News: Corona aktuell im Allgäu

Erneut hunderte Corona-Tote in Italien - Weihnachtsferien sollen bundesweit vorgezogen werden

Italien hat am Dienstag einen Höchstwert an Corona-Toten seit dem März dieses Jahres verzeichnet.

Italien hat am Dienstag einen Höchstwert an Corona-Toten seit dem März dieses Jahres verzeichnet.

Bild: Cecilia Fabiano

Italien hat am Dienstag einen Höchstwert an Corona-Toten seit dem März dieses Jahres verzeichnet.

Bild: Cecilia Fabiano

Das RKI meldet am Dienstag 13.554 neue Corona-Infektionen. Die Weihnachtsferien könnten noch weiter vorgezogen werden. Mehr im News-Blog der Allgäuer Zeitung.
24.11.2020 | Stand: 21:34 Uhr

>> Wir berichten in unserem Newsblog laufend über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Region Allgäu und in der Welt <<

Dienstag, 27. November, 21.45 Uhr: Macron lockert Corona-Beschränkungen in Frankreich

Paris (dpa) - Angesichts einer verbesserten Corona-Lage hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erste Lockerungen der strengen Beschränkungen im Land angekündigt. "Der Höhepunkt der zweiten Welle ist vorbei", sagte Macron am Dienstagabend bei einer Ansprache im französischen Fernsehen. Die Bemühungen hätten sich ausgezahlt - man müsse diese aber nun fortsetzen.

Einzelhandelsgeschäfte, die bisher geschlossen waren, könnten von diesem Wochenende an wieder öffnen, sagte der 42-Jährige. Bürger müssen zwar weiter Bescheinigungen ausfüllen, wenn sie auf die Straße gehen. Seit Ende Oktober dürfen die Menschen nur mit triftigem Grund das Haus verlassen. Allerdings seien Spaziergänge und Sport ab dem Wochenende in einem Radius von 20 Kilometern für drei Stunden erlaubt. Bisher galt eine Stunde in einem Radius von einem Kilometer.

Dienstag, 24. November, 21 Uhr: Weihnachtsferien sollen vorgezogen werden

Der Bund will in den Beratungen mit den Ministerpräsidenten an diesem Mittwoch die Vorschläge der Länder für neue Corona-Regeln ergänzen. Das geht aus einem Papier mit Änderungsvorschlägen des Bundes von Dienstagabend hervor, das der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorlag. Am Mittwoch beraten die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise.

Nach dem Entwurf, der auf dem Papier der Länder aufbaut, heißt es, die Bevölkerung solle aufgerufen werden, die Weihnachtseinkäufe möglichst auch unter der Woche zu tätigen. Dabei sei sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhält. Bisher darf sich nicht mehr als ein Kunde pro 10 Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten.

Weiter heißt es wie bereits in einem Beschlussentwurf der Länder, bundesweit sollten die Weihnachtsferien auf den 19. Dezember vorgezogen werden. In einer früheren Fassung, mit dem das Kanzleramt am Dienstag in Beratungen mit den Ländern gegangen war, war die Rede davon, dass die Weihnachtsferien bundesweit auf den 16. Dezember vorgezogen werden sollten.

Korrektur

In einer früheren Version dieses Textes berichteten wir von einer neuen Fassung der Ländervorlage für die Beratungen. Das stimmt nicht. Es handelte sich um Vorschläge des Bundes für die Verhandlungen mit den Ländern - und nicht, wie von dpa fälschlich gemeldet, um eine aktualisierte Fassung des Länderentwurfs.

Dienstag, 24. November, 19 Uhr: Italien verzeichnet neuen Höchstwert bei Corona-Toten seit Ende März

Italien hat einen Höchstwert an Corona-Toten seit dem März dieses Jahres verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden seien etwas mehr als 850 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Rom am Dienstag mit. "Das ist eine Zahl, die wir nicht mehr sehen wollten", sagte ein Experte des Gesundheitsministeriums, Franco Locatelli, am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Man müsse sich wieder ins Gedächtnis rufen, dass man noch nicht aus dem Problem raus sei.

Es ist der höchste Wert seit Ende März, als an zwei aufeinander folgenden Tagen 969 und 889 Tote gemeldet wurden. Damit starben bislang insgesamt etwa 51 300 Menschen mit Sars-CoV-2. Dagegen fiel die Zahl der Neuinfektionen mit etwa 23 200 geringer aus, verglichen mit dem Wert sieben Tage zuvor (rund 32 200). Seit Beginn der Pandemie wurden damit rund 1,455 Millionen Corona-Fälle erfasst.

In dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern gelten weiter für den Großteil strenge Ausgangsbeschränkungen. Acht Regionen, darunter Bozen-Südtirol, sind den Roten Zonen zugeordnet. Die Regierung in der autonomen Provinz an der Grenze zu Österreich hat jedoch Lockerungen beginnend ab dem kommenden Montag angekündigt. Die Einigung folgte auf Grundlage des zuletzt durchgeführten Corona-Massentests, wie die Regierung am Dienstag mitteilte. Schüler der ersten Mittelschule sollen wieder zum Präsenzunterricht dürfen. Auch Friseurbesuche sind dann wieder erlaubt.

Dienstag, 24. November, 17.20 Uhr: Die Inzidenz-Zahlen im Allgäu

Mit einem Inzidenzwert von 324,34 (LGL) ist Kaufbeuren auch im bundesweiten Vergleich weiterhin ein Corona-Hotspot. Im Seniorenzentrum Espachstift kam es zu einem regelrechten Ausbruch von Covid-19. Über 110 Bewohner und Mitarbeiter waren positiv getestet worden.

Dagegen beruhigt sich die Lage im Landkreis Lindau offenbar ein wenig. Lag der 7-Tages-Inzidenzwert vor einer Woche bei knapp 200, steht er heute bei 107,34. Die Zahlen in der Übersicht.

Dienstag, 24. November, 16.50 Uhr: Corona und Schule - Was die Bundesländer nun vorschlagen

Die Bundesländer sind sich einig: Grundsätzlich sollen die Schulen in der Corona-Pandemie weiter offen bleiben. Sonderregeln sollen jedoch regional entschieden werden.

Dienstag, 24. November, 16.40 Uhr: Baden-Württemberg beschließt Impfstrategie - Hunderte Corona-Impfungen pro Tag

Das Land Baden-Württemberg will rechtzeitig zur ersten Lieferung des ersehnten Corona-Impfstoffs die Zentren für die Logistik und Personalfragen rund um die Massenimpfung bereitstellen. Teil des am Dienstag im Kabinett beschlossenen Konzepts ist der Aufbau von zwei oder drei Zentralen Impfzentren (ZIZ) in jedem der vier Regierungsbezirke bis Mitte Dezember. Als Standorte wurden neben den Messen Freiburg, Ulm und Offenburg auch die Karlsruher Messe sowie das Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus ausgewählt. Diese werden durch Mobile Impfteams unterstützt, die Menschen in Alten- und Pflegeheimen sowie immobile Personen versorgen.

In einem zweiten Schritt sollen bis zum 15. Januar ein bis zwei Kreis-Impfzentren (KIZ) pro Stadt- und Landkreis aufgebaut werden. Sie sollen je zwei eigene Mobile Teams einsetzen und nach den Planungen bis Ende 2021 arbeiten. Standorte für die KIZ sollen erst später ausgewählt werden, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne).

Dienstag, 24. November, 16.10 Uhr: Verwaltungsgerichtshof setzt Testpflicht für Grenzgänger außer Kraft

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die wöchentliche Testpflicht für Grenzgänger vorläufig außer Kraft gesetzt. "Die Außervollzugsetzung der Regelung hat allgemeine Wirkung", erläuterte ein Gerichtssprecher am Dienstag die weitreichenden Folgen des Eilantrages zweier österreichischer Schüler.

Die beiden Gymnasiasten mit Wohnsitz in Österreich besuchen eine Schule im Landkreis Berchtesgadener Land und mussten sich nach der Einreise-Quarantäneverordnung des Freistaats bislang mindestens einmal in der Woche einem Corona-Test unterziehen. Der Senat entschied jedoch nun, dass sich diese Regelung im Hauptsacheverfahren voraussichtlich als unwirksam erweisen werde. Er setzte sie daher außer Vollzug.

Dienstag, 24. November, 16.05 Uhr: Wirteverband fordert "Winterhilfe" wegen Corona

Für ein Drittel der Wirte wäre laut einer Umfrage die Verlängerung des Lockdowns "katastrophal". Sie fordern daher finanzielle Hilfe für den Winter.

Dienstag, 24. November, 14.50 Uhr: Söder plädiert für europaweite Schließung von Skigebieten

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädiert wegen Corona für eine vorübergehende europaweite Schließung von Skigebieten und Skiliften. "Wenn wir Grenzen offen halten wollen, brauchen wir auch eine klare Übereinkunft, was das Skifahren betrifft. Ansonsten wird es eine schwierige Entwicklung", sagte Söder am Dienstag am Rande einer Landtagssitzung in München. Er verwies darauf, dass jemand, der in Risikogebieten Skifahren gehe, zehn Tage in Quarantäne müsse. Söder betonte dann aber: "Mir wäre lieber, wir würden ein einheitliches Übereinkommen auf europäischer Ebene haben: keine Skilifte offen überall beziehungsweise kein Urlaub überall."

Dienstag, 24. November, 14.45 Uhr: Rechnungshof kritisiert Corona-Milliardenhilfen für Deutsche Bahn

Der Bundesrechnungshof hat die geplanten Staatshilfen für die Deutsche Bahn in der Corona-Krise kritisiert. Der Schaden, der der Bahn durch die Pandemie entstehe, sei bisher nur grob zu schätzen, monieren die Experten in einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestags, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Es deute sich an, dass das Geschäft 2020 nicht so schlecht gelaufen sei, wie noch im Frühjahr erwartet. "Vor diesem Hintergrund ist die sofortige und vollständige Auszahlung der Eigenkapitalhilfe von fünf Milliarden Euro nicht zu rechtfertigen", heißt es.

Der Rechnungshof empfiehlt stattdessen, die Hilfen nur schrittweise mit Nachweis bereits eingetretener Schäden auszuzahlen. Außerdem müsse der Bund als Eigentümer prüfen, ob die Bahn selbst genügend gegengesteuert und etwa Kosten gesenkt habe. Im Haushalt für das kommende Jahr sollten Hilfen für die Bahn erst einmal gesperrt und dann nach Bedarf freigegeben werden.

Dienstag, 24. November, 14.25 Uhr: Bund plant "Dezemberhilfen" für Firmen von 17 Milliarden Euro

Der Bund plant bei einer Verlängerung des Teil-Lockdowns im Dezember Finanzhilfen für betroffene Unternehmen im Umfang von voraussichtlich 17 Milliarden Euro. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Regierungskreisen. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichtet, Firmen könnten mit Hilfen in einem Umfang von 15 bis 20 Milliarden Euro rechnen.

Dienstag, 24. November, 13.35 Uhr: Dobrindt: Länder-Papier zu Corona um stärkere Maßnahmen ergänzen

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat sich zurückhaltend zum Länderpapier für die Verhandlungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über eine Fortsetzung des Teil-Lockdowns geäußert. Er habe die Erwartung, dass in den Beratungen an diesem Mittwoch noch stärkere Maßnahmen ergriffen würden, sagte Dobrindt am Dienstag in Berlin. "Ich wünsche mir, dass wir konkretere Vereinbarungen finden auch im Bereich der Schule, die dann auch überall Anwendung in Deutschland finden." Hybride Unterrichtsformen sollten deutlich stärker genutzt werden, wie man das bei den Universitäten schon tue. Dazu gehöre auch Wechselunterricht.

Dienstag, 24. November, 12.50 Uhr: Bund will für 2021 rund 130 Millionen Schnelltests sichern

Der Bund will für das neue Jahr weiteren Nachschub an Corona-Schnelltests organisieren, die künftig deutlich öfter eingesetzt werden sollen. Ziel sei, für das erste Quartal 2021 rund 60 Millionen Tests für Deutschland zu sichern, wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag vom Gesundheitsministerium erfuhr. Für das zweite Quartal sollen 40 Millionen Antigen-Tests folgen, dann bis Jahresende weitere 30 Millionen. Die Tests sollen vor allem in zwei Bereichen eingesetzt werden.

Dienstag, 24. November, 12.30 Uhr: Rauch aus Grill verrät Feiernde: Gegen Corona-Regeln verstoßen

In der Zugspitzstraße in Bad Wörishofen hat es am Montagabend geraucht. Ursache war, wie die Polizei herausfand, eine Feuertonne auf einer Dachterrasse: Drei Menschen aus verschiedenen Haushalten grillten dort und feierten Geburtstag. Die Polizei zeigte die 23- bis 48-Jährigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz an. Sie müssen wohl ein Bußgeld bezahlen.

