Aktueller Stand bei Corona-Impfungen

Impfquote ist bei Erst- und Zweitimpfung im Allgäu beinahe identisch

Corona-Impfungen im Allgäu: Mittlerweile sind mindestens 57,3 Prozent der Menschen im Allgäu komplett gegen das Corona-Virus geimpft.

Corona-Impfungen im Allgäu: Mittlerweile sind mindestens 57,3 Prozent der Menschen im Allgäu komplett gegen das Corona-Virus geimpft.

Bild: Wolfgang Kumm, dpa (Symbolbild)

Corona-Impfungen im Allgäu: Mittlerweile sind mindestens 57,3 Prozent der Menschen im Allgäu komplett gegen das Corona-Virus geimpft.

Bild: Wolfgang Kumm, dpa (Symbolbild)

Das Allgäu hinkt im Vergleich zum Bundes- und Landes-Schnitt beim Impfen weiter hinterher. Der Überblick über die Impfquoten im Allgäu, Stand 21. Oktober.
23.10.2021 | Stand: 20:51 Uhr

Artikel aktualisiert am 22. Oktober: In diesem Artikel veröffentlichen wir immer am Freitag die aktuellen Zahlen zu den Impfungen gegen das Coronavirus im Allgäu. Die Landratsämter im Allgäu geben an dem Tag die Zahlen aus den Impfzentren bekannt: Wie viele Allgäuer bereits ihre Erst- beziehungsweise Zweitimpfung bekommen haben und wie hoch die Impfquote in den Landkreisen und der kreisfreien Städten ist.

Diese Zahlen werden für jeweils das Oberallgäu und Kempten, für das Ostallgäu und Kaufbeuren sowie für das Unterallgäu und Memmingen zusammengefasst und nicht einzeln für Landkreis und Stadt ausgewiesen: Menschen etwa aus dem nördlichen Oberallgäu werden auch in Kempten geimpft, aus dem nördlichen Ostallgäu in Kaufbeuren sowie aus dem westlichen Unterallgäu in Memmingen. Der Landkreis Lindau fasst ebenfalls seine Daten aus beiden Impfzentren zusammen. Für einen Impftermin registrieren lassen kann man sich hier.

Wie viele Menschen sind im Allgäu schon geimpft?

392.791 Allgäuer haben bis Donnerstag, 21. Oktober, ihre Erstimpfung gegen das Corona-Virus erhalten, 392.275 sind bereits komplett geimpft. Der Anteil der Menschen, die vollständig geimpft sind liegt bei mindestens 57,3 Prozent - zum Vergleich: In Deutschland waren es an dem Tag 66,1 Prozent und in Bayern 63,9 Prozent. Damit bleibt das Allgäu weiterhin deutlich unter dem Bundes- und Landesschnitt. (Lesen Sie auch: Welche Menschen im Allgäu lassen sich jetzt noch impfen?)

Die Daten für die Region stammen aus den Impfzentren in Sonthofen (Oberallgäu), Kempten, Marktoberdorf (Ostallgäu), Kaufbeuren, Bad Wörishofen (Unterallgäu), Memmingen, Lindenberg und Lindau sowie von den Arztpraxen und mobilen Impfteams.

Das RKI geht allerdings davon aus, dass mehr Menschen gegen Corona-Geimpft sind, als es die offizielle Statistik zeigt. Wie das Institut darauf kommt, lesen Sie hier.

Die Impfquote berechnet sich aus der Zahl der Geimpften pro Gesamtzahl der Einwohner in der Region, die das Bayerische Landesamt für Statistik am 30. September 2020 veröffentlicht hat.

Das Landratsamt Ostallgäu zählt übrigens für Kaufbeuren und das Ostallgäu Impfungen mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson als Zweitimpfung. Daher können mehr Zweit- als Erstimpfungen angegeben sein.

Auch das Landratsamt Unterallgäu vermeldet, dass sich die Zuordnung von Impfungen mit Johnson & Johnson für Memmingen und das Unterallgäu geändert hat. In den Erstimpfungen sind diese nicht mehr enthalten. Das ist wohl der Grund, weshalb die Zahl der Erstimpfungen diese Woche niedriger ist als vergangene Woche und die Zahl der Zweitimpfungen im Vergleich dagegen sehr stark angestiegen ist. Vermutlich wurden die Johnson & Johnson-Impfungen aus den Erstimpfungen raus- und bei den Zweitimpfungen miteingerechnet. Das hat auch Auswirkungen auf die gesamte Quote an Erstimpfungen im Allgäu, die dadurch diese Woche ebenfalls niedriger ist als vergangene Woche. Eine Bestätigung der Vermutung vom Landratsamt Unterallgäu steht noch aus. (Lesen Sie auch: Allgäuer Kinderärztin trotz Doppel-Impfung an Corona erkrankt)

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Ostallgäu rechnete bis Donnerstag, 7. Oktober, bei der Erhebung der Zahlen für die Erst- und Zweitimpfungen im Ostallgäu und in Kaufbeuren mit den Daten aus der Impfsoftware BayIMCO. Seit Donnerstag, 14. Oktober, basieren diese Daten auf den Zahlen der beiden Impfzentren in Marktoberdorf und Kaufbeuren. "Diese sind genauer", sagte Landratsamt-Sprecher Stefan Leonhart auf Nachfrage. Bei der Zahl der Zweitimpfungen für das Ostallgäu und Kaufbeuren kam es aufgrund der Änderung der Datenbasis am 14. Oktober zu einem Minus von 819 Zweitimpfungen im Vergleich zum 7. Oktober. In der Grafik fällt daher die Impfquote bei den Zweitimpfungen von 58,9 auf 58,4 Prozent. Dieses Minus erklärt Leonhart mit der Umstellung bei der Datenerhebung.

Impfungen gegen Corona: So funktioniert die Meldekette

Sobald ein Mensch in Bayern geimpft worden ist, werde das in der Impfsoftware BayIMCO erfasst, erklärt Aleksander Szumilas, Sprecher des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen. Daraus würden die Daten täglich direkt an das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin gemeldet. Falls eine Impfung in einem Krankenhaus erfasst wird, übermittle deren Gesellschaft täglich direkt die Daten über deren Software.

Dashboard über Impffortschritt der Landkreise und Städte in Bayern geplant

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) arbeitet bereits an den Darstellungsmöglichkeiten eines Dashboards auf der LGL-Homepage, sagte ein Sprecher des Bayerischen Gesundheitsministeriums auf Anfrage. Es sei beabsichtigt, dass die dort abgebildeten Daten den Impffortschritt auf Stadt- und Landkreisebene abbilden sollen.

RKI: Bundesweite Auswertung für Landkreise noch nicht aussagekräftig

In anderen Bundesländern könnten Impfzentren und mobile Impfteams Daten über das Digitale Impfquotenmonitoring (DIM) übermitteln, sagt RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher. Anmeldungen für das DIM gebe es - außer aus Bayern - aus allen Bundesländern wie Baden-Württemberg, Hamburg, Niedersachsen, dem Saarland und die Region Westfalen-Lippe (Nordrhein-Westfalen). In allen anderen Bundesländern und der Region Nordrhein sei die DIM-Nutzung unvollständig. Es würden deshalb weiterhin die aggregierten Daten für die tägliche Statistik übermittelt. Eine Übersicht der Daten zu den Landkreisen und kreisfreien Städten sei vorgesehen, aber erst aussagekräftig, wenn alle Länder komplett DIM nutzen.

Lesen Sie dazu auch: