Doch es gibt Protest - unter anderem vom Koalitionspartner und aus dem Allgäu.

Mittwoch, 25. November, 14.20 Uhr: Biontech-Manager erwartet hohe Kapazitäten für Corona-Impfstoff

Das Mainzer Unternehmen Biontech ist zuversichtlich, die Produktion seines Corona-Impfstoffs im ersten Halbjahr 2021 auf große Mengen hochfahren zu können. In den ersten sechs Monaten des kommenden Jahres könnten in dem Betrieb in Marburg bis zu 250 Millionen Dosen hergestellt werden, sagte Finanzvorstand Sierk Poetting am Mittwoch den Zeitungen der VRM-Gruppe, darunter der "Allgemeinen Zeitung" in Mainz. In dem in Marburg übernommenen Norvatis-Werk seien nur einige Umstellungen notwendig. "Das ist eine Menge intensive Arbeit, aber letztendlich kein Hexenwerk."

In den USA hat Biontech zusammen mit seinem Partner Pfizer als weltweit erstes Unternehmen die Notfallzulassung eines Corona-Impfstoffes beantragt. Biontech arbeite eng mit den Genehmigungsbehörden zusammen, sagte Poetting.

Die Produktion des Betriebs in Marburg müsse lediglich umgerüstet werden, sagte Poetting. "Deshalb sind wir zuversichtlich, bald starten zu können." Die notwendigen Vorprodukte wie Gläser für die Abfüllung der Impfstoffdosen seien bis auf weiteres gesichert. Für den Betrieb in Marburg sei eine Kapazität von etwa 60 Millionen Impfstoffdosen im Monat möglich. Die eigentliche Herstellung des Impfstoffs dauere eine Woche, die Qualitätskontrolle und Freigabe benötigten dann weitere drei Wochen.

Die notwendige extreme Kühlung des Biontech-Impfstoffes um minus 70 Grad stelle kein großes Hindernis dar, sagte Poetting: "Da die Impfung über Zentren und nicht über den Hausarzt organisiert wird, sollte das kein Problem sein." Trockeneis zur Kühlung könnte notfalls auch die Freiwillige Feuerwehr vor Ort nachfüllen. Biontech arbeite aber auch an Impfstoffen einer neuen Generation, die einfacher gelagert werden könnten.

Mittwoch, 25. November, 13.15 Uhr: Vorarlberg führt Anfang Dezember Massentest durch

Der von der österreichischen Bundesregierung angekündigte Massentest wird im benachbarten Vorarlberg bereits am übernächsten Wochenende durchgeführt. Die Corona-Flächentestungen für die gesamte Bevölkerung sollen von Freitag, 4. Dezember, bis Sonntag, 6. Dezember, stattfinden. Das berichtet vol.at.

Die Tests sind kostenlos und freiwillig. Auch in Tirol laufen bereits die Vorbereitungen für ein Massentest-Wochenende im Dezember.

Mittwoch, 25. November, 12.20 Uhr: Ministerpräsidenten in Vorberatungen zur Corona-Schalte mit Merkel

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich vor der Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über die weiteren Kontaktbeschränkungen im Dezember zu virtuellen Vorberatungen getroffen. Man berate über Details der geplanten Regelungen, etwa die Frage, wie viele Kunden gleichzeitig in Geschäften sein dürften, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Teilnehmerkreisen. Nach Vorstellungen des Kanzleramts soll gelten, dass sich in Einzelhandelsgeschäften nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhält. Bislang ist es ein Kunde pro 10 Quadratmeter.

Deutschland stehen in der Corona-Pandemie nach dem zunächst bis Ende November befristeten Teil-Lockdown weitere Wochen mit einschneidenden Kontaktbeschränkungen bevor. Damit soll versucht werden, die sich auf hohem Niveau bewegenden Corona-Infektionszahlen zu senken. Die Schalte der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten soll um 14 Uhr beginnen.

Mittwoch, 25. November, 11.27 Uhr: FFP2-Masken wohl für 27 Millionen Menschen mit hohem Corona-Risiko

Die geplante Abgabe günstiger FFP-2-Schutzmasken an Menschen aus Corona-Risikogruppen in diesem Winter wird konkreter. Der Gemeinsame Bundesausschuss des Gesundheitswesens mit Vertretern von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen hat eine erbetene Eingrenzung der Gruppen mit Risiken für schwere und tödliche Verläufe erstellt. Insgesamt dürften es 27,35 Millionen Menschen sein, wie es in der Stellungnahme heißt, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Dazu zählen 23,7 Millionen Menschen ab 60 Jahre, außerdem weitere Menschen mit Vorerkrankungen, Risikoschwangerschaften oder Übergewicht.

Die Stellungnahme soll nun Grundlage für eine Verordnung sein, mit der das Bundesgesundheitsministerium die konkrete Umsetzung regeln will. Ziel bleibe, mit der Ausgabe von Masken im Lauf des Dezembers zu beginnen, wie es hieß. Nach einem Beschluss von Bund und Ländern sollen pro Person insgesamt 15 FFP2-Masken - rechnerisch eine pro Winterwoche - gegen "eine geringe Eigenbeteiligung" zu bekommen sein.

Um Infektionsrisiken zu vermeiden und Arztkapazitäten nicht unnötig zu binden, sollten Risikopatienten unter 60 mit möglichst einfachen Regeln ermittelt werden, erläutert der Gemeinsame Bundesausschuss. Individuelle ärztliche Überprüfungen oder Atteste seien nicht praktikabel. Genutzt werden sollten vorrangig Verwaltungsdaten.

Mittwoch, 25. November, 11.15 Uhr: Corona-Gipfel: Handel warnt vor strengeren Vorgaben zur Kundenzahl

Vor dem Corona-Gipfel der Bundesregierung hat der Handelsverband Deutschland (HDE) vor strengeren Vorgaben für die Kundenzahl in Geschäften gewarnt. Die von der Bundesregierung vorgeschlagene Regelung, nur noch einen Kunden pro 25 statt wie bisher pro zehn Quadratmetern Verkaufsfläche zuzulassen, könne zu langen Schlangen vor den Geschäften und "am Ende zu neuen Hamsterkäufen im Lebensmittelhandel führen", mahnte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Zudem sei es auch nicht im Sinne der Eindämmung der Pandemie, wenn viele Kunden vor den Geschäften wartend bei kalter Witterung eng beieinander stünden.

Der HDE forderte deshalb, bei der aktuellen Regelung zu bleiben. "Die Hygienekonzepte der Handelsunternehmen haben sich bewährt, es gibt keine Hotspots beim Einkaufen. Deshalb gibt es auch keinen Grund, die Regeln zu verschärfen", sagte Genth.

Dringenden Handlungsbedarf sieht der Handelsverband dagegen nach wie vor bei den Hilfsmaßnahmen für die innerstädtischen Handelsunternehmen. "Die Politik muss jetzt handeln oder sie nimmt verödete Innenstädte sehenden Auges in Kauf", sagte Genth.

Mittwoch, 25. November, 10.20 Uhr: Tourismusbeauftragter: Skifahren unter klaren Kriterien möglich

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sieht ein generelles Verbot der Ski-Saison kritisch. Der CDU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch: "Sicherheit geht auch im Winter vor. Aber ich bin davon überzeugt, dass Skifahren in einem gewissen Umfang und unter klaren Kriterien wie zum Beispiel einer maximal erlaubten Anzahl von täglichen Skipässen ohne Probleme möglich ist. Wir sollten Dinge möglich machen, wo man Sicherheit schaffen kann. Ein generelles Verbot halte für falsch."

Neben dem nachvollziehbaren Wunsch vieler Menschen, mal raus zu kommen, sei die Skisaison auch für viele Regionen Deutschlands ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium.

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte will Skigebiete angesichts der Corona-Pandemie mindestens bis zum 10. Januar geschlossen halten. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte den Vorstoß unterstützt. "Wenn wir Grenzen offen halten wollen, brauchen wir auch eine klare Übereinkunft, was das Skifahren betrifft. Ansonsten wird es eine schwierige Entwicklung", sagte er am Dienstag in München. Was Liftbetreiber im Allgäu sagen, lesen Sie hier.