Dienstag, 24. November, 12.25 Uhr: Rezept für Cannabis-Konsum abgelaufen: Autofahrer verweist auf Corona-Beschränkungen

Die Polizei zog einen Autofahrer in Kempten aus dem Verkehr, der Cannabis geraucht hatte. Das Ungewöhnliche daran: Der 23-Jährige sagte laut Polizei, er konsumiere die Droge aus medizinischen Gründen. Dazu legte er auch eine Bestätigung seines Arztes vor. Doch die war bereits seit zwei Wochen abgelaufen. Daraufhin sagte der Mann, die Verlängerung der Bescheinigung verzögere sich wegen der Corona-Pandemie und den Beschränkungen. Und so teilte die Polizei lediglich den Vorfall der Führerscheinstelle mit.

Dienstag, 24. November, 11.55 Uhr: Quarantäne für Kontaktpersonen soll auf zehn Tage verkürzt werden

Für Kontaktpersonen von Corona-Infizierten soll ab 1. Dezember eine kürzere Quarantänezeit von 10 statt bisher 14 Tagen gelten - aber unter der Bedingung eines negativen Tests. Darauf verständigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern. Bundesminister Jens Spahn (CDU) sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: "Zehn Tage Quarantäne mit Schnelltest am Ende ist genauso sicher wie 14 Tage Quarantäne ohne Test. Aber es bedeutet für die Betroffenen vier Tage weniger Einschränkungen". Dies sei es wert, die Quarantäne zu verkürzen, ohne ein zusätzliches Risiko einzugehen.

Die fachlichen Empfehlungen des bundeseigenen Robert Koch-Instituts (RKI) für die Gesundheitsämter sollen entsprechend angepasst werden, wie es in dem Länder-Beschluss weiter heißt. Als Kontaktperson ersten Grades gilt zum Beispiel, wer für mehr als 15 Minuten in näherem Kontakt mit weniger als 1,50 Metern Abstand zu positiv Getesteten war.

Dienstag, 24. November, 11.15 Uhr: Panne am Testzentrum für Corona in Erkheim

Mehrere Personen, die sich am Testzentrum des Landkreises in Erkheim auf das Virus Covid-19 hin testen lassen wollten, mussten am Montag unverrichteter Dinge wieder den Heimweg antreten. Der Grund war ein großer Netzausfall des Anbieters Vodafone. Das bestätigte das Landratsamt. Die Daten werden üblicherweise per QR-Code den Getesteten mitgeteilt. Wegen der technischen Störung konnten die Tests nicht weiterverarbeitet werden. Die Betroffenen müssen nun noch einmal zur Teststation. Genutzt wird ein Netz eines anderen Anbieters.

Dienstag, 24. November, 11 Uhr: Vorerst keine Corona-Lockerungen für den Sport geplant

Der Sport darf vorerst nicht auf Lockerungen der Corona-Regelungen hoffen. Die Bundesländer plädieren dafür, den Ende Oktober verfügten Teil-Lockdown zunächst bis zum 20. Dezember bundesweit aufrechtzuerhalten. Dies geht aus der Beschlussvorlage der Ministerpräsidenten für die Video-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel hervor. Für den Profi-Sport würde dies konkret bedeuten, dass der Ligen-Betrieb nur mit Geisterspielen fortgesetzt werden kann. Nach dem Fußball, Handball, Basketball und Volleyball will auch die Deutsche Eishockey-Liga am 17. Dezember in die Saison starten. Weiterhin ruhen soll der Amateursport.

Die Profivereine dürfen aber neben der Saisonfortsetzung auch auf eine Verlängerung der Hilfsmaßnahmen durch den Bund bis zur Mitte des kommenden Jahres hoffen. Die Regelung solle für diejenigen Wirtschaftsbereiche gelten, "die absehbar auch in den kommenden Monaten erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssen, ohne von Schließungen betroffen zu sein", heißt es in dem Papier der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten.

Geplant ist zudem, die Quarantänezeit einheitlich von zwei Wochen auf zehn Tage zu verkürzen. Dies hätte einen entlastenden Effekt auch für den Profisport, wo zuletzt mehrere Mannschaften nach positiven Corona-Fällen für 14 Tage in die Komplett-Isolation gehen mussten. Das hatte vor allem im Handball zu diversen Spielabsagen und wegen des dadurch zunehmenden Termindrucks zu einer kontroversen Debatte um eine mögliche WM-Absage geführt.

Dienstag, 24. November, 10.15 Uhr: LKA: Kein messbarer Anstieg von häuslicher Gewalt in Corona-Zeiten

Droht Frauen im Corona-Lockdown mehr häusliche Gewalt? Die Befürchtung gibt es schon seit Jahresbeginn. Jetzt legt das bayerische Landeskriminalamt eine Einschätzung vor - die auf den ersten Blick überrascht.

Dienstag, 24. November, 10 Uhr: Länder wollen Maskenpflicht erweitern

Die Länder sprechen sich dafür aus, für eine Eindämmung des Coronavirus ab Anfang Dezember die Maskenpflicht zu erweitern. Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung solle an allen Orten mit Publikumsverkehr in Innenstädten gelten - so auch an Örtlichkeiten in der Öffentlichkeit unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten. Das geht aus einem Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch hervor, der der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorlag. Die örtlich zuständigen Behörden sollen die Orte festlegen.

Auch in Arbeits- und Betriebsstätten sei ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen - dies soll aber nicht am Platz gelten, sofern ein Abstand von 1,5 Meter zu weiteren Personen sicher eingehalten werden könne. Weiter heißt es in dem Papier, Hochschulen und Universitäten sollten grundsätzlich auf digitale Lehre umstellen - mit Ausnahme von Labortätigkeiten, Praktika, praktischen und künstlerischen Ausbildungsabschnitten sowie Prüfungen.

Dienstag, 24. November, 9.23 Uhr: Länder wollen mit Kirchen über Weihnachts-Gottesdienste sprechen

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen mit den Kirchen über mögliche Vereinbarungen für Weihnachtsgottesdienste sprechen. "Bund und Länder werden das Gespräch mit den Religionsgemeinschaften suchen, um möglichst Vereinbarungen für Gottesdienste und andere religiöse Zusammenkünfte mit dem Ziel einer Kontaktreduzierung zu treffen", heißt es in dem Papier. "Religiöse Zusammenkünfte mit Großveranstaltungscharakter gilt es dabei zu vermeiden."

Dienstag, 24. November, 8.50 Uhr: Länder für strenge Kontaktbeschränkungen vom 1. Dezember an

Die Ministerpräsidenten der Länder plädieren im Kampf gegen die anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen für strenge Kontaktbeschränkungen vom 1. Dezember an - für Weihnachten und Silvester soll es eine Sonderregelung geben. "Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal fünf Personen zu beschränken", heißt es in einem Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch. Kinder bis 14 Jahre seien hiervon ausgenommen.