Mittwoch, 25. November, 9 Uhr: Mehr als 2.100 Corona-Tote an einem Tag in den USA

In den USA ist die Zahl der binnen eines Tages verzeichneten Corona-Toten auf den höchsten Stand seit Anfang Mai gestiegen. Am Dienstag meldeten die Behörden 2.146 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore von Mittwochmorgen (MEZ) hervorging. Am gleichen Tag der Vorwoche waren es 1.692 gewesen. Der bislang höchste Wert wurde am 15. April mit 2.609 Toten an einem Tag erreicht.

Zugleich gab es am Dienstag landesweit 172.935 neue Corona-Fälle. In der Vorwoche waren am gleichen Tag rund 160.500 Neuinfektionen gemeldet worden. Der bislang höchste Wert binnen eines Tages war am Freitag mit rund 196.000 Neuinfektionen registriert worden.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 12,5 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 259.000 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Mittwoch, 25. November, 8.50 Uhr: Lauterbach: Teil-Lockdown wirkt weit schwächer als erwartet

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat eingeräumt, dass der derzeitige Teil-Lockdown die Corona-Infektionszahlen bei weitem nicht so senkt wie erwartet. "Er wirkt etwa halb so stark, wie wir gerechnet haben", sagte Lauterbach am Mittwochmorgen im ARD-"Morgenmagazin". Grund dafür seien neue Infektionsherde etwa in Schulen.

Um dort Neuansteckungen zu verhindern, solle es nach Möglichkeit Wechselunterricht geben. "Das gelingt uns für die Fachhochschulen, für die Universitäten geben wir es jetzt für alle vor. Das muss auch an den Schulen möglich sein", sagte Lauterbach. Die Einigung der Ministerpräsidenten vor den Verhandlungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am heutigen Mittwoch sieht flächendeckenden Wechselunterricht bislang nicht vor.

Die Vorschläge der Länderchefs zu Regeln über die Weihnachtsfeiertage begrüßte Lauterbach. Demnach sollen vom 23. Dezember bis zum 1. Januar bis zu zehn Personen erlaubt sein, Kinder bis 14 Jahre ausgenommen. "Wir müssen auch einen Ansporn geben, dass sich jetzt alle zusammennehmen, um das möglich zu machen", sagte Lauterbach dazu. Lockerungen seien nicht selbstverständlich, sondern vom Infektionsgeschehen abhängig. Wichtig vor den Weihnachtstagen sei in jedem Fall, dass sich vor den Feiern alle nach Möglichkeit in eine Art Vorquarantäne begeben würden.

Mittwoch, 25. November, 8.35 Uhr: Söder warnt vor Lockerung der Corona-Regeln über Silvester

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat sich vor den Beratungen der Länderchefs mit der Bundeskanzlerin für strenge Kontaktbeschränkungen auch über Silvester ausgesprochen - anders als von den meisten Ländern angestrebt. "Denn Weihnachten ist das Fest der Familie, Silvester natürlich mehr das Fest der Freunde", sagte der CSU-Chef im ARD-"Morgenmagazin". Ihm sei lieber, dass man über den Jahreswechsel konsequenter sei als über Weihnachten.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen an diesem Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über eine Verlängerung der Corona-Regeln beraten. Am Montagabend hatten sie sich auf eine Linie geeinigt, mit der sie in die Beratungen gehen. Demnach sollen Kontaktbeschränkungen ab Anfang Dezember verschärft werden. Vom 23. Dezember bis zum 1. Januar aber soll es zu Lockerungen kommen. Allerdings forderten einige Regierungschefs kurz nach den Verhandlungen im Länderkreis bereits Nachbesserungen. Umstritten ist etwa die Frage, welche Einschränkungen es an Schulen geben soll.

Söder plädierte am Mittwochmorgen dafür, dass Schüler und Lehrer Masken tragen sollten. "Und wir brauchen natürlich auch Wechselunterricht, um die Dichte des Unterrichts zu entzerren", sagte der CSU-Politiker.

Mittwoch, 25. November, 7.30 Uhr: "Mit zweierlei Maß" - Peter Maffays Appell an die Kulturpolitik

Deutschrock-Star Peter Maffay (71) sieht die Kulturbranche wegen der Corona-Krise in höchster Gefahr – und stellt den handelnden Politikern kein gutes Zeugnis aus. "Es wird hier mit zweierlei Maß gemessen", sagt der im bayerischen Tutzing am Starnberger See lebende Sänger und Gitarrist ("Sonne in der Nacht"). Während Autoindustrie oder Lufthansa mit staatlichen Milliardenzuwendungen großzügig unterstützt würden, verhungere der Kulturbetrieb am langen Arm der Bürokratie.

"Die Gelder, die in Aussicht gestellt werden, fließen viel zu langsam", sagte Maffay der Deutschen Presse-Agentur. "Es müsste alles viel schneller gehen, hier sind viele Existenzen bedroht." Musiker seien offenbar nicht "systemrelevant", ärgerte sich der seit rund 50 Jahren erfolg- und einflussreiche Künstler. Er habe am eigenen Leib erfahren, wie herabwürdigend es sich anfühle, so bezeichnet zu werden: "Im ersten Lockdown wollte ich meine Tochter in der Kinderkrippe abgeben. Da hieß es: Das geht nicht - ich sei ja nicht systemrelevant."

Mittwoch, 25. November, 6.20 Uhr: Schließen Allgäuer Firmen zwischen den Jahren?

In den neuen Corona-Regeln, die heute in Berlin beschlossen werden, heißt es: Arbeitgeber sollen prüfen, ob sie ihre Firmen entweder durch Betriebsferien oder großzügige Homeoffice-Lösungen vom 23. Dezember bis 1. Januar schließen können.

Praktikabel oder weltfremd? Wie Allgäuer Arbeitgeber auf diesen Vorstoß reagieren, erfahren Sie hier.

Mittwoch, 25. November, 5.55 Uhr: Neuer Höchstwert: 410 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 410 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit ist am Mittwoch (Stand: 25. 11., 00.00 Uhr) ein neuer Höchstwert erreicht worden - an jenem Tag, in dem in Berlin die Entscheidungen darüber fallen, wie wir die kommenden Wochen verbringen werden.

Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg demnach auf 14.771. Der bislang höchste Stand war Mitte April mit 315 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages erreicht worden.

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden lag am Mittwoch bei 18.633. Das waren gut 1.000 Fälle mehr als vor einer Woche, wie aus Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervorgeht. Am vergangenen Mittwoch hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 17.561 gelegen. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 961.320 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Das RKI schätzt, dass rund 656.400 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,97 (Vortag: 0,97). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch knapp 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Dienstag, 24. November, 21.45 Uhr: Macron lockert Corona-Beschränkungen in Frankreich

Angesichts einer verbesserten Corona-Lage hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erste Lockerungen der strengen Beschränkungen im Land angekündigt. "Der Höhepunkt der zweiten Welle ist vorbei", sagte Macron am Dienstagabend bei einer Ansprache im französischen Fernsehen. Die Bemühungen hätten sich ausgezahlt - man müsse diese aber nun fortsetzen.

Einzelhandelsgeschäfte, die bisher geschlossen waren, könnten von diesem Wochenende an wieder öffnen, sagte der 42-Jährige. Bürger müssen zwar weiter Bescheinigungen ausfüllen, wenn sie auf die Straße gehen. Seit Ende Oktober dürfen die Menschen nur mit triftigem Grund das Haus verlassen. Allerdings seien Spaziergänge und Sport ab dem Wochenende in einem Radius von 20 Kilometern für drei Stunden erlaubt. Bisher galt eine Stunde in einem Radius von einem Kilometer.

Dienstag, 24. November, 21 Uhr: Weihnachtsferien sollen vorgezogen werden

Der Bund will in den Beratungen mit den Ministerpräsidenten an diesem Mittwoch die Vorschläge der Länder für neue Corona-Regeln ergänzen. Das geht aus einem Papier mit Änderungsvorschlägen des Bundes von Dienstagabend hervor, das der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorlag. Am Mittwoch beraten die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise.

Nach dem Entwurf, der auf dem Papier der Länder aufbaut, heißt es, die Bevölkerung solle aufgerufen werden, die Weihnachtseinkäufe möglichst auch unter der Woche zu tätigen. Dabei sei sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhält. Bisher darf sich nicht mehr als ein Kunde pro 10 Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten.

Weiter heißt es wie bereits in einem Beschlussentwurf der Länder, bundesweit sollten die Weihnachtsferien auf den 19. Dezember vorgezogen werden. In einer früheren Fassung, mit dem das Kanzleramt am Dienstag in Beratungen mit den Ländern gegangen war, war die Rede davon, dass die Weihnachtsferien bundesweit auf den 16. Dezember vorgezogen werden sollten.

Korrektur

In einer früheren Version dieses Textes berichteten wir von einer neuen Fassung der Ländervorlage für die Beratungen. Das stimmt nicht. Es handelte sich um Vorschläge des Bundes für die Verhandlungen mit den Ländern - und nicht, wie von dpa fälschlich gemeldet, um eine aktualisierte Fassung des Länderentwurfs.

Dienstag, 24. November, 19 Uhr: Italien verzeichnet neuen Höchstwert bei Corona-Toten seit Ende März

Italien hat einen Höchstwert an Corona-Toten seit dem März dieses Jahres verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden seien etwas mehr als 850 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Rom am Dienstag mit. "Das ist eine Zahl, die wir nicht mehr sehen wollten", sagte ein Experte des Gesundheitsministeriums, Franco Locatelli, am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Man müsse sich wieder ins Gedächtnis rufen, dass man noch nicht aus dem Problem raus sei.

Es ist der höchste Wert seit Ende März, als an zwei aufeinander folgenden Tagen 969 und 889 Tote gemeldet wurden. Damit starben bislang insgesamt etwa 51 300 Menschen mit Sars-CoV-2. Dagegen fiel die Zahl der Neuinfektionen mit etwa 23 200 geringer aus, verglichen mit dem Wert sieben Tage zuvor (rund 32 200). Seit Beginn der Pandemie wurden damit rund 1,455 Millionen Corona-Fälle erfasst.

In dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern gelten weiter für den Großteil strenge Ausgangsbeschränkungen. Acht Regionen, darunter Bozen-Südtirol, sind den Roten Zonen zugeordnet. Die Regierung in der autonomen Provinz an der Grenze zu Österreich hat jedoch Lockerungen beginnend ab dem kommenden Montag angekündigt. Die Einigung folgte auf Grundlage des zuletzt durchgeführten Corona-Massentests, wie die Regierung am Dienstag mitteilte. Schüler der ersten Mittelschule sollen wieder zum Präsenzunterricht dürfen. Auch Friseurbesuche sind dann wieder erlaubt.

Dienstag, 24. November, 17.20 Uhr: Die Inzidenz-Zahlen im Allgäu

Mit einem Inzidenzwert von 324,34 (LGL) ist Kaufbeuren auch im bundesweiten Vergleich weiterhin ein Corona-Hotspot. Im Seniorenzentrum Espachstift kam es zu einem regelrechten Ausbruch von Covid-19. Über 110 Bewohner und Mitarbeiter waren positiv getestet worden.

Dagegen beruhigt sich die Lage im Landkreis Lindau offenbar ein wenig. Lag der 7-Tages-Inzidenzwert vor einer Woche bei knapp 200, steht er heute bei 107,34. Die Zahlen in der Übersicht.

Dienstag, 24. November, 16.50 Uhr: Corona und Schule - Was die Bundesländer nun vorschlagen

Die Bundesländer sind sich einig: Grundsätzlich sollen die Schulen in der Corona-Pandemie weiter offen bleiben. Sonderregeln sollen jedoch regional entschieden werden.

Dienstag, 24. November, 16.40 Uhr: Baden-Württemberg beschließt Impfstrategie - Hunderte Corona-Impfungen pro Tag

Das Land Baden-Württemberg will rechtzeitig zur ersten Lieferung des ersehnten Corona-Impfstoffs die Zentren für die Logistik und Personalfragen rund um die Massenimpfung bereitstellen. Teil des am Dienstag im Kabinett beschlossenen Konzepts ist der Aufbau von zwei oder drei Zentralen Impfzentren (ZIZ) in jedem der vier Regierungsbezirke bis Mitte Dezember. Als Standorte wurden neben den Messen Freiburg, Ulm und Offenburg auch die Karlsruher Messe sowie das Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus ausgewählt. Diese werden durch Mobile Impfteams unterstützt, die Menschen in Alten- und Pflegeheimen sowie immobile Personen versorgen.

In einem zweiten Schritt sollen bis zum 15. Januar ein bis zwei Kreis-Impfzentren (KIZ) pro Stadt- und Landkreis aufgebaut werden. Sie sollen je zwei eigene Mobile Teams einsetzen und nach den Planungen bis Ende 2021 arbeiten. Standorte für die KIZ sollen erst später ausgewählt werden, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne).

Dienstag, 24. November, 16.10 Uhr: Verwaltungsgerichtshof setzt Testpflicht für Grenzgänger außer Kraft

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die wöchentliche Testpflicht für Grenzgänger vorläufig außer Kraft gesetzt. "Die Außervollzugsetzung der Regelung hat allgemeine Wirkung", erläuterte ein Gerichtssprecher am Dienstag die weitreichenden Folgen des Eilantrages zweier österreichischer Schüler.

Die beiden Gymnasiasten mit Wohnsitz in Österreich besuchen eine Schule im Landkreis Berchtesgadener Land und mussten sich nach der Einreise-Quarantäneverordnung des Freistaats bislang mindestens einmal in der Woche einem Corona-Test unterziehen. Der Senat entschied jedoch nun, dass sich diese Regelung im Hauptsacheverfahren voraussichtlich als unwirksam erweisen werde. Er setzte sie daher außer Vollzug.

Dienstag, 24. November, 16.05 Uhr: Wirteverband fordert "Winterhilfe" wegen Corona

Für ein Drittel der Wirte wäre laut einer Umfrage die Verlängerung des Lockdowns "katastrophal". Sie fordern daher finanzielle Hilfe für den Winter.

Dienstag, 24. November, 14.50 Uhr: Söder plädiert für europaweite Schließung von Skigebieten

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädiert wegen Corona für eine vorübergehende europaweite Schließung von Skigebieten und Skiliften. "Wenn wir Grenzen offen halten wollen, brauchen wir auch eine klare Übereinkunft, was das Skifahren betrifft. Ansonsten wird es eine schwierige Entwicklung", sagte Söder am Dienstag am Rande einer Landtagssitzung in München. Er verwies darauf, dass jemand, der in Risikogebieten Skifahren gehe, zehn Tage in Quarantäne müsse. Söder betonte dann aber: "Mir wäre lieber, wir würden ein einheitliches Übereinkommen auf europäischer Ebene haben: keine Skilifte offen überall beziehungsweise kein Urlaub überall."

Dienstag, 24. November, 14.45 Uhr: Rechnungshof kritisiert Corona-Milliardenhilfen für Deutsche Bahn

Der Bundesrechnungshof hat die geplanten Staatshilfen für die Deutsche Bahn in der Corona-Krise kritisiert. Der Schaden, der der Bahn durch die Pandemie entstehe, sei bisher nur grob zu schätzen, monieren die Experten in einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestags, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Es deute sich an, dass das Geschäft 2020 nicht so schlecht gelaufen sei, wie noch im Frühjahr erwartet. "Vor diesem Hintergrund ist die sofortige und vollständige Auszahlung der Eigenkapitalhilfe von fünf Milliarden Euro nicht zu rechtfertigen", heißt es.

Der Rechnungshof empfiehlt stattdessen, die Hilfen nur schrittweise mit Nachweis bereits eingetretener Schäden auszuzahlen. Außerdem müsse der Bund als Eigentümer prüfen, ob die Bahn selbst genügend gegengesteuert und etwa Kosten gesenkt habe. Im Haushalt für das kommende Jahr sollten Hilfen für die Bahn erst einmal gesperrt und dann nach Bedarf freigegeben werden.

Dienstag, 24. November, 14.25 Uhr: Bund plant "Dezemberhilfen" für Firmen von 17 Milliarden Euro

Der Bund plant bei einer Verlängerung des Teil-Lockdowns im Dezember Finanzhilfen für betroffene Unternehmen im Umfang von voraussichtlich 17 Milliarden Euro. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Regierungskreisen. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichtet, Firmen könnten mit Hilfen in einem Umfang von 15 bis 20 Milliarden Euro rechnen.