Dienstag, 24. November, 8.28 Uhr: Länder bitten Arbeitgeber um Betriebsferien oder Homeoffice-Lösungen

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen im Kampf gegen die hohen Corona-Infektionszahlen die Arbeitgeber rund um Weihnachten um Unterstützung bitten. Arbeitgeber sollten prüfen, ob die Betriebsstätten entweder durch Betriebsferien oder großzügige Homeoffice-Lösung vom 23. Dezember bis 1. Januar geschlossen werden könnten. Damit solle bundesweit der Grundsatz "Stay at Home" ("Bleibt Zuhause") umgesetzt werden.

Dienstag, 24. November, 8.21 Uhr: Länder-Entwurf: Maskenpflicht in Corona-Hotspots ab Klasse sieben

In Regionen mit deutlich mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen soll nach dem Willen der Länder künftig ab Klasse sieben grundsätzlich eine Maskenpflicht auch im Unterricht gelten. In "besonderen Infektionshotspots" soll es demnach in älteren Jahrgängen außer Abschlussklassen schulspezifisch "weitergehende Maßnahmen für die Unterrichtsgestaltung" geben, beispielsweise Hybridunterricht.

Dienstag, 24. November, 8.19 Uhr: Länder rufen Menschen vor Weihnachten zu Selbstquarantäne auf

Die Ministerpräsidenten der Länder rufen die Menschen auf, vor den Weihnachtsfeiertagen in eine möglichst mehrtägige häusliche Selbstquarantäne zu gehen. "Dies kann durch ggf. vorzuziehende Weihnachtsschulferien ab dem 19.12.2020 unterstützt werden", heißt es in einem Beschlussentwurf der Länder. Mit der Selbstquarantäne solle die Gefahr von Corona-Infektionen im Umfeld der Feierlichkeiten so gering wie möglich gehalten werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 24. November, 8.06 Uhr: Länder-Entwurf: Böllerverbot auf belebten Plätzen und Straßen

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen Silvesterfeuerwerk auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen untersagen, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden. "Die örtlich zuständigen Behörden bestimmen die betroffenen Plätze und Straßen", heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Dienstag vorliegenden geeinten Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch. Grundsätzlich wird "empfohlen", zum Jahreswechsel auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten - ein Verkaufsverbot ist demnach aber nicht vorgesehen.

Dienstag, 24. November, 8.05 Uhr: Konjunkturerholung stärker als erwartet

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist nach dem coronabedingten Absturz im Frühjahr etwas stärker gewachsen als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 8,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. In einer ersten Schätzung war die Behörde von einem Plus von 8,2 Prozent ausgegangen. So sehen die aktuellen Prognosen aus.

Dienstag, 24. November, 8 Uhr: Länder einigen sich auf Corona-Regeln für Weihnachten und Silvester

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich auf einheitliche Kontaktregeln für Weihnachten und Silvester geeinigt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 24. November, 7.35 Uhr: Australiens Ex-Corona-Hotspot Victoria ohne bekannten Infektionsfall

Im ehemaligen australischen Corona-Hotspot Victoria gibt es erstmals seit neun Monaten keinen bekannten Infektionsfall. "Das letzte Mal, dass wir keine aktiven Fälle im Bundesstaat verzeichnet haben, war am 29. Februar", twitterte das regionale Gesundheitsministerium am Dienstag. Die Behörden dankten der Bevölkerung dafür, dass sie zu diesem Erfolg beigetragen habe.

Der letzte Corona-Patient war ein um die 90 Jahre alter Mann, der am Montag aus dem Krankenhaus entlassen worden war. In Victoria wurde bereits seit 25 Tagen kein neuer Fall mehr registriert.

Vorausgegangen war ein mehrmonatiger, extrem strikter Lockdown, nachdem der Bundesstaat mit seiner Hauptstadt Melbourne von einer zweiten Welle getroffen worden war. Wochenlang herrschte eine nächtliche Ausgangssperre, zudem durften die Bürger sich nur noch im Umkreis von fünf Kilometern von ihren Wohnungen bewegen. Die letzten Einschränkungen waren Ende Oktober aufgehoben worden.

Seit Beginn der Krise hat Australien, wo etwa 25 Millionen Menschen leben, nur rund 27.800 Corona-Fälle verzeichnet.

Dienstag, 24. November, 6.45 Uhr: Weihnachtsferien in Bayern starten früher

Bayern zieht wegen Corona die Weihnachtsferien vor. Wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Bayerischen Rundfunk sagte, ist der letzte Schultag dieses Jahr bereits am Freitag, 18. Dezember. Ursprünglich sollten die Ferien am 23. Dezember beginnen. Mit dem früheren Ferienbeginn vergrößere sich der Abstand zwischen Unterricht und Weihnachten, sagte Söde. "Damit verbessern wir die Möglichkeiten, dass die Familien in Bayern das wichtigste Fest des Jahres gesund und unbeschwerter feiern können." Das Infektionsrisiko werde durch die fast einwöchige Karenzzeit zwischen Schulunterricht und Weihnachten "erheblich gesenkt".

Zuvor hatte sich bereits der Allgäuer Bundestagsabgeordnete Stephan Stracke im Gespräch mit unserer Redaktion für einen solchen Schritt stark gemacht. „So gelänge es besser, dass Weihnachten dieses Jahr im Kreis der Familie verantwortungsbewusst gefeiert werden kann.“ Regulär hätten die Weihnachtsferien im Freistaat vom 23. Dezember bis einschließlich 9. Januar dauern sollen.

Wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Bayerischen Rundfunk sagte, ist der letzte Schultag dieses Jahr in Bayern bereits am Freitag, 18. Dezember.
Wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Bayerischen Rundfunk sagte, ist der letzte Schultag dieses Jahr in Bayern bereits am Freitag, 18. Dezember.
Bild: Matthias Balk, dpa

Dienstag, 24. November, 6.40 Uhr: Bundesländer wollen Teil-Lockdown bis kurz vor Weihnachten verlängern

Die Verlängerung des Teil-Lockdowns in Deutschland bis kurz vor Weihnachten ist so gut wie sicher. Die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich am Montagabend darauf, dass die bis Ende November befristen Maßnahmen bundesweit zunächst bis zum 20. Dezember fortgeführt werden sollen, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr. Eine endgültige Entscheidung soll es bei den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ländern am Mittwoch geben. Ein Überblick.