Dienstag, 24. November, 13.35 Uhr: Dobrindt: Länder-Papier zu Corona um stärkere Maßnahmen ergänzen

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat sich zurückhaltend zum Länderpapier für die Verhandlungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über eine Fortsetzung des Teil-Lockdowns geäußert. Er habe die Erwartung, dass in den Beratungen an diesem Mittwoch noch stärkere Maßnahmen ergriffen würden, sagte Dobrindt am Dienstag in Berlin. "Ich wünsche mir, dass wir konkretere Vereinbarungen finden auch im Bereich der Schule, die dann auch überall Anwendung in Deutschland finden." Hybride Unterrichtsformen sollten deutlich stärker genutzt werden, wie man das bei den Universitäten schon tue. Dazu gehöre auch Wechselunterricht.

Dienstag, 24. November, 12.50 Uhr: Bund will für 2021 rund 130 Millionen Schnelltests sichern

Der Bund will für das neue Jahr weiteren Nachschub an Corona-Schnelltests organisieren, die künftig deutlich öfter eingesetzt werden sollen. Ziel sei, für das erste Quartal 2021 rund 60 Millionen Tests für Deutschland zu sichern, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag vom Gesundheitsministerium erfuhr. Für das zweite Quartal sollen 40 Millionen Antigen-Tests folgen, dann bis Jahresende weitere 30 Millionen. Die Tests sollen vor allem in zwei Bereichen eingesetzt werden.

Dienstag, 24. November, 12.30 Uhr: Rauch aus Grill verrät Feiernde: Gegen Corona-Regeln verstoßen

In der Zugspitzstraße in Bad Wörishofen hat es am Montagabend geraucht. Ursache war, wie die Polizei herausfand, eine Feuertonne auf einer Dachterrasse: Drei Menschen aus verschiedenen Haushalten grillten dort und feierten Geburtstag. Die Polizei zeigte die 23- bis 48-Jährigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz an. Sie müssen wohl ein Bußgeld bezahlen.

Dienstag, 24. November, 12.25 Uhr: Rezept für Cannabis-Konsum abgelaufen: Autofahrer verweist auf Corona-Beschränkungen

Die Polizei zog einen Autofahrer in Kempten aus dem Verkehr, der Cannabis geraucht hatte. Das Ungewöhnliche daran: Der 23-Jährige sagte laut Polizei, er konsumiere die Droge aus medizinischen Gründen. Dazu legte er auch eine Bestätigung seines Arztes vor. Doch die war bereits seit zwei Wochen abgelaufen. Daraufhin sagte der Mann, die Verlängerung der Bescheinigung verzögere sich wegen der Corona-Pandemie und den Beschränkungen. Und so teilte die Polizei lediglich den Vorfall der Führerscheinstelle mit.

Dienstag, 24. November, 11.55 Uhr: Quarantäne für Kontaktpersonen soll auf zehn Tage verkürzt werden

Für Kontaktpersonen von Corona-Infizierten soll ab 1. Dezember eine kürzere Quarantänezeit von 10 statt bisher 14 Tagen gelten - aber unter der Bedingung eines negativen Tests. Darauf verständigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern. Bundesminister Jens Spahn (CDU) sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: "Zehn Tage Quarantäne mit Schnelltest am Ende ist genauso sicher wie 14 Tage Quarantäne ohne Test. Aber es bedeutet für die Betroffenen vier Tage weniger Einschränkungen". Dies sei es wert, die Quarantäne zu verkürzen, ohne ein zusätzliches Risiko einzugehen.

Die fachlichen Empfehlungen des bundeseigenen Robert Koch-Instituts (RKI) für die Gesundheitsämter sollen entsprechend angepasst werden, wie es in dem Länder-Beschluss weiter heißt. Als Kontaktperson ersten Grades gilt zum Beispiel, wer für mehr als 15 Minuten in näherem Kontakt mit weniger als 1,50 Metern Abstand zu positiv Getesteten war.

Dienstag, 24. November, 11.15 Uhr: Panne am Testzentrum für Corona in Erkheim

Mehrere Personen, die sich am Testzentrum des Landkreises in Erkheim auf das Virus Covid-19 hin testen lassen wollten, mussten am Montag unverrichteter Dinge wieder den Heimweg antreten. Der Grund war ein großer Netzausfall des Anbieters Vodafone. Das bestätigte das Landratsamt. Die Daten werden üblicherweise per QR-Code den Getesteten mitgeteilt. Wegen der technischen Störung konnten die Tests nicht weiterverarbeitet werden. Die Betroffenen müssen nun noch einmal zur Teststation. Genutzt wird ein Netz eines anderen Anbieters.

Dienstag, 24. November, 11 Uhr: Vorerst keine Corona-Lockerungen für den Sport geplant

Der Sport darf vorerst nicht auf Lockerungen der Corona-Regelungen hoffen. Die Bundesländer plädieren dafür, den Ende Oktober verfügten Teil-Lockdown zunächst bis zum 20. Dezember bundesweit aufrechtzuerhalten. Dies geht aus der Beschlussvorlage der Ministerpräsidenten für die Video-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel hervor. Für den Profi-Sport würde dies konkret bedeuten, dass der Ligen-Betrieb nur mit Geisterspielen fortgesetzt werden kann. Nach dem Fußball, Handball, Basketball und Volleyball will auch die Deutsche Eishockey-Liga am 17. Dezember in die Saison starten. Weiterhin ruhen soll der Amateursport.

Die Profivereine dürfen aber neben der Saisonfortsetzung auch auf eine Verlängerung der Hilfsmaßnahmen durch den Bund bis zur Mitte des kommenden Jahres hoffen. Die Regelung solle für diejenigen Wirtschaftsbereiche gelten, "die absehbar auch in den kommenden Monaten erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssen, ohne von Schließungen betroffen zu sein", heißt es in dem Papier der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten.

Geplant ist zudem, die Quarantänezeit einheitlich von zwei Wochen auf zehn Tage zu verkürzen. Dies hätte einen entlastenden Effekt auch für den Profisport, wo zuletzt mehrere Mannschaften nach positiven Corona-Fällen für 14 Tage in die Komplett-Isolation gehen mussten. Das hatte vor allem im Handball zu diversen Spielabsagen und wegen des dadurch zunehmenden Termindrucks zu einer kontroversen Debatte um eine mögliche WM-Absage geführt.

Dienstag, 24. November, 10.15 Uhr: LKA: Kein messbarer Anstieg von häuslicher Gewalt in Corona-Zeiten

Droht Frauen im Corona-Lockdown mehr häusliche Gewalt? Die Befürchtung gibt es schon seit Jahresbeginn. Jetzt legt das bayerische Landeskriminalamt eine Einschätzung vor - die auf den ersten Blick überrascht.

Dienstag, 24. November, 10 Uhr: Länder wollen Maskenpflicht erweitern

Die Länder sprechen sich dafür aus, für eine Eindämmung des Coronavirus ab Anfang Dezember die Maskenpflicht zu erweitern. Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung solle an allen Orten mit Publikumsverkehr in Innenstädten gelten - so auch an Örtlichkeiten in der Öffentlichkeit unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten. Das geht aus einem Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch hervor, der der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorlag. Die örtlich zuständigen Behörden sollen die Orte festlegen.

Auch in Arbeits- und Betriebsstätten sei ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen - dies soll aber nicht am Platz gelten, sofern ein Abstand von 1,5 Meter zu weiteren Personen sicher eingehalten werden könne. Weiter heißt es in dem Papier, Hochschulen und Universitäten sollten grundsätzlich auf digitale Lehre umstellen - mit Ausnahme von Labortätigkeiten, Praktika, praktischen und künstlerischen Ausbildungsabschnitten sowie Prüfungen.

Dienstag, 24. November, 9.23 Uhr: Länder wollen mit Kirchen über Weihnachts-Gottesdienste sprechen

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen mit den Kirchen über mögliche Vereinbarungen für Weihnachtsgottesdienste sprechen. "Bund und Länder werden das Gespräch mit den Religionsgemeinschaften suchen, um möglichst Vereinbarungen für Gottesdienste und andere religiöse Zusammenkünfte mit dem Ziel einer Kontaktreduzierung zu treffen", heißt es in dem Papier. "Religiöse Zusammenkünfte mit Großveranstaltungscharakter gilt es dabei zu vermeiden."

Dienstag, 24. November, 8.50 Uhr: Länder für strenge Kontaktbeschränkungen vom 1. Dezember an

Die Ministerpräsidenten der Länder plädieren im Kampf gegen die anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen für strenge Kontaktbeschränkungen vom 1. Dezember an - für Weihnachten und Silvester soll es eine Sonderregelung geben. "Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal fünf Personen zu beschränken", heißt es in einem Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch. Kinder bis 14 Jahre seien hiervon ausgenommen.

Dienstag, 24. November, 8.28 Uhr: Länder bitten Arbeitgeber um Betriebsferien oder Homeoffice-Lösungen

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen im Kampf gegen die hohen Corona-Infektionszahlen die Arbeitgeber rund um Weihnachten um Unterstützung bitten. Arbeitgeber sollten prüfen, ob die Betriebsstätten entweder durch Betriebsferien oder großzügige Homeoffice-Lösung vom 23. Dezember bis 1. Januar geschlossen werden könnten. Damit solle bundesweit der Grundsatz "Stay at Home" ("Bleibt Zuhause") umgesetzt werden.

Dienstag, 24. November, 8.21 Uhr: Länder-Entwurf: Maskenpflicht in Corona-Hotspots ab Klasse sieben

In Regionen mit deutlich mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen soll nach dem Willen der Länder künftig ab Klasse sieben grundsätzlich eine Maskenpflicht auch im Unterricht gelten. In "besonderen Infektionshotspots" soll es demnach in älteren Jahrgängen außer Abschlussklassen schulspezifisch "weitergehende Maßnahmen für die Unterrichtsgestaltung" geben, beispielsweise Hybridunterricht.

Dienstag, 24. November, 8.19 Uhr: Länder rufen Menschen vor Weihnachten zu Selbstquarantäne auf

Die Ministerpräsidenten der Länder rufen die Menschen auf, vor den Weihnachtsfeiertagen in eine möglichst mehrtägige häusliche Selbstquarantäne zu gehen. "Dies kann durch ggf. vorzuziehende Weihnachtsschulferien ab dem 19.12.2020 unterstützt werden", heißt es in einem Beschlussentwurf der Länder. Mit der Selbstquarantäne solle die Gefahr von Corona-Infektionen im Umfeld der Feierlichkeiten so gering wie möglich gehalten werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 24. November, 8.06 Uhr: Länder-Entwurf: Böllerverbot auf belebten Plätzen und Straßen

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen Silvesterfeuerwerk auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen untersagen, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden. "Die örtlich zuständigen Behörden bestimmen die betroffenen Plätze und Straßen", heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Dienstag vorliegenden geeinten Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch. Grundsätzlich wird "empfohlen", zum Jahreswechsel auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten - ein Verkaufsverbot ist demnach aber nicht vorgesehen.

Dienstag, 24. November, 8.05 Uhr: Konjunkturerholung stärker als erwartet

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist nach dem coronabedingten Absturz im Frühjahr etwas stärker gewachsen als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 8,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. In einer ersten Schätzung war die Behörde von einem Plus von 8,2 Prozent ausgegangen. So sehen die aktuellen Prognosen aus.

Dienstag, 24. November, 8 Uhr: Länder einigen sich auf Corona-Regeln für Weihnachten und Silvester

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich auf einheitliche Kontaktregeln für Weihnachten und Silvester geeinigt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 24. November, 7.35 Uhr: Australiens Ex-Corona-Hotspot Victoria ohne bekannten Infektionsfall

Im ehemaligen australischen Corona-Hotspot Victoria gibt es erstmals seit neun Monaten keinen bekannten Infektionsfall. "Das letzte Mal, dass wir keine aktiven Fälle im Bundesstaat verzeichnet haben, war am 29. Februar", twitterte das regionale Gesundheitsministerium am Dienstag. Die Behörden dankten der Bevölkerung dafür, dass sie zu diesem Erfolg beigetragen habe.

Der letzte Corona-Patient war ein um die 90 Jahre alter Mann, der am Montag aus dem Krankenhaus entlassen worden war. In Victoria wurde bereits seit 25 Tagen kein neuer Fall mehr registriert.

Vorausgegangen war ein mehrmonatiger, extrem strikter Lockdown, nachdem der Bundesstaat mit seiner Hauptstadt Melbourne von einer zweiten Welle getroffen worden war. Wochenlang herrschte eine nächtliche Ausgangssperre, zudem durften die Bürger sich nur noch im Umkreis von fünf Kilometern von ihren Wohnungen bewegen. Die letzten Einschränkungen waren Ende Oktober aufgehoben worden.

Seit Beginn der Krise hat Australien, wo etwa 25 Millionen Menschen leben, nur rund 27.800 Corona-Fälle verzeichnet.

Dienstag, 24. November, 6.45 Uhr: Weihnachtsferien in Bayern starten früher

Bayern zieht wegen Corona die Weihnachtsferien vor. Wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Bayerischen Rundfunk sagte, ist der letzte Schultag dieses Jahr bereits am Freitag, 18. Dezember. Ursprünglich sollten die Ferien am 23. Dezember beginnen. Mit dem früheren Ferienbeginn vergrößere sich der Abstand zwischen Unterricht und Weihnachten, sagte Söde. "Damit verbessern wir die Möglichkeiten, dass die Familien in Bayern das wichtigste Fest des Jahres gesund und unbeschwerter feiern können." Das Infektionsrisiko werde durch die fast einwöchige Karenzzeit zwischen Schulunterricht und Weihnachten "erheblich gesenkt".

Zuvor hatte sich bereits der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke im Gespräch mit unserer Redaktion für einen solchen Schritt stark gemacht. „So gelänge es besser, dass Weihnachten dieses Jahr im Kreis der Familie verantwortungsbewusst gefeiert werden kann.“ Regulär hätten die Weihnachtsferien im Freistaat vom 23. Dezember bis einschließlich 9. Januar dauern sollen.

Wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Bayerischen Rundfunk sagte, ist der letzte Schultag dieses Jahr in Bayern bereits am Freitag, 18. Dezember.
Wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Bayerischen Rundfunk sagte, ist der letzte Schultag dieses Jahr in Bayern bereits am Freitag, 18. Dezember.
Bild: Matthias Balk, dpa

Dienstag, 24. November, 6.40 Uhr: Bundesländer wollen Teil-Lockdown bis kurz vor Weihnachten verlängern

Die Verlängerung des Teil-Lockdowns in Deutschland bis kurz vor Weihnachten ist so gut wie sicher. Die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich am Montagabend darauf, dass die bis Ende November befristen Maßnahmen bundesweit zunächst bis zum 20. Dezember fortgeführt werden sollen, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr. Eine endgültige Entscheidung soll es bei den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ländern am Mittwoch geben. Ein Überblick.

Dienstag, 24. November, 6 Uhr: 13.554 Fälle: Corona-Neuinfektionen etwas unter dem Vorwochenstand

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) erneut vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Binnen 24 Stunden wurden 13.554 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl bei 14.419 gelegen. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Zu Beginn der Woche sind die Zahlen regelmäßig vergleichsweise niedrig, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Im Oktober und Anfang November war die Zahl der gemeldeten Corona-Neuansteckungen in Deutschland rasant gestiegen. Nun hat sich der Wert seit etwa zwei Wochen auf hohem Niveau eingependelt. Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 942.687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 24.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Dienstag um 249 auf insgesamt 14.361. Das RKI schätzt, dass rund 636.700 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 0,97 (Vortag: 1,03). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, fast eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Montag, 23. November, 21.10 Uhr: Frankreich meldet weniger als 5000 Corona-Infektionen an einem Tag

Erstmals seit Wochen haben die Gesundheitsbehörden Frankreichs weniger als 5000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Es seien rund 4450 Neuinfektionen registriert worden, teilten die Behörden am Montagabend mit. Zu Beginn der Woche sind die Zahlen in der Vergangenheit zwar immer niedriger gewesen. Dennoch ist das der niedrigste Wert seit Ende September. Auch die Quote positiver Tests geht in dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern weiter zurück und liegt bei gut 13 Prozent.

Montag, 23. November, 20.20 Uhr: CDU-Politiker fordert Impfung vor Großveranstaltungen

Der CDU-Gesundheitspolitiker und Europaabgeordnete Peter Liese hat sich für eine Corona-Schutzimpfung als Voraussetzung für Besuche von Großveranstaltungen ausgesprochen. Die Veranstalter sollten nur Besucher mit Impfausweis einlassen, sobald im kommenden Jahr jeder die Möglichkeit habe, sich impfen zu lassen, sagte Liese laut "Westfalenpost". Liese sprach sich zudem aktuell für weitere Maßnahmen aus, um die Zahl der Neuinfektionen zu senken. So sollten Schüler über 14 Jahre in geteilten Klassen unterrichtet werden.