Dienstag, 24. November, 6 Uhr: 13.554 Fälle: Corona-Neuinfektionen etwas unter dem Vorwochenstand

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) erneut vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Binnen 24 Stunden wurden 13.554 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl bei 14.419 gelegen. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Zu Beginn der Woche sind die Zahlen regelmäßig vergleichsweise niedrig, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Im Oktober und Anfang November war die Zahl der gemeldeten Corona-Neuansteckungen in Deutschland rasant gestiegen. Nun hat sich der Wert seit etwa zwei Wochen auf hohem Niveau eingependelt. Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 942.687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 24.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Dienstag um 249 auf insgesamt 14.361. Das RKI schätzt, dass rund 636.700 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 0,97 (Vortag: 1,03). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, fast eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Montag, 23. November, 21.10 Uhr: Frankreich meldet weniger als 5000 Corona-Infektionen an einem Tag

Erstmals seit Wochen haben die Gesundheitsbehörden Frankreichs weniger als 5000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Es seien rund 4450 Neuinfektionen registriert worden, teilten die Behörden am Montagabend mit. Zu Beginn der Woche sind die Zahlen in der Vergangenheit zwar immer niedriger gewesen. Dennoch ist das der niedrigste Wert seit Ende September. Auch die Quote positiver Tests geht in dem Land mit rund 67 Millionen Einwohnern weiter zurück und liegt bei gut 13 Prozent.

Montag, 23. November, 20.20 Uhr: CDU-Politiker fordert Impfung vor Großveranstaltungen

Der CDU-Gesundheitspolitiker und Europaabgeordnete Peter Liese hat sich für eine Corona-Schutzimpfung als Voraussetzung für Besuche von Großveranstaltungen ausgesprochen. Die Veranstalter sollten nur Besucher mit Impfausweis einlassen, sobald im kommenden Jahr jeder die Möglichkeit habe, sich impfen zu lassen, sagte Liese laut "Westfalenpost". Liese sprach sich zudem aktuell für weitere Maßnahmen aus, um die Zahl der Neuinfektionen zu senken. So sollten Schüler über 14 Jahre in geteilten Klassen unterrichtet werden.

Montag, 23. November, 18.50 Uhr: Italien verzeichnet 50.000 Todesfälle

In Italien hat die Zahl der Corona-Toten die Schwelle von 50 000 überschritten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag verzeichneten die Behörden binnen 24 Stunden 630 Tote mit Sars-CoV-2. Demnach starben bislang knapp 50 500 Menschen mit dem Virus. Zugleich sank die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages auf rund 23 000. Da am Wochenende weniger Testkapazitäten zur Verfügung stehen, fällt dieser Wert am Montag oft geringer aus. Verglichen mit dem Montag der Vorwoche (knapp 27 400) lagen die Zahlen allerdings deutlich darunter. Insgesamt wurden bisher etwa 1,432 Millionen Corona-Fälle in Italien registriert.

Neben der Hoffnung auf Impfstoffe hatte in dem Land mit 60 Millionen Einwohner zuletzt auch der Reproduktionswert für Optimismus gesorgt. Nach dem jüngsten Lagebericht des Ministeriums vom Freitag sank der sogenannte R-Wert auf rund 1,2. In den Wochen zuvor hatte die Zahl im Schnitt bei 1,4 und davor bei 1,7 gelegen. Der R-Wert zeigt an, wie viele Menschen ein Infizierter durchschnittlich ansteckt. Sinkt er unter 1, gibt es immer weniger Neuinfektionen, die Epidemie läuft also aus.

Montag, 23. November, 18.30 Uhr: Zentralrat der Juden kritisiert "Sophie Scholl"-Vergleiche

Der Zentralrat der Juden warnt davor, dass auf "Querdenken"-Demontrationen der Holocaust verharmlost wird. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 23. November, 18 Uhr: FC Augsburg verschiebt Mitgliederversammlung auf 2021

Wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie hat der FC Augsburg seine Mitgliederversammlung auf das nächste Jahr verschoben. Wie der Fußball-Bundesligist am Montag bekanntgab, soll diese nun in der ersten Jahreshälfte 2021 stattfinden. Über den neuen Termin will der Verein rechtzeitig informieren.

Montag, 23. November, 16.15 Uhr: Niedersachsens Ministerpräsident stellt schärfere Corona-Regeln bis ins nächste Jahr in Aussicht - für ganz Deutschland

Vor dem nächsten Bund-Länder-Gespräch am Mittwoch erwartet Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil keine nennenswerten Lockerungen bei den Corona-Schutzmaßnahmen - im Gegenteil. "Es wird dabei sicherlich auch um Maßnahmen gehen, die durchaus noch über das hinausgehen, was wir derzeit haben", sagte der SPD-Politiler am Montag in Hannover. Niedersachsen werde eine konstruktive Rolle einnehmen. Die neuen Regelungen sollten im Dezember bis ins nächste Jahr hinein für Klarheit sorgen.

Insbesondere die Zeit um Silvester sei eine besondere Herausforderung. Dazu, ob ein Feuerwerksverbot aus seiner Sicht eine geeignete Maßnahme ist, legte sich Weil vor der Runde mit der Kanzlerin nicht fest. "Jedenfalls wünsche ich mir sehr, dass die üblichen Silvesterfeierlichkeiten, so wie wir sie alle kennen und ich persönlich übrigens auch, dass die in diesem Jahr nicht stattfinden werden."

Montag, 23. November, 15.50 Uhr: Zwei neue Corona-Todesfälle in Kaufbeuren

Im Allgäuer Corona-Hotspot Kaufbeuren sind erneut zwei Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Allgäu auf 138.

Montag, 23. November, 14.50 Uhr: Wacker-Chemie stellt Corona-Impfstoffkandidaten für Curevac her

Die Münchner Wacker Chemie und der Tübinger Biotechkonzern Curevac arbeiten bei der Produktion eines Impfstoffkandidaten gegen Covid-19 zusammen. Der Spezialchemiekonzern werde im ersten Halbjahr 2021 mit der Produktion der mRNA-Wirkstoffsubstanz für den Impfstoffkandidaten beginnen, teilten beide Unternehmen am Montag gemeinsam mit. Am Wacker-Standort Amsterdam sollen pro Jahr mehr als 100 Millionen Dosen des Impfstoffes von CureVac hergestellt werden. Zudem gebe es Erweiterungsoptionen.

Die Wacker-Chemie-Aktien zogen auf die Nachricht hin an und notierten am frühen Nachmittag zwei Prozent im Plus. Jüngst veröffentlichte Zwischenergebnisse einer klinischen Phase-1-Studie von Curevac hatten gezeigt, dass der Imfstoff im Allgemeinen gut verträglich war und zusätzlich zu den ersten Anzeichen einer T-Zellen-Aktivierung starke Antikörperreaktionen auslöste. Die für eine mögliche Zulassung relevante Phase-III-Studie soll noch vor Jahresende starten.

Andere Unternehmen sind schon weiter. So beantragten das Mainzer Unternehmen Biontech und der US-Pharmariese Pfizer am Freitag angesichts positiver Phase-III-Studiendaten bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff. Anträge auf eine Zulassung für Europa und weitere Regionen werden vorbereitet.

Montag, 23. November, 14.20 Uhr: Mehrere Corona-Verstöße im Unterallgäu

Auch im Unterallgäu gab es am Wochenende Vorfälle, bei denen Menschen gegen die Corona-Regeln verstoßen haben. Mehr dazu hier.

Montag, 23. November, 13.45 Uhr: Roboter sollen beim Desinfizieren von Klinikzimmern helfen

Roboter sollen Europas Kliniken in der Corona-Krise beim Desinfizieren von Patientenzimmern helfen. 200 der Geräte sollen mit EU-Mitteln angeschafft und an Krankenhäuser verteilt werden, wie EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Montag mitteilte.

Die Roboter brauchten nur rund 15 Minuten, um ein Patientenzimmer mit Hilfe ultravioletten Lichts zu desinfizieren, ergänzte ein Kommissionssprecher. Sie sollen in den nächsten Wochen geliefert werden - welche Kliniken sie bekommen, werde rasch geklärt. Zur Anschaffung stünden zwölf Millionen Euro zur Verfügung.

Montag, 23. November, 13.30 Uhr: Bundesweite Daten zur Corona-Lage an Schulen geplant

Die Kultusminister der Länder wollen künftig einmal in der Woche bundesweite Daten zur Corona-Lage an den Schulen bereitstellen. Das kündigte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) am Montag in einem Gespräch mit Journalisten an. Bisher war es schwierig, ein genaues Gesamtlagebild über die Anzahl der geschlossenen Schulen, Corona-Infektionen bei Lehrern und Schülern und Betroffenen in Quarantäne zu bekommen, weil die Daten in den Bundesländern unterschiedlich erhoben und nicht zentral erfasst wurden.

Künftig werde eine regelmäßige wöchentliche Zusammenstellung veröffentlicht, sagte Hubig. Zum ersten Mal soll das ihren Angaben zufolge "in den nächsten Tagen" passieren. Der genaue Zeitpunkt war zunächst noch offen. Die letzten bekannten Zahlen der KMK stammen vom 12. November. Zu dem Zeitpunkt befanden sich knapp 200.000 der rund 11 Millionen Schülerinnen und Schüler und 13.000 der rund 800.000 Lehrkräfte in Quarantäne. 106 der mehr als 30.000 Schulen waren komplett geschlossenen.

Montag, 23. November, 13.05 Uhr: OB Bosse: 44 weitere Fälle in Seniorenheim in Kaufbeuren

Die 7-Tage-Inzidenz in Kaufbeuren ist mit einem Wert von 331,1 am Montag bereits der höchste im Allgäu. Nach einer Mitteilung von Oberbürgermeister Stefan Bosse auf Facebook wird dieser Wert aber erneut steigen: Im betroffenen Seniorenheim sind weitere 44 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Damit erreicht Kaufbeuren wohl einen 7-Tage-Inzidenz-Wert von über 400. Diesen Wert haben die Behörden allerdings noch nicht bestätigt.

Weitere Coronafälle in Kaufbeuren Leider haben Reihentestungen im bereits betroffenen Seniorenheim in Kaufbeuren...

Gepostet von Stefan Bosse am Montag, 23. November 2020

Montag, 23. November, 12.35 Uhr: Längerer Teil-Lockdown absehbar

Am Mittwoch wollen Bund und Länder Klarheit schaffen, wie es im Dezember weitergeht mit den Corona-Maßnahmen - und in welchem Rahmen die Menschen Weihnachten und Silvester verbringen können: Ein Überblick.

Montag, 23. November, 12.30 Uhr: Bayerns Landes-Sportverband meldet "dramatischen Mitgliederrückgang"

Wegen der Corona-Pandemie hat der Bayerische Landes-Sportverband mehr als 82.000 Austritte aus den Vereinen im Freistaat registriert und die Politik zum Einlenken aufgefordert. Im Vergleich zum Vorjahr wenden sich vor allem jungen Sportler ab, wie der BLSV am Montag mitteilte. Bei Kindern sei ein Rückgang von 4,3 Prozent, bei Jugendlichen ein Rückgang von 3,7 Prozent verzeichnet worden. Im Kampf gegen das Virus ist organisierter Breitensport in Bayern derzeit verboten. Sollten die Hallen über Ende November hinaus geschlossen bleiben, rechnet der BLSV mit einem "dramatischen Mitgliederrückgang" und mehr als 100.000 Austritten aus den Vereinen.

Zudem haben rund 65.000 Sportler ihre Kündigung in den Vereinen im Jahr 2021 vorgemerkt, wie es hieß. "Der Mitgliederrückgang wird also zu Beginn des neuen Jahres noch höher ausfallen - Tendenz weiter steigend", prognostizierte der Sportverband in München.

Um dem entgegenzuwirken, fordert der Verband eine Rückkehr zur Regelung von vor dem 13. November. "Unsere oberste Aufgabe muss es sein, die Menschen wieder zurück in die Sportvereine zu bringen und unsere Vereine und das Ehrenamt bei dieser wichtigen Aufgabe zu unterstützen", sagte BSLV-Präsident Jörg Ammon. "Elementar wichtig ist eine baldige Rückkehr zum Indoor-Sport."

Montag, 23. November, 12.10 Uhr: Baumärkte boomen in der Corona-Krise

Die Corona-Krise beschert den Bau- und Gartenfachmärkten in Deutschland einen anhaltenden Nachfrageboom. Insgesamt setzte die Do-it-Yourself-Branche in den ersten neun Monaten gut 17,3 Milliarden Euro um. Das entspreche einer Steigerung von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtete der Handelsverband Heimwerken, Bau und Garten (BHB) am Montag in Köln.

Auch im dritten Quartal, das normalerweise eher durch Kaufzurückhaltung in der Hauptreisezeit und das nahende Ende der Gartensaison gekennzeichnet sei, habe die Branche weiterhin zweistellige Zuwächse verzeichnet. "Das ist sicherlich in der Hauptsache fehlenden Reisemöglichkeiten geschuldet", urteilte der Branchenverband. Außerdem habe die wachsende Bedeutung der eigenen vier Wände in der Pandemie dazu geführt, dass viele Sanierungs-, Renovierungs- und Verschönerungsprojekte angegangen worden seien.

Besonders gefragt waren laut BHB in den vergangenen Monaten Farben und Malerzubehör, Gartenausstattung, Holz, Gartenmöbel und Werkzeuge. Lediglich in einer Warengruppe waren die Umsätze rückläufig - beim Autozubehör. Hier spiegele sich die eingeschränkte Mobilität der Verbraucherinnen und Verbraucher im Corona-Jahr wider, urteilte der Verband.