Montag, 23. November, 18.50 Uhr: Italien verzeichnet 50.000 Todesfälle

In Italien hat die Zahl der Corona-Toten die Schwelle von 50 000 überschritten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag verzeichneten die Behörden binnen 24 Stunden 630 Tote mit Sars-CoV-2. Demnach starben bislang knapp 50 500 Menschen mit dem Virus. Zugleich sank die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages auf rund 23 000. Da am Wochenende weniger Testkapazitäten zur Verfügung stehen, fällt dieser Wert am Montag oft geringer aus. Verglichen mit dem Montag der Vorwoche (knapp 27 400) lagen die Zahlen allerdings deutlich darunter. Insgesamt wurden bisher etwa 1,432 Millionen Corona-Fälle in Italien registriert.

Neben der Hoffnung auf Impfstoffe hatte in dem Land mit 60 Millionen Einwohner zuletzt auch der Reproduktionswert für Optimismus gesorgt. Nach dem jüngsten Lagebericht des Ministeriums vom Freitag sank der sogenannte R-Wert auf rund 1,2. In den Wochen zuvor hatte die Zahl im Schnitt bei 1,4 und davor bei 1,7 gelegen. Der R-Wert zeigt an, wie viele Menschen ein Infizierter durchschnittlich ansteckt. Sinkt er unter 1, gibt es immer weniger Neuinfektionen, die Epidemie läuft also aus.

Montag, 23. November, 18.30 Uhr: Zentralrat der Juden kritisiert "Sophie Scholl"-Vergleiche

Der Zentralrat der Juden warnt davor, dass auf "Querdenken"-Demontrationen der Holocaust verharmlost wird. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 23. November, 18 Uhr: FC Augsburg verschiebt Mitgliederversammlung auf 2021

Wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie hat der FC Augsburg seine Mitgliederversammlung auf das nächste Jahr verschoben. Wie der Fußball-Bundesligist am Montag bekanntgab, soll diese nun in der ersten Jahreshälfte 2021 stattfinden. Über den neuen Termin will der Verein rechtzeitig informieren.

Montag, 23. November, 16.15 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident stellt schärfere Corona-Regeln bis ins nächste Jahr in Aussicht - für ganz Deutschland

Vor dem nächsten Bund-Länder-Gespräch am Mittwoch erwartet Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil keine nennenswerten Lockerungen bei den Corona-Schutzmaßnahmen - im Gegenteil. "Es wird dabei sicherlich auch um Maßnahmen gehen, die durchaus noch über das hinausgehen, was wir derzeit haben", sagte der SPD-Politiler am Montag in Hannover. Niedersachsen werde eine konstruktive Rolle einnehmen. Die neuen Regelungen sollten im Dezember bis ins nächste Jahr hinein für Klarheit sorgen.

Insbesondere die Zeit um Silvester sei eine besondere Herausforderung. Dazu, ob ein Feuerwerksverbot aus seiner Sicht eine geeignete Maßnahme ist, legte sich Weil vor der Runde mit der Kanzlerin nicht fest. "Jedenfalls wünsche ich mir sehr, dass die üblichen Silvesterfeierlichkeiten, so wie wir sie alle kennen und ich persönlich übrigens auch, dass die in diesem Jahr nicht stattfinden werden."

Montag, 23. November, 15.50 Uhr: Zwei neue Corona-Todesfälle in Kaufbeuren

Im Allgäuer Corona-Hotspot Kaufbeuren sind erneut zwei Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Allgäu auf 138.

Montag, 23. November, 14.50 Uhr: Wacker-Chemie stellt Corona-Impfstoffkandidaten für Curevac her

Die Münchner Wacker Chemie und der Tübinger Biotechkonzern Curevac arbeiten bei der Produktion eines Impfstoffkandidaten gegen Covid-19 zusammen. Der Spezialchemiekonzern werde im ersten Halbjahr 2021 mit der Produktion der mRNA-Wirkstoffsubstanz für den Impfstoffkandidaten beginnen, teilten beide Unternehmen am Montag gemeinsam mit. Am Wacker-Standort Amsterdam sollen pro Jahr mehr als 100 Millionen Dosen des Impfstoffes von CureVac hergestellt werden. Zudem gebe es Erweiterungsoptionen.

Die Wacker-Chemie-Aktien zogen auf die Nachricht hin an und notierten am frühen Nachmittag zwei Prozent im Plus. Jüngst veröffentlichte Zwischenergebnisse einer klinischen Phase-1-Studie von Curevac hatten gezeigt, dass der Imfstoff im Allgemeinen gut verträglich war und zusätzlich zu den ersten Anzeichen einer T-Zellen-Aktivierung starke Antikörperreaktionen auslöste. Die für eine mögliche Zulassung relevante Phase-III-Studie soll noch vor Jahresende starten.

Andere Unternehmen sind schon weiter. So beantragten das Mainzer Unternehmen Biontech und der US-Pharmariese Pfizer am Freitag angesichts positiver Phase-III-Studiendaten bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff. Anträge auf eine Zulassung für Europa und weitere Regionen werden vorbereitet.

Montag, 23. November, 14.20 Uhr: Mehrere Corona-Verstöße im Unterallgäu

Auch im Unterallgäu gab es am Wochenende Vorfälle, bei denen Menschen gegen die Corona-Regeln verstoßen haben. Mehr dazu hier.

Montag, 23. November, 13.45 Uhr: Roboter sollen beim Desinfizieren von Klinikzimmern helfen

Roboter sollen Europas Kliniken in der Corona-Krise beim Desinfizieren von Patientenzimmern helfen. 200 der Geräte sollen mit EU-Mitteln angeschafft und an Krankenhäuser verteilt werden, wie EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Montag mitteilte.

Die Roboter brauchten nur rund 15 Minuten, um ein Patientenzimmer mit Hilfe ultravioletten Lichts zu desinfizieren, ergänzte ein Kommissionssprecher. Sie sollen in den nächsten Wochen geliefert werden - welche Kliniken sie bekommen, werde rasch geklärt. Zur Anschaffung stünden zwölf Millionen Euro zur Verfügung.

Montag, 23. November, 13.30 Uhr: Bundesweite Daten zur Corona-Lage an Schulen geplant

Die Kultusminister der Länder wollen künftig einmal in der Woche bundesweite Daten zur Corona-Lage an den Schulen bereitstellen. Das kündigte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) am Montag in einem Gespräch mit Journalisten an. Bisher war es schwierig, ein genaues Gesamtlagebild über die Anzahl der geschlossenen Schulen, Corona-Infektionen bei Lehrern und Schülern und Betroffenen in Quarantäne zu bekommen, weil die Daten in den Bundesländern unterschiedlich erhoben und nicht zentral erfasst wurden.

Künftig werde eine regelmäßige wöchentliche Zusammenstellung veröffentlicht, sagte Hubig. Zum ersten Mal soll das ihren Angaben zufolge "in den nächsten Tagen" passieren. Der genaue Zeitpunkt war zunächst noch offen. Die letzten bekannten Zahlen der KMK stammen vom 12. November. Zu dem Zeitpunkt befanden sich knapp 200.000 der rund 11 Millionen Schülerinnen und Schüler und 13.000 der rund 800.000 Lehrkräfte in Quarantäne. 106 der mehr als 30.000 Schulen waren komplett geschlossenen.

Montag, 23. November, 13.05 Uhr: OB Bosse: 44 weitere Fälle in Seniorenheim in Kaufbeuren

Die 7-Tage-Inzidenz in Kaufbeuren ist mit einem Wert von 331,1 am Montag bereits der höchste im Allgäu. Nach einer Mitteilung von Oberbürgermeister Stefan Bosse auf Facebook wird dieser Wert aber erneut steigen: Im betroffenen Seniorenheim sind weitere 44 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Damit erreicht Kaufbeuren wohl einen 7-Tage-Inzidenz-Wert von über 400. Diesen Wert haben die Behörden allerdings noch nicht bestätigt.

Weitere Coronafälle in Kaufbeuren Leider haben Reihentestungen im bereits betroffenen Seniorenheim in Kaufbeuren...