Montag, 23. November, 11.45 Uhr: Neue Quarantäne-Regelung für Auslandsrückkehrer unwahrscheinlich

Nach dem Außerkraftsetzen der Corona-Einreiseverordnung in Nordrhein-Westfalen wird es voraussichtlich keine Quarantäne-Neuregelung für Reiserückkehrer aus dem Ausland geben. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte am Montag in Düsseldorf, dass nach dem OVG-Urteil sehr differenziert auf regionale Infektionskennziffern sowohl in der Urlaubsregion als auch in der Heimatregion der Reisenden geschaut werden müsste. "Wer soll das kontrollieren?", verdeutlichte Laumann. Das Thema dürfte sich mit diesem enormen Aufwand erledigt haben.

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster hatte am Freitag die in der Corona-Einreiseverordnung geregelte Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer aus Risikogebieten gekippt. Nach Ansicht des Gerichts hatte das Land nicht berücksichtigt, dass Reisende bei der Rückkehr aus Ländern mit geringeren Infektionszahlen als an ihrem Wohnort nach der Heimkehr einem höherem Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Somit sei die Quarantäne aktuell kein geeignetes Mittel zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland. Als Folge aus der OVG-Entscheidung hatte das NRW-Gesundheitsministerium die sogenannte Corona-Einreiseverordnung des Landes außer Kraft gesetzt.

Montag, 23. November, 11.30 Uhr: Auch Unionsländer wollen Teil-Lockdown verlängern

Auch die unionsgeführten Bundesländer wollen den im November geltenden Teil-Lockdown in der Corona-Krise bis zum 20. Dezember verlängern. Über eine Fortsetzung der Schließungen solle am 15. Dezember beraten werden, heißt es in einem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag. Vor und auf dem Schulgelände sowie im Schulunterricht aller Schularten solle es eine grundsätzliche Maskenpflicht geben. Ausnahmen für den Unterricht in Grundschulen sollten aber möglich sein.

Am Mittwoch beraten Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Krise. In einem Beschlussentwurf des SPD-geführten Landes Berlin, das die Ministerpräsidentenkonferenz leitet, war bereits vorgeschlagen worden, die Schließungen bundesweit bis zum 20. Dezember zu verlängern. Hintergrund ist die anhaltend hohe Zahl von Corona-Neuinfektionen. Vorgeschlagen wird außerdem, ab dem 20. Dezember die Maßnahmen immer um jeweils 14 Tage zu verlängern, wenn die Zahlen nicht deutlich sinken - davon ist im Papier der unionsgeführten Länder nicht die Rede.

Die Unionsländer schlagen vor, dass in Ländern, die weniger als 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner haben, Lockerungen von den Schließungen vornehmen können sollen - im Papier Berlins ist von einem Inzidenzwert von 35 die Rede.

Die Novemberhilfe zur Unterstützung etwa der Gastronomie soll als Dezemberhilfe verlängert werden, heißt es im Papier der Unionsländer In die entsprechenden Förderprogramme seien ausdrücklich auch Schausteller und Marktkaufleute einzubeziehen.

Zur Corona-Warn-App heißt es, es solle eine "Erweiterung des Leistungsspektrums" geben. Der Bund solle prüfen, ob Lockerungen im Datenschutz möglich seien.

Montag, 23. November, 11.15 Uhr: Unionsländer wollen kein Verkaufsverbot für Silvesterböller

Die unionsgeführten Bundesländer sind anders als SPD-Länder gegen ein Verkaufsverbot für Silvesterböller. Der Verkauf und das Mitführen von Pyrotechnik solle nicht untersagt werden, heißt es in einem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag. Stattdessen solle es einen Appell geben sowie ein Verbot von Feuerwerk auf belebten Plätzen.

In einem Papier Berlins als Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz hieß es, zum Jahreswechsel solle der Verkauf, der Kauf und das Zünden von Feuerwerk verboten werden - besonders um die Einsatz- und Hilfskräfte zu entlasten, die Kapazitäten des Gesundheitssystems freizuhalten und um größere Gruppenbildungen zu vermeiden.

Montag, 23. November, 11 Uhr: Corona-Lage dramatisch: Schweiz bleibt dennoch gelassen

Man stelle sich vor, in Deutschland würden täglich doppelt so viele Coronainfektionen gezählt und es wären mehr als doppelt so viele Menschen gestorben. Noch drastischere Maßnahmen wären wohl die Folge. Nicht so in der Schweiz. Dort ist Gelassenheit angesagt - ein Überblick.

Montag, 23. November, 10.30 Uhr: Zwei Corona-Tote bislang im Memminger Klinikum

35 Corona-Patienten werden derzeit im Klinikum Memmingen behandelt - sieben von ihnen liegen nach Angaben der Verwaltung auf der Intensivstation. Bislang sind im Klinikum zwei Menschen an Covid-19 gestorben, einer davon war aus Memmingen.

Montag, 23. November, 10.25 Uhr: Zweite Corona-Welle belastet Unternehmensstimmung in Eurozone

Die zweite Infektionswelle in der Corona-Krise belastet die Wirtschaft im Euroraum. Im November hat sich die Stimmung der Einkaufsmanager deutlich eingetrübt und lässt erneut ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Aktivitäten erwarten. Der an den Finanzmärkten stark beachtete Einkaufsmanagerindex vom britischen Institut IHS Markit fiel um 4,9 Punkte auf 45,1 Zähler, wie das Forschungsunternehmen am Montag in London mitteilte. Der Stimmungsindikator ist damit bereits den vierten Monat in Folge gefallen und liegt deutlich unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Analysten hatten mit einem Rückgang des Stimmungsindikators auf 45,6 Punkte gerechnet. Von den Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Kampf gegen die Pandemie ist vor allem der Bereich Dienstleistungen betroffen, in dem die Aktivitäten eingebrochen sind. In den Industriebetrieben hat sich die Stimmung im November hingegen nur leicht eingetrübt. Die Stimmungsdaten lassen nach wie vor Wachstum im verarbeitenden Gewerbe erwarten.

Montag, 23. November, 9.45 Uhr: Karl Lauterbach: Profi-Sport in der Halle komplett verbieten

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet nach dem nächsten Corona-Gipfel auch weitere Einschränkungen für den Sport. Sollten sich die Fallzahlen nicht gut entwickeln, "dann könnte ich mir gut vorstellen, dass wir den Freizeitsport und auch den Profisport, zumindest den Hallensport, komplett verbieten", sagte der 57 Jahre alte Bundestagsabgeordnete im Interview der Deutschen Presse-Agentur vor den Beratungen von Bundesregierung und Ministerpräsidenten am Mittwoch. "Selbst beim Profi-Fußball bin ich nicht sicher, wie lange wir das noch durchhalten", meinte Lauterbach. Das komplette Interview lesen Sie hier.