Gepostet von Stefan Bosse am Montag, 23. November 2020

Montag, 23. November, 12.35 Uhr: Längerer Teil-Lockdown absehbar

Am Mittwoch wollen Bund und Länder Klarheit schaffen, wie es im Dezember weitergeht mit den Corona-Maßnahmen - und in welchem Rahmen die Menschen Weihnachten und Silvester verbringen können: Ein Überblick.

Montag, 23. November, 12.30 Uhr: Bayerns Landes-Sportverband meldet "dramatischen Mitgliederrückgang"

Wegen der Corona-Pandemie hat der Bayerische Landes-Sportverband mehr als 82.000 Austritte aus den Vereinen im Freistaat registriert und die Politik zum Einlenken aufgefordert. Im Vergleich zum Vorjahr wenden sich vor allem jungen Sportler ab, wie der BLSV am Montag mitteilte. Bei Kindern sei ein Rückgang von 4,3 Prozent, bei Jugendlichen ein Rückgang von 3,7 Prozent verzeichnet worden. Im Kampf gegen das Virus ist organisierter Breitensport in Bayern derzeit verboten. Sollten die Hallen über Ende November hinaus geschlossen bleiben, rechnet der BLSV mit einem "dramatischen Mitgliederrückgang" und mehr als 100.000 Austritten aus den Vereinen.

Zudem haben rund 65.000 Sportler ihre Kündigung in den Vereinen im Jahr 2021 vorgemerkt, wie es hieß. "Der Mitgliederrückgang wird also zu Beginn des neuen Jahres noch höher ausfallen - Tendenz weiter steigend", prognostizierte der Sportverband in München.

Um dem entgegenzuwirken, fordert der Verband eine Rückkehr zur Regelung von vor dem 13. November. "Unsere oberste Aufgabe muss es sein, die Menschen wieder zurück in die Sportvereine zu bringen und unsere Vereine und das Ehrenamt bei dieser wichtigen Aufgabe zu unterstützen", sagte BSLV-Präsident Jörg Ammon. "Elementar wichtig ist eine baldige Rückkehr zum Indoor-Sport."

Montag, 23. November, 12.10 Uhr: Baumärkte boomen in der Corona-Krise

Die Corona-Krise beschert den Bau- und Gartenfachmärkten in Deutschland einen anhaltenden Nachfrageboom. Insgesamt setzte die Do-it-Yourself-Branche in den ersten neun Monaten gut 17,3 Milliarden Euro um. Das entspreche einer Steigerung von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtete der Handelsverband Heimwerken, Bau und Garten (BHB) am Montag in Köln.

Auch im dritten Quartal, das normalerweise eher durch Kaufzurückhaltung in der Hauptreisezeit und das nahende Ende der Gartensaison gekennzeichnet sei, habe die Branche weiterhin zweistellige Zuwächse verzeichnet. "Das ist sicherlich in der Hauptsache fehlenden Reisemöglichkeiten geschuldet", urteilte der Branchenverband. Außerdem habe die wachsende Bedeutung der eigenen vier Wände in der Pandemie dazu geführt, dass viele Sanierungs-, Renovierungs- und Verschönerungsprojekte angegangen worden seien.

Besonders gefragt waren laut BHB in den vergangenen Monaten Farben und Malerzubehör, Gartenausstattung, Holz, Gartenmöbel und Werkzeuge. Lediglich in einer Warengruppe waren die Umsätze rückläufig - beim Autozubehör. Hier spiegele sich die eingeschränkte Mobilität der Verbraucherinnen und Verbraucher im Corona-Jahr wider, urteilte der Verband.

Montag, 23. November, 11.45 Uhr: Neue Quarantäne-Regelung für Auslandsrückkehrer unwahrscheinlich

Nach dem Außerkraftsetzen der Corona-Einreiseverordnung in Nordrhein-Westfalen wird es voraussichtlich keine Quarantäne-Neuregelung für Reiserückkehrer aus dem Ausland geben. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte am Montag in Düsseldorf, dass nach dem OVG-Urteil sehr differenziert auf regionale Infektionskennziffern sowohl in der Urlaubsregion als auch in der Heimatregion der Reisenden geschaut werden müsste. "Wer soll das kontrollieren?", verdeutlichte Laumann. Das Thema dürfte sich mit diesem enormen Aufwand erledigt haben.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster hatte am Freitag die in der Corona-Einreiseverordnung geregelte Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer aus Risikogebieten gekippt. Nach Ansicht des Gerichts hatte das Land nicht berücksichtigt, dass Reisende bei der Rückkehr aus Ländern mit geringeren Infektionszahlen als an ihrem Wohnort nach der Heimkehr einem höherem Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Somit sei die Quarantäne aktuell kein geeignetes Mittel zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland. Als Folge aus der OVG-Entscheidung hatte das NRW-Gesundheitsministerium die sogenannte Corona-Einreiseverordnung des Landes außer Kraft gesetzt.

Montag, 23. November, 11.30 Uhr: Auch Unionsländer wollen Teil-Lockdown verlängern

Auch die unionsgeführten Bundesländer wollen den im November geltenden Teil-Lockdown in der Corona-Krise bis zum 20. Dezember verlängern. Über eine Fortsetzung der Schließungen solle am 15. Dezember beraten werden, heißt es in einem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag. Vor und auf dem Schulgelände sowie im Schulunterricht aller Schularten solle es eine grundsätzliche Maskenpflicht geben. Ausnahmen für den Unterricht in Grundschulen sollten aber möglich sein.

Am Mittwoch beraten Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Krise. In einem Beschlussentwurf des SPD-geführten Landes Berlin, das die Ministerpräsidentenkonferenz leitet, war bereits vorgeschlagen worden, die Schließungen bundesweit bis zum 20. Dezember zu verlängern. Hintergrund ist die anhaltend hohe Zahl von Corona-Neuinfektionen. Vorgeschlagen wird außerdem, ab dem 20. Dezember die Maßnahmen immer um jeweils 14 Tage zu verlängern, wenn die Zahlen nicht deutlich sinken - davon ist im Papier der unionsgeführten Länder nicht die Rede.

Die Unionsländer schlagen vor, dass in Ländern, die weniger als 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner haben, Lockerungen von den Schließungen vornehmen können sollen - im Papier Berlins ist von einem Inzidenzwert von 35 die Rede.

Die Novemberhilfe zur Unterstützung etwa der Gastronomie soll als Dezemberhilfe verlängert werden, heißt es im Papier der Unionsländer In die entsprechenden Förderprogramme seien ausdrücklich auch Schausteller und Marktkaufleute einzubeziehen.

Zur Corona-Warn-App heißt es, es solle eine "Erweiterung des Leistungsspektrums" geben. Der Bund solle prüfen, ob Lockerungen im Datenschutz möglich seien.

Montag, 23. November, 11.15 Uhr: Unionsländer wollen kein Verkaufsverbot für Silvesterböller

Die unionsgeführten Bundesländer sind anders als SPD-Länder gegen ein Verkaufsverbot für Silvesterböller. Der Verkauf und das Mitführen von Pyrotechnik solle nicht untersagt werden, heißt es in einem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag. Stattdessen solle es einen Appell geben sowie ein Verbot von Feuerwerk auf belebten Plätzen.

In einem Papier Berlins als Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz hieß es, zum Jahreswechsel solle der Verkauf, der Kauf und das Zünden von Feuerwerk verboten werden - besonders um die Einsatz- und Hilfskräfte zu entlasten, die Kapazitäten des Gesundheitssystems freizuhalten und um größere Gruppenbildungen zu vermeiden.

Montag, 23. November, 11 Uhr: Corona-Lage dramatisch: Schweiz bleibt dennoch gelassen

Man stelle sich vor, in Deutschland würden täglich doppelt so viele Coronainfektionen gezählt und es wären mehr als doppelt so viele Menschen gestorben. Noch drastischere Maßnahmen wären wohl die Folge. Nicht so in der Schweiz. Dort ist Gelassenheit angesagt - ein Überblick.

Montag, 23. November, 10.30 Uhr: Zwei Corona-Tote bislang im Memminger Klinikum

35 Corona-Patienten werden derzeit im Klinikum Memmingen behandelt - sieben von ihnen liegen nach Angaben der Verwaltung auf der Intensivstation. Bislang sind im Klinikum zwei Menschen an Covid-19 gestorben, einer davon war aus Memmingen.