Montag, 23. November, 9.20 Uhr: Schwesig fordert strenge Kontaktbeschränkungen für Corona-Hotspots

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig pocht vor den Corona-Beratungen mit den anderen Ländern und dem Bund auf strenge Regeln für Corona-Hotspots. Zugleich müssten Lockerungen möglich sein für Gebiete, die deutlich und dauerhaft weniger als 50 Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner haben, sagte die SPD-Politikerin am Montag im Deutschlandfunk. Unter diesem sogenannten Inzidenzwert liegen laut Robert Koch-Institut derzeit nur Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein (beide 46,5).

An diesem Montag wollen die Landesregierungschefs ihre Position festlegen für die Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch.

Mit Blick auf Gesamtdeutschland sagte Schwesig: "Die Zahlen sind gedämpft, aber sie bleiben weiter hoch. Und deshalb muss nach Auffassung vieler Länder der November-Shutdown fortgeführt werden, insbesondere in den Risikogebieten." Sie plädierte aber dafür, dass die Kontaktbeschränkungen über die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel gelockert werden. "Ich finde es richtig, dass man zu Weihnachten ermöglicht, dass wenigstens zehn Personen zusammenkommen können", sagte die Ministerpräsidentin. Diese Zahl scheint unter den Ländern allerdings noch nicht ausverhandelt zu sein, wie aus dem letzten bekannten Beschlussvorschlag des Landes Berlin hervorgeht, das derzeit der Ministerpräsidentenkonferenz vorsteht. Auch eine Beschränkung auf fünf Personen steht demnach noch im Raum.

Schwesig betonte, dass die neuen Vorschläge der Länder anders seien als die Beschlussvorlage des Kanzleramts bei den vergangenen Beratungen, die von den Ministerpräsidenten abgelehnt worden war. "Wir schlagen vor, wie es im Dezember und Januar weitergeht. Natürlich wollen auch die Branchen wissen, was ist mit uns, ab wann könnte gelockert werden. All das war vergangene Woche nicht im Gespräch", erklärte sie.

Montag, 23. November, 8.35 Uhr: Dritter Impfstoff zu 70 Prozent wirksam gegen Covid-19

Mit dem britisch-schwedischen Pharmakonzern Astrazeneca hat ein weiteres Unternehmen positive Daten zu einem für Europa relevanten Corona-Impfstoff vorgelegt. Das Vakzin vermeide mit rund 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu erkranken, teilte das Unternehmen am Montag mit. Damit liegt die Wirksamkeit des mit der Universität Oxford entwickelten Vakzins hinter der der Präparate von Pfizer/Biontech und Moderna. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 23. November, 8.15 Uhr: Corona-Beschränkungen: Diese Regeln wollen Bund und Länder beschließen

Vor den neuen Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie wollen die Ministerpräsidenten am Montag ihre Linie abstimmen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist dazu eine Schalte der Regierungschefs geplant. Ihnen liegt ein Beschlussentwurf vom Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz vor, den derzeit Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) innehat. Absehbar ist angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen eine Verlängerung des Teil-Lockdowns im Dezember. Ein Überblick über die geplanten Regeln.

Montag, 23. November, 7.45 Uhr: Corona-Schließungen: Fitnessstudios warnen vor Kahlschlag

Die Fitnessbranche in Deutschland warnt vor Insolvenzen, sollten die Studios in der Corona-Krise nicht bald wieder öffnen dürfen. "Die Unsicherheit in der Branche ist groß", sagt Ralph Scholz, Vorsitzender des Deutschen Industrieverbands für Fitness und Gesundheit. Es fehle eine verlässliche Perspektive der Politik für die Corona-Pandemie, klagt er. "Die Studios können nicht im 14-Tages-Rhythmus planen, ob sie wieder öffnen dürfen oder nicht."

Jahrelang haben die knapp 10.000 Fitnessstudios in Deutschland einen Aufschwung erlebt, 2019 verzeichneten sie gut 11,6 Millionen Mitglieder. Doch nach dem Shutdown im Frühjahr mussten die Studios im November erneut schließen. Bei vielen Betreibern liefen die Beiträge zunächst weiter, Mitglieder wurden oft mit späteren Freimonaten, Gutscheinen oder kostenlosen Personal-Trainings getröstet. Das erhält die Liquidität, kostet die Studios aber künftig Geld.

Die Umsatzeinbußen beziffert Scholz bei 5,5 Milliarden Euro jährlichen Beitragseinnahmen auf 460 Millionen Euro im Monat. Der Shutdown wirkt sich auch auf die Anmeldungen aus. Fitnessstudios dürften bis Jahresende 10 bis 15 Prozent weniger Mitglieder haben als Ende 2019, fürchtet Scholz. Das wären rund 1,6 Millionen Menschen. "Wenn der Lockdown noch lange dauert, werden viele das nicht überleben."

Auch der Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen warnt vor den Folgen des Shutdowns. Den Schaden durch Kündigungen und ausbleibende Neumitgliedschaften beziffert er im laufenden Jahr auf mindestens 865 Millionen Euro. In der Fitness- und Gesundheitsbranche seien gut 217.000 Arbeitsplätze betroffen.

Montag, 23. November, 7.12 Uhr: Obdachlosen in Corona-Krise helfen: Das tun Städte und Gemeinden

Der Winter naht, schon jetzt sind viele Nächte bitterkalt. Für Obdachlose eine große Herausforderung. Aber auch für Helfer und Städte, die insbesondere wegen der Corona-Pandemie besonders viele Herausforderungen haben, die Obdachlosen zu unterstützen.

Montag, 23. November, 6.50 Uhr: Corona-Studie an Würzburger Kitas in vollem Gange

Kitas möglichst offen halten - daran forschen Mediziner in Unterfranken. Demnächst soll es erste Ergebnisse geben. Ein Überblick über die Studie.

Montag, 23. November, 6 Uhr: 10.864 Fälle: Corona-Neuinfektionen auf Vorwochenniveau

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. So seien binnen 24 Stunden 10.864 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10.824 gelegen. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Im Oktober und Anfang November war die Zahl der gemeldeten Corona-Neuansteckungen in Deutschland rasant gestiegen. Nun hat sich der Wert seit etwa zwei Wochen auf hohem Niveau eingependelt. Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 929.133 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 23.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 90 auf insgesamt 14.112. Das RKI schätzt, dass rund 618.800 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,03 (Vortag: 1,07). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ungefähr eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

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