Montag, 23. November, 10.25 Uhr: Zweite Corona-Welle belastet Unternehmensstimmung in Eurozone

Die zweite Infektionswelle in der Corona-Krise belastet die Wirtschaft im Euroraum. Im November hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager deutlich eingetrübt und lässt erneut ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Aktivitäten erwarten. Der an den Finanzmärkten stark beachtete Einkaufsmanagerindex vom britischen Institut IHS Markit fiel um 4,9 Punkte auf 45,1 Zähler, wie das Forschungsunternehmen am Montag in London mitteilte. Der Stimmungsindikator ist damit bereits den vierten Monat in Folge gefallen und liegt deutlich unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Analysten hatten mit einem Rückgang des Stimmungsindikators auf 45,6 Punkte gerechnet. Von den Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Kampf gegen die Pandemie ist vor allem der Bereich Dienstleistungen betroffen, in dem die Aktivitäten eingebrochen sind. In den Industriebetrieben hat sich die Stimmung im November hingegen nur leicht eingetrübt. Die Stimmungsdaten lassen nach wie vor Wachstum im verarbeitenden Gewerbe erwarten.

Montag, 23. November, 9.45 Uhr: Karl Lauterbach: Profi-Sport in der Halle komplett verbieten

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet nach dem nächsten Corona-Gipfel auch weitere Einschränkungen für den Sport. Sollten sich die Fallzahlen nicht gut entwickeln, "dann könnte ich mir gut vorstellen, dass wir den Freizeitsport und auch den Profisport, zumindest den Hallensport, komplett verbieten", sagte der 57 Jahre alte Bundestagsabgeordnete im Interview der Deutschen Presse-Agentur vor den Beratungen von Bundesregierung und Ministerpräsidenten am Mittwoch. "Selbst beim Profi-Fußball bin ich nicht sicher, wie lange wir das noch durchhalten", meinte Lauterbach. Das komplette Interview lesen Sie hier.

Montag, 23. November, 9.20 Uhr: Schwesig fordert strenge Kontaktbeschränkungen für Corona-Hotspots

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig pocht vor den Corona-Beratungen mit den anderen Ländern und dem Bund auf strenge Regeln für Corona-Hotspots. Zugleich müssten Lockerungen möglich sein für Gebiete, die deutlich und dauerhaft weniger als 50 Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner haben, sagte die SPD-Politikerin am Montag im Deutschlandfunk. Unter diesem sogenannten Inzidenzwert liegen laut Robert Koch-Institut derzeit nur Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein (beide 46,5).

An diesem Montag wollen die Landesregierungschefs ihre Position festlegen für die Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch.

Mit Blick auf Gesamtdeutschland sagte Schwesig: "Die Zahlen sind gedämpft, aber sie bleiben weiter hoch. Und deshalb muss nach Auffassung vieler Länder der November-Shutdown fortgeführt werden, insbesondere in den Risikogebieten." Sie plädierte aber dafür, dass die Kontaktbeschränkungen über die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel gelockert werden. "Ich finde es richtig, dass man zu Weihnachten ermöglicht, dass wenigstens zehn Personen zusammenkommen können", sagte die Ministerpräsidentin. Diese Zahl scheint unter den Ländern allerdings noch nicht ausverhandelt zu sein, wie aus dem letzten bekannten Beschlussvorschlag des Landes Berlin hervorgeht, das derzeit der Ministerpräsidentenkonferenz vorsteht. Auch eine Beschränkung auf fünf Personen steht demnach noch im Raum.

Schwesig betonte, dass die neuen Vorschläge der Länder anders seien als die Beschlussvorlage des Kanzleramts bei den vergangenen Beratungen, die von den Ministerpräsidenten abgelehnt worden war. "Wir schlagen vor, wie es im Dezember und Januar weitergeht. Natürlich wollen auch die Branchen wissen, was ist mit uns, ab wann könnte gelockert werden. All das war vergangene Woche nicht im Gespräch", erklärte sie.

Montag, 23. November, 8.35 Uhr: Dritter Impfstoff zu 70 Prozent wirksam gegen Covid-19

Mit dem britisch-schwedischen Pharmakonzern Astrazeneca hat ein weiteres Unternehmen positive Daten zu einem für Europa relevanten Corona-Impfstoff vorgelegt. Das Vakzin vermeide mit rund 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu erkranken, teilte das Unternehmen am Montag mit. Damit liegt die Wirksamkeit des mit der Universität Oxford entwickelten Vakzins hinter der der Präparate von Pfizer/Biontech und Moderna. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 23. November, 8.15 Uhr: Corona-Beschränkungen: Diese Regeln wollen Bund und Länder beschließen

Vor den neuen Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie wollen die Ministerpräsidenten am Montag ihre Linie abstimmen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist dazu eine Schalte der Regierungschefs geplant. Ihnen liegt ein Beschlussentwurf vom Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz vor, den derzeit Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) innehat. Absehbar ist angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen eine Verlängerung des Teil-Lockdowns im Dezember. Ein Überblick über die geplanten Regeln.

Montag, 23. November, 7.45 Uhr: Corona-Schließungen: Fitnessstudios warnen vor Kahlschlag

Die Fitnessbranche in Deutschland warnt vor Insolvenzen, sollten die Studios in der Corona-Krise nicht bald wieder öffnen dürfen. "Die Unsicherheit in der Branche ist groß", sagt Ralph Scholz, Vorsitzender des Deutschen Industrieverbands für Fitness und Gesundheit. Es fehle eine verlässliche Perspektive der Politik für die Corona-Pandemie, klagt er. "Die Studios können nicht im 14-Tages-Rhythmus planen, ob sie wieder öffnen dürfen oder nicht."

Jahrelang haben die knapp 10.000 Fitnessstudios in Deutschland einen Aufschwung erlebt, 2019 verzeichneten sie gut 11,6 Millionen Mitglieder. Doch nach dem Shutdown im Frühjahr mussten die Studios im November erneut schließen. Bei vielen Betreibern liefen die Beiträge zunächst weiter, Mitglieder wurden oft mit späteren Freimonaten, Gutscheinen oder kostenlosen Personal-Trainings getröstet. Das erhält die Liquidität, kostet die Studios aber künftig Geld.

Die Umsatzeinbußen beziffert Scholz bei 5,5 Milliarden Euro jährlichen Beitragseinnahmen auf 460 Millionen Euro im Monat. Der Shutdown wirkt sich auch auf die Anmeldungen aus. Fitnessstudios dürften bis Jahresende 10 bis 15 Prozent weniger Mitglieder haben als Ende 2019, fürchtet Scholz. Das wären rund 1,6 Millionen Menschen. "Wenn der Lockdown noch lange dauert, werden viele das nicht überleben."

Auch der Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen warnt vor den Folgen des Shutdowns. Den Schaden durch Kündigungen und ausbleibende Neumitgliedschaften beziffert er im laufenden Jahr auf mindestens 865 Millionen Euro. In der Fitness- und Gesundheitsbranche seien gut 217.000 Arbeitsplätze betroffen.

Montag, 23. November, 7.12 Uhr: Obdachlosen in Corona-Krise helfen: Das tun Städte und Gemeinden

Der Winter naht, schon jetzt sind viele Nächte bitterkalt. Für Obdachlose eine große Herausforderung. Aber auch für Helfer und Städte, die insbesondere wegen der Corona-Pandemie besonders viele Herausforderungen haben, die Obdachlosen zu unterstützen.

Montag, 23. November, 6.50 Uhr: Corona-Studie an Würzburger Kitas in vollem Gange

Kitas möglichst offen halten - daran forschen Mediziner in Unterfranken. Demnächst soll es erste Ergebnisse geben. Ein Überblick über die Studie.

Montag, 23. November, 6 Uhr: 10.864 Fälle: Corona-Neuinfektionen auf Vorwochenniveau

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. So seien binnen 24 Stunden 10.864 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10.824 gelegen. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Im Oktober und Anfang November war die Zahl der gemeldeten Corona-Neuansteckungen in Deutschland rasant gestiegen. Nun hat sich der Wert seit etwa zwei Wochen auf hohem Niveau eingependelt. Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 929.133 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 23.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 90 auf insgesamt 14.112. Das RKI schätzt, dass rund 618.800 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,03 (Vortag: 1,07). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ungefähr eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

